Die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa), auch bekannt als Frauenwurzel oder Wanzenkraut, ist eine ausdauernde Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Sie stammt aus Kanada und den nordöstlichen Gebieten der USA und wächst bevorzugt in schattigen Höhenlagen. In Europa ist sie vor allem als Zierpflanze beliebt.
Medizinisch relevant ist vor allem die Wurzel der Traubensilberkerze, die Triterpenglykoside enthält, welche östrogenähnliche Wirkungen entfalten. Der Effekt ist nachgewiesen, tritt aber erst nach zwei bis vier Wochen ein und setzt eine regelmäßige Einnahme voraus. Man geht davon aus, dass der Extrakt aus dem Wurzelstock der Traubensilberkerze ein sogenannter Selektiver-Östrogen-Rezeptor-Modulator (SERM) ist. Das bedeutet, dass die Inhaltsstoffe der Pflanze ihre östrogenähnlichen Effekte zwar wie gewünscht auf Knochen, Herz, Psyche, Scheide und Harnblase haben, jedoch nicht auf das Gewebe der Brust und der Gebärmutter.
Die Traubensilberkerze scheint dem sogenannten androgenetischen Haarausfall bei Frauen entgegenzuwirken. Nach sechsmonatiger Behandlung mit dem Pflanzenwirkstoff nahm sowohl das Haarwachstum als auch die Haardicke zu. Zurückgeführt wird dieser Effekt auf die Östrogen-ähnliche Wirkung der Traubensilberkerze.
Der Wurzelstock (Wanzenkrautwurzel) enthält:
Pharmakologisch wird der Gesamtextrakt als die aktive Substanz angesehen.
Die Traubensilberkerze kann bei unterschiedlichen Beschwerden Linderung verschaffen. Dazu zählen Probleme während des Monatszyklus oder den Wechseljahren. Bei Frauen in den Wechseljahren kann das Phytotherapeutikum zudem die Hitzewallungen lindern.
Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa)
Empfohlen wird eine Tagesdosis von 40-80 mg. Beschrieben wird teils eine empfohlene mittlere Tagesdosis von 40 mg (bei Auszügen mit 40 - 60 % Ethanol). Es können auch selbst Teezubereitungen mit Frauenwurzel oder eine Frauenwurzel-Tinktur hergestellt werden.
Wegen der wehenfördernden Wirkung sollte Cimicifuga nicht in der Schwangerschaft verabreicht werden. Es können Magen-Darmbeschwerden auftreten, auch eine Leberschädigung ist möglich. Frauen mit Lebererkrankungen sollten ebenfalls kein Cimicifuga-Extrakt nehmen. Denn in Untersuchungen fand man Hinweise darauf, dass die Substanzen möglicherweise leberschädigend (hepatotoxisch) sein könnten.
Produkte mit Traubensilberkerze können den Blutgerinnungswert (INR-Wert) im Rahmen einer gerinnungshemmenden Behandlung beeinflussen.
Hinsichtlich der Sicherheit und Nebenwirkung des Warzenskrauts ist zu erwähnen, dass es für Erwachsene und Kinder nicht sicher und unbedenklich ist. Insbesondere gilt das Warzenkraut in der Schwangerschaft und Stillzeit als nicht sicher und risikolos. In der Traubensilberkerze sind Inhaltsstoffe enthalten, die Geburtsdefekte hervorrufen können. Die Traubensilberkerze ruft Kontraktionen der Gebärmutter hervor. Diese Praxis gilt jedoch als gefährlich und wird nicht empfohlen. Enthaltene Triterpenglykoside im Warzenkraut besitzen zudem schleimhautreizende Eigenschaften.
Wer unter Herzkrankheiten leidet, sollte das Warzenkraut nicht anwenden. Es gibt Hinweise und Bedenken, dass gewisse Herzprobleme wie hoher Blutdruck oder Brustschmerzen durch die Einnahme der Heilpflanze verstärkt werden. Die Heilpflanze steht unter Verdacht den Blutdruck zu erhöhen und die Blutgefäße zu verrengen. Auch bei Diabetes gibt es Hinweise und Bedenken, dass die Traubensilberkerze die Krankheit verschlechtern könnte. Wer unter Erkrankungen wie Endometriose, Eierstockkrebs, Brustkrebs oder Gebärmutterkrebs leidet, sollte ebenso von der Einnahme des Warzenkrauts absehen.
Bei Einnahme von Diabetesmedikamenten könnte die Heilpflanze den Blutzuckerspiegel erhöhen. Die Medikamente werden verwendet, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Bei gleichzeitiger Einnahme der Heilpflanze und Medikamenten gegen Diabetes könnte das Warzenkraut demnach die Wirksamkeit der Medikamente verringern. Die Traubensilberkerze soll den Blutdruck erhöhen. Auch beeinhaltet das Warzenkraut Stoffe, die eine nikotinähnliche Wirkung zeigen.
Die Traubensilberkerze ist unter einer Vielzahl an Namen bekannt. In der Phytotherapie sind Mittel mit Warzenkraut erhältlich. Klimadynon® Tabletten oder Remifemin wird bei Wechseljahrsbeschwerden empfohlen. Es gibt auch Globuli, Ampullen oder Wildsammlungen des Warzenkrauts zu kaufen.
Wichtiger Hinweis: Beachten Sie die Anleitung zur Dosierung im Beipackzettel oder halten Sie vorab Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker.
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Pflanze | Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa), auch Frauenwurzel oder Wanzenkraut |
| Wirkstoffe | Triterpenglykoside, Cimifugin, Glykoside, Gerbstoffe, Saponine, Alkaloide |
| Wirkung | Östrogenähnliche Wirkung, Linderung von Wechseljahresbeschwerden und möglicherweise androgenetischem Haarausfall |
| Anwendung | Tagesdosis von 40-80 mg, Teezubereitung oder Tinktur |
| Nebenwirkungen | Magen-Darmbeschwerden, Leberschädigung, Beeinflussung des Blutgerinnungswertes |
| Kontraindikationen | Schwangerschaft, Stillzeit, Lebererkrankungen, Herzkrankheiten, Diabetes, östrogenabhängige Krebserkrankungen |
Grafische Darstellung der Inhaltsstoffe der Traubensilberkerze
tags: #Frauenwurzel #gegen #Haarausfall #Wirkung
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.