Schöne und gepflegte Haare sind heutzutage wichtiger denn je, und die Auswahl an Shampoos ist riesig. Eine Online-Befragung von Produkt + Markt unter 1.000 Personen zeigt, dass die meisten Menschen ihr Shampoo selbst kaufen, insbesondere Frauen, aber auch drei Viertel der Männer. Zwei Drittel der Befragten nutzen ihr Shampoo "exklusiv" und teilen es nicht mit anderen Haushaltsmitgliedern.
Bei der Wahl des Shampoos achten viele auf die Eignung gegen spezielle Haarprobleme (für 3 von 10 Käufern das Top-Kriterium) oder den ausgewiesenen Haartyp (für ein Viertel). Preis und Marke folgen im Ranking. Für Frauen ist die Eignung des Shampoos für den eigenen Haartyp oder gegen spezielle Haarprobleme deutlich wichtiger als für Männer, die mehr Wert auf den Preis legen.
Mehr als zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass nicht alle Shampoos für ihr Haar geeignet sind. Knapp die Hälfte testet nicht gern neue Shampoos, während die andere Hälfte probierfreudig ist. Frauen sind hier experimentierfreudiger als Männer, von denen ein Drittel das aktuelle Shampoo schon länger als 2 Jahre verwendet.
Für knapp zwei Drittel der Frauen steht die Pflege, die ein Shampoo verspricht, im Vordergrund. Auch ein Drittel der Männer stimmt dem zu, aber ähnlich viele legen ausschließlich Wert auf eine gute Reinigungsleistung.
Die Haarpflegebedürfnisse von Frauen und Männern unterscheiden sich deutlich, was sich auch in der Vielfalt der Inhaltsstoffe widerspiegelt: Frauen greifen nicht nur gezielter zu Haarpflegeprodukten mit bestimmten Inhaltsstoffen, sondern achten auch auf eine größere Bandbreite an Inhaltsstoffen.
Besonders gefragt unter den deutschen Verbraucherinnen sind Aloe Vera (16 Prozent), Arganöl (13 Prozent) und Keratin (12 Prozent). Bei den männlichen Verbrauchern stehen hingegen Koffein (10 Prozent), Aloe Vera (8 Prozent) und Vitamin E (6 Prozent) an oberster Stelle.
Geschlechterunterschiede zeigen sich jedoch nicht nur in der Auswahl der Inhaltsstoffe, sondern auch in den jeweiligen Wirkungsschwerpunkten: Frauen, die auf bestimmte Inhaltsstoffe achten, legen besonderen Wert auf feuchtigkeitsspendende und pflegende Komponenten (59 Prozent, Männer: 43 Prozent), gefolgt von Wirkstoffen zur Reparatur und zum Strukturaufbau (44 Prozent, Männer: 38 Prozent) sowie zur Veredelung und für mehr Glanz (34 Prozent, Männer: 18 Prozent).
Männer, denen bestimmte Inhaltsstoffe wichtig sind, fokussieren sich hingegen im Vergleich stärker auf funktionale Aspekte wie Haarwachstum und Kräftigung (51 Prozent, Frauen: 42 Prozent) sowie auf die Pflege und Beruhigung der Kopfhaut (26 Prozent, Frauen: 17 Prozent).
Eine aktuelle Umfrage von YouGov Surveys aus Juni 2025 mit 2.027 Teilnehmenden zeigt: 57 Prozent der Deutschen waschen sich mindestens drei Mal pro Woche die Haare. Bei Männern findet die Haarwäsche noch einmal deutlich häufiger statt. Fast ein Viertel der deutschen Männer (23 Prozent) wäscht sich täglich die Haare, bei Frauen sind es lediglich 9 Prozent. Umgekehrt wäscht sich fast die Hälfte der Frauen (46 Prozent) nur ein- bis zweimal pro Woche die Haare - bei Männern liegt dieser Anteil bei 27 Prozent. Ein bewussteres, selektiveres Pflegeverhalten von Frauen, das sich auch in der Produktauswahl widerspiegelt.
Denn Frauen setzen weniger auf Quantität, dafür umso mehr auf bewusste Auswahl: Mehr als jede zweite Frau in Deutschland (52 Prozent) achtet beim Kauf ihrer Haarpflege-Produkte bewusst auf bestimmte Inhaltsstoffe - bei Männern liegt dieser Anteil bei lediglich 34 Prozent.
Ein Blick in die Daten des Zielgruppensegmentierungstools YouGov Profiles zeigt zudem: Wer sich intensiv mit Inhaltsstoffen beschäftigt, hat meist besondere Haarbedürfnisse. Besonders häufig genannt werden feines (37 Prozent), dauerhaft gefärbtes (22 Prozent), trockenes (28 Prozent) oder welliges Haar (18 Prozent).
Die Pflege, die das Shampoo verspricht, ist insbesondere für Frauen und ältere Befragte bei der Auswahl wichtig.
Mit dem wachsenden Interesse an Inhaltsstoffen steigt auch der Druck auf Hersteller, differenzierte Produktlinien zu entwickeln, die den individuellen Pflegeansprüchen gerecht werden. Zwischen minimalistischen Formulierungen und hochkonzentrierten Wirkstoffkombinationen entwickelt sich so ein Markt, der nicht nur an Bedeutung gewinnt, sondern sich zunehmend ausdifferenziert.
Wer beim Kauf von Haarpflegeprodukten gezielt auf Inhaltsstoffe achtet, zeigt eine deutlich höhere Ausgabebereitschaft. Laut eigener Selbstauskunft geben 21 Prozent dieser Gruppe durchschnittlich zwischen 5,01 und 15 Euro pro Einkauf für Conditioner aus - gegenüber lediglich 7 Prozent unter jenen, die nicht gezielt auf Inhaltsstoffe achtet. Beim Shampoo liegt der Anteil unter denjenigen, die in dieser Preisrange kaufen, sogar bei 28 Prozent, während es in der Vergleichsgruppe nur 19 Prozent sind. Besonders deutlich wird dieser Unterschied bei Frauen: 25 Prozent investieren beim Conditioner-Kauf zwischen 5,01 und 15 Euro (Personen, die nicht auf Inhaltsstoffe achten: 10 Prozent), beim Shampoo sind es sogar 31 Prozent (Personen, die nicht auf Inhaltsstoffe achten: 18 Prozent).
Wenig überraschend sind Drogeriemärkte mit ihrem breiten, ausdifferenzierten Haarpflegesortiment der bevorzugte Einkaufsort für Verbraucherinnen und Verbraucher, die gezielt auf Inhaltsstoffe achten: 75 Prozent kaufen Shampoo und Conditioner dort ein, gefolgt von Supermärkten mit 34 Prozent. Besonders deutlich zeigt sich diese Präferenz zum Kauf in Drogerien bei Frauen - hier liegt der Anteil sogar bei 79 Prozent.
Darüber hinaus zeigt sich: Inhaltsstoffbewusste Verbraucher und Verbraucherinnen sind insgesamt stärker in ihre Haarpflege und das Styling involviert. Sie verwenden nicht nur Shampoo und Conditioner, sondern greifen regelmäßig zu ergänzenden Produkten. Besonders beliebt sind Haarspray mit flexiblem Halt (18 Prozent), Haarmasken (15 Prozent) und Haaröle (14 Prozent) - ein klares Zeichen für ein ganzheitliches Pflegeverständnis, das über die Basisroutine hinausgeht.
Haarpflege, was einst als einfache Routine begann, ist heute Ausdruck persönlicher Bedürfnisse - und Teil eines Marktes, der sich zunehmend spezialisiert und diversifiziert. Für Unternehmen im Beauty- und Drogeriesegment bedeutet das: Wer Verbraucher und Verbraucherinnen mit differenzierten Produktlinien, klarer Wirkstoffkommunikation und gezieltem Storytelling anspricht, kann sich in einem zunehmend anspruchsvollen Markt erfolgreich positionieren.
Männerhaar ist in der Regel nicht so strapaziert wie das Haar von Frauen und braucht deshalb weniger Pflegestoffe. Auch bevorzugen Männer andere Duftnoten. Und: Männer lieben es mild, aber aktiv: Spezielle Männer-Shampoos sollen das Haar mild reinigen und ihm gleichzeitig aktivierende Inhaltsstoffe zuführen. Die Ziele: Normales Haar soll möglichst von der Wurzel auf gekräftigt und belebt werden, müdes, kraftloses Haar Vitalität und Widerstandskraft zurückerhalten. Und weil Haarausfall ein mit zunehmendem Alter weit verbreitetes Phänomen unter Männern ist, soll zugleich das Haarwachstum stimuliert werden.
Auch Männer legen Wert auf leichte Texturen ihrer Shampoos, die zugleich das Haar mit natürlich aktivierenden Wirkstoffen pflegen sollen. Männershampoos enthalten zum Beispiel Extrakte aus Pinien, Kampfer oder Kamille sowie Meeresmineralien, Panthenol und Biotin. Der Duft soll angenehm frisch sein. Gelegentlich sind die Produkte auch als Haar- und Körper-Shampoo formuliert. Beliebt ist, was gut und mild reinigt und einen belebenden Start in den Tag ermöglicht.
Das männliche Hormon Testosteron regt die Talgproduktion zusätzlich an.“ Männer neigen daher vergleichsweise häufiger zu fettigem Haar und Schuppen - eine gute Pflege sollte diese Faktoren berücksichtigen.
Männerpflege ist mittlerweile Mainstream, das zeigen auch Studien: Laut einer aktuellen Untersuchung etwa könnte der globale Markt für Männer-Beauty bis 2027 auf eine Rekordsumme von 63 Milliarden Euro wachsen - den größten Posten nimmt dabei die Skincare ein, dicht gefolgt Haarpflegeprodukten.
Shampoos können im Wesentlichen in drei große Gruppen eingeteilt werden: die Universal-Shampoos, die Experten und die Spezial-Shampoos. Der Hauptnutzen von „Universal-Shampoos“ ist die Reinigung und Gesunderhaltung von Haar und Kopfhaut; sie sind nicht nach Haartypen differenziert. „Die Experten“ dagegen sind auf Haarstruktur und Haarfarbe zugeschnitten, während „Spezial-Shampoos“ bestimmte Haar- und Kopfhautprobleme lösen sollen.
Shampoos für normales Haar werden bei kurzem bis schulterlangem Haar angewendet, das keine größeren Schädigungen aufweist.
Speziell für Kinder entwickelte Shampoos haben deshalb eine sehr milde Rezepturen und, soweit das möglich ist, kindgerechte Duftnoten.
Fehlen dem Haar Energie und Vitalität, finden erfrischende Shampoos Verwendung. Sie werden für normales oder leicht fettendes Haar angeboten. Angereichert mit revitalisierenden Pflanzenextrakten, z. B. aus Guaraná, der Frucht einer südamerikanischen Kletterpflanze, aus Salbei oder Zitrusfrüchten, reinigen diese Shampoos effektiv und sollen dem Haar zugleich eine langanhaltende Frische verleihen. Sie sind für die tägliche Haarwäsche geeignet.
Andere Produkte werden speziell für die Erfrischung an heißen Sommertagen oder nach dem Sport angeboten. Kühlende Minze fördert die Durchblutung der Kopfhaut, natürliches Menthol erfrischt, während Aloe Vera dem Haar intensive Feuchtigkeit verleiht. Pflegendes Panthenol stärkt und schützt das Haar.
Shampoos für feines und empfindliches Haar enthalten Struktur glättende und verbessernde Zusätze, wie Proteine, auch als Restrukturanten bezeichnet, oder kationische Polymere, die so genannten „Conditioner“.
Shampoos für fettiges Haar entfernen das Fett, sollen die Kopfhaut erfrischen und zudem schnelles Nachfetten reduzieren.
Primäres Ziel von Shampoos für trockene Kopfhaut ist es, die Austrocknung der Kopfhaut zu verhindern. Andernfalls kann es zu Juckreiz, Rötungen oder sogar Entzündungen kommen.
Für die tägliche Haarwäsche sind insbesondere sehr milde Shampoos geeignet, die die Kopfhaut nicht reizen.
Die Wirkstoffe in Shampoos für längeres, splissanfälliges Haar sind so ausgewählt, dass sie dem Verlust von Haarsubstanz in der relativ „alten“ Haarspitze entgegenwirken und bereits fehlende Substanz ergänzen sollen.
Die Wahl des richtigen Shampoos hängt von vielen Faktoren ab, darunter Geschlecht, Haartyp, individuelle Bedürfnisse und Vorlieben. Frauen und Männer haben unterschiedliche Prioritäten bei der Haarpflege, und es ist wichtig, ein Produkt zu wählen, das den spezifischen Anforderungen entspricht. Achten Sie auf die Inhaltsstoffe und wählen Sie ein Shampoo, das zu Ihrem Haartyp und Ihren individuellen Bedürfnissen passt.
Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass das Shampoo möglichst frei von schädlichen Zusatzstoffen wie Sulfaten und Silikonen ist.
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