Florian David Fitz: Zwischen Filmrolle und Typveränderung

Florian David Fitz zählt zu den bekanntesten und vielseitigsten Schauspielern Deutschlands. Sein Talent, komplexe Charaktere authentisch darzustellen, hat ihm sowohl Kritikerlob als auch die Zuneigung des Publikums eingebracht. Fitz feierte seinen Durchbruch mit der Serie "Doctor's Diary". In den darauffolgenden Jahren machte sich Fitz nicht nur als Schauspieler einen Namen, sondern feierte auch sein Debüt als Drehbuchautor und Regisseur.

"Hin und Weg": Eine Rolle, die berührt

Die "Ice Bucket Challenge" sorgte diesen Sommer für einen enormen Aufmerksamkeitsschub für die unheilbare Nervenkrankheit ALS. Es ist aber purer Zufall, dass ausgerechnet jetzt der Film "Hin und Weg" in die Kinos kommt, in dem Florian David Fitz einen ALS-Kranken spielt.

Im Film "Hin und Weg" verkörpert Fitz einen Mann, der an Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) leidet. Die Geschichte handelt von einer Gruppe von Freunden, die eine letzte gemeinsame Fahrradtour nach Belgien unternehmen, wo der Protagonist Sterbehilfe in Anspruch nehmen möchte. Der Film feiert den Wert der Freundschaft.

Fitz selbst nahm an der "Ice Bucket Challenge" teil, um auf die Krankheit aufmerksam zu machen. Das ist das geringste Problem, sagte er. Man geht ja auch in die Sauna und ins Eisbecken. Das ist erfrischend. Das Problem war eher der kalte Tag, nicht der Eimer. Es waren zwar keine Minusgrade, aber es war kühl.

Er nominierte seine Kollegen aus dem Film, Johannes Allmayer und Volker Bruch. Ich glaube, Johannes hat es gemacht. Bei Volker weiß ich es gar nicht. Ich habe ihn in der Zwischenzeit zwar gesehen, aber nicht darauf angesprochen. Ich habe darauf vertraut, dass sie sich verpflichtet fühlen.

Der Film setzt sich nicht nur mit Krankheit, sondern auch mit dem Tod auseinander. Ich hatte ein wenig Angst davor, ob das nicht zu viel das Guten ist, ob ich es gut hinbekomme. Aber ich fand das Thema so stark. Es passiert einem nicht alle Tage, dass man ein Buch liest und es einen so erwischt. Das war am Ende das Ausschlaggebende.

Vor "Hin und Weg" hatte Fitz bereits Erfahrung mit der Darstellung von Krankheiten gesammelt, etwa in "Vincent will Meer", wo er einen Tourette-Patienten spielte. Kritisiert hat mich glücklicherweise keiner. Ich habe mir den Film auch zusammen mit einem Betroffenen angesehen. Er hat mir gesagt, dass er tickig wurde, dass es ihn "juckte". Wenn man selbst Tourette hat, sieht man ungern jemandem zu, der selbst die Krankheit hat. Weil man dann selbst damit anfängt.

Sterbehilfe: Eine persönliche Meinung

Der Film wirft auch die Frage nach der Sterbehilfe auf. Das ist ein sehr schwieriges Thema. Ich respektiere jeden, der eine andere Meinung dazu hat und zum Beispiel sagt, das sollte Gott entscheiden. Am Ende wünsche ich mir schon in einem Land, das die Aufklärung hinter sich hat, dass der Mensch für mündig gehalten wird, was sein eigenes Leben angeht.

In "Hin und Weg" werden Sie von Ihren engsten Freunden und Familienmitgliedern bis zum Schluss begleitet, machen noch einen letzten Ausflug, lachen und scherzen miteinander. Würden Sie sich so auch Ihren eigenen Tod wünschen?

Man kann es sich zwar ausmalen, wie man sich seinen Tod wünscht. Meistens ist es aber völlig anders, wenn es so weit ist. Das kann ich beim besten Willen nicht beantworten. Natürlich will ich nicht alleine sterben. Und mit dieser Meinung bin ich sicher auch nicht allein. Aber Sie würden sich darüber freuen, wenn - wie im Film - kurz vor Ihrem Tod Jürgen Vogel in Frauenkleidern und Perücke vor Ihnen stünde?

(lacht) Es ist immer schön, wenn Jürgen als eine junge Alice Schwarzer auf mich zukommt. Und ich darf sie küssen.

Der Film "Hin und Weg" wurde bei seiner Weltpremiere auf dem Filmfestival in Locarno begeistert aufgenommen. Bei seiner Weltpremiere auf dem Filmfestival in Locarno war der Film einer der Höhepunkte und rührte Tausende auf der vollbesetzten Piazza Grande.

Besetzung:

  • Florian David Fitz
  • Julia Koschitz
  • Jürgen Vogel
  • Hannelore Elsner

"Eingeschlossene Gesellschaft": Ein Blick hinter die Kulissen des Lehrerzimmers

Premiere und Interviews zum Kinofilm "Eingeschlossene Gesellschaft"

In der Komödie "Eingeschlossene Gesellschaft" von Sönke Wortmann spielt Florian David Fitz den zynischen Sportlehrer Peter Mertens. Der Film beleuchtet die Situation an deutschen Schulen und konfrontiert die verschiedenen Lehrertypen mit ihren eigenen Klischees.

In Sönke Wortmanns (62) Film nach einem Drehbuch von Bestsellerautor Jan Weiler (54) müssen sich sechs Lehrer kurz vor dem Start ins Wochenende mit einem ehrgeizigen Vater herumärgern, der um die Abiturzulassung seines Sohnes kämpft und die Lehrer durch einen Einschluss ins Lehrerzimmer dazu zwingt, über die Noten seines Sohnes zu diskutieren.

"Mein blauer Trainingsanzug hat nach dem Dreh auf jeden Fall nicht besser gerochen. Kunstfaser über mehrere Wochen kann ich niemandem empfehlen. Und das Brust-Toupet war auch speziell", erzählt Fitz im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news über seinen besonderen Lehrer-Look im Film.

Kollegin Anke Engelke (56), sie spielt die altkluge und unbeliebte Heidi Lohmann, habe beim Dreh in Köln unter großer Hitze mit Woll-Outfit und Perücke zurechtkommen müssen, erklärt Fitz. "Aber Anke schwitzt ja nicht, die kann das unterdrücken. Ich habe hingegen immer sofort die Hose ausgezogen und bin in Shorts und Schlappen herumgelaufen", verrät der Schauspieler.

Am Set kam es für den Schauspieler zum einen zum Wiedersehen mit Justus von Dohnányi (61), mit dem Fitz schon in Filmen wie "Männerherzen" oder der "Vorname" gespielt hatte, zum anderen "war es auch schön, die anderen Kollegen kennenzulernen", erzählt der 47-Jährige. Er sei dafür bekannt, dass er gerne zu Spielen animiere und "das habe ich auch dieses Mal wieder geschafft. Wir haben zum Beispiel Scharade mit möglichst schwierigen Begriffen gezockt. Ich nehme mal an, dass es im wirklichen Leben in einem Lehrerkollegium nicht ganz so amüsant ist, wie es bei uns war", sagt Fitz.

Auch die Arbeitsweise des Regisseurs habe zu einer angenehmen Atmosphäre beigetragen. "Sönke dreht gerne schnell und zügig und zieht nichts in die Länge. Da kommt ein Lagerkoller erst gar nicht auf."

Seine eigene Schulzeit habe er "sehr genossen, ich hatte großes Glück", erzählt der Schauspieler weiter. "Nach einer Fünf im Zwischenzeugnis in der neunten Klasse habe ich mich zusammengerissen und mir gedacht, dass ich jetzt mal mitmache, dann ist der Unterricht auch nicht so langweilig."

Fitz, der kürzlich bestätigte, dass er Vater ist, glaubt, "dass man den Schülern eines nicht abnehmen kann: zu begreifen, dass das alles ihre Veranstaltung ist. Das ist alles Wissen, das ihnen angeboten wird. Was sie damit machen, ist am Ende ihre Sache. Die einen begreifen das früher, die anderen vielleicht erst im Studium oder nie. Lustig ist: wenn einen niemand mehr zwingt, wenn das eigene Interesse plötzlich maßgeblich wird, eignet man sich Wissen ganz anders an."

Während seiner Zeit in Boston hat er auch Unterschiede zu seiner Heimat bemerkt. "Ich hatte schon das Gefühl, dass das deutsche Bildungssystem im Vergleich stärker ist", erzählt Fitz von seiner persönlichen Erfahrung. "Ich halte es sehr hoch, dass man eine Art von Grundbildung bekommt, um sich in der Welt zu orientieren. In den USA läuft das eher alles spielerisch ab."

Die größten Herausforderungen bei den Dreharbeiten:

  • Sechs Wochen bei 40 Grad in einem Kunstseidenjogginganzug zu drehen.
  • Die Sportlehrer-Lockenpracht und der Trucker-Bart.

Besetzung:

  • Florian David Fitz
  • Nilam Farooq
  • Anke Engelke
  • Justus von Dohnányi

Typveränderung: Blonde Haare für ein neues Projekt

Normalerweise ist Florian David Fitz für seine zottelige, dunkle Mähne bekannt. Doch nun überrascht der Schauspieler mit einer haarigen Veränderung. Schauspieler Florian David Fitz, 49, überraschte bei der Premiere seines neuen Films "Der Vierer" am Donnerstagabend mit einer markanten Typveränderung: Seine charakteristischen dunklen, leicht gelockten Haare sind einer blonden Strubbel-Mähne gewichen.

Auf Fitz' Instagram-Account wird seine neue Frisur unter den aktuellsten Beiträgen bereits diskutiert. "Wann bekommen deine Haare ihre Naturhaarfarbe zurück?", fragt etwa ein Social-Media-Nutzer in der Kommentarspalte.

Den Kommentaren zufolge trägt Fitz die blonden Haare für ein neues Filmprojekt, das noch in Arbeit ist. Um welches Projekt es sich handelt, ist derzeit nicht bekannt. In seinen aktuellen Filmen und Serien ist Fitz aber mit seiner gewohnten Frisur zu sehen: Neben "Der Vierer" wird der 49-Jährige im kommenden Monat in "Der Spitzname", die Fortsetzung der erfolgreichen Steifen "Der Vorname" und "Der Nachname", auf den Kinoleinwänden spielen.

Weitere Projekte

Neben seinen schauspielerischen Tätigkeiten engagiert sich Florian David Fitz auch für soziale Projekte. So las er beispielsweise eine Weihnachtsgeschichte für Kinder ein, die sich mit den Themen Identität, Eigensinn und Toleranz auseinandersetzt.

Das vierteilige Weihnachtshörspiel gibt es seit dem 27. „Das Rentier, das kein Kleid anzog“ ist inspiriert vom neuen Film des Stars, „Oskars Kleid“, der zu Weihnachten deutschlandweit in die Kinos startet.

tags: #florian #david #fitz #perücke

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen