Die Haarentfernung mit Wachs, auch bekannt als Waxing, ist eine beliebte Methode, um unerwünschte Haare loszuwerden. Dabei werden die Haare mithilfe von aufgetragenem Wachs verklebt und anschließend ausgerissen. Da die Haare beim Waxing mitsamt der Haarwurzel entfernt werden und diese sich daher neu bilden muss, bleibt die jeweilige Körperpartie bis zu einem Monat haarfrei.
Es gibt verschiedene Arten von Wachs, die für die Haarentfernung verwendet werden können. Hier ist eine Übersicht über die gängigen Wachsarten:
Deutlich schonender funktioniert die Enthaarung mit Warm Waxing, die meist in einem Kosmetikstudio stattfindet. Hier wird das Wachs erhitzt und in flüssiger Form auf die zu enthaarenden Stellen aufgetragen. Durch die Wärme öffnen sich die Poren und gibt die Haare leichter frei.
Verschiedene Waxing-Arten
TIPP 1. Vor dem Waxing musst du deine Haut vorbereiten. Ob Augenbrauen, Arme oder Beine, vergewissere dich, dass die Hautstelle frei von Rissen, Verletzungen oder Akne ist. Wenn deine Haut gereizt ist, besteht die Gefahr von Hautinfektionen, Verbrennungen und Hautabschürfungen. Diese Risiken kannst du mit einem Peeling vor und nach dem Waxing vermeiden. Dadurch werden nicht nur abgestorbene Hautschüppchen entfernt, sondern wird auch das Risiko eingewachsener Haare gemindert. Zudem werden Hautablagerungen entfernt und verstopfte Poren gereinigt. Verwende ein sanftes Peeling, das du einige Tage vor und nach dem Wachsen anwendest, um das gesunde Haarwachstum zu fördern.
TIPP 2. Es mag verlockend klingen, beim Waxing gemütlich einen Kaffee oder ein Glas Wein zu schlürfen. Warte aber lieber, bis die Prozedur vorüber ist. Alkohol und Koffein entziehen der Haut Feuchtigkeit. Dadurch werden die Poren enger und das Waxing wird zu einer sehr schmerzhaften Angelegenheit.
TIPP 4. Du meinst vielleicht, dass die Länge der Haare beim Waxing keine Rolle spielt. Sie hat jedoch enormen Einfluss auf das Ergebnis. Sind die Haare zu lang, wird das Waxing sehr unangenehm und schmerzvoll. Deine Haare können sich unter dem Wachs verknoten und gleichzeitig Schmutz anziehen. Die Haare sollten mindestens 5 mm und maximal 20 mm lang sein. Dadurch wird ein perfektes Waxing-Ergebnis erzielt, weil das Wachs gut auf der Haut haften und so die Haare ideal greifen kann. Sind die Haare etwas zu lang? Kein Problem.
TIPP 9. Entspanne dich vor und während des Waxings. Das ist das Beste, was du tun kannst. Behalte immer das Ziel vor Augen: wunderbar glatte Haut, und zwar länger als beim Rasieren oder anderen Haarentfernungsmethoden. Hast du Angst vor den Schmerzen? Nimm vorher Ibuprofen oder trage etwas Zahnbetäubungscreme auf und vermeide Stress. Denn, je angespannter du bist, desto schmerzhafter wird das Waxing. Wenn du gerade deine Periode hast, solltest du deine Waxing-Session lieber verschieben. Denn deine Haut kann aufgrund des niedrigen Östrogenspiegels extrem empfindlich sein.
TIPP 5. Idealerweise werden beim Waxing die Haare samt Wurzel entfernt. Du solltest auf jeden Fall vermeiden, dass die Haare abbrechen, indem du das Wachs vorsichtig und korrekt aufträgst und entfernst. Trage das Wachs in Wuchsrichtung der Haare auf, damit es gut auf der Haut haftet. Ziehe das Wachs anschließend entgegengesetzt der Haarwuchsrichtung, parallel zur Hautoberfläche ab.
Vor der Anwendung muss jedes Wachs erhitzt werden. Das Wachs ändert beim Erhitzen seine Konsistenz. Für die Anwendung auf der Haut ist es wichtig, dass das Wachs eine honigartige Konsistenz aufweist. Wird das Wachs zu stark erhitzt, wird es zu flüssig. Das Wachs lässt sich dann nicht mehr richtig mit dem Spatel aufnehmen und auf die Haut auftragen. Außerdem kann ein zu heißes Wachs sich auf der Haut unangenehm anfühlen und zu Hautrötungen führen. Daher solltest Du vor dem Wachsen die Temperatur des Wachses immer erst auf dem inneren Handgelenk testen und bei zu stark erhitztem Wachs das Wachs vor der Anwendung einfach ein wenig abkühlen lassen, bis es eine angenehme Temperatur und honigartige Konsistenz hat.
Aber wie kannst Du nun das Wachs erhitzen? Es gibt drei grundsätzliche Arten, wie Du Hot Wachs richtig erhitzen kannst:
Alle drei Arten sind für das Wachs erhitzen gut geeignet im Folgenden wollen wir Dir diese näher vorstellen.
Die Verwendung eines Wachserhitzers zum Wachs erhitzen ist auch die Methode, die in professionellen Studios verwendet wird. Wenn Du öfters zu Hause Waxing anwendest, dann ist es empfehlenswert, Dir einen eigenen Wachserhitzer zuzulegen. Dieser ist nicht teuer und erleichtert das Arbeiten ungemein. Wir zeigen Dir am Beispiel des Wax Cellence Home Waxing Kits wie das Erhitzen funktioniert. Nimm zunächst den Deckel des Wachserhitzers ab und fülle den Metalleinsatz mit einer Scheibe festen Wachs (Hot Wachs). Das Wachs dabei nicht direkt in die Heizkammer geben, sondern nur in den Einsatz. Anschließend drehe den Wachserhitzer auf Stufe 5 und erhitze das Wachs für ca. 20 Minuten (oder kürzer, wenn der Wachseinsatz nicht vollständig gefüllt ist). Wenn Du das Wachs zum Schmelzen gebracht hast, reduziere die Hitze (3 bis 4 auf der Skala) und lasse es dann herunterkühlen. Die Verarbeitungstemperatur von unserem Hot Wachs ist erreicht, sobald dieses eine dicke, honigartige Konsistenz aufweist und das Wachs von Spatel nicht runtertropft. Das Wachs vor der Anwendung auf der Haut testen und ggf. abkühlen lassen.
Wachserhitzer
Wenn Du unterwegs auf Reisen bist und vielleicht unser Wax Cellence Travel Kit mitgenommen hast, dann kannst Du dieses einfach in einer Mikrowelle erhitzen. Nachdem Du den Becher mit dem Wachs in die Mikrowelle gestellt hast, stelle die Mikrowelle für 60-90 Sekunden auf die höchste Stufe. Prüfe anschließend, ob das Wachs ausreichend geschmolzen ist. Wenn nicht, dann das Wachs für weitere 30 Sekunden oder länger erhitzen, bis du es richtig zum Schmelzen gebracht hast. Verschiedene Mikrowellen sind unterschiedlich leistungsstark, so dass Du hier ein wenig Austesten musst, wie lange es braucht, die richtige Temperatur und Konsistenz beim Wachs erhitzen zu erreichen. Achtung: beim Testen bitte niemals nicht geschmolzenes Wachs nach unten drücken, da sich in der Mitte des Bechers schon heißes Wachs befinden kann, das hochspritzen und Dich verbrennen kann. Um Unfälle zu vermeiden, sollte beim Wachs erhitzen das Wachs im Becher erst dann umgerührt werden, wenn du es ausreichend zum Schmelzen gebracht hast. Auch hier gilt: Vor Verwendung das Wachs zunächst am Unterarm oder Handgelenk auf eine angenehme Arbeitstemperatur testen und ggf. ein paar Minuten abkühlen lassen.
Die dritte Möglichkeit zum Wachs erhitzen ist die Verwendung eines Wasserbads. Dieses kannst Du fast überall machen, da Du hierfür lediglich einen Topf, einen Becher mit dem Wachs und eine Herdplatte brauchst. Fülle einen Topf mit Wasser, so dass das Wasser bis zur Höhe von ca. 1/3 des Bechers reicht. Erhitze den Topf und das Wasser auf mittlere Hitze (das Wasser sollte keinesfalls kochen) und stelle den Becher hinein. Wichtig: Das Wachs im Wax-cellence Wachs Becher darf nicht mit dem Wasser in Berührung kommen. Warte, bis du das Wachs fast vollständig zum Schmelzen gebrach hast. Das Wachs gut umrühren, damit eine gleichmäßige Temperatur und Konsistenz entstehen. Auch hier gilt: vor der Verwendung einmal an der Innenseite des Handgelenks testen.
Wir haben Dir die verschiedenen Möglichkeiten gezeigt, Dein Hot Wachs zu erhitzen. Welche Du verwendest, hängt von Deinen Vorlieben, den vorhandenen Geräten und auch dem Waxing-Kit ab, welches Du verwendest. Egal wie Du das Wachs erhitzt, die richtige honigartige Konsistenz und angenehme Arbeitstemperatur sind entscheidend für ein angenehmes Waxingerlebnis.
TIPP 6. Es kann verlockend sein, die lästigen Stoppeln nach dem Wachsen zu rasieren. Wenn du dir jedoch superglatte Haut wünschst, solltest du dies um jeden Preis vermeiden. Nach dem Waxing sind die nachwachsenden Haare nämlich feiner und weicher, weil die Haare samt Wurzel entfernt wurden. Rasieren mag zwar eine schnelle Lösung sein, entfernt die Haare jedoch nicht mit ihrer Wurzel. Die Folge? Die Haare wachsen schneller und werden dicker.
TIPP 7. Halte dich an eine Pflegeroutine nach dem Waxing, um die natürliche Feuchtigkeitsbarriere deiner Haut zu schützen und eingewachsene Haare oder Infektionen zu vermeiden. Auf der Suche nach Inspiration? Probiere hautberuhigende Lotionen oder Öle zur Nachbehandlung wie die Jean Marin Feuchtigkeitslotion, die deine Haut dank der beruhigenden Mischung aus Ölen und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften ideal mit Feuchtigkeit versorgt. Lass deine Haut atmen, indem du lockere Kleidung trägst. Denn zu enge Kleidungstücke wie Workout-Tights können die Haut reizen und Hautirritationen hervorrufen. Das Ergebnis? Superglatte Haut, die sich genauso gut anfühlt, wie sie aussieht.
TIPP 8. Am besten legst du direkt nach dem Waxing einen oder zwei Ruhetage ein, damit dein Körper sich erholen kann. Laufen, Pilates, Fahrradfahren und Bikram Yoga und ähnliche Sportarten bringen dich ins Schwitzen, was die Haut reizen und zu Infektionen führen kann. Warte am besten auch ein paar Tage nach dem Waxing, bevor du im Pool Bahnen ziehst. Denn das Chlor kann empfindliche Haut angreifen und austrocknen.
TIPP 10. Haare schützen deine Haut vor Hitze. Daher sind frisch gewachste Körperstellen nach der Behandlung anfälliger und empfindlicher. Warmes Wasser erweitert zudem die Poren, was ein höheres Risiko für Infektionen und eingewachsene Haare bedeutet. Sonnenlicht kann darüber hinaus Hautausschläge und -irritationen verursachen. Trage also unbedingt Sonnencreme auf, bevor es zum Strand geht.
Da die Methode insbesondere bei den ersten Anwendungen nicht ganz schmerzfrei ist, eignet sie sich ausschließlich für gesunde Haut - bei Hauterkrankungen, Neurodermitis, starken Krampfadern oder einem Sonnenbrand sollte man besser eine andere Methode wählen.
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