Seit Jahrzehnten faszinieren uns Geschichten über unbekannte Flugobjekte (UFOs) und außerirdisches Leben. Der Mythos der "fliegenden Untertasse" hat sich tief in unserer Popkultur verwurzelt und zu zahlreichen Spekulationen, Verschwörungstheorien und sogar religiösen Kulten geführt. Doch woher stammt dieser Mythos, und was steckt wirklich dahinter?
Kenneth Arnold
Am 24. Juni 1947 erblickte der amerikanische Geschäftsmann und Hobbyflieger Kenneth Arnold am Himmel des US-Bundesstaats Washington neun glitzernde Objekte. Er beschrieb sie als "wie Untertassen, die über Wasser hüpfen". Diese Beschreibung wurde in den Medien fälschlicherweise als "untertassenförmig" interpretiert, und so war der Begriff der "fliegenden Untertasse" geboren.
Die Beobachtung von Kenneth Arnold versetzte die Weltöffentlichkeit in Aufregung, und Tausende ähnliche Berichte folgten. "Mit der Sichtung von Kenneth Arnold begann das moderne Ufo-Phänomen, wie wir es heute kennen", sagt Danny Ammon, Medizininformatiker aus Jena und in seiner Freizeit Fallermittler bei der Gesellschaft zur Erforschung des Ufo-Phänomens (GEP). Es war der Beginn der Ufo-Forschung.
Arnold versuchte, die Geschwindigkeit der Objekte zu messen und schätzte, dass sie die Strecke von etwa 80 Kilometern zwischen Mount Rainier und Mount Adams in einer Minute und 42 Sekunden zurücklegten. Wären die Objekte tatsächlich so schnell gewesen, wären sie mit mehr als doppelter Schallgeschwindigkeit unterwegs gewesen, was zu dieser Zeit unvorstellbar war.
Nur wenige Wochen nach Arnolds Sichtung, Anfang Juli 1947, entdeckte ein Schafzüchter bei Roswell im US-Bundesstaat New Mexico ein merkwürdiges Fluggerät. Die erste offizielle Meldung über diese Sichtung hatte ungeahnte Folgen. Der Zufall hatte an diesem Tag auch einen Reporter der Nachrichtenagentur United Press International (UPI) zu dem Platz geführt. Er prägte den Begriff der "fliegenden Untertassen". Kurz darauf vermeldeten Medien landauf, landab die Sichtung der Unbekannten Flugobjekte (UFO.
Was sich am 27. Oktober 1954 im Florentiner Stadio Artemio Franchi genau abgespielt hat, ist bis heute rätselhaft. Tausende Fußballfans wollen damals gleich mehrere unbekannte Flugobjekte gesichtet haben. Nach einigen Minuten waren die seltsamen Erscheinungen verschwunden, das Lokalderby des AC Florenz gegen Unione Sportiva Pistoiese wurde fortgesetzt.
Stadio Artemio Franchi
Der Mythos von Roswell ist bis heute ungebrochen. Verschwörungstheorien ranken sich um die Vertuschung durch das Militär, die angeblichen Alien-Leichen und die geheimen Experimente in der Area 51.
Dass die UFO-Hysterie in den USA Ende der 1940er Jahre so um sich greifen konnte, hat für Michael Schetsche, Abteilungsleiter des deutschen Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und psychische Hygiene, mit dem Zeitgeist zu tun. Die Angst vor fliegenden Untertassen ging Ende der 1940er Jahre in den USA um. Ausgelöst wurde die UFO-Hysterie vor 60 Jahren.
Die Beobachtung von Kenneth Arnold versetzte die Weltöffentlichkeit dermaßen in Aufregung, dass Tausende ähnliche Berichte folgten. "Der Hype passt in eine Zeit, in der kurz nach Kriegsende für die Menschheit wieder Aufschwung und später der eigene Griff nach den Sternen ins Blickfeld rückten", erklärt Ammon rückblickend.
Auch Hollywood und Geheimdienste beschäftigten sich mit Außerirdischen. Die Vorstellung, dass das Universum voller Leben sein könnte, beflügelte die Fantasie der Menschen.
Astronomen setzen die wissenschaftliche Suche nach anderen Horten des Lebens im All indes unvermindert fort. Den ersten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems fanden Forscher 1995. Mittlerweile wurden mehr als 200 solcher Exoplaneten entdeckt.
Nicht nach Planeten, sondern gezielt nach Signalen Außerirdischer sucht das SETI-Projekt ("Search for Extraterrestrial Intelligence", Suche nach außerirdischer Intelligenz). Das Projekt durchforstet systematisch die Strahlung aus dem Kosmos im Radiowellenbereich nach künstlichen Signalen.
Die französische Raumfahrtorganisation CNES hat ihr Archiv von Sichtungen unbekannter Flugobjekte ins Internet gestellt. Über unbekannte Flugobjekte und außerirdische Lebensformen wird seit jeher viel spekuliert, und UFO-Anhänger haben Behörden oft unterstellt, die Wahrheit zu verschweigen.
| Projekt | Ziel | Methode |
|---|---|---|
| Terrestrial Planet Finder (TPF) | Suche nach erdähnlichen Planeten | Gigantisches Teleskop im All |
| SETI | Suche nach künstlichen Signalen | Durchforstung der Strahlung aus dem Kosmos |
Die größten UFO-Vereinigungen sind nicht unbedingt jene Skeptiker-Organisationen oder wissenschaftlich-orientierten Gruppen, sondern schon immer jene gewesen, die einen UFO-Kontaktler oder ihnen sehr nahestehende Persönlichkeiten an ihrer Spitze haben. Zu ihnen zählt auch Claude Vorilhon (ein ehemaliger Motorsport-Journalist), der die Raelianische Bewegung von Frankreich aus ins Leben rief, nachdem er mit den Elohim am Vulkan Puy de Lassolas in der Nähe von Clermont-Ferrand zusammenkam, die da vom Himmel stiegen.
Auch Van Tassel hatte Space Brother-Kontakte im Sinne von Adamski und Co KG. Draußen auf seinem Giant Rock-Airport fanden kultige UFOlogen- Treffs statt, die einmalig für ihre Zeit waren. Van Tassel und Gleichgesinnte versammelten sich hier in den 50ern, um Hymnen und Weltraumlieder zu singen und sich mental auf den Kontakt mit den Leuten aus dem All vorzubereiten.
Auch 60 Jahre nach den Ereignissen von 1947 ist diese Faszination in der Öffentlichkeit etwas abgeflaut. Die Suche nach außerirdischem Leben geht weiter, und der Mythos der fliegenden Untertasse wird uns wohl noch lange begleiten.
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