Friseurpreise im Vergleich: Eine Analyse der Kosten und Trends in Deutschland

In den letzten Jahren hat sich die Preissensibilität der Verbraucher auch im Friseurhandwerk verstärkt. Ein Vergleich der Friseurpreise in verschiedenen Städten offenbart nicht nur regionale Unterschiede, sondern auch die vielfältigen Faktoren, die die Kosten beeinflussen. Die Friseurpreise in Deutschland variieren erheblich zwischen den Städten, was auf unterschiedliche Lebenshaltungskosten, Wettbewerbsbedingungen und Zielgruppen zurückzuführen ist.

Regionale Unterschiede und Einflussfaktoren

Die Friseurpreise in einer Stadt werden von mehreren Faktoren beeinflusst, die sowohl wirtschaftlicher als auch gesellschaftlicher Natur sind. Ein entscheidender Aspekt ist die lokale Kaufkraft. In wohlhabenderen Vierteln sind die Menschen oft bereit, mehr für Friseurdienstleistungen zu zahlen, was sich direkt auf die Preise auswirkt.

In Metropolen wie Berlin oder München liegen die Preise oft höher, da dort eine größere Nachfrage und ein höheres Einkommen vorherrschen. Kleinere Städte hingegen bieten häufig günstigere Tarife, da die Kosten für Miete und Personal niedriger sind.

Weitere Faktoren, die die Preisgestaltung beeinflussen:

  • Art der angebotenen Dienstleistungen: Salons, die spezialisierte Behandlungen, wie Haarverlängerungen oder Colorationen, anbieten, können höhere Preise verlangen als einfache Friseursalons.
  • Qualifikationen und Erfahrungen der Friseure: Diese beeinflussen die Preisgestaltung.
  • Saisonale und kulturelle Trends: Anlässe wie Hochzeiten oder Feiertage führen oft zu einer erhöhten Nachfrage nach Friseurdienstleistungen, was die Preise temporär ansteigen lässt. Ebenso können Modetrends und die allgemeine Beliebtheit bestimmter Frisuren die Preisanpassungen in den Salons beeinflussen.

Preismodelle und Sparmöglichkeiten

Wenn es um Friseurdienstleistungen geht, variieren die Preise stark je nach Region und Salon. In ländlichen Gebieten findet man oft günstigere Angebote, während städtische Friseure häufig höhere Preise verlangen, die mit ihrer Lage und dem Kundenstamm zusammenhängen. Zudem spielen die Erfahrung des Friseurs und die angebotenen Zusatzleistungen eine entscheidende Rolle bei der Preisgestaltung.

Ein weiterer wichtiger Faktor sind die unterschiedlichen Preismodelle, die Friseure anbieten. Viele Salons locken mit attraktiven Preisen für Erstbesucher oder speziellen Rabatten an bestimmten Tagen. In einigen Städten gibt es auch Friseur-Akademien, in denen Schüler unter Anleitung von erfahrenen Profis ihre Fähigkeiten verbessern und gleichzeitig kostengünstige Schnitte anbieten. Diese Optionen können eine hervorragende Möglichkeit sein, um qualitativ hochwertige Dienstleistungen zu einem erschwinglichen Preis zu erhalten.

Eine weitere Möglichkeit, beim Haarschnitt zu sparen, ist die Nutzung von Ausbildungsfriseuren. Viele Friseurschulen bieten die Möglichkeit, sich von angehenden Friseuren zu einem reduzierten Preis frisieren zu lassen. Diese Praktikanten werden von erfahrenen Fachleuten beaufsichtigt, sodass die Qualität der Arbeit in der Regel hoch bleibt. Zudem lohnt es sich, die verschiedenen Preismodelle der Salons zu vergleichen und nach saisonalen Aktionen Ausschau zu halten.

Wettbewerb und Preisdruck

In den letzten Jahren hat der Wettbewerb unter Friseuren in deutschen Städten zugenommen, was zu einer bemerkenswerten Preisspanne geführt hat. Während in Großstädten wie Berlin und München die Preise oft höher sind, bieten kleinere Städte häufig attraktivere Tarife. Kunden können somit je nach Standort erhebliche Einsparungen erzielen, ohne auf Qualität verzichten zu müssen. Zusätzlich spielen Faktoren wie die angebotenen Dienstleistungen und das Ambiente der Salons eine entscheidende Rolle. In vielen Fällen rechtfertigen exklusive Friseursalons in urbanen Zentren ihre höheren Preise durch ein besonderes Erlebnis oder spezialisierte Techniken. Andererseits setzen viele Friseure in ländlicheren Gebieten auf persönliche Beziehungen und Kundenzufriedenheit, was oft zu einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis führt.

Klassische Friseursalons erhalten zunehmend Konkurrenz von Barbershops. Sie haben sich vor allem im urbanen Raum etabliert und bieten Haarschnitte oft günstiger an. Stein beobachtet den Boom bei Barbershops mit Skepsis: „Barber ist nicht gleich Barber, aber wir sehen hier verstärkt Dumping-Preise. Das ist ein unfairer Wettbewerb. Damit kann ein Betrieb nicht kostendeckend arbeiten.“ Wie qualifiziert die Mitarbeiter in diesen Salons seien, spiele oft keine Rolle. Mit einer normalen Friseurausbildung sei dies nicht vergleichbar. Insbesondere beim Einsatz von Chemie, etwa im Bereich Haarfärbung oder Dauerwelle, fehle es an Fachwissen. Auch das Thema Hautpilz taucht in dem Zusammenhang immer wieder auf.

Preisanstieg und seine Ursachen

In den letzten Jahren sind die Preise für Haarschnitte in Deutschland stark angestiegen, was viele Menschen dazu bringt, nach Möglichkeiten zu suchen, um Geld zu sparen. Während Großstädte wie München und Frankfurt oft höhere Preise verlangen, bieten kleinere Städte und ländliche Regionen oft günstigere Alternativen. Verbraucher sollten sich bewusst machen, dass die Wahl des Friseursalons nicht nur vom Preis, sondern auch von der Qualität der Dienstleistung abhängt.

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks führt die höheren Preise vor allem auf gestiegene Personalkosten, teurere Energie und Materialien sowie auf die allgemeine Inflation zurück. Auch der andauernde Fachkräftemangel mache vielen Betrieben zu schaffen, sagt der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Holger Stein. Rund 55 bis 60 Prozent der Gesamtkosten entfallen in der Branche auf das Personal.

Als alle Corona-Schutzmaßnahmen weggefallen waren, kamen die Energiepreiserhöhungen und die Inflation in Folge des Kriegs in der Ukraine.

Umsatzzahlen und Prognosen

Im vergangenen Jahr lagen die Gesamterlöse des Friseurhandwerks laut einer Prognose bei 7,67 Milliarden Euro. 2025 dürfte es Stein zufolge etwas weniger sein. Die Betriebe erwarten weniger Kundschaft und Aufträge.

Auch die Folgen der Corona-Pandemie sind Stein zufolge weiter zu spüren. Viele Menschen gehen demnach seltener zum Friseur, „weil sie es sich nicht mehr leisten können oder wollen“.

Nachwuchsprobleme und Fachkräftemangel

Die Probleme der Gesamtbranche zeigen sich auch beim Nachwuchs: Zwischen 2014 und 2023 sank die Zahl der Auszubildenden von 23.540 auf 13.509. Immerhin gab es zuletzt erstmals seit mehr als zehn Jahren wieder einen leichten Anstieg.

Ein weiteres Problem der Branche ist der stetige Rückgang bei den Lehrlingszahlen. 2022 gab es nur noch 14.174 Auszubildende in den 80.000 Salons. Im Vorjahr waren es noch 15.911 Auszubildende. "Die Nachwuchsproblematik bleibt die größte Herausforderung für die Zukunft der Branche", berichtet der Verband. Eine kontinuierliche Modernisierung des Berufsbildes mit neuen Karrieremöglichkeiten sei deshalb unumgänglich, um künftig wieder mehr Nachwuchs für die Friseurbranche gewinnen zu können.

Für das laufende Jahr sowie für 2024 erwartet das Friseurhandwerk weiterhin eine angespannte Lage, eine seriöse Prognose sei aber nicht möglich. Weil die Nachwuchs- und Fachkräftegewinnung aber weiterhin ein zentrales Thema bleiben wird, fordert der Zentralverband "mit Nachdruck eine Bildungswende". Es müsse eine "echte Gleichwertigkeit in der Bildungspolitik hergestellt werden". Außerdem erwartet die Branche zusätzliche finanzielle Unterstützung in Form einer Ausbildungsprämie für Ausbildungsbetriebe sowie durch eine Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent für Friseurdienstleistungen.

Bei jungen Frauen ist der Friseurberuf aber nach wie vor beliebt, so der Verband. Bei den weiblichen Auszubildenden liegt er mit 4.611 neu abgeschlossenen Verträgen 2022 wie im vergangenen Jahr auf Platz acht der Liste aller Ausbildungsberufe. Bei den männlichen Auszubildenden gab es 2.055 Neuverträge. Das sei eine sehr positive Entwicklung. Innerhalb der letzten zehn Jahre sei der Anteil männlicher Azubis von zehn auf über 30 Prozent gestiegen.

Preisumfrage des Landesinnungsverbandes Friseure & Kosmetik NRW (2025)

Auch im Jahr 2025 hat der Landesinnungsverband Friseure & Kosmetik NRW eine umfassende Preisumfrage unter seinen Mitgliedsbetrieben durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Es besteht weiterhin Handlungsbedarf bei der Preisgestaltung im Friseurhandwerk.

Bis Mai 2025 gingen insgesamt 95 Rückmeldungen zur Umfrage ein. Die ermittelten Durchschnittspreise spiegeln die aktuelle Marktlage wider und liefern wichtige Hinweise für eine wirtschaftlich nachhaltige Kalkulation.

Preisentwicklung im Überblick

Im Vergleich zum Jahr 2023 sind die Preise in den Bereichen Damen-, Herren- und Kosmetikdienstleistungen (ohne Maniküre) um durchschnittlich 4 % bis 11 % pro Jahr gestiegen. Besonders auffällig ist der neue Medianpreis für die Dienstleistung „Waschen / Schneiden / Föhnen“ bei Damen, der nun bei 54,50 € liegt.

Der Verbraucherpreisindex stieg im gleichen Zeitraum um rund 4 %, die Lohnanpassungen im Friseurhandwerk lagen bei durchschnittlich über 4,3 %. In einigen Bereichen reichten die vorgenommenen Preisanpassungen also nicht aus, um die gestiegenen Personal- und Betriebskosten vollständig aufzufangen.

Die Zahlen belegen: Um den wirtschaftlichen Herausforderungen - insbesondere im Kontext der aktuellen Diskussion um eine Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns - begegnen zu können, sind weitere Preissteigerungen unausweichlich.

Mike Engels, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Soziales im LIV NRW, empfiehlt daher, zweimal jährlich moderate Preisanpassungen vorzunehmen.

Die Friseurpreise sind 2022 um 5,2 Prozent gestiegen. Frauen gaben 2022 im Schnitt 68 Euro für Schnitt, Farbe und Styling aus, Männer investierten 28 Euro pro Friseurbesuch. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich 2022 laut Statistischem Bundesamt um 7,9 Prozent gegenüber 2021 erhöht.

Vergleich der Einkaufspreise für Friseure

Egal, ob es sich um Kabinett- oder Verkaufsware handelt: Die Preise im Einkauf entscheiden maßgeblich über die Höhe Ihres Gewinns. Doch der Preisvergleich ist oft gar nicht so einfach. Bonus, Skonto und Rabatt machen die Berechnung umständlich.

Die einfachste kaufmännische Formel lautet: „Umsatz minus Kosten ist gleich Gewinn.“ Je geringer Ihr Kostenaufwand ist, den Sie brauchen, um Ihren Umsatz zu machen, umso mehr Gewinn bleibt am Ende in Ihrer Tasche.

Die meisten Friseure kaufen Ihre Waren bei einem festen Hersteller-Lieferanten ein (z.B. Goldwell, PaulMitchell, L’Oreal, Wella, Schwarzkopf usw…). Nebenbei haben die meisten Friseure jedoch zusätzlich einen Großhändler an der Hand. Immer wieder macht der Vertreter des Großhandels verlockende Angebote - auch für Produkte des Hauptlieferanten. So kann man als Friseur die Produkte der Herstellerfirmen meist auch über den Großhandel beziehen.

Der Vertreter des Großhandels argumentiert dann meist mit günstigeren Einkaufspreisen für den Friseur. Er verweist auf einen Vergleich mit den Einkaufspreisen auf der Preisliste der Hauptlieferanten.

Beispiel: Der Hersteller (z.B. Goldwell) hat eine Haarfarbe für €15,95 auf seiner Einkaufs-Preisliste. Der Großhändler (z.B. Stopperka) macht dem Friseur ein Angebot für dieselbe Goldwell-Haarfarbe für nur €10,95. Das ist augenscheinlich ein riesiger Preisvorteil von €5,00 pro Produkt!

An dieser Stelle vergessen viele Friseure, dass der Rabatt, der Skonto und der Bonus unbedingt in den Preisvergleich einfließen müssen. Anderenfalls erhielte man ein völlig falsches Ergebnis im Preisvergleich. Man kann also nicht nur nach der Preisliste gehen!

Der Hauptlieferant bietet also einen festen Einkaufsrabatt (Sofortrabatt), einen Skonto bei Lastschrifteinzug vom Konto und zusätzlich einen Bonus bei Erreichen eines bestimmten Jahresumsatzes. Der Großhändler bietet ebenfalls einen Skonto bei Lastschrift und einen Bonus am Jahresende - aber keinen Sofortrabatt.

Im obigen Bild des Einkaufspreis-Rechners haben wir unser Beispiel aufgegriffen. Wie wir dort erkennen, ist das Angebot des Großhändlers keinesfalls günstiger. In Wirklichkeit ist es sogar teurer als das des Herstellers! Obwohl die Ersparnis von €5,00 pro Produkt beim Einkauf im Großhandel zunächst so groß zu sein schien, liegt der Großhändler tatsächlich sogar um €1,09 über dem Preis des Herstellers!

Noch ein Tipp: Falls die Versandkosten der zu vergleichenden Lieferanten stark voneinander abweichen, sollten Sie diese ebenfalls in den Vergleich einbeziehen. Selbst vermeintliche Schnäppchenangebote aus dem Internet können Sie nun blitzschnell auf Herz und Nieren prüfen und sich von nun an immer richtig entscheiden.

Mit unserem Einkaufspreis-Rechner kriegen Sie das ganz einfach und sehr schnell heraus. So kaufen Sie immer zum günstigsten Preis ein. Das rechnet sich auf Dauer, denn es lässt Ihre Kosten sinken und Ihre Gewinne steigen. In unserem eigenen Friseur- und Beautysalon sparen wir auf diese Weise um die 1000,00 Euro pro Jahr.

Sparen beim Friseur? ✨ 10 einfache Tipps ✨

Durchschnittliche Friseurpreise in NRW (2025)
DienstleistungMedianpreisVeränderung zum Vorjahr
Waschen / Schneiden / Föhnen (Damen)54,50 €+4% bis +11%
Herrenhaarschnitt[Preis]+4% bis +11%
Kosmetikdienstleistungen (ohne Maniküre)[Preis]+4% bis +11%

tags: #Friseur #Preise #Vergleich

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