Danny Beuerbach: Vom Friseur zum Vorlesehelden

Danny Beuerbach ist ein Friseur mit einer ungewöhnlichen Mission: Er verbindet Haareschneiden mit Leseförderung. Durch sein Projekt "Book a Look" ermutigt er Kinder, ihm vorzulesen, während er ihre Haare schneidet. Für sein Engagement wurde er mehrfach ausgezeichnet und ist mittlerweile international bekannt.

Danny Beuerbach bei seiner Arbeit als Vorlesefriseur (Quelle: grundschule-digital.de)

Ein Lebenslauf voller Erfahrungen

Aufgewachsen ist der gebürtige Hesse im schönen Gelnhausen.

Nach seiner Ausbildung zum Friseur in Frankfurt am Main arbeitete und lebte Danny in Amsterdam, Shanghai, Hongkong und Guatemala.

Als Gastfriseur war er in New York und Lissabon.

Dabei war er u.a. für Unternehmen wie Contesta RockHair, UK Cutting Club, Toni & Guy und THD the Hairdressers tätig.

So konnte Danny internationale Erfahrung bei Fotoshootings, Magazinen (step by step cutting) und Fashion Shows sammeln und hatte u.a.

Nebenbei hat er dann sogar selbst ein Buch geschrieben.

Nach seiner Ausbildung zum Friseur, bereiste Danny die Welt, arbeitete in renommierten Salons, und machte sich als #speedcutter & Festival-Friseur einen Namen.

Heute lebt er als freiberuflicher Hairstylist in München und tourt als #vorlesefriseur regelmäßig durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Danny Beuerbach hat als Friseur schon in China und Guatemala gearbeitet, auch bei Dreharbeiten für einen Spielfilm, Modenschauen und Musikfestivals.

Die Idee des Vorlesefriseurs

Knappe Zeit macht erfinderisch: Weil er selbst kaum zum Lesen fand, bat Friseur Danny Beuerbach die Besucher seines Salons, ihm vorzulesen.

Das kam an, und so wurde aus der Idee ein Projekt: "BOOK A LOOK _ and read my book".

Als er wieder mehr lesen will und merkt, dass sein Beruf ihm kaum Zeit dafür lässt, kommt ihm eines Tages eine Idee: seine Kunden könnten ihm doch etwas vorlesen, während er ihnen die Haare schneidet.

Aus diesem Projekt „Vorlesefriseur“ ist inzwischen eine spielerische Form der Leseförderung geworden, die Beuerbach bundesweit verbreiten möchte.

Das Erfolgsgeheimnis dieses originellen Leseförderungsproramms? Kinder, die während des Friseurbesuchs ein Buch vorlesen, erhalten Rabatte.

Gelesen wird, solange der Haarschnitt dauert.

Danny Beuerbach: Der Vorlesefriseur (Quelle: vorlesefriseur.de)

Leseförderung und mehr

Auf diese Weise motiviert Danny Beuerbach Kinder zum Lesen und ihre Eltern dazu, ihre Kinder auch zu Hause zum Lesen zu ermutigen.

Durch seine Auftritte bei der Bücherschau, in Schulen, Buchhandlungen und Bibliotheken ist der Münchner "Vorlesefriseur" Danny Beuerbach bereits deutschlandweit bekannt.

Und berühmt für seine Aktion, in der er sich beim Haareschneiden von seinen Kunden vorlesen lässt - im Gegenzug erlässt er ihnen die Kosten für die neue Frisur zur Hälfte oder auch ganz.

"Meiner Erfahrung nach werden sogar die zappeligsten und ungeduldigsten Kinder mit einem Mal ganz ruhig und konzentriert, wenn sie beim Haareschneiden gleichzeitig aus einem Buch vorlesen", sagt Beuerbach.

Bunte Teppiche, bequeme Sitzkissen und jede Menge Bücher sollen Groß und Klein dazu einladen, sich auf den ganz besonderen Friseurbesuch einzulassen.

Denn wer sich auf Dannys Friseurstuhl niederlässt, muss dem Friseur aus seinem Lieblingsbuch vorlesen.

Dafür bekommt er seinen Haarschnitt allerdings kostenlos.

Mit dieser Idee möchte der Figaro Lesen wieder attraktiver machen und gerade Kindern die Angst davor nehmen.

Zahlreiche Studien besagen, dass die Lesekompetenz von Grundschulkindern seit Jahren rückläufig ist.

Um dem Trend entgegenzuwirken und Lesen wieder attraktiver zu machen, hatte Danny Beuerbach vor Jahren die Idee, Haareschneiden und Vorlesen miteinander zu verbinden.

Eine Technik, die besonders für das Haareschneiden bei Kindern geeignet ist.

Zum bundesweiten Vorlesetag am Freitag, den 15. November 2024, finden zahlreiche Aktionen in vielen Städten und Gemeinden im ganzen Land statt.

Hier können Kinder entweder selbst vorlesen oder sich vorlesen lassen.

Schon seit einigen Jahren ist Danny Beuerbach als Vorlesefriseur unterwegs.

Mit seinem Pop-up Friseursalon, der eigentlich nur aus einem roten Teppich, einen gelben Hocker, einer Palme und einen Koffer voller Bücher besteht - fällt der großgewachsene Friseur mit seiner Lockenmähne und seinem Claim „Book a look and read my book“ auf.

Längst sind Veranstalter und Event-Organisatorinnen auf den Vorlesefriseur aufmerksam geworden.

„Ich bin auch viel in der Schweiz und in Österreich unterwegs.

Es gibt Stadtteilfeste, zu denen ich eingeladen werde, Bibliotheken kommen auf mich zu oder laden mich zur Eröffnung ein.

Gerade hat mich ein Möbelhaus angefragt.

Die Idee mit dem Vorlesefriseur und seinem Teppich, das funktioniert und das werde ich sicher mein Leben lang machen!“, erläutert Beuerbach.

Jedoch, für den Friseur, der sein Geld nicht mit dem „kostenlosen-Haareschneiden“ verdienen will, bedeutet das, dass er stets aufs Neue abwägen muss: „Ich frage mich jeden Tag, wenn ich in den Spiegel gucke: Ist das noch echt, was ich mache?

Drum versuche ich, die Balance zu halten zwischen kommerziellen Auftritten und sozialem Engagement.“

Beuerbach, der in seiner „Freizeit“ viel „auf der Straße“ unterwegs ist - wie er es selbst formuliert - und ehrenamtlich mit Organisationen wie der Caritas und dem AWO arbeitet, gibt es eine einfache Formel: „Da wo Geld ist, da nehme ich Geld.

Auch der Ravensburger Verlag ist auf den Friseur aus München aufmerksam geworden, hat mit ihm zusammen ein Buch veröffentlicht.

„Das Buch ist ein cooles Tool, um die Kinder zu motivieren“, findet der Vorlesefriseur.

In Budapest war er an deutschen Schulen unterwegs - als Überraschungsgast.

„Wenn die Kinder das Buch gelesen haben und merken, dass es mich wirklich gibt, drehen sie durch, drücken und umarmen mich, da fühlt man sich schnell mal wie ein Rockstar“, sagt Beuerbach und lacht Doch Book a look sei für ihn kein Marketing-Gag: „Ich habe mein Buch bei meinen Auftritten meistens gar nicht dabei.

Mir ist aber wichtig, dass Kinder lesen, was sie lesen wollen.“

Als klassischen Leseförderer sieht er sich nicht.

Bücher sind für ihn auch eine Brücke zwischen Menschen, sie sollen Spaß bringen.

Eine grundlegende Sache hat Beuerbach bei seinen Auftritten geändert: „Mittlerweile frage ich die Veranstalter, ob sie nicht auch Friseure von vor Ort einladen, die die Idee weitertragen sollen.

Denn ich wünsche mir, dass das Ding Schule macht!“

Angst, von anderen nachgeahmt zu werden, hat er nicht.

Im Gegenteil: „Ich habe da gar keinen Konkurrenzdenken bei anderen Friseuren, sondern, ich wünsche mir ausdrücklich, dass andere das Konzept aufgreifen.

Die Frankfurter Buchmesse arbeitet bei ihren Auslandsauftritten inzwischen regelmäßig mit Beuerbach zusammen.

„Weil es ein tolles Konzept ist, und sich super für Buchmessen eignet, um Stand zu beleben.

Wir bekommen total gutes Feedback - und es funktioniert auch, wenn die Messebesucher*innen die deutsche Sprache oder die deutschen Bücher nicht lesen können“, erläutert Katherina Rapp von der Frankfurter Buchmesse.

„Danny war mit uns am deutschen Gemeinschaftsstand in Warschau und in Budapest 2023 dabei, sowie jeweils auch vor Ort in einer lokalen Buchhandlung.

Dieses Jahr wird er mit uns nach Taipeh [Anm. d. Redaktion: vom 20.-25.02.2024] reisen, dort auf der Buchmesse an unserem deutschen Gemeinschaftsstand, ein Event auf einer Bühne, und auch noch mal in der deutschen Schule“, berichtet sie.

Es sei „immer toll mitzuerleben, wie bspw.

Der Münchener Vorlesefriseur ist gefragt.

Er tourt nicht nur regelmäßig durch Deutschland, Österreich und die Schweiz, sondern hat inzwischen auch ein Kinderbuch geschrieben: „Der magische Frisör“ richtet sich an Leseanfänger ab der 1.

Darin katapultieren sich die Geschwister Lila und Erik beim Vorlesen in Dannys Salon in die fantastische Welt der Ritter, Drachen und Einhörner.

Was sie alle eint, vom ständig über seinen eigenen Bart stolpernden Ritter Zausel über das Einhorn mit zu Berge stehender Mähne bis hin zum Langhaar-Drachen: Sie benötigen dringend einen neuen Haarschnitt, für den auf der Stelle der magische Danny mit Fön und goldener Schere sorgt.

Die Bilder im Buch stammen von dem Illustrator Patrick Wirbeleit.

Der hat nicht nur tolle Fabelwesen gezeichnet, sondern auch einen Titelhelden, der im Buch so aussieht wie in echt.

Endlich Haare schneiden!

Mit einem Besuch in Dannys magischem Frisörsalon beginnt für Lila und Erik eine abenteuerliche Reise zu Drachen, Rittern und Einhörnern.

Denn Danny ist ein ganz besonderer Frisör: Er beginnt erst mit seiner Arbeit, wenn ihm seine kleinen Kunden vorlesen.

Auch der Ravensburger Verlag ist auf den Friseur aus München aufmerksam geworden, hat mit ihm zusammen ein Buch veröffentlicht.

Vorlesen für einen Gratis-Haarschnitt - wo gibt es denn so was? Bei Vorlesefriseur Danny Beuerbach.

Manch einer ist überrascht, als er in die belebte Laichinger Stadtbücherei kommt: Umrahmt von Büchern wie „Der magische Friseur“, „Mein haariger Tag“, „Heute sind wir cool“ liegt da ausgebreitet ein roter Teppich mit Persermuster in der Kinderecke.

Zwei kleinere Sitzgelegenheiten darauf, ordentlich bereitgelegt sind Kamm, Bürste, Schere, Haargel, Handspiegel.

Eingeladen von Büchereileiterin Marion König ist zu Gast Danny Beuerbach, ein ungewöhnlicher junger Friseur mit wilden dunklen Locken.

Die Tauschaktion ist klar: Wer seine Haare geschnitten haben möchte, soll dafür eine beliebige Geschichte vorlesen, aus einem eigenen Buch oder aus einem in der Bücherei ausgewählten.

Dabei ist völlig egal, wie jemand liest: Einzig die Freude am Lesen zählt.

Daher weist der sympathisch wirkende Friseur gleich darauf hin, dass mitgekommene Eltern doch in Ruhe vorlesen lassen und nicht durch Anweisungen vom Spielfeldrand die Vorleser irritieren sollen.

Kinder haben die Qual der Wahl bei den BüchernUnd dann geht’s los: Der erste ist David, neun Jahre, er liest Danny aus einem Buch über Monster vor.

Nach etwa 15 Minuten ist die neue Frisur fertig - Davids kritischer Blick in den Spiegel belegt: Die Haare liegen wie gewünscht.

Der Buchdeckel wird zugeklappt, der Vorleser erhält Dank und Applaus.

Kommentar des Friseurs: „Das war ein guter Tausch.“

Dann kommt Tom-Levi an die Reihe.

Auch er bekommt eine coole Jungenfrisur, liest konzentriert und lässt sich auch keineswegs beirren vom Betrieb drumherum.Denn es wuselt in der Laichinger Stadtbücherei: Dort sind viele Väter unterwegs mit kleineren Kindern, die sich sehr viel Zeit lassen beim Auswählen der Lektüre in den wohlsortierten Boxen.

Ein Kindergartenmädchen weiß ganz genau, was es will: Fünf Bilderbücher hat sie schon, Papa meint „bitte nur noch eines“.

Da tauscht sie „Hase hat Hunger“ rasch gegen „Besuch im Winterwald“.

Allzu verlockend sind die zahlreichen Buchtitel und Cover.

Die Büchereileiterin Marion König erklärt: „Kinder lernen auszuwählen, können frei entscheiden, große Mengen mitnehmen.

So viele Bücher könnten die Eltern nie kaufen.“

Bei manchen Mädchen schneidet Danny Beuerbach auf Wunsch auch nur die Spitzen.

(Foto: Fischer-Giovante)Er tut sich schwer mit RegelnDie dritte Vorleserin ist Charlotte.

Sie hat „Hanni und Nanni“ mitgebracht und will nur die Spitzen geschnitten haben.

Eine ruhige, freundliche, coole Atmosphäre verbreitet Friseur Danny.

Er erklärt: „Ich will hier nicht den Oberlehrer spielen.

Ich will auch nicht fördern.

Ich will nur, dass die Kinder mit Freude lesen.

Ganz so, wie es ihnen eigen ist, ohne Angst, Fehler zu machen.“

Und ja: Sie seien stolz auf sich, wenn sie Mut hatten und öffentlich vorgelesen haben.

Aus Erfahrung weiß er: „Nach den ersten Zeilen wird eine leise Stimme fester.

Die aufgedrehtesten Mädchen und die schüchternsten Jungs finden ihren eigenen Rhythmus.“

Er möchte „Selbstbewusstsein schenken“ und bedauert, dass Eltern oft das Bestreben hätten, „das Maximum aus ihren Kindern herauszuholen“.

Die Zuhörer in der Bücherei erfahren auch Dannys biografischen Hintergrund mit bislang ungewöhnlichem Lebensweg: Aufgewachsen mit Lese-Rechtschreibschwäche in eher prekären finanziellen Verhältnissen, mit eher mal großer Klappe herumhängend mit „seiner Gang“, gelingt es ihm erst nach mehreren Anläufen, eine Friseurlehre zu Ende zu bringen.

Er tut sich schwer mit Regeln und Konventionen.

Schule mag er nicht besonders, Fußball schon.

Doch ein Probetraining bei Eintracht Frankfurt schlägt er aus, er sei sensibel und wollte nicht enttäuscht werden.

Er will Freude am Lesen vermittelnBei der Bundeswehr beginnt er, den Kameraden die Haare zu schneiden, er verbindet solides Handwerk mit cooler Kreativität.

Durch Freundschaften wird er zum Promifrisör bei Eintracht Frankfurt und später beim FC Bayern.

Er arbeitet als „freier Friseur“, mietet einen Stuhl in einem Salon an, organisiert mit Gastronomen und Musikern zusammen Events, wird zum „Speedcuter“ und Festivalfrisör.

Aus einer Laune heraus „drückt er einem Kunden ein Buch in die Hand“, bekommt vorgelesen, der Kunde erhält dafür 50 Prozent Rabatt.

Ab da geht er mit Teppich, Kamm und Schere, raus ins Grüne, in die Fußgängerzonen, Einkaufszentren.

Seine Aktionen gelangen in Soziale Medien, werden von „klassischen“ Medienberichten begleitet.

Durch seine Engagements in Schulen und öffentlichen Büchereien finanziert er kostenfreie Auftritte in sozialen Projekten.

Derzeit kann er aufgrund großer Nachfrage nicht alle Termine wahrnehmen.

Heute ist er so weit, dass seine Lese-Rechtschreibschwäche seine Freude am Lesen nicht mehr mindert.

Wenn Danny Beuerbach seinen Teppich ausrollt, den Hocker aufstellt und die Schere bereitlegt, kann man davon ausgehen, dass etwas Besonderes passiert.

Nicht nur, dass der gelernte Friseur und Aktionskünstler an ungewöhnlichen Orten wie Fußgängerzonen oder Festivals Haare schneidet.

Vor einigen Jahren initiierte er ein einzigartiges Projekt.

Er schneidet Kindern die Haare, während diese ihm vorlesen.

Den Haarschnitt bekommen sie dabei entweder umsonst oder reduziert.

Seine Mission ist es, Kinder für das Lesen zu begeistern und dabei ihr Selbstbewusstsein zu stärken.BOOK A LOOK - and read my book: so heißt das Leseförderprogramm der besonderen Art, das der umtriebige Münchner Friseur 2018 ins Leben rief.

„Ich hatte mir vorgenommen, wieder mehr zu lesen, aber kam nicht dazu“, erzählt er im Interview.

„Also nahm ich kurzerhand ein Buch mit in den Salon und drückte es einem Kunden in die Hand.“

Den ganzen Tag ließ Danny sich vorlesen und fand Gefallen daran.

Das zweite Buch, das er mitnahm, war ein Kinderbuch.

Als das erste Kind begann, darin zu lesen, merkte Danny schnell, dass es dabei um noch viel mehr ging als das reine Vorlesevergnügen.

„Nämlich auch um Mut, Selbstwert und das Stolz-Sein auf die eigene Leistung.“, erinnert er sich.

Von da an gab er Rabatte auf Kinderhaarschnitte, wenn die Kinder ihm währenddessen vorlasen.

Und plötzlich wurde aus der spontanen Idee ein Projekt zur Leseförderung für Kinder und ist mittlerweile in ganz Deutschland und im Ausland bekannt.

Das Konzept geht auf, schließlich ist der Friseursalon seit jeher ein Ort des sozialen Austauschs und wenn man sowieso stillsitzen muss, kann man auch gleich lesen.

Heute wird Danny als „Vorlesefriseur“ in Bibliotheken, Bücherläden oder auch auf internationale Buchmessen eingeladen - zum Beispiel im Februar nach Taipeh - und erhält Unterstützung vom Ravensburger Verlag und der Stiftung Lesen.

Vor kurzem veröffentlichte er sogar sein eigenes Buch: Der magische Frisör.

Jetzt dürfen die Kinder, die auf seinem Stuhl Platz nehmen, auch daraus vorlesen.„Man ist viel besser, wenn man nicht versucht, gut zu sein.“

Aber eigentlich gehe es darum, dass die Kinder ihre Lieblingsbücher mitbringen und genau das lesen, was sie möchten, sagt der sympathische Münchner mit dem Lockenkopf.

Und in dem Moment, in dem sie beginnen zu lesen, passiere etwas Magisches.

„Alle sind konzentriert, das Kind, die Zuhörer, ich selbst.

Und das Schönste daran ist der Applaus am Ende“, schwärmt er.

Da er selbst als Kind an einer Form von Leseschwäche litt, weiß er, wie wichtig es ist, lesen zu können.

Sonst wird man schnell zum Außenseiter.

Es sei ihm daher ein Herzensanliegen, Kinder dabei zu unterstützen, ihre Angst zu überwinden und mutig und selbstbewusst zu sein.

Ihnen aber auch zu zeigen, dass es nicht schlimm ist, wenn sie Fehler machen.

„Man ist viel besser, wenn man nicht versucht, gut zu sein“, sagt er.

Er möchte den Kindern den Druck nehmen und ihnen den Spaß am Lesen zeigen.

Dass Danny Beuerbach selbst viel Spaß an seiner Arbeit hat und manchmal auch mutig sein muss, beweist er immer wieder mit witzigen Aktionen.

So schneidet er Haare gern an den kuriosesten Orten, zum Beispiel in einem Heißluftballon - trotz Höhenangst.

Seit langem schenkt er außerdem Obdachlosen einen Friseurbesuch oder geht in soziale Einrichtungen, um kostenlose Haarschnitte anzubieten.

Es mache ihn einfach glücklich, anderen eine Freude zu bereiten.

Seine derzeitige mediale Präsenz und die Gagen, die damit einhergehen, helfen ihm dabei, dieses ehrenamtliche Engagement weiter zu führen.

Auszeichnungen und Anerkennung

2020 wurde er ausgezeichnet mit dem „Deutschen Lesepreis in der Kategorie individuelle Leseförderung“.

So unterstützte Moderatorin und Lesepatin Nina Moghaddam Danny Beuerbach bei seinem ‚Auftritt‘ als Vorlesefriseur in einer Buchhandlung und überreichte dem sichtliche gerührten Hairstylisten anschließend den verdienten 1. Preis.

Über sich und sein sein Vorleseprojekt sagt Beuerbach bescheiden, dass man damit zwar nicht die Welt verändern, aber im Kleinen etwas erreichen könne.

Genau das aber hat die Jury des Deutschen Lesepreises überzeugt, die Beuerbach mit dem ersten Preis in der Kategorie ‚Herausragendes individuelles Engagement in der Leseförderung‘ auszeichnete.

Da ein Festakt pandemiebedingt auch in diesem Jahr nicht möglich war, wurde der Deutsche Lesepreis wieder durch Lesepaten übereicht, die den Preisträger mit einem Kamerateam besuchten.

Die Preisübergaben in allen Lesepreis-Kategorien wurden mit der Kamera festgehalten.

Als digitale Preisverleihung der besonderen Art sind die entstandenen Filme seit dem 3.

Pläne für die Zukunft

Welche Pläne hat Danny Beuerbach für die Zukunft?

Will er - als Vater einer dreijährigen Tochter - weiter durch die Welt reisen?

„Es wird sicher irgendwann mal einen „Vorlese-Friseursalon“ geben, mit eigener Buchhandlung und integriertem Lesecafé und einem Produktkiosk, aber ich weiß noch nicht wann“, verrät der Vorlesefriseur.

Klar sei: Er werde sich weiter aufs das literarische Haareschneiden konzentrieren und wolle das Konzept nur mit passenden Partner*innen umsetzen.

Für die nahe Zukunft hat er bescheidenere Wünsche.

Zum ersten Mal wird er ein Crowdfunding in eigener Sache anstoßen.

„Sobald ich eine BahnCard 100 habe, kann ich vermehrt dahinfahren, wo nicht mal Geld ist für eine Busfahrt.

Termine können unter der Telefonnummer 0151/29624465 vereinbart werden.

Danny Beuerbach sucht Mitstreiter*innen!

Das Projekt BOOK A LOOK aber liegt ihm besonders am Herzen.

Deshalb sucht er Mitstreiter*innen, die Lust haben, seinem Beispiel zu folgen.

„Jede und Jeder von uns kennt mindestens einen oder mehrere Friseure oder Friseurinnen.

Erzählt es ihnen!“ lautet sein Aufruf.

Die Pandemie und "Homecutting"

Für die Corona-bedingten Wildwuchszeiten hat sich Beuerbach eine besondere Aktion ausgedacht: das "Homecutting".

Passend zu seinem Projekt "book a look and read my book" gibt er Eltern in einem Live-Videochat in fünf Schritten wichtige Tipps für einen gelungenen Haarschnitt, "garantiert ohne Malheur und Tränenmeer".

Danny Beuerbach in den Medien

Hören Sie auch Danny Beuerbach im Gespräch mit Thorsten Otto auf der Blauen Couch.

Weitere Engagements

Neben seinem Vorleseprojekt engagiert sich Danny Beuerbach auch in anderen Bereichen.

Er schneidet Haare gern an den kuriosesten Orten, zum Beispiel in einem Heißluftballon - trotz Höhenangst.

Seit langem schenkt er außerdem Obdachlosen einen Friseurbesuch oder geht in soziale Einrichtungen, um kostenlose Haarschnitte anzubieten.

Es mache ihn einfach glücklich, anderen eine Freude zu bereiten.

Seine derzeitige mediale Präsenz und die Gagen, die damit einhergehen, helfen ihm dabei, dieses ehrenamtliche Engagement weiter zu führen.

Aspekt Details
Name Danny Beuerbach
Beruf Friseur, Vorlesefriseur, Autor
Projekt Book a Look - and read my book
Auszeichnungen Deutscher Lesepreis
Buch Der magische Frisör
Engagement Leseförderung, soziale Projekte

BOOK A LOOK and read my book

tags: #friseur #danny #beuerbach #erfahrungen

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