Wenn die Haare stumpf und spröde sind, es ihnen an Glanz fehlt und sie zu Spliss neigen, dann schlägt sich das häufig auch auf das Gemüt der betroffenen Personen wider. Während trockenes Haar in der Regel ein Problem der Haarwurzel ist, entsteht strapaziertes Haar durch äußere Einflüsse. Für beides ist häufig jedoch dieselbe Haarpflege hilfreich, weshalb Pflegeprodukte meist sowohl für trockenes und strapaziertes Haar geeignet sind.
Ob das Haar trocken oder strapaziert ist, ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen, denn in beiden Fällen sind die äußeren Folgen dieselben. Die Haare:
Die weitere Folge kann sogar Haarbruch sein.
Um die Ursachen für trockenes und strapaziertes Haar verstehen zu können, sollte man zunächst wissen, wie das Haar aufgebaut ist. Es besteht aus drei Schichten: der äußeren Schuppenschicht, der dicken Faserschicht und dem Mark. An der Haarwurzel befindet sich eine Talgdrüse.
Bei eben diesen Talgdrüsen liegt die häufigste Ursache für trockenes Haar. Das Haar wird an dieser Stelle mit zu wenig Fett versorgt, wodurch die äußere Schuppenschicht nicht wie bei gesundem Haar glatt überlappt, sondern absteht.
Längere Haare neigen generell schneller dazu, trocken zu werden, denn je länger das Haar ist, desto weniger Talg gelangt von den Talgdrüsen bis in die Haarspitzen. Der Grund für trockene Haare liegt also kurz gesagt bei einer nicht geschlossenen Schuppenschicht aufgrund fehlender Talgversorgung.
Seltener können aber auch Krankheiten wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine Mangelernährung sowie eine hormonelle Umstellung durch Schwangerschaft oder die Wechseljahre ursächlich sein.
Die Hauptursachen für strapaziertes Haar sind äußere Einflüsse und starke Belastung der Haare. Dies geschieht durch häufiges Färben (vor allem Blondieren), Dauerwelle oder chemisches Glätten. Auch falsche und zu häufig verwendete Stylingprodukte können der Grund für strapaziertes Haar sein. Das Haar wird durch Föhnen, Schaumfestiger und aggressives Shampoo gestresst und trocknet schnell aus.
Ebenfalls schädlich für die Haare sind UV-Strahlen, Chlorwasser und Salzwasser, sowie Heizungsluft und häufiges Tragen von Mützen. Während bei trockenem Haar aber nur die äußere Schuppenschicht betroffen ist, ist das strapazierte Haar deutlich mehr geschädigt, sodass auch die dicke Faserschicht betroffen sein kann.
Die meisten Pflegeprodukte sind sowohl für trockenes als auch strapaziertes Haar geeignet, nur einige Friseurmarken machen einen kleinen Unterschied. In den sogenannten Repair-Produkten für strapaziertes Haar befinden sich dann die positiven Moleküle namens kationaktive Polymere, die das Haar an den geschädigten Stellen reparieren. Für trockenes Haar hingegen werden spezielle Friseurprodukte mit feuchtigkeitsbindenden Lipiden verwendet.
Sowohl bei trockenem als auch strapaziertem Haar sind Produkte ideal, die zusätzlich Feuchtigkeit spenden. In vielen herkömmlichen Shampoos sind jedoch Tenside enthalten, die das Haar austrocknen. Entsprechend sollte bei der Wahl des Shampoos darauf geachtet werden, dass keine Tenside enthalten sind. Positiv hingegen sind Keratin, Panthenol und ungesättigte Fettsäuren (z.B. in Olivenöl) zu bewerten.
Ebenfalls zu empfehlen sind Shampoos mit Aloe Vera, Meeresmineralien und Algen. All diese Inhaltsstoffe schonen das Haar und spenden ihm zusätzlich Feuchtigkeit.
Dieselben Inhaltsstoffe, die für Shampoos zu empfehlen sind, sind auch für Haarkuren gut geeignet. Bei Haarkuren ist jedoch darauf zu achten, dass es sich möglichst um solche handelt, die nicht ausgewaschen werden müssen. Denn auch zu intensives und häufiges Waschen der Haare kann bei diesem Haartyp bzw. bei ohnehin bestehender Belastung zu noch mehr Schäden führen.
Des Weiteren sollte sowohl bei Shampoos als auch bei Haarkuren darauf geachtet werden, dass sie frei von Parabenen, Farbstoffen und Silikonen sind, damit das Haar nicht zusätzlich angegriffen wird. Die Anwendung von Haarkuren oder Haarmasken führt dazu, dass die beschädigte Schuppenschicht repariert und das Haar dauerhaft mit Feuchtigkeit versorgt wird, um weitere Schäden zu vermeiden.
Tatsächlich gibt es ein paar Hausmittel, die bei trockenem und strapaziertem Haar ebenfalls helfen können. Zum einen sind pflanzliche Öle, die auch in vielen Pflegeprodukten enthalten sind, hilfreich. Olivenöl, Mandelöl oder Kokosöl eignen sich besonders gut, denn der hohe Vitamin E-Gehalt sorgt dafür, dass die obere Haarschicht abgedichtet und repariert wird. Vor allem bei Haarspitzen mit Spliss wird gerne auf diese Methode zurückgegriffen.
Des Weiteren ist Eigelb bekannt dafür, den Proteinmangel bei trockenen Haaren auszugleichen und dem Haar wieder schöneren Glanz zu verleihen. Selbiges gilt auch für Mayonnaise, die einerseits durch die enthaltenen Eier Kraft verleiht, andererseits durch das ebenfalls enthaltene Öl für Geschmeidigkeit der Haare sorgt. Honig, der sich in vielen Bereichen als hilfreiches Hausmittel erweist, ist ebenfalls bei den Haaren ein gutes Hausmittel, um ihnen zu einem weichen und glänzenden Aussehen zu verhelfen.
Ist das Haar bereits gestresst, wird es durch Stylingprodukte nur noch mehr geschädigt. Entsprechend sollte möglichst auf Schaumfestiger, Haargel und Co. verzichtet werden. Sollten Sie jedoch nicht ganz verzichten wollen, so empfehlen sich auch hier spezielle Produkte für trockenes und strapaziertes Haar möglichst mit natürlichen Inhaltsstoffen.
Des Weiteren ist es empfehlenswert, den Look täglich zu ändern: Denn wenn unterschiedliche Stylingprodukte in verschiedenen Weisen zum Einsatz kommen, wird das Haar nicht ständig an derselben Stelle strapaziert.
Neben der Verwendung der richtigen Pflegeprodukte kann auf einige Kleinigkeiten geachtet werden, die in Summe die Haare sehr schonen:
Kokosöl ist ein echtes Allround-Talent und wird unter anderem auch in der Haarpflege eingesetzt. Kokosöl enthält verschiedene Vitamine und Mineralstoffe, die dabei helfen das Haar zu reparieren und die Haarstruktur neu aufzubauen. Natürlicher Antioxidantien wie Vitamin E schützen das Haar zusätzlich vor äußeren Umweltbelastungen. Das Kokosöl legt sich wie ein Film um die Haare und verhindert dadurch, dass Feuchtigkeit austreten kann. Stumpfes und matt aussehendes Haar erhält so einen frischen und gesunden Glanz. Das gilt jedoch nur für dickes Haar, bei feinem und fettigem Haar ist Kokosöl ungeeignet, da der Film die Haare in dem Fall noch strähniger aussehen lassen würde.
Bei dem Kauf von Kokosöl auf Einiges zu achten, denn behandelte Öle haben häufig wichtige Inhaltsstoffe schon verloren und wirken entsprechend nicht so gut wie unbelassenes Kokosöl. Ist das Kokosöl hingen nativ, kaltgepresst, ungebleicht und unraffiniert, ist es optimal zur Haarbehandlung geeignet.
Kokosöl kann wie ein Conditioner bei Bedarf täglich angewendet werden. Dazu werden je nach Haarlänge 2-3 EL Kokosöl direkt nach dem Shampoonieren ins feuchte Haar einmassiert und nach kurzer Einwirkzeit wieder ausgewaschen. Nach der Haarwäsche kann das Kokosöl auch in die trockenen Haarspitzen eingerieben werden, wobei es nicht extra ausgewaschen werden muss.
Eine weitere Möglichkeit zur Verwendung von Kokosöl besteht in Form einer Haarmaske über Nacht. Je nach Haarlänge werden 1-5 EL Kokosöl in die Haare einmassiert, wobei der Fokus auf die Spitzen gelegt werden sollte. Erst am nächsten morgen wird das Haar dann gründlich ausgespült, diese Behandlung empfiehlt sich einmal die Woche zu wiederholen.
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