Für uns gehört die regelmäßige Haarwäsche zum Alltag dazu. Kaum jemand macht sich Gedanken darüber, dass es einmal Zeiten gab, in denen man nicht einfach zur Shampooflasche greifen und die Haare waschen konnte.
Vor 150 Jahren, bevor es Shampoos in den Drogerien in ganzen Regalreihen gab, behalfen sich die Menschen mit Hausmitteln wie Milch oder Bier zur Pflege, aber das Ergebnis war nicht annähernd so gut, wie es ein heutiges Shampoo ermöglicht.
In diesem Artikel begeben wir uns auf eine Reise in die Vergangenheit, um die Ursprünge des Shampoos zu erkunden und die Pioniere kennenzulernen, die die Haarpflege, wie wir sie heute kennen, revolutioniert haben.
Vor 150 Jahren: Haare waschen mit Kernseife. Statt Shampoo kam vor ungefähr 150 Jahren noch Kernseife für die Haarwäsche zum Einsatz. Die Haare wurden zwar von Fett und Schmutz befreit, doch lagerten sich auf Dauer Kalkablagerungen im Haar ab, die es matt und strähnig aussehen ließen. Um dem entgegenzuwirken, wurden die Haare nach der Wäsche mit Essig, Zitrone oder sogar Benzin gespült.
Diese Prozedur war aufwendig und teuer und hatte trotzdem nicht immer den gewünschten Erfolg. Deshalb wurden noch bis weit in unser Jahrhundert hinein Benzin, Kamille, Zitrone oder Essig benutzt, pur oder als Zusatz.
Anfang des 20. Jahrhunderts änderte sich das jedoch und das erste Haarwaschmittel kam auf den Markt. Diese Erfindung machte nicht nur das Leben der Menschen einfacher, es ermöglichte auch neue Frisurentrends, die ohne locker fallendes, geschmeidiges und gepflegtes Haar gar nicht möglich gewesen wären.
Es dauerte nicht lange, bis ein Geschäftsmann namens Kasey Hebert auf die geniale Idee kam, die duftenden Elixiere mit ihren wundersamen Heilkräften in Flaschen abzufüllen und unter die Leute zu bringen - Shampoo.
Ein gebürtiger Inder soll das erste Shampoo erfunden haben. Sake Dean Mahomed emigrierte 1786 nach Irland und ging später (1814) über London nach Brighton an der englischen Kanalküste. Gemeinsam mit seiner irischen Frau Jane eröffnete er dort das erste „shampooing vapour masseur bath“, das in etwa einem Türkischen Bad vergleichbar gewesen sein dürfte.
Brighton war damals Treffpunkt von Aristokratie und Großbürgertum und das Geschäft wurde rasch ein Erfolg. Sake Dean Mahomed selbst wurde als „Dr. Brighton“ bekannt.
Der Begriff Shampoo hat seine Wurzeln vermutlich im Hindi, einer Sprache, die verbreitet in Nord- und Zentralindien gesprochen wird. Im Hindi gibt es das Wort chhampo, das „knete“ bedeutet. Im Englischen wurde daraus „to shampoo“: „Haare (mit Shampoo) einschäumen, waschen“.
Und weil das Wort so griffig ist, sagt auch hierzulande niemand „flüssiges Haarwaschmittel“ dazu. Der Duden lässt neben der gängigen Schreibweise auch die Variante „Shampoon“ sowie die eindeutschenden Wörter „Schampon“ und „Schampun“ zu.
Erst 1898 nahm sich der Berliner Drogist Hans Schwarzkopf in seiner kleinen "Drogerie- und Parfümeriehandlung" der leidigen Sache an. Systematisch begann er kosmetische Artikel speziell für das Kopfhaar zu entwickeln.
Im Jahr 1898 eröffnete der studierte Chemiker Hans Schwarzkopf eine Drogerie mit Parfümabteilung in Berlin und legte damit den Grundstein für die heutige Haarpflege. Um seinen Kunden ein besseres Haarwaschmittel anbieten zu können, begann er mit der Entwicklung von verschiedenen Produkten zur Haarwäsche. Seine ersten Entwicklungsversuche basierten unter anderem auf den Inhaltsstoffen Seifenspiritus, Ammoniak, Pottasche oder Borax. Um den Duft angenehmer zu gestalten, mischte er zudem verschiedene Duftöle dazu.
Der Pionier brauchte fünf Jahre, bis es 1903 endlich soweit war, daß er das erste "schonende" Pulver-Haarwaschmittel auf den Markt bringen konnte. Das Tütchen kostete seinerzeit 20 Pfennige und reichte für mehrere Waschungen.
1904 brachte Schwarzkopf ein Shampoo in Pulverform auf den Markt, welches als Haarwaschmittel zu benutzen war, erhältlich in Deutschland. Es kostet 20 Pfennige pro Tüte, wird in Wasser aufgelöst und ist im Handumdrehen wesentlich beliebter als die damals erhältlichen Haarwaschseifen.
Mit 20 Pfennig pro Tütchen war es für die Kundinnen erschwinglich und das Pulver erfreute sich bald großer Beliebtheit. Das Shampoo, auf dessen Verpackung ein schwarzer Kopf abgebildet war, entwickelte sich in Deutschland zum ersten Markenartikel im Bereich Haarkosmetik.
Im Jahre 1927 fertigte Schwarzkopf dann das erste flüssige Haarwaschmittel an.
Schwarzkopf im Jahr 1927 eine weitere bedeutende Produktinnovation entwickelt: das erste flüssige Shampoo.
Sechs Jahre später, im Jahr 1933, folgte eine Weiterentwicklung des flüssigen Shampoos. Schwarzkopf brachte weltweit erstmals ein Haarwaschmittel auf den Markt, das seifen- beziehungsweise alkalifrei war und eine noch schonende Haarwäsche ermöglichte. Das seifenfreie Haarwaschmittel ist der Vorläufer der modernen Shampoos, wie wir sie heute kennen.
Schwarzkopf brachte das „Schauma Creme-Schaumpon“ in einer Tube auf den deutschen Markt.
Im Jahre 1932 gab es dann Alkylsulfate zu kaufen - ihr Alkalischer Wert war niedriger und weniger härteempfindlich als bei Seifen.
Bis 1933 benutze man zur Reinigung der Haare nur Seife, welche aber wegen dem alkalischen pH-Wertes für die Kopf-, sowie auch Augenschleimhaut schlecht verträglich war. Außerdem bildet Seife mit den Calciumionen des Wassers eine Kalkseife die dafür sorgt, dass nach dem Waschen das Haar stumpf und glanzlos ist. Somit wurde nach dem Haarwaschen mit Seife stets eine weitere Prozedur angewandt - eine zweite Spülung aus versetzter Essig- und Zitronensäure.
Haarwaschmittel waren bis in die 60er Jahre in Form von weißem Pulver in Tuben und Papiertäschchen erhältlich.
Heute gehört Schwarzkopf zu Henkel - und ist eine der international erfolgreichsten Marken. Die Innovationen in den Bereichen Haarpflege, Haarstyling und Colorationen sind wegweisend.
Die Gründer Hans und Martha Schwarzkopf werden bis heute als Pionier:innen der Haarkosmetik gefeiert.
Auch wenn das Puder-Shampoo die Haarpflege deutlich verbesserte, ruhte sich der Erfinder Hans Schwarzkopf nicht auf seinem Erfolg aus und entwickelte weitere Sorten.
Im Jahr 1908 gibt es bereits die Sorten Ei, Teer und Kamille.
Shampoon wurde 1919 in Schaumpon umbenannt.
1974 die Schwarzkopf-Methode ein. um die Dauerwelle besteht aus Beratung, Technologie und Training.
In Zusammenarbeit mit renommierten Persönlichkeiten wie der Fotografin Ellen von Unwerth (2011) oder dem Modedesigner Karl Lagerfeld (2014) werden aktuelle Trends und der Zeitgeist in glamouröse und moderne Haarstyles übersetzt.
Heute ist Schwarzkopf führend im Bereich Coloration, Haarpflege und Styling und die führende Marke in Deutschland im Bereich Consumer Brands. Schwarzkopf Professional ist ebenfalls erfolgreich in der professionellen Friseurbranche tätig. Das Unternehmen widmet sich seit jeher mit Hingabe der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen, um den individuellen Bedürfnissen der Konsument:innen gerecht zu werden und ihnen dabei zu helfen, die einzigartige Schönheit ihrer Haare zu entdecken und zu entfalten.
Schwarzkopf ist seit Jahren auch in Sachen Trendexpertise führend. Seit 2007 präsentiert Schwarzkopf die von Hairstylist und Fotograf Armin Morbach entwickelten Schwarzkopf Looks.
Auch im Jubiläumsjahr 2023 bleibt Schwarzkopf seiner Rolle als Vorreiter in der Haarkosmetik treu.
Alles beginnt vor 120 Jahren mit einer kleinen Drogerie in Berlin: Hans Schwarzkopf erfindet die ersten bahnbrechenden Haarpflegeprodukte, die schon bald weltweit gefragt sind.
Das ikonische Shampoo in Pulverform erfand Hans Schwarzkopf vor über 120 Jahren.
Mit der Limited Edition Shampoon 1898 feiert Schwarzkopf ein ikonisches Produkt, das den Grundstein für einen Namen legte, der für Qualität, Verlässlichkeit, Kompetenz und Innovationen steht und heute weltweit zu einem der Pioniere im Bereich Haarkosmetik gehört.
Den 100. Armin Morbach entwickelt die neuen Schwarzkopf Looks. Der Haarprofi übersetzt angesagte Trends in tragbare Haarstylings, die glamourös und modern zugleich sind.
Schwarzkopf ist Innovationstreiber par excellence: Anlässlich ihres 120sten Geburtstags feiert die Marke mit der #createyourstyle Kampagne die individuelle Schönheit - fernab von Schönheitsidealen oder Beauty-Hypes. Vielfalt, Authentizität und Selbstbewusstsein stehen im Mittelpunkt. Das mitunter Wichtigste: Styling soll Spaß machen.
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