Die ersten grauen Haare werden von den meisten Frauen gelassen hingenommen - zumindest solange sie nur vereinzelt auftreten. Zeigt sich jedoch erst einmal ein grauer Ansatz, greifen viele zur Haarfärbung. Hier erfahren Sie alles über die natürliche Alternative mit Henna und Pflanzenhaarfarben.
Henna ist ein natürliches Färbemittel, das seit Jahrhunderten für die Haarfärbung und Körperkunst verwendet wird. Es wird aus den getrockneten und gemahlenen Blättern der Henna-Pflanze (Lawsonia inermis) gewonnen und hat in vielen Kulturen eine lange Tradition. Henna hat seine Wurzeln in den alten Zivilisationen Nordafrikas, des Nahen Ostens und Südasiens. Es wurde sowohl für kosmetische als auch für religiöse Zwecke verwendet. In vielen Kulturen, besonders in Indien und dem Nahen Osten, spielt Henna eine bedeutende Rolle bei Feierlichkeiten und Ritualen.
Henna enthält einen natürlichen Farbstoff namens Lawsone, der sich an die Proteine im Haar bindet und so eine permanente Färbung ermöglicht.
Tipp: Damit die Paste warm bleibt, kannst du die Schüssel mit dem angerührten Henna in ein heißes Wasserbad stellen.
Eine Lösung für dieses Problem hat die Waschbär-Online-Marketing-Managerin Sandra für sich entdeckt: Pflanzenhaarfarben. Sie hat sich vor rund sieben Jahren entschieden, noch nicht mit grauen Haaren zu leben und färbt ihr Haar alle ein bis zwei Wochen zu Hause. Bei der Erfahrung kennt sie die entscheidenden Tricks, auf die es bei der Anwendung von Pflanzenhaarfarben für ein gelungenes Ergebnis ankommt.
Für die Naturhaarfarbe habe ich mich entschieden, weil ich eine sehr empfindliche Kopfhaut habe. Anfangs habe ich chemische Haarfarben eingesetzt, aber die haben zu Hautreizungen geführt. Ich nehme inzwischen Pflanzenhaarfarbe in Dunkelbraun. Das Farbergebnis ist einfach überzeugend und meiner natürlichen Haarfarbe sehr ähnlich. Es deckt meine grauen Ansätze sehr gut ab. Meine Kopfhaut ist in keiner Weise gereizt, denn die Pflanzenhaarfarben kommen ganz ohne Konservierungsmittel und Peroxide oder andere Zusätze aus.
Ich habe einige Versuche mit Naturhaarfarben gemacht, bis ich das Richtige für mich gefunden habe. Bei vielen Pflanzenhaarfarben ist die Grauabdeckung leider nicht so gut oder die Haare werden vor allem Rot. Ganz generell empfehle ich bei der Anwendung von Pflanzenhaarfarben, nach Anleitung des Herstellers vorzugehen.
Ich färbe meinen Haaransatz alle 1 bis 2 Wochen, das ist für mich zur Routine geworden. Die Vorteile von Pflanzenhaarfarben überwiegen für mich deutlich.
Radikale Typveränderungen - etwa von schwarzhaarig zu blondem Vamp - sind auf natürlichem Weg nicht zu machen. Auch dunkle Töne von Dunkelbraun bis Schwarz sind mit Bio-Haarfarbe möglich.
Ja. "Wenn das nicht möglich wäre, hätten wir so gut wie keine Kundinnen", lacht Naturfriseurin Elvira Hermenau. Denn die meisten ihrer Neukundinnen hätten bislang nur Erfahrung mit synthetischen Haarfarben gemacht. Möglicherweise hält die Pflanzenfarbe anfangs nicht so lange. Daher rät Elvira Hermenau zu zwei bis drei Nachbehandlungen innerhalb einiger Wochen.
Das kommt auf das jeweilige Haar, den Farbton und die Pflegegewohnheiten an. Je häufiger man mit Pflanzenhaarfarben färbt, desto höher ist die Haltbarkeit. Pflanzenfarben verbinden sich sehr stabil mit dem Haar und sind einige Wochen bis Monate haltbar.
Beispiel: Bei 'Just Nature' zahlen Kundinnen für die Erstbehandlung mit Pflanzenfarbe mindestens 99 Euro, danach für Haar bis Schulterlänge je 55 bis 75 Euro, bei längerem Haar 65 bis 150 Euro. Zum Vergleich: Konventionelle Friseure in Innenstadtlagen größerer Städte liegen beim Färben mit Oxidationshaarfarben je nach Haarlänge zwischen 40 und 75 Euro; Strähnen werden in der Regel pro Folie berechnet: meist zwischen 2 und 2,50 Euro.
Mit Pflanzenhaarfarben verbinden viele noch immer Öko-Muff und grelles Henna, und graue Haare lassen sich mit natürlichen Pigmenten erst recht nicht abdecken. Oder vielleicht doch? Pflanzenhaarfarben sind wesentlich vielseitiger und modischer als ihr Ruf. "Natürlich gibt es gewisse Limits bei Naturfarben", räumt Elvira Hermenau, Chefin von vier 'Just Nature'-Friseursalons, ein.
Eine der bekanntesten und meistgenutzten Pflanzen für Haarfärbemittel ist Henna. Darüber hinaus gibt es jedoch noch viele weitere Pflanzen, die in der westlichen Welt für die Herstellung von natürlichen Haarfärbemitteln verwendet werden. Dazu gehören unter anderem Indigo, Kamille, Lote, Sadr, Salbei, Rhabarberwurzel und Vashma.
| Merkmal | Henna | Chemische Haarfarben |
|---|---|---|
| Natürlichkeit | Natürlich, aus Pflanzen gewonnen | Synthetisch, enthält Chemikalien |
| Haarpflege | Pflegend, stärkt das Haar | Kann das Haar schädigen |
| Farbpalette | Hauptsächlich rotbraune Töne | Breite Farbpalette |
| Anwendung | Zeitaufwändig, kann unordentlich sein | Schneller, einfacher |
| Haltbarkeit | Lang anhaltend | Variabel |
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