Die Ausbildung zum Friseur oder zur Friseurin ist eine spannende Reise, die handwerkliches Geschick, Kreativität und ein Gespür für Mode und Stil vereint. Mit der Ausbildung als Friseurin oder Friseur hast du in der Zukunft die Chance Typen zu verändern.
Die Ausbildung startet zumeist am 1. August oder 1. September eines Jahres. Es ist aber auch möglich, deine Ausbildung zu einem anderen Zeitpunkt zu beginnen. Die Ausbildung zum/zur Friseur/Friseurin beträgt in der Regel 3 Jahre, welche auch unter gewissen Voraussetzungen auf 2 1/2 Jahre verkürzt werden kann. Ja, in bestimmten Fällen ist eine Teilzeitausbildung möglich - z. B. bei familiären Verpflichtungen oder gesundheitlichen Gründen.
Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Friseur bzw. Friseurin? Die Ausbildung zum Friseur ist eine duale Ausbildung. Du bist also im Wechsel in Betrieb und Berufsschule.
Im Ausbildungsbetrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Friseur und übernimmst konkrete Aufgaben. Im Betrieb lernst du Haare mit unterschiedlichen Techniken zu schneiden, Dauerwellen zu legen, Frisuren zu gestalten oder Haarteile einzuarbeiten. Zusätzlich erhältst du Grundwissen, um kosmetische Hautbehandlungen und Nagelpflege durchzuführen.
Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Im zweiten Ausbildungsjahr legst du den ersten Teil deiner Gesellenprüfung ab. Am Ende der Ausbildung wartet Teil 2 der Gesellenprüfung auf dich. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Friseur bzw. Friseurin.
Der theoretische Teil der Ausbildung findet in der Berufsschule statt. In der Regel haben Friseurauszubildende wöchentlichen Berufsschulunterricht von 1 bis 1,5 Tagen in der Woche. Wie in allen Berufsschulen gehören allgemeinbildende Fächer, wie Deutsch, Sozialkunde, Wirtschaftskunde, Sport und Religion oder Ethik zum Lernplan.
Für diejenigen, die Friseur als ihren Traumberuf sehen, wird es auch in der Berufsschule für Friseure nicht langweilig. Theoretisches Wissen, das für den Berufsalltag unerlässlich ist, wird im Berufsschulunterricht umfassend gelehrt. Kreative Talente lernen so, wie sie ihre Ideen fachgerecht sowie sicher ausführen können. Somit ist die Berufsschule die perfekte Ergänzung zur Lehrzeit im Friseursalon und bereitet junge Friseure optimal auf ihre Karriere in der Friseur- und auch Kosmetikbranche vor.

Die Lernfelder 1 - 7 werden in den ersten 18 Monaten der Ausbildung unterrichtet, da sie Gegenstand des 1. Teils der gestreckten Gesellenprüfung sind.
An den Berufsschultagen werden die relevanten theoretischen Inhalte in Form von Lernfeldern als Vorbereitung auf die theoretische Gesellenprüfung vermittelt. Die praktische Ausbildung findet in den Ausbildungsbetrieben statt. Im ersten Lehrjahr sind sie zwei Tage in der Woche in der Berufsschule, im zweiten und dritten Lehrjahr je einen Tag pro Woche.
Neben den fachlichen Kompetenzen werden auch soziale Kompetenzen intensiv geschult. Des Weiteren nehmen Salonmarketing, betriebliche Organisation und unternehmerisches Handeln einen hohen Stellenwert ein. Der Unterricht findet in Form von Lernfeldern statt.
Die Abschlussprüfungen erfolgen in den Fächern Salon- und Kundenmanagement, Pflege und Gestaltung der Haare, Farb- und Formveränderung sowie in Wirtschafts- und Betriebslehre. Inhalte aus den Fächern Deutsch und Politik sind ebenfalls prüfungsrelevant.
Friseur bzw. Friseurin kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Ungefähr drei Viertel der Azubis starten mit Hauptschulabschluss in die Friseur-Ausbildung, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ermittelt hat. Besonders gute Chancen auf eine freie Stelle hast du mit guten Noten in den Fächern Deutsch, Kunst und Chemie. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du die passenden Stärken mitbringst. Angehende Friseure sollten kreativ sein und gestalterische Fähigkeiten haben. Genauso wichtig ist es, dass du deine Arbeit zielstrebig durchführst, auch wenn sie mal beschwerlich ist.
Neben handwerklichem Geschick solltest du als Friseurin oder Friseur kreativ sein und ein Gespür für Mode und Stil haben.
Als Friseur bzw. Friseurin ist deine Arbeitsumgebung in der Regel der Laden bzw. das Geschäft, zum Beispiel bei einer Anstellung in einem Friseursalon. Daher ist der Kontakt mit Menschen auch der Normalfall. Aber Friseur ist nicht gleich Friseur. Deine Arbeitsbedingungen können auch ganz anders aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In einem Friseurstudio hast du viel mit Kunden zu tun und arbeitest wahrscheinlich mit wenigen Kollegen zusammen. Arbeitest du bei Fernseh-, Film- und Theaterproduktionen mit und frisierst die Darsteller, hast du einen ganz anderen Tagesablauf und bist auch viel unterwegs. Friseure arbeiten die meiste Zeit im Stehen mit direktem Kontakt zu ihren Kunden. Die meisten Friseure arbeiten in Fachbetrieben des Friseurhandwerks, also in klassischen Friseur- oder Kosmetiksalons.
Nach dem Abschluss der Ausbildung kannst du als Gesellin oder Geselle in unterschiedlichen Betrieben arbeiten - und dich durch fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen weiter spezialisieren.
Wenn es für dich fachlich höher hinaus gehen soll, kannst du den Meisterbrief (Bachelor Professional) erwerben und als Meisterin oder Meister im Friseur-Handwerk die Leitung eines Betriebs übernehmen und Lehrlinge ausbilden. Nach einer bestandenen Meisterprüfung können sich Friseurinnen und Friseure mit einem eigenen Betrieb oder als Franchisenehmer selbstständig machen.
Nach Abschluss deiner Ausbildung zur Friseurin hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Friseurmeister oder Fachwirt für Kosmetik und Wellness. Eine Aufstiegsfortbildung hilft dir dabei, Karriere zu machen und beruflich aufzusteigen. Möglich ist hier die Meisterweiterbildung zum Friseurmeister. Eine weitere Möglichkeit ist der Weg über ein Studium.
Weiterbildung hilft, den beruflichen Erfolg zu sichern, fachlich auf dem Laufenden zu bleiben und sich an Entwicklungen anzupassen. Berufliche Aufstiegsweiterbildung bietet die Möglichkeit, beruflich voranzukommen und später in Führungspositionen zu arbeiten (z. B. durch den Besuch einer Meisterschule, Abschluss: Friseurmeister/in oder Meisterassistent/in für Kosmetik im Friseurhandwerk). Auch ein Studium ist unter bestimmten Voraussetzungen, auch ohne Hochschulzugangsberechtigung, möglich.
Die Ausbildungsvergütung für Friseure (m/w/d) ab dem 01.09.2024 beträgt:
Bitte beachte, dass die Angaben zu Ausbildungsvergütungen und Urlaubsanspruch ohne Gewähr auf neueste Gültigkeit weitergegeben werden. In einigen Gewerken wird das 1. Lehrjahr durch die Berufsfachschule ersetzt. Damit entfällt die Vergütung für das 1. Lehrjahr.
Die Friseurausbildung ist in vielen Ländern anerkannt, aber es gelten jeweils eigene Vorschriften.
Die Anforderungen der Verbraucher haben sich auch im Bereich der Kosmetikprodukte bereits stark verändert. Verbraucher möchten wissen, welche Inhaltsstoffe in Shampoos und Kosmetika stecken und auf welche Weise sie produziert wurden. Immer mehr Friseure stellen sich auf eine neue Zielgruppe ein, die überwiegend Naturkosmetik benutzt und umweltbewusste Dienstleistungen auch bei ihrem Friseurbesuch erwarten.
Bei Problemen in der Ausbildung gibt es das Beratungs- und Unterstützungsangebot: Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule (QuABB).
Wer bereits einen entsprechenden (berufsbildenden) Bildungsgang besucht hat, kann sich diesen ggf. auf die Ausbildungszeit anrechnen lassen, was zu einer Verkürzung der Ausbildungszeit führen kann.
| Lehrjahr | Vergütung (ab 01.09.2024) |
|---|---|
| 1. Lehrjahr | 682,00 € |
| 2. Lehrjahr | 775,00 € |
| 3. Lehrjahr | 850,00 € |
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