Aktuelle Nachrichten und Veranstaltungen aus dem Landkreis Elbe-Elster

Der Landkreis Elbe-Elster ist eine Region im Wandel, geprägt von politischen Entwicklungen, kulturellen Highlights und dem Engagement seiner Bürger. Dieser Artikel bietet einen Überblick über die aktuellen Nachrichten und Veranstaltungen, die die Region bewegen.

Lage des Landkreises Elbe-Elster in Deutschland

Politische Entwicklungen und Wahlen

Durch die Ämterbildung und Kreisgebietsreform hat das Land Brandenburg die Grundlagen für eine leistungsfähige Kommunalverwaltung geschaffen. Mit Wirkung vom 21. Juli 1992 schlossen sich in unserem Gebiet die Gemeinden Schönborn, Schilda, Tröbitz, Rückersdorf, Lindena, Oppelhain, Fischwasser, Gruhno und Schadewitz zum Amt Elsterland zusammen.

Die Gemeinde Eichholz-Drößig wurde am 28. August 1992 unserem Amt zugeordnet. Der Sitz der Verwaltung ist in Schönborn, Kindergartenstraße 2a. Der Name unseres Amtes wurde von der "Kleinen Elster" abgeleitet, die sich von der Stadt Doberlug kommend durch das Amtsgebiet schlängelt und die Landschaft prägt.

Landratswahl am 15. Februar 2026

Am 15. Februar 2026 sind die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Elbe-Elster aufgerufen, einen neuen Landrat zu wählen. Für die Wahl haben vier Bewerber ihre Unterlagen abgegeben. Diese wurden durch den Kreiswahlausschuss am 12. Dezember 2025 zugelassen.

Es sind Norbert Kleinwächter aus Falkenberg/Elster, der für die AfD antritt, Landrat Christian Jaschinski aus Rückersdorf auf Vorschlag der CDU, Christian Nürbchen aus Falkenberg/Elster für die Listenvereinigung Die Linke-Grüne/B90 und der Einzelwahlvorschlag Marcel Schmidt aus Hirschfeld. „Am Wahltag haben, mit wenigen Ausnahmen, die bekannten rund 200 Wahllokale im Landkreis geöffnet.

Darüber hinaus besteht in gewohnter Weise auch die Möglichkeit der Briefwahl“, sagte Kreiswahlleiterin Susann Kirst. Eine Direktwahl des Landrates findet im Landkreis nach 2010 und 2018 zum dritten Mal statt. Dazu sind rund 85.000 Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.

Gewählt ist der Bewerber, der im ersten Wahlgang mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten hat. Dabei ist es aber erforderlich, dass diese Mehrheit mehr als 15 Prozent der Wahlberechtigten umfasst. Damit ist gesichert, dass der neue Landrat über eine ausreichende demokratische Legitimation verfügt.

Andernfalls ist eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen erforderlich, für die der 1. März 2026 vorgemerkt wurde. Dort entscheidet die Stimmenmehrheit über den Wahlsieg. Auch für die Stichwahl gilt, dass der neue Landrat die Zustimmung von mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten auf sich vereinen muss.

Insofern ist eine hohe Wahlbeteiligung erforderlich. Kommt die erforderliche Stimmenzahl von mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten für den Sieger nicht zustande, muss dann der Kreistag in einem neuen Verfahren über die Besetzung des Landratspostens entscheiden. Der neue Landrat wird für die Dauer von acht Jahren gewählt.

Die Amtszeit des aktuellen Landrates Christian Jaschinski endet am 25.

Was macht eigentlich ein Landrat?

Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen Landrat Jaschinski

Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat das gegen Landrat Christian Jaschinski geführte Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue vollständig und ohne Auflagen eingestellt. Damit ist das Verfahren, das auf eine Anzeige eines Privatmannes zurückging, rechtlich abgeschlossen. Die Entscheidung wurde dem Landkreis heute (15. Dezember 2025) bekanntgegeben.

Gegenstand des Verfahrens waren Vorwürfe im Zusammenhang mit Personal- und Verwaltungsentscheidungen der Elbe-Elster-Klinikum GmbH, über die im November 2025 zunächst auf BILD Online berichtet worden war. Landrat Jaschinski hatte damals betont, dass ihm zu diesem Zeitpunkt noch keine Informationen über ein Ermittlungsverfahren vorlagen.

Nach Akteneinsicht hatte der Landrat umgehend schriftlich Stellung genommen und sämtliche von der Polizei angeforderten Unterlagen zur Verfügung gestellt. Die Staatsanwaltschaft bewertet die Vorwürfe nun abschließend als unbegründet. Die Anzeige beruhte unter anderem auf unzutreffenden Darstellungen von Zuständigkeiten innerhalb der Elbe-Elster-Klinikum GmbH sowie auf Mutmaßungen des Anzeigeerstatters, der die Errichtung eines Zentralklinikums ablehnt.

Landrat Christian Jaschinski erklärt zur Einstellung der Ermittlungen: „Ich begrüße die klare Entscheidung der Staatsanwaltschaft Cottbus. Sie bestätigt, dass sämtliche im Verantwortungsbereich des Landkreises und des Klinikums getroffenen Entscheidungen rechtmäßig waren und die vorgesehenen gesellschaftsrechtlichen Verfahren eingehalten wurden.

Die zuständigen Gremien waren ordnungsgemäß eingebunden. Für mich stand von Beginn an fest, dass die Vorwürfe haltlos sind. Transparenz und Kooperation waren mir in diesem Prozess besonders wichtig. Ich danke den Ermittlungsbehörden für die zügige und sachliche Prüfung.“

Einsatz gegen Gewalt an Frauen

Mit einer eindrucksvollen Kombination aus Symbolik, Kunst und Aufklärung hat der Landkreis Elbe-Elster am Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ ein starkes Zeichen gesetzt. Um Punkt 10.00 Uhr hissten die Beigeordnete und zuständige Dezernentin für Ordnung und kreisliche Entwicklung, Susann Kirst, und Landrat Christian Jaschinski vor dem Kreishaus in der Schliebener Straße in Herzberg feierlich die Fahne der Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes.

Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Elbe-Elster, Andrea Emisch-Marczykowski, begrüßte zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung sowie Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen, Vereinen und Verbänden zum Gedenktag in der Kreisstadt.

Im Anschluss wurde im Erdgeschoss des Kreishauses die Wanderausstellung „Gewalt hat viele Gesichter“ eröffnet. Die Schau präsentiert 30 Kunstwerke in Form von Triptychen - jeweils drei miteinander verbundene Bildtafeln, die gemeinsam ein vielschichtiges Bild zum Thema Gewalt zeichnen.

Die Ausstellung vereint realistische Szenen, Porträts und abstrakte KI-Interpretationen. Sie zeigt Betroffene, Einsatzkräfte, Lehrkräfte und Menschen, die gesellschaftlich ausgegrenzt werden. Alle Werke fordern die Betrachterinnen und Betrachter auf, genau hinzusehen, wo sonst oft weggesehen wird.

Andrea Emisch-Marczykowski betonte bei der Eröffnung: „Die Ausstellung ‚Gewalt hat viele Gesichter‘ bewegt und klärt auf. Gewalt begegnet uns überall - zuhause, auf der Arbeit, im öffentlichen Raum und im Netz. Umso wichtiger ist es, das Thema sichtbar zu machen und auf Unterstützungsangebote hinzuweisen.“

Auch Landrat Christian Jaschinski fand deutliche Worte: „Gewalt gegen Frauen ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das wir nicht ignorieren dürfen. Mit unserem Engagement möchten wir ein Bewusstsein schaffen und den Betroffenen zeigen: Ihr seid nicht allein. Wir stehen an Eurer Seite.“

Begleitend zur Ausstellung, die noch bis zum 19. Dezember 2025 montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr im Flur vor und in der Cafeteria im Kreishaus zu sehen ist, fanden weitere Aktionen im Landkreis statt.

In Elsterwerda informierten Polizei und Netzwerkpartnerinnen auf dem Marktplatz im Rahmen der Kampagne „Worte statt Wunden - Gemeinsam gegen häusliche Gewalt“. Neben einer bewegenden Lesung gab es Informationsstände für Interessierte.

Auch in Finsterwalde wurde im Rathaus eine Lesung zur gleichen Kampagne durch die Polizei durchgeführt, und Schüler der 9. Klassen vom Sängerstadt-Gymnasium haben dieses Thema aufgegriffen und in vielfältigster Form mit Bildern in einer Ausstellung dargestellt. Auf dem Marktplatz in der Sängerstadt wurde zum Beispiel darüber informiert, wie viele Frauen in diesem Jahr Zuflucht im Frauenhaus gesucht haben.

Gepackte Koffer und leuchtende Grabkerzen erinnerten an die Opfer von Femiziden 2023. Die gemeinsame Aktion wurde durch Redebeiträge begleitet und sorgte für stille, aber nachdrückliche Aufmerksamkeit. Seit der Einführung der neuen Gesetzeslage am 5. März 2024 wurden im Landkreis Elbe-Elster 148 Fälle häuslicher Gewalt registriert.

Fahnenhissung zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Innovative Lösungsansätze für die Pflege im ländlichen Raum

Wie können pflegerische und medizinische Versorgung im ländlichen Raum auch künftig zuverlässig gesichert werden? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt des 11. Netzwerktreffens des Netzwerkes Pflege Elbe-Elster, zu dem am Mittwoch, 19.11., rund 45 Fachkräfte und Akteurinnen und Akteure aus dem Gesundheits- und Sozialwesen im Drandorfhof in Schlieben zusammenkamen.

Unter dem Titel „Innovative und digitale Ansätze gegen Versorgungsengpässe im ländlichen Raum“ bot die Jahresveranstaltung ein vielfältiges Programm aus Fachvorträgen, Praxisbeispielen und Projekteinblicken. Vertreterinnen und Vertreter aus Pflegekassen, ärztlicher Versorgung, Kliniken, Arztnetzen und innovativen Digitalprojekten stellten aktuelle Entwicklungen vor und diskutierten gemeinsam Zukunftsstrategien für den Landkreis Elbe-Elster.

Dezernentin Anja Miersch eröffnete die Veranstaltung und betonte in ihrem Grußwort die Dringlichkeit einer gemeinsamen Lösungsorientierung angesichts wachsender Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung: „Der demografische Wandel, der zunehmende Fachkräftemangel und der Rückzug vieler ärztlicher Praxen aus ländlichen Regionen stellen uns vor tiefgreifende Veränderungen.

Deshalb müssen wir neue Wege gehen - mit digitalen Lösungen, regionaler Vernetzung und frischen, mutigen Ideen. Nur gemeinsam können wir die Versorgung in unserem Landkreis nachhaltig sichern.“

Im Verlauf des Vormittags berichtete Frau Lehr von der AOK Nordost über aktuelle Entwicklungen aus Sicht der Pflegekassen. Herr Brecht von der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg gab einen Überblick über die ambulante ärztliche Versorgung im Landkreis und wies auf strukturelle Veränderungen und Handlungsbedarfe hin.

Mit Blick auf innovative Versorgungsansätze stellten Herr Jäger von der Medis GmbH das Projekt „ErwiN“ sowie Frau Philipp aus der Praxis von Allgemeinmedizinerin Dr. med. Simone Kortyka, das Konzept der Nichtärztlichen Praxisassistentinnen (NäPA) vor - beides Beispiele dafür, wie arztentlastende Tätigkeiten die medizinische Versorgung im ländlichen Raum spürbar verbessern können.

Digitale Unterstützungssysteme wie Sturzerkennung und moderne Hausnotruflösungen, präsentiert durch Frau Krügel von der Firma Vivai.Care, verdeutlichten, wie Technologien schon heute zur Sicherheit älterer Menschen beitragen.

Am Nachmittag folgten zwei weitere praxisnahe Beiträge. Herr Gütinger, Pflegedirektor des Elbe-Elster-Klinikum stellte unter anderem den FlexiPool zur Gewinnung und Sicherung von Pflegefachkräften vor, der dazu beitragen soll, Pflegeberufe attraktiver zu gestalten.

Mit dem Projekt ReGuLa- Commmunity Health Nursing präsentierte zum Abschluss Frau Fabisch von der Medizinischen Universität Lausitz- Carl Thiem einem innovativen Ansatz zur Stärkung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum.

Die Jahresveranstaltung bot erneut einen wertvollen Rahmen für Austausch und Vernetzung im Netzwerk Pflege Elbe-Elster. Deutlich wurde: Regionale Kooperation, digitale Innovationen und neue Berufsrollen sind zentrale Bausteine, um die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu gestalten.

Teilnehmer des Jahrestreffens des Netzwerkes Pflege Elbe-Elster

Festliche Konzerte und Ausstellungen zum Jahresausklang

Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte der Kreismusik- und Kunstschule Gebrüder Graun (KMKS) haben das Jahr über mit vielfältigen musikalischen und künstlerischen Höhepunkten begeistert. Von Offener Bühne, Talenteschmiede und dem Wettbewerb „Jugend musiziert“ über das Festival der Musik- und Kunstschulen im Land Brandenburg bis hin zu sommerlichen Abendmusiken, inspirierenden Vernissagen und kreativen Kunstpartys - die Bandbreite der besonderen Momente war groß.

Besonders eindrucksvoll waren in diesem Jahr die Vernissage im Landratsamt sowie die Kunstparty auf dem Atelierhof Werenzhain, bei denen junge Künstlerinnen und Künstler ihre Werke präsentierten und gemeinsam mit musikalischen Talenten für eindrucksvolle Erlebnisse sorgten.

Nun nähert sich das Jahr seinem festlichen Höhepunkt. Die Proben laufen auf Hochtouren, und die Vorfreude auf die traditionellen Adventskonzerte der KMKS ist bereits deutlich spürbar. Seit Jahrzehnten gehören diese Veranstaltungen zu den Höhepunkten im Jahreskalender der Schule.

Die KMKS lädt ein zu einer musikalischen und künstlerischen Adventsreise mit vielfältigen Programmen an mehreren Orten im Landkreis. Jede Station bietet ein eigenes stimmungsvolles Erlebnis:

Die Stationen im Advent

  • 21. November, 14:00 Uhr - Tag der offenen Tür im Fachbereich Kunst, Herzberg, KMKS, Anhalter Str. 7
  • 29. November, 16:00 Uhr - „Junger Schwung zur Weihnachtszeit“, Finsterwalde, Kulturweberei, Tickets: Touristeninformation Finsterwalde
  • 6. Dezember, 16:00 Uhr - Weihnachtskonzert, Gut Saathain, Tickets: Abendkasse
  • 18. Dezember, 17:00 Uhr - „Offene Bühne zur Weihnacht“, Botanischer Garten Herzberg, Freier Eintritt
  • 19. Dezember, 19:00 Uhr - „Bläserweihnacht“, Stadtkirche St. Marien, Doberlug-Kirchhain, Tickets: Touristeninformationen Doberlug-Kirchhain & Finsterwalde
  • 20. Dezember, 17:00 Uhr - „Bläserweihnacht“, Stadtkirche St. Marien, Doberlug-Kirchhain, Tickets: Touristeninformationen Doberlug-Kirchhain & Finsterwalde

Alle Veranstaltungen sind Gemeinschaftsprojekte der verschiedenen Fachbereiche der Kreismusik- und Kunstschule.

Veranstaltungen der Kreismusik- und Kunstschule im Advent
Datum Uhrzeit Veranstaltung Ort Tickets
21. November 14:00 Uhr Tag der offenen Tür im Fachbereich Kunst Herzberg, KMKS, Anhalter Str. 7 Freier Eintritt
29. November 16:00 Uhr „Junger Schwung zur Weihnachtszeit“ Finsterwalde, Kulturweberei Touristeninformation Finsterwalde
6. Dezember 16:00 Uhr Weihnachtskonzert Gut Saathain Abendkasse
18. Dezember 17:00 Uhr „Offene Bühne zur Weihnacht“ Botanischer Garten Herzberg Freier Eintritt
19. Dezember 19:00 Uhr „Bläserweihnacht“ Stadtkirche St. Marien, Doberlug-Kirchhain Touristeninformationen Doberlug-Kirchhain & Finsterwalde
20. Dezember 17:00 Uhr „Bläserweihnacht“ Stadtkirche St. Marien, Doberlug-Kirchhain Touristeninformationen Doberlug-Kirchhain & Finsterwalde

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