Du interessierst dich für eine Ausbildung zum Friseur oder zur Friseurin? Dieser Beruf bietet dir die Möglichkeit, kreativ zu sein, mit Menschen zu arbeiten und Trends zu setzen. Hier erfährst du alles Wichtige über die Ausbildungsinhalte, den Ablauf und die Karrierechancen in diesem spannenden Handwerk.
Als Friseur oder Friseurin bist du der persönliche Stylist deiner Kunden. Du schneidest, pflegst, wäschst und stylst Haare. Du hältst deine Kunden über die neuesten Frisuren-Trends auf dem Laufenden. Darüber hinaus gestaltest du wundervolles Make-up, führst Maniküren durch und verkaufst Kosmetika und Haarpflegeprodukte.
Eine gute Friseurin und ein guter Friseur werden so mit der Zeit zur einzigartigen Lieblingsfriseurin und zum Lieblingsfriseur seiner Kundinnen und Kunden. Mit deinem Einfühlungsvermögen merkst du schnell, was deine Kundschaft gut aussehen lässt und glücklich macht. Du weißt sicher welche Schnitte und Farben zu Gesichtsform und Typ passen, schaffst eine Wohlfühlatmosphäre und hast auch mal ein Ohr für die kleinen Geschichten aus dem Alltag.
Besondere Anlässe erfordern besondere Frisuren: Du kreierst z.B. zu Hochzeiten tolle Hochsteck- oder Flechtfrisuren und machst so den Tag zu einem unvergesslichen Ereignis. Ein nicer Hairstyle ist nicht alles. Du weißt, welche Farben und Techniken gerade im Trend liegen. Deine Kundschaft schätzt deinen Rat bei der Auswahl der richtigen Farbe, Pflege oder Frisur.
Friseure arbeiten die meiste Zeit im Stehen mit direktem Kontakt zu ihren Kunden. Die meisten Friseure arbeiten in Fachbetrieben des Friseurhandwerks, also in klassischen Friseur- oder Kosmetiksalons.
Die Ausbildung zum Friseur ist eine duale Ausbildung. Du bist also im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Sie dauert in der Regel 3 Jahre. Bei entsprechenden Leistungen ist eine Verkürzung auf bis zu 18 Monate möglich.
Theoretisch kannst du mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss Friseur bzw. Friseurin werden. Ungefähr drei Viertel der Azubis starten mit Hauptschulabschluss in die Friseur-Ausbildung, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ermittelt hat. Besonders gute Chancen auf eine freie Stelle hast du mit guten Noten in den Fächern Deutsch, Kunst und Chemie. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du die passenden Stärken mitbringst. Angehende Friseure sollten kreativ sein und gestalterische Fähigkeiten haben. Genauso wichtig ist es, dass du deine Arbeit zielstrebig durchführst, auch wenn sie mal beschwerlich ist.
Die theoretischen Inhalte des berufsbezogenen Unterrichts sind auf die drei Ausbildungsjahre wie folgt aufgeteilt:
| Ausbildungsjahr | Inhalte |
|---|---|
| 1. Ausbildungsjahr |
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| 2. Ausbildungsjahr |
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| 3. Ausbildungsjahr |
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Die Ausbildungsinhalte sind in Lernfelder gegliedert:
Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen. Im zweiten Ausbildungsjahr legst du den ersten Teil deiner Gesellenprüfung ab. Am Ende der Ausbildung wartet Teil 2 der Gesellenprüfung auf dich. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Friseur bzw. Friseurin.
Als Friseur bzw. Friseurin ist deine Arbeitsumgebung in der Regel der Laden bzw. das Geschäft, zum Beispiel bei einer Anstellung in einem Friseursalon. Daher ist der Kontakt mit Menschen auch der Normalfall. Aber Friseur ist nicht gleich Friseur. Deine Arbeitsbedingungen können auch ganz anders aussehen, je nachdem in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. In einem Friseurstudio hast du viel mit Kunden zu tun und arbeitest wahrscheinlich mit wenigen Kollegen zusammen. Arbeitest du bei Fernseh-, Film- und Theaterproduktionen mit und frisierst die Darsteller, hast du einen ganz anderen Tagesablauf und bist auch viel unterwegs.
Nach Abschluss deiner Ausbildung zur Friseurin hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Friseurmeister oder Fachwirt für Kosmetik und Wellness. Eine Aufstiegsfortbildung hilft dir dabei, Karriere zu machen und beruflich aufzusteigen. Möglich ist hier die Meisterweiterbildung zum Friseurmeister. Eine weitere Möglichkeit ist der Weg über ein Studium.
Mit der Ausbildung als Friseurin oder Friseur hast du in der Zukunft die Chance Typen zu verändern. Nach dem Abschluss der Ausbildung kannst du als Gesellin oder Geselle in unterschiedlichen Betrieben arbeiten - und dich durch fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen weiter spezialisieren.
Wenn es für dich fachlich höher hinaus gehen soll, kannst du den Meisterbrief (Bachelor Professional) erwerben und als Meisterin oder Meister im Friseur-Handwerk die Leitung eines Betriebs übernehmen und Lehrlinge ausbilden.
Die Ausbildung im Friseurhandwerk ist die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg in eine Reihe spannender Berufsfelder. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Gesellenprüfung kannst du dich als Friseurmeisterin und Friseurmeister weiterqualifizieren. Handwerksmeisterinnen und -meister stehen im deutschen Qualifikationsrahmen (www.dqr.de/) auf einer Stufe mit Bachelorabsolventinnen und Bachelorabsolventen.
Du hast Fragen zu diesem Ausbildungsberuf? Über die Friseur-Innung vor Ort, die Arbeitsagentur oder die direkte Ansprache in einem tollen Salon.
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