Flacher Hinterkopf beim Baby: Ursachen, Vorbeugung und Behandlung

Viele Eltern beobachten bei ihren Neugeborenen in den Wochen nach der Geburt eine starke Abflachung des Hinterkopfs oder einseitige, asymmetrische Verformungen. Das Kind wirkt ansonsten kerngesund. „Häufig machen sich Eltern Sorgen, wenn das Kopfwachstum ungleichmäßig erfolgt.

Ein "musikalischen Hinterkopf" sollten Babys haben, sagte meine Oma immer und meinte damit einen schön gewölbten Schädel. Doch hätte sie die Babyzeit meiner Töchter noch erlebt, wäre sie enttäuscht worden: Die Kopfform beider Mädchen fiel wenig musikalisch aus, der Hinterkopf präsentierte sich platt und sogar einseitig schief.

In der medizinischen Fachsprache wird dieses Phänomen als sogenannter lagebedingter Plagiocephalus bezeichnet. Eltern können von Anfang an Routinen beachten, damit sich der Säuglingskopf oval ausbildet.

Wir sehen uns einmal genauer an, welche Ursachen und Behandlungsmethoden es gibt.

Ursachen eines flachen Hinterkopfes

Wenn Säuglinge mit einem abgeplatteten Hinterkopf auffallen, dann kann das mehrere Ursachen haben. Sie können zum Beispiel damit geboren sein, etwa weil es im Mutterleib zu eng war (etwa wegen zu wenig Fruchtwasser oder einem Mitbewohner, z.B. Zwilling). Oder eine ungewöhnliche Schädelform entwickelt sich, weil sich die Nähte zwischen den Schädelplatten an manchen Stellen zu rasch verschließen (der menschliche Schädel besteht tatsächlich aus einzelnen aneinander gefügten Platten, schließlich muss der Schädel ja mitwachsen können, das Gehirn verdreifacht nämlich sein Volumen innerhalb der ersten drei Lebensjahre).

Oder der Säugling leidet unter Rachitis und hat deshalb einen leichter verformbaren Schädel (auch sehr früh geborene Kinder neigen dazu). Oder ein Säugling leidet unter Muskelschwäche und liegt deshalb in der immer gleichen Position. All diese Formen sind aber selten.

Sehr häufig dagegen ist die ohne zunächst ersichtlichen Grund bei gesunden Kindern in den ersten Lebensmonaten entstehende Form der Schädelverformung. Diese Form der Abplattung wird meist erst nach den ersten Lebenswochen sichtbar und erreicht ihr Maximum mit etwa 4 Monaten. Weil sie den Hinterkopf betrifft (entweder mittig, oder auch assymmetrisch auf einer Seite) wurde angenommen, das rühre einfach von der Lagerung auf dem Rücken her (deshalb der gängige Begriff „lagerungsbedingte Plagiocephalie“.

Und: dass diese Fälle in den letzten 30 Jahren zugenommen hätten, läge daran, dass die Babys heute zur Vorbeugung des Plötzlichen Kindstods in ihrer großen Mehrheit auf dem Rücken schliefen. Nur - die Erklärung stimmt nicht.

Trotzdem ist die Rückenlage für die Kinder im ersten Lebensjahr wichtig und unverzichtbar - das Risiko des Plötzlichen Kindstodes wird durch sie um etwa 40 Prozent vermindert. Bei anderen Kindern ist der Kopf nicht nur hinten, sondern auch auf einer Seite flacher. Die Ursachen dafür sind oft ein verkürzter Muskel oder Halswirbelblockaden - Ihr Baby möchte deshalb vielleicht nur auf einer Körperseite schlafen.

Die Zahl der Säuglinge, die einen flachen Hinterkopf entwickeln, hat sich vergrößert, seit Babys auf dem Rücken schlafen, um dem Plötzlichen Säuglingstod vorzubeugen. Dadurch sind diese Sterbefälle deutlich zurückgegangen. Die Abflachung am Kopf ist selten bedenklich und bildet sich meist zurück.

Die Natur hat es schlau eingerichtet, dass der Kopf eines Babys noch flexibel und formbar ist: "Könnten sich die einzelnen Knochenplatten des Schädels nicht verschieben, würde der Kopf nicht durch den Geburtskanal passen", erklärt Tilmann Schweitzer. "Außerdem müssen die Schädelknochen mit dem Gehirn mitwachsen, dessen Volumen sich allein in den ersten sechs Lebensmonaten verdoppelt."

Sogenannte Suturen und Fontanellen, das sind bindegewebige Spalten und Lücken, sorgen dafür, dass sich der Schädel noch verformen kann. Die Fontanelle verschließt sich nach dem ersten Lebensjahr, die Nähte bleiben bis ins dritte Lebensjahrzehnt offen.

Direkt nach der Geburt sehen viele Köpfchen nicht ganz symmetrisch aus. "Gerade wenn Saugglocke oder Zange zum Einsatz kamen und wenn das Kind nicht ohne Blockaden durch den Geburtskanal gelangte, sehen wir häufig leichte Verformungen am Schädel", berichtet Andrea Hagen-­Herpay, beratende Hebamme vom Deutschen Hebammenverband in Berlin. Diese geburtsbedingten Asymmetrien verlieren sich in der Regel nach wenigen Wochen wieder.

Sieht der Babykopf auch nach Monaten noch platt oder schief aus, handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine lagebedingte Deformation. Neben der Rückenlage, die weiterhin uneingeschränkt empfehlenswert ist, gibt es weitere Ursachen: "Manche Kinder haben eine Lieblingsseite, wollen etwa vom Kinderbett aus immer zum Fenster schauen. Dann kann einseitig am Hinterkopf eine platte Stelle entstehen", so Schweitzer. Teilweise ist auch die Nackenmuskulatur verkürzt oder verspannt, was das Drehen des Kopfes erschwert.

Die Ursache dafür kann eine ungünstige Beckenendlage des Köpfchens im Mutterleib sein, in seltenen Fällen auch Knorpelfugen (Suturen) zwischen den einzelnen Schädelknochen, die sich vorzeitig im Mutterleib verfestigen (Schädelnahtverschluss). Kopfverformungen nach der Geburt sind meist lagerungsbedingt.

Bei lagerungsbedingten Kopfasymmetrien ist der Hinterkopf einseitig abgeflacht, meist am hinteren Schädelknochen, dem Os occipitale. Häufig ist zudem das Ohr der betroffenen Seite nach vorne verschoben (Ear Shift) und die Stirn einseitig vorgewölbt.

Die verschobene Ohrachse beeinträchtigt den Gleichgewichtssinn und erschwert die motorische Entwicklung des Kleinkindes. Sie kann zudem die Belüftung des Mittelohrs einschränken und den Gehörgang verengen und damit das Hörvermögen mindern.

Ein höheres Risiko für Plagiozephalie besteht bei männlichen Babys, Mehrlingen, Frühchen sowie Erstgeborenen. Geburtshilfliche Maßnahmen (Saugglocke, Zange) und Kaiserschnittgeburten erhöhen die Gefahr für einen Plattkopf.

Viele Babys haben beim Schlafen den Kopf immer zu einer bevorzugten Seite hingewendet. Bei Abflachung zentral am Hinterkopf kann die Drehung abwechselnd zu verschiedenen Seiten angeregt werden.

Torticollis tritt bei ca. 15 bis 20% der Kinder mit asymmetrischen Abflachung des Hinterkopfs (Plagiozephalie) auf. Kinder können den Kopf dabei nicht in eine bestimmte Richtung zu drehen.

Wenn ein Baby häufig auf dem Rücken liegt oder eine Lieblingsseite entwickelt, auf die es seinen Kopf dreht, kann es zu einem platten Hinterkopf kommen.

Hinzu kommt, dass auch Autositz und Trageschale den Kopf immer an der gleichen Stelle belasten.

Muskelverkürzungen oder -verspannungen können ebenfalls zu einseitigen Liegepositionen und entsprechenden Kopfverformungen führen.

Die Schädelnähte sind bei Babys noch nicht fest geschlossen, die Fontanellen sind weich. Bei der Geburt kann sich deshalb der Kopf dem Geburtskanal anpassen - und es steht genug Platz für das schnelle Hirnwachstum in den ersten Lebensmonaten zur Verfügung. Diese Formbarkeit des Schädels birgt aber auch die Gefahr einer Kopfverformung beim Baby.

Vorbeugung eines flachen Hinterkopfes

Um eine einseitige Belastung zu verhindern, variieren Eltern am besten öfter die Liegeposition des Babys. "Legen Sie das Kind, wenn es wach und satt ist, mehrmals täglich unter Aufsicht auf den Bauch. Für das Baby ist das anstrengend. Daher genügen anfangs ein, zwei Minuten. Wird das Kleine kräftiger, kann man die Dauer steigern", empfiehlt die Hebamme.

Halten Sie das Kleine ein wenig bei Laune, etwa mit Seifenblasen, einer Rassel oder Bällen. Gutes Training: Legen Sie es bäuchlings auf Ihren Bauch. Das Baby wird versuchen, Sie anzuschauen, und so die Rücken- und Nackenmuskeln kräftigen. Tragen Sie Ihr Kind auch regelmäßig im Fliegergriff, im Tuch oder in der Babytrage.

Ebenso wichtig wie die Lage zu wechseln findet Tilmann Schweitzer, das Baby von beiden Seiten anzusprechen. Er empfiehlt: mal von rechts, mal von links füttern oder Spielzeug reichen. Wenn möglich, kann auch das Bett umgestellt werden, um so den Lichteinfall zu variieren, oder man legt das Kind mal mit dem Kopf Richtung Fußende.

Bevorzugt es weiterhin deutlich eine Seite oder Position, beziehen Eltern zeitnah den Kinderarzt ein. "Vielleicht be­steht eine Blockade im Rücken oder Nacken, die man physiotherapeutisch behandeln muss", sagt Andrea Hagen-Herpay.

Orthopäden und Unfallchirurgen geben 5 Tipps, wie Eltern der Verformung des Babyköpfchens entgegenwirken können:

  1. Legen Sie das Kind tagsüber in wachem Zustand unter Aufsicht immer wieder in Bauch- oder Seitenlage und nutzen Sie auch jedes Wickeln für diese sogenannte „tummy time“.
  2. Stellen Sie das Kinderbett so auf, dass Interessantes wie beispielsweise ein Fenster oder ein Mobile die Blickrichtung von der flachen Seite weglenkt.
  3. Platzieren Sie das Kind im Elternbett so zur Mutter, dass es sich von der flachen Seite abwendet, wenn es sich zur Mutter dreht.
  4. Vermeiden Sie einseitiges Stillen bzw. einseitige Positionen, sprechen Sie das Baby von beiden Seiten an und füttern Sie es wechselseitig: mal von rechts und mal von links.
  5. Falls der Säugling eine Lieblingsseite hat, zu der er das Köpfchen immer wieder dreht, sodass es auf dieser Seite zu einer Abflachung kommt, kann mittels Handtuchrollen das Köpfchen stabilisiert und behutsam zeitweise in die andere Richtung gedreht werden.

Auch wenn das medizinisch meist harmlos ist, sollten Eltern dem Säugling Anreize schaffen, sein Köpfchen regelmäßig zu drehen, damit sich der Hinterkopf gewölbt ausprägt“, sagt Prof. Dr. Dieter C. Wirtz, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und Direktor der Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Bonn.

Variieren Sie Ihr Kind in verschiedenen Positionen - auf dem Rücken oder auf der Seite. Wenn Ihr Baby auf der Seite schlafen soll, lehnen Sie seinen seitlichen Rücken in einem Winkel von etwa 30 Grad gegen ein zusammengerolltes Handtuch. Ein Rollen auf den Bauch ist damit ausgeschlossen, der Kopf dreht sich aus dieser Position automatisch auf eine Seite.

Die Bauchlage ist bei Babys vor dem Krabbelalter oft nicht sonderlich beliebt - legen Sie Ihr Kind in aktiven Zeiten trotzdem öfter einmal auf den Bauch. Zum einen wird hierdurch der Hinterkopf entlastet, zum anderen unterstützt sie die Entwicklung der Wahrnehmungs- und Bewegungsfähigkeit Ihres Kindes, das die Welt und seinen Körper nun aus einer anderen Perspektive erlebt. Interessantes Spielzeug hilft - hoffentlich - dagegen, dass das Kind nicht lautstark protestiert.

Ihre ersten Lebensmonate verbringen Babys fast ausschließlich liegend - oder müssen von Mama oder Papa herumgetragen werden. Regelmäßiges Tragen hilft, einseitige Liegepositionen zu begrenzen und tragen damit zur Entwicklung einer „schönen“ Kopfform bei. Ein Tragetuch oder eine Babytrage sind dafür - bei Spaziergängen oder auch in der Wohnung - optimal geeignet.

Spezielle Kopfkissen helfen ebenfalls, Kopfverformungen zu vermeiden.

Man sollte das Baby einfach nicht mehr auf den Rücken legen? Bloß nicht! Die Rückenlage ist im ersten Lebensjahr unverzichtbar. Sie vermindert das Risiko des Plötzlichen Kindstods erheblich. Nachts sollten Babys immer auf dem Rücken liegen. Wechsele tagsüber regelmäßig die Liegeposition deines Babys. Lege dein Baby mal auf den Rücken, mal auf die rechte, mal auf die linke Seite. Lege dein Kind in aktiven Zeiten auf den Bauch.

Dadurch wird der Hinterkopf entlastet. Gleichzeitig trainiert dein Schatz seine Nacken- und Rückenmuskeln. Für Babys ist die Bauchlage allerdings sehr anstrengend. Zu Beginn reichen wenige Minuten aus - dafür ruhig mehrmals am Tag. Trage dein Kind häufig. Regelmäßiges Tragen hilft, einseitige Liegepositionen zu begrenzen. Verändere beim Füttern die Lage. Achte darauf, dass du dein Baby mal von rechts, mal von links fütterst. Wenn du stillst, machst du das automatisch, da beide Brüste entleert werden müssen.

Stelle das Bettchen zwischendurch um. Manche Babys reagieren auf Licht und wollen immer zum Fenster schauen. Wenn du das Bett gelegentlich umstellst oder dein Kind zwischendurch mit dem Kopf in Richtung Fußende legst, variiert der Lichteinfall. Dein Baby wird dem Licht „folgen“.

Sprich dein Baby abwechselnd von beiden Seiten an. Dann neigt es sein Köpfchen jeweils in die Richtung, aus der deine Stimme erklingt. Lehne den Rü­cken deines liegenden Babys ge­gen ein zu­sam­men­ge­roll­tes Hand­tuch. So entsteht ein Win­kel von etwa 30 Grad. Dadurch legt dein Kind den Kopf au­to­ma­tisch zur Sei­te. Wenn du die Seiten variierst, dreht dein Baby das Köpfchen mal nach rechts, mal nach links. Dadurch verhinderst du, dass permanent Druck auf dieselbe Stelle ausgeübt wird.

Wichtig: Platziere auch vor dem Bauch deines Babys eine Handtuchrolle, damit es nicht auf den Bauch rollen kann. Es gibt auch spezielle Seitenlagerungskissen*. Diese Keilkissen haben einen Wegrollschutz integriert. Handtuchrollen haben in den ersten Wochen aber den gleichen Effekt.

Vermeide eine län­ge­re La­ge­rung im Au­to­sit­z oder in Ba­by­scha­len und Ba­by­wip­pen.

Probiere spezielle Kopfkissen aus, die Kopfverformungen vermeiden. Bei solchen Kissen ruht der Kopf des auf dem Rücken liegenden Kindes in einer gestützten Mulde. Er liegt nicht direkt auf der Matratze auf. Dadurch verringert sich der Druck auf das weiche Hinterköpfchen.

Wichtig: Solche Kissen sollten nur tagsüber angewendet werden und nur, solange sich dein Baby noch nicht auf die Seite oder den Bauch drehen kann.

Behandlung eines flachen Hinterkopfes

Die Verformung bleibt trotz Lageveränderungen zu Hause und Physio­­therapie? Dann wird bei starker Ausprägung auch das Anpassen einer Helmorthese in Betracht gezogen. "Dabei wird ein Helm hergestellt, der dem kindlichen Kopf an den flachen Stellen Platz zum Wachsen lässt", erklärt Schweitzer.

"Er übt also keinen Druck aus, sondern bietet Freiräume und wird alle paar Wochen neu geschliffen, bis sich der Hinterkopf harmonisiert hat." Die tägliche Tragedauer liegt bei 23 Stunden, nach vier bis sechs Monaten ist die Behandlung abgeschlossen, die Erfolgsquote beträgt über 90 Prozent.

Viele Ausprägungen des flachen Schädels brauchen allerdings keine Behandlung, sie verwachsen, wenn das Kind mobiler wird. In diesem Fall sind Krankenkassen nicht verpflichtet, die Kosten einer Helmtherapie zu übernehmen, da lagebedingte Schädelasymmetrien keinen Krankheitswert haben. Anders bei sehr auffälligen Verformungen. Hier wird der Arzt genauere Untersuchungen anordnen, etwa einen Ultraschall.

Wurde bei der ärztlichen Untersuchung der lagebedingte Plagiocephalus festgestellt, kann die richtige Behandlung helfen. Ziel jeder Behandlung ist, dass das Köpfchen nicht auf der ohnehin abgeflachten Stelle liegt. Bei sehr ausgeprägten Deformitäten oder wenn das Kind aufgrund einer Entwicklungsstörung in einer Zwangshaltung liegt, kommt eventuell eine Therapie mit einer sogenannten Helmorthese in Frage.

Da die Schädelform jedoch keinerlei Krankheitswert besitzt, besteht eine medizinische Indikation nur bei hartnäckigen Ausnahmefällen.

Bei fehlender Besserung und nur in Fällen ausgeprägter Verformung wird in seltenen Fällen eine Helmtherapie angewendet.

In seltenen und schweren Fällen helfen Helme, um zu versuchen, den Kopf in Form zu bringen.

Physiotherapie und Osteopathie. Seitliche Deformationen entstehen oft dadurch, dass das Kind eine Lieblingsseite entwickelt hat, auf die es sein Köpfchen besonders gern dreht.

Hat sich der Kopf des Ba­bys erst ein­mal asym­me­trisch ver­formt, rollt er aus rein phy­si­ka­li­schen Grün­den im­mer wie­der auf die ab­ge­flach­te Sei­te. Da­durch kann sich die Na­cken­mus­ku­la­tur ein­sei­tig ver­kürzen oder es kann zu Verspannungen und Halswirbelblockaden kommen. Mit Physiotherapie und Osteopathie lassen sich gute Erfolge erzielen.

Physiotherapeuten und Osteopathen, die auf Babys spezialisiert sind, können Verspannungen und Blockaden oft wirksam lösen.

Manuelle Therapien werden angewendet, wenn Ihr Baby unter Muskelverspannungen oder Halswirbelblockaden leidet, die dazu führen, dass es seinen Kopf nicht richtig drehen kann und sich nur in bestimmten Liegepositionen richtig wohlfühlt. Osteopathie ist eine besonders schonende Methode, um solche Verspannungen und Blockaden sanft zu lösen. Sie beruht auf dem Gedanken, dass alle Organe, Strukturen und Gewebe des Körpers eine Einheit bilden, die in ständiger Bewegung ist, im Idealfall läuft diese Bewegung harmonisch ab.

Im Normalfall nimmt der Kopf eines Babys wieder eine rundliche Form an, wenn das Kind wächst und mobiler wird. Bis dahin kannst du der Deformation mit oben genannten Maßnahmen entgegenwirken.

Du solltest dennoch eine Ärztin aufsuchen, wenn du eine Verformung entdeckt hast. Es ist immer besser, die Kinderärztin wirft einen Blick darauf. Sie kann dein Baby untersuchen und abwägen, ob eine Behandlung notwendig ist.

In besonders schweren Fällen kann der Einsatz eines Helmes notwendig sein. Dann wird deinem Kind eine Helmorthese angepasst. Der Helm lässt dem kindlichen Kopf an den flachen Stellen Platz zum Wachsen. Er übt keinen Druck aus. Das Baby muss den Helm 23 Stunden am Tag tragen. Alle paar Wochen wird der Helm wieder neu angepasst. Nach vier bis sechs Monaten ist die Behandlung meist abgeschlossen.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

Aspekt Beschreibung
Ursachen Lagerung, intrauterine Lage, Muskelverspannungen, vorzeitiger Schädelnahtverschluss
Vorbeugung Lagerungswechsel, Bauchlage unter Aufsicht, Tragen, wechselseitiges Füttern, Bettposition verändern
Behandlung Physiotherapie, Osteopathie, Helmtherapie (in schweren Fällen)
Wichtig Frühzeitige Beratung und Untersuchung durch Kinderarzt

Physiotherapie-Tipps: Kopfasymmetrie bei Babys behandeln – So lagert ihr richtig!

tags: #flacher #hinterkopf #ursachen

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen