Franziska Machens: Eine vielseitige Schauspielerin auf Bühne und Leinwand

Franziska Machens, geboren 1984 in Hildesheim, hat sich als eine vielseitige und talentierte Schauspielerin etabliert. Ihre Karriere umfasst Engagements an renommierten Theatern sowie zunehmend wichtige Rollen in Film und Fernsehen. Dieser Artikel beleuchtet ihre Ausbildung, ihre wichtigsten Bühnenrollen und ihren wachsenden Erfolg vor der Kamera.

Franziska Machens in "Lieber Kurt"

Ausbildung und erste Engagements

Franziska Machens absolvierte von 2005 bis 2009 ihre Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Bereits während dieser Zeit war sie am Schauspielhaus Zürich in Alvis Hermanis’ Inszenierung «Der Idiot. Anfang des Romans» zu sehen.

Festes Ensemblemitglied in Zürich und Berlin

Von 2009 bis 2013 war sie festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich und spielte u. a. Rosalinde in «Wie es euch gefällt» (Regie: Sebastian Nübling) und Hilde Wangel in «Baumeister Solness» (Regie: Barbara Frey). Seit der Spielzeit 2013/2014 gehört sie zum Ensemble des Deutschen Theaters Berlin, wo sie u.a. mit Anne Lenk, Jette Steckel, Anna Bergmann und Charlotte Sprenger arbeitete.

Franziska Machens am Thalia Theater

Bedeutende Rollen am Deutschen Theater Berlin

Am Deutschen Theater Berlin hat Franziska Machens einige ihrer bleibenden Auftritte geschaffen. Besonders hervorzuheben ist ihre Rolle als funkelnde Gothic Queen Célimène in Molières Komödie «Der Menschenfeind». Mit fein gekühltem Witz verkörpert sie eine Femme fatale wider Willen, um die die Männer reihenweise den Verstand verlieren. In Anne Lenks Inszenierung verzichtet die Regisseurin ausdrücklich auf Aktualisierungsmaßnahmen. Im dunklen Bühnenkasten spielen der Text beziehungsweise die ihn pointierenden Schauspieler die Hauptrolle.

Sie spielt Célimène maximal frei von gekünstelter Koketterie; mit einer Art tiefenentspanntem Authentizitätscharme. Und zwar im Kostüm eines schwarzen Engels bei gleichzeitiger barfüßiger Unschuld. Sozusagen als feministische Vorreiterin vom Hofe, die sich herzlich wenig um gesellschaftliche Korsette schert und alles vom Leben nimmt, was sie will.

Ein weiteres Beispiel für ihre schauspielerische Leistung ist ihre Rolle in Heinrich von Kleists «Der zerbrochne Krug». Hier spielte sie Frau Marthe, die laut polternd eine Strafe für den Übeltäter verlangt. Die Inszenierung von Anne Lenk brachte die Komödie mit einer gelungenen Mischung aus Originalität und sprachlicher Flexibilität auf die Bühne, was wesentlich zur Verständlichkeit der Handlung beitrug.

Erfolge vor der Kamera

Neben ihrer Bühnentätigkeit steht Franziska Machens seit 2019 auch regelmäßig vor der Kamera. 2022 war sie neben Til Schweiger, der auch Regie führte, in einer Hauptrolle in der Buchverfilmung von Sarah Kuttner „Lieber Kurt“ zu sehen. Das Familien-Drama war ein großer Kino-Erfolg.

Franziska Machens kam ganz klassisch über ein Casting zu dieser Rolle. Sie wurde von einer Kollegin vorgeschlagen. Til hat sich ihr Demoband angeschaut und sie, nebst anderen, zum Casting eingeladen. Daraufhin habe sie das Buch zu lesen bekommen und Szenen zur Vorbereitung.

Ein weiteres Beispiel für ihre Arbeit vor der Kamera ist ihre Rolle in der ARD-Reihe «Vorübergehend glücklich». Sie spielt die Pharmavertreterin Sonja Stellbrink, die ausgerechnet in ihrer kleinstädtischen Heimat im Münsterland ihr Leben wieder in geordnete Bahnen bringen will. Am liebsten habe sie die Schützenfest-Szene gedreht. Das war als Kind und Jugendliche immer ein Highlight - und es war herrlich, wie viele Erinnerungen da hochkamen.

Unterschiede zwischen Theater- und Filmrollen

Franziska Machens betont, dass die Vorbereitung auf Theater- und Filmrollen ähnlich ist: Sie liest das Buch immer wieder, lernt den Text und entwickelt Bilder im Kopf. Der Unterschied liegt jedoch in der Umsetzung.

Im Theater wird chronologisch geprobt, oft über sieben Wochen, bis zur Premiere. Das Stück kann dann bis zu hundert Mal gespielt werden und sich über Jahre hinweg weiterentwickeln. Im Film hingegen muss man in der Geschichte hin- und herspringen, eventuell probt man ein bisschen, dann dreht man die Szene ein paar Mal und dann … kann man nichts mehr verändern. Man spielt (fast) immer natürlich. Meist wartet man bis zu einem Jahr, bis man es zu sehen bekommt.

Es sind wirklich zwei völlig unterschiedliche Disziplinen.

Die Verwandlung

Heimat und persönliche Einblicke

Heute lebt Franziska Machens in Berlin. Wirklich zur Ruhe kommt sie nur, wenn sie allein in ihrer Wohnung ist. Dann geht es ihr besonders gut und es ist eigentlich egal, welche Stadt sie vor der Tür hat. Und auch, wenn sie ihre beste Freundin sieht. Sie sind ab Geburt an miteinander aufgewachsen, haben um die Ecke voneinander gewohnt, ihre Mütter sind bis heute gut befreundet. Sie lebt leider in Frankreich, aber wenn ich sie sehe, fühle ich mich irgendwie ganz. Ich kann es nicht anders beschreiben.

Über Ungerechtigkeit kann sie sich maßlos aufregen. Mir selbst gegenüber, aber noch mehr, wenn ich es beobachte. Da kann ich meinen Mund nicht halten. Und worüber können Sie herzhaft lachen?Eigentlich über alles Mögliche, denn ich liebe es! Und über mich.

Aktuelle und zukünftige Projekte

Franziska Machens hofft, auch in Zukunft sowohl Theater- als auch Filmrollen spielen zu können. Ihr Talent und ihre Vielseitigkeit machen sie zu einer gefragten Schauspielerin in beiden Bereichen.

Produktion Rolle Regie Jahr
Der Idiot. Anfang des Romans Diverse Alvis Hermanis 2005-2009
Wie es euch gefällt Rosalinde Sebastian Nübling 2009-2013
Baumeister Solness Hilde Wangel Barbara Frey 2009-2013
Der Menschenfeind Célimène Anne Lenk 2020
Lieber Kurt Hauptrolle Til Schweiger 2022
Vorübergehend glücklich Sonja Stellbrink N.N. 2024
Der zerbrochne Krug Frau Marthe Anne Lenk 2024

Franziska Machens in "Der zerbrochne Krug"

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