Eine schöne neue Haarfarbe gefällig? Viele Menschen experimentieren gerne mit neuen Haarfarben, aber Bedenken hinsichtlich möglicher Schäden durch chemische Inhaltsstoffe sind weit verbreitet. In diesem Artikel erfahren Sie alles über ammoniakfreie Haarfarben, ihre Vor- und Nachteile sowie aktuelle Testergebnisse und Tipps für die Anwendung.
Unser Test-Fazit: Mehrere der geprüften Haarfarben sind insgesamt gut, darunter eine besonders günstige für knapp 3 Euro pro Packung.
Ammoniak ist ein Alkalisierungsmittel, das in vielen herkömmlichen Haarfarben verwendet wird, um die Schuppenschicht des Haares zu öffnen und die Farbpigmente einzuschleusen. Ammoniak hat in Haarfarben in den letzten Jahren keinen guten Ruf bekommen. Daher bieten mittlerweile viele Hersteller Haarfarben ohne Ammoniak an.
Ammoniak ist schon lange ein wesentlicher Bestandteil von Haarfarben. Er spielt eine wichtige Rolle beim Haarefärben: Der Stoff wird in Haarfärbemittel verwendet, um die Schuppenschicht des Haares zu öffnen. Er sorgt für die Quellung der Haare und auch für die Neutralisierung der Stabilisierungssäure des Wasserstoffes, sodass die chemische Reaktion und damit die Farbeinlagerung stattfinden kann.
Neun Permanenthaarfarben haben wir getestet, unter anderem darauf, ob sie gleichmäßig färben, wie sie Grau abdecken und wie lange sie sich im Haar halten.
In der Tabelle finden Sie die Bewertungen für neun Permanenthaarfarben, darunter Produkte von Garnier, L‘Oréal, Schwarzkopf und Syoss, von Rossmann und dm sowie eine Innovation der Marke Keralock.
Die geprüften Haarfarben kosten 1,25 bis 9 Euro.
Mehrere geprüfte Produkte schneiden gut ab. Das Färbeergebnis war überwiegend positiv und die Farben hielten lange.
Anders als Oxidationshaarfarben setzen Naturhaarfarben auf die Farbkraft von Pflanzen, etwa mithilfe von Stoffen aus Walnussschalen, Extrakten aus der Henna- oder Indigopflanze. Pflanzenhaarfarben setzen auf Farbstoffe aus zermahlenen Blättern, Blüten oder Wurzeln.
Vorteile von Pflanzenhaarfarben:
Nachteile von Pflanzenhaarfarben:
Immer mehr Menschen entdecken die kraftvolle Wirkung natürlicher Färbepflanzen, die nicht nur die Haare tönen, sondern auch pflegen, stärken und zum Glänzen bringen. Pflanzenhaarfarben bestehen aus fein vermahlenen Pflanzenteilen wie Henna, Indigo, Cassia, Amla oder Walnussschale.
Bekannte Marken für Pflanzenhaarfarben:
Wie lange hält Pflanzenhaarfarbe?Die Haltbarkeit liegt in der Regel bei 4-6 Wochen. Da Pflanzenhaarfarben das Haar ummanteln, verblasst die Farbe gleichmäßig und sanft. Dunkle Töne halten meist etwas länger, während rötliche oder helle Nuancen schneller nachlassen.
In Oxidationshaarfarben unverzichtbar sind aromatische Amine - Stoffe, die schwere allergische Reaktionen verursachen können. Die Farben im Test enthalten bis zu fünf verschiedene aromatische Amine, die auch in Haarfarben zugelassen sind.
Einige dieser Stoffe werden vom EU-Beratergremium für Verbrauchersicherheit (SCCS) als starke oder sogar extrem starke Kontaktallergene eingestuft. Haben solche Stoffe erst eine Kontaktallergie mit schmerzhaften Rötungen, Schwellungen und Juckreiz ausgelöst, besteht die Allergie ein Leben lang. Bereits ein Selbsttest kann eine Allergie hervorrufen.
Deshalb chemische Haarfarben auf keinen Fall vorab in der Armbeuge testen. Denn ob der Körper eine Allergie entwickelt, hängt auch von der Häufigkeit des Kontakts mit den Allergenen ab.
Wer regelmäßig die Haare tönt oder färbt, für den können Friseurbesuche auf Dauer zu hohen Ausgaben führen. Haarfärbemittel sind eine gute und preiswerte Möglichkeit, sich selbst die Haare zu färben. Die Auswahl an Haarfarben ist inzwischen riesig und so kann man die individuell passende Haarfarbe problemlos selbst wählen. Dabei kostet eine Packung Haarfärbemittel nur einen Bruchteil von dem, was ein Besuch beim Friseur kosten würde. Zusätzlich fällt die Anfahrt und Wartezeit beim Friseur weg, man spart also nicht nur Geld, sondern auch eine Menge Zeit.
Hier sind einige ausgewählte Haarfärbeprodukte, die im Handel erhältlich sind:
Wer seine Haare selbst tönen oder färben will, sollte etwas Zeit und Sorgfalt in die Vorbereitung stecken. Einmalhandschuhe sind unverzichtbar. Die in den Farbpackungen enthaltenen Folienhandschuhe fallen oft groß aus oder können reißen. Besser: Einmalhandschuhe aus dem Drogeriemarkt.
Die Haare nur über Kopf auszuspülen, reicht nicht - vor allem am Haaransatz können so leicht Reste des Färbemittels zurückbleiben.
Haarfärbemittel können auf Textilien unschöne Flecken verursachen. Am besten ältere, dunkle Handtücher verwenden, Badvorleger oder Teppich wegräumen. Auch bei der Kleidung gilt: Vorsicht vor Flecken. Statt eines schicken Oberteils lieber ein altes, weites T-Shirt anziehen.
Wer beim Haarefärben auf seine Brille angewiesen ist, sollte die Bügel mit etwas Frischhaltefolie oder einem Kosmetiktuch umwickeln.
Zu zweit gehts leichter. Freunde können helfen, das Färbemittel aufzutragen und gleichmäßig zu verteilen - vor allem bei langem Haar.
Du willst deine einzelnen oder mehrheitlichen graue Haare färben und weißt nicht, welche Coloration sich dafür eignet? Welche Deckkraft stark genug ist? Was deine Haare nicht strapaziert? Unser Haarfarben-Guide hilft dir bei der Auswahl des richtigen Produkts.
Empfohlene Haarfarben für graue Haare:
Ammoniak ist mit Abstand eines der besten Alkalisierungsmittel für Haarfarben. Um es auf den Punkt zu bringen: Wenn man keine allergischen Reaktionen zeigt und sein Haar alle 8 Wochen färbt, sind keine Risiken zu erwarten, die nicht auch mit ammoniakfreien Haarfarben gegeben wären.
Ammoniakfreie Farbe soll insgesamt sanfter sein, dafür auch weniger intensiv und wäscht sich schneller aus. Für eine intensive, weißabdeckende Coloration ist daher eine Farbe mit Ammoniak besser geeignet. Für dezente Typveränderungen sind ammoniakfreie Farben sicherlich sehr gut geeignet.
Tipp: Shampoo stresst gefärbtes Haar. Wir empfehlen deshalb, besonders mild reinigendes Kindershampoo zu verwenden. Bei geschädigtem Haar können auch Repair-Shampoos eine Wohltat sein.
Auch mit einer guten Haarfarbe ist das Färben kein Wellness für die Haare. Die geprüften Permanent- oder Oxidationshaarfarben sorgen für eine Reihe chemischer Reaktionen, die das Haar strapazieren. Anschließend ist Pflege notwendig.
Tipp: Verzichten Sie auf die von vielen Anbietern empfohlenen Allergietests auf der Haut 48 Stunden vor Auftragen der Haarfarbe.
Gute Vorbereitung ist wichtig. Vor dem Färben Reste von silikonhaltigen Shampoos oder Spülungen mit einer Tiefenreinigung auswaschen.
Ganz entscheidend ist die richtige und konstante Temperatur des Färbebreis: Richten Sie sich dabei akribisch nach den jeweiligen Angaben. Während des Auftragens die Farbe konstant auf Temperatur halten, am besten in einem Wasserbad. Solange sie einwirkt, die Haare mit Folie oder Handtuch warm und am besten auch feucht halten.
Im Laufe der ersten beiden Tage können sich die Farben auch noch entwickeln oder nachdunkeln und sollten deshalb nicht mit Shampoo gewaschen werden.
| Eigenschaft | Haarfarbe mit Ammoniak | Haarfarbe ohne Ammoniak |
|---|---|---|
| Geruch | Stechend | Weniger stechend oder geruchlos |
| Schonung des Haares | Kann strapazierend sein | Schonender |
| Farbintensität | Höher | Geringer |
| Grauabdeckung | Besser | Weniger zuverlässig |
| Haltbarkeit | Länger | Kürzer |
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