Fast jeder war schon einmal von Kopfschuppen betroffen. Verstärkte Schuppenbildung auf dem Kopf ist meist nur ein vorübergehendes, kosmetisches Problem, das du mit ein paar Tipps in den Griff bekommen kannst. Schuppen sind ein sehr häufiges Kopfhautproblem, etwa 50% der Erwachsenen sind davon betroffen. Der Leidensdruck ist besonders hoch, da die Betroffenen das Problem nicht kaschieren können.
Noch immer werden die weißen Flocken von vielen als ein Zeichen mangelnder Körperhygiene betrachtet. Schuppen im Haar sind für viele Menschen eine große Belastung. Die Bildung von Schuppen hängt mit der Physiologie der Haut zusammen: Ununterbrochen erneuert sich die Haut und stößt jeden Tag mehrere Milliarden Hornzellen ab. In den unteren Hautschichten entstehen zeitgleich neue Zellen, die innerhalb von etwa 30 Tagen die Oberfläche erreichen. Lösen sich die Hautzellen jedoch nicht einzeln, sondern kleben viele Zellen aneinander, werden sie als Schuppen wahrgenommen.
Schuppen sind ein sehr häufiges Kopfhautproblem. Sie kommen in zwei Arten vor.
Grob zu unterscheiden sind 2 Arten von Schuppen: trockene Schuppen (seltener) und fettige Schuppen (häufiger).
Trockene Schuppen sind häufig Folge einer trockenen Kopfhaut, bedingt durch falsche Haarpflege oder trockene Heizungsluft. Am häufigsten sind trockene Schuppen, die weiß sind und fein auf die Schultern herunterrieseln. Bei trockenen Schuppen sollte darauf geachtet werden, die Kopfhaut nicht noch zusätzlich auszutrocknen. Bei trockenen Schuppen neigt die Kopfhaut zu teils starker Trockenheit. Neben eventuellem Juckreiz können sich auch Rötungen zeigen.
Fettige Schuppen treten dagegen häufig zusammen mit einer Seborrhö auf, also einer übermäßigen Talgproduktion der Kopfhaut. Fettige Schuppen oder seborrhoische Dermatitis treten in Form von öligen und gelblichen Flocken oder Ablagerungen in Erscheinung, die sich auf der Kopfhaut bilden und am Kopf und an den Haaren kleben bleiben. Fettige Schuppen erkennen Sie an ihrer gelblichen Farbe; sie sind größer, klebriger und bleiben tendenziell im Haar oder auf der Kopfhaut haften. Bei fettigen Schuppen fühlt sich auch die Kopfhaut ölig an. Die Kopfhaut fühlt sich ölig an, sehr oft wirken auch die Haare fettig.
Hier eine Übersicht der Hauptunterschiede:
| Merkmal | Trockene Schuppen | Fettige Schuppen |
|---|---|---|
| Farbe | Weiß | Gelblich |
| Aussehen | Fein, rieselt leicht | Größer, klebrig |
| Kopfhaut | Trocken | Ölig |
| Ursache | Trockene Kopfhaut, falsche Pflege | Übermäßige Talgproduktion |
Es ist wichtig, die Art der Schuppen zu bestimmen, da fettige Schuppen müssen auf eine andere Art und Weise behandelt werden als trockene Schuppen.
Schuppen entstehen, wenn sich die Hornhautzellen der Kopfhaut zu schnell erneuern und die Kittsubstanz zwischen diesen Zellen nicht rasch genug abgebaut wird. Die Zellen hängen weiter zusammen und lösen sich in größeren Verbänden gemeinsam von der Kopfhaut ab. Der auch als Hyperproliferation bezeichnete Prozess wird von einem Hefepilz namens Malassezia globosa ausgelöst, einem Mikroorganismus der Hautflora, der sich von den natürlicherweise auf der Kopfhaut vorkommenden Lipiden oder Ölen ernährt.
Wissenschaftler*innen vermuten, dass die übermäßige Talgproduktion das Wachstum von Hefepilzen auf der Kopfhaut begünstigt. Ihre Stoffwechselprodukte reizen die Kopfhaut, was die Bildung neuer Hautzellen beschleunigt und so zu einer vermehrten Schuppenbildung führt. Gleichzeitig entstehen kleinste Mikroentzündungen, die sich durch Juckreiz oder kleine rote Stellen nach dem Kämmen bemerkbar machen.
Fettige Schuppen entstehen dann, wenn die Kopfhaut übermäßig viel Talg produziert. Das fettige Milieu bietet den perfekten Nährboden für die Ausbreitung von Bakterien und Pilzen - allen voran der Hefepilz Malassezia furfur. Dieser verstärkt unter anderem die Entstehung von fettigen Schuppen. Durch den Hefepliz Pityrosporum ovale können sich fettige Schuppen weiter verschlimmern.
Die UV-Strahlung der Sonne ist eine der Hauptursachen für oxidativen Stress und vorzeitige Hautalterung.(7) Wird die Kopfhaut nicht vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, kommt es zudem schnell zu einem Sonnenbrand. Dieser äußert sich durch Rötungen, Trockenheit, Juckreiz und Schuppenbildung. Neigt die Kopfhaut generell zu Trockenheit, kann ein Sonnenbrand die Haut zusätzlich austrocknen und die Anzeichen von Schuppen verstärken.
Die genannten Prozesse können von verschiedenen Faktoren ausgelöst werden, wie z. B. Hormonelle Schwankungen (B. Äußere Einflüsse, z.B.
Nicht nur falsche Pflege kann ein Auslöser für Schuppen sein. Auch Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Pilzinfektionen oder Neurodermitis können das Problem sein.
Manchmal jedoch sind die schuppigen Veränderungen an der Kopfhaut erste Anzeichen für ernste Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis.
Wenn während der Schwangerschaft Schuppen auftreten, ist dies in der Regel auf hormonelle Veränderungen zurückzuführen, die der Körper in dieser Zeit durchläuft.
Zunächst sollten Sie sicherstellen, dass Sie Ihre Kopfhaut richtig pflegen. Aggressive Shampoos, Haartönungen oder heiße Föhnluft reizen diese unnötig. Zu heißes Wasser stresst die Kopfhaut und reinigt sie nicht besser. Schalten Sie also lieber ein paar Grad herunter beim Waschen - und beim Föhnen sowieso. Auch zusätzliche mechanische Reize durch spitze Kammzinken oder harte Borsten sollten tabu sein. Denn das Kratzen kann eventuelle Entzündungen noch verstärken und die Schuppenbildung anheizen.
Wasche deine Haare möglichst mit lauwarmem Wasser. Heißes Wasser kann die Kopfhaut zusätzlich beanspruchen und so die Anzeichen von Schuppen verstärken. Lasse deine Haare anschließend nach Möglichkeit lufttrocknen, denn heißes Föhnen kann die Kopfhaut zu sehr irritieren. Wenn du deine Haare föhnen möchtest, verwende eine niedrige Temperaturstufe und halte ausreichend Abstand zur Kopfhaut. Eine Warmluftbürste stellt eine schonende Alternative für das Formen der Haare dar.
Auch die Wahl von Kamm und Haarbürste spielen eine Rolle für die Milderung von Schuppen. Vermeide spitze Kämme und Borsten, um die Kopfhaut nicht zusätzlich zu beanspruchen. Für eine ausgeglichene Kopfhaut sind Wildschweinborstenbürsten besonders zu empfehlen. Die Borsten sind in der Lage, Talg von der Kopfhaut aufzunehmen und gleichmäßig in den Haarlängen zu verteilen. So erhalten die Haare einen schönen und gesund aussehenden Glanz.
Auch Stress kann die Entstehung von Schuppen begünstigen. Eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise sorgen dafür, dass Kopfhaut und Haar gesund bleiben.
Freie Luft und Sonne tun schuppender Kopfhaut gut. Vermeiden Sie es also, zu häufig Mützen oder Hüte zu tragen, die schlecht "atmen". Denn darunter entsteht ein feucht-warmes Klima mit einer leicht auf-gequollenen oberen Hautschicht, auf der Hefepilze leichtes Spiel haben. Übrigens: Fettige Schuppen gedeihen eher im Sommer, weil dann sowohl die Luft- als auch die Hautfeuchtigkeit höher sind.
Bei trockenen Schuppen ist ratsam, die Haare möglichst selten zu waschen und auf ein milderes Shampoo umzusteigen, das die Kopfhaut weniger reizt und entfettet. Ein spezielles Anti-Schuppen-Shampoo mit fungiziden Wirkstoffen muss nicht sein, denn Hefe-Pilze spielen bei den Problemen dieses Schuppentyps allenfalls eine untergeordnete Rolle. Auch eine warme Olivenöl-Packung ist einen Versuch wert: Dafür ein paar Tropfen Öl mit einer Pipette auf die Kopfhaut träufeln und möglichst über Nacht einwirken lassen.
Gönne deiner Kopfhaut eine kleine Olivenöl-Kur. Hierfür vor dem Schlafen einige Tropfen Olivenöl mit der Pipette auf die Kopfhaut geben und über Nacht einwirken lassen.
Ein natürliches Mandelöl beispielsweise ist ein echter Nährstoff-Booster und versorgt Haut und Haaransatz mit Feuchtigkeit. Auch Olivenöl oder Kokosöl haben eine ähnlich positive Wirkung. Auch eine Kopfhautmaske bewirkt als echtes Hausmittel gegen trockene Kopfhaut und Schuppen wahre Wunder.
Sollten Deine Schuppen auf eine Neurodermitis oder Schuppenflechte zurückzuführen sein, empfehlen wir Dir zusätzlich zu den oben genannten Tipps für trockene Kopfhaut ein besonders mildes Shampoo oder Waschgel zu wählen, das speziell auf die Bedürfnisse von sensibler Kopfhaut abgestimmt ist.
Die Luftfeuchte in Innenräumen kann man mit einem einfachen Hygrometer messen. Sie sollte bei 40-60 % liegen. Ist sie zu niedrig, können Sie der Luftfeuchte nachhelfen, etwa mit einem passenden Luftbefeuchter oder einem feuchten Handtuch auf der Heizung. Zur richtigen Haarpflege beät Sie gerne Ihre Apotheke.
Bei fettigen Schuppen sollte darauf geachtet werden, den überschüssigen Talg von der Kopfhaut zu entfernen und den Hefepilz zu bekämpfen. Der Umstieg auf ein Anti-Schuppen-Shampoo ist hier die richtige Maßnahme. Diese Produkte enthalten meist Anti-Pilzmittel, sogenannte Antimykotika. Naturkosmetik-Shampoos setzen auf pflanzliche Inhaltsstoffe wie Wacholder- oder Teebaumöl, denen ebenfalls eine antimikrobielle Wirkung nachgesagt wird. Wichtig ist, die Schuppenshampoos wirklich gründlich in die Kopfhaut einzumassieren, damit die Inhaltsstoffe wirken können.
Hier eignen sich zur Behandlung antimykotische Shampoos oder Lösungen, etwa mit Ketoconazol, die das Pilzwachstum hemmen und in der Regel 2 bis 3 mal pro Woche angewendet werden. Zusätzlich helfen entfettende Shampoos und Produkte mit Selendisulfid.
Bei einem Pilzbefall können Antimykotika, wie Ketocozanol bei Terzolin®, fettige Schuppen bekämpfen.
Eine sinnvolle Begleitpflege ist das ELUTION Shampoo, das die Kopfhaut beruhigt und Feuchtigkeit spendet. Es wirkt ausgleichend und trägt dazu bei, die Wirkung von Anti-Schuppen-Behandlungen zu verlängern. Zudem kann es auch über die Akuttherapie hinaus verwendet werden, um das Wiederauftreten von Schuppen zu verringern und die Kopfhaut langfristig gesund zu halten.
Wir haben hilfreiche Tipps für dich zusammengestellt, die sich unkompliziert in deinen Alltag integrieren lassen. Da die Kopfhaut bei vermehrter Schuppenbildung zu Irritationen neigt, ist die richtige Pflege besonders wichtig. So bildet sie die Grundlage für eine ausgeglichene Kopfhaut mit normaler Schuppenbildung. Dafür musst du zuerst bestimmen, ob du trockene oder fettige Schuppen hast. Wähle daher nur für deine Kopfhaut passende Anti-Schuppen-Shampoos.
Bleiben die Schuppen auf der Kopfhaut, fördern sie die Produktion von noch mehr Schuppen. Verzichte auf die tägliche Haarwäsche. Mische in dein normales Shampoo pro Haarwäsche einen Tropfen Teebaumölkonzentrat und trage das Shampoo danach wie gewohnt auf.
Wenn du zu Schuppen neigst, kannst du ganz einfach dein eigenes, pflegendes Haarwasser aus Brennnesseln herstellen. Nimm hierfür mit Handschuhen circa 50 Gramm gesäuberte und klein geschnittene Blätter und Wurzeln und gib diese in 500 Milliliter Apfelessig. Alles für drei Wochen an einem sonnigen Plätzchen stehen lassen und anschließend in eine dunkle Flaschen abgießen. Verdünne die Mischung für die Anwendung im Verhältnis eins zu fünf mit Wasser, massiere die Flüssigkeit in die Kopfhaut ein und lass alles anschließend für etwa 30 Minuten einwirken. Wer keine Probleme mit besonders empfindlicher Kopfhaut hat, der kann das Haarwasser auch unverdünnt auftragen und es kürzer einwirken lassen.
Allerdings ist auch klar: Anti-Pilzmittel wirken nur so lange, wie sie auch regelmäßig angewendet werden, denn an den eigentlichen Ursachen für die Schuppen ändern sie wenig. Fettige Kopfhaut ist nämlich meist genetisch oder hormonell bedingt. Deshalb sollten Sie ein Schuppenshampoo nach dem Abklingen der Probleme nicht komplett absetzen, sondern noch etwa ein Mal pro Woche weiter verwenden und dazwischen mit einem normalen Shampoo waschen.
Bei besonders hartnäckigen Anzeichen von Schuppen kannst du auf spezielle apothekenpflichtige Wirkstoffe zurückgreifen - wie z. B. Selen-Disulfide. Selen-Disulfide (auch: Selensulfide) können zu einer Verringerung von Haarschuppen innerhalb von drei bis vier Wochen beitragen. Vichy setzt mit den DERCOS Anti-Schuppen-Shampoos bewusst auf Selen-Disulfide. Dank ihrer Wirkungsweise können die Schuppen-Shampoos bei adhärenten (anhaftenden) und nicht-adhärenten (nicht-anhaftenden) Schuppen sowie bei einem ganzflächigen Schuppenbefall angewendet werden. Die Anti-Schuppen-Shampoos sind speziell für trockene und fettige Schuppen entwickelt worden und entfernen Kopfschuppen bereits ab der ersten Anwendung.
Das Shampoo reduziert Schuppen sowie fettige Kopfhaut um bis zu 97 %.***
*Interne Anwenderstudie mit 62 Proband:innen mit seborrhoischer Dermatitis an der Kopfhaut. 3 Anwendungen pro Woche im Zeitraum von 2 Wochen, anschließend in der Erhaltungsphase 1 Anwendung pro Woche über 8 Wochen. **Gemäß OECD-Norm 301B. ***Interne Anwenderstudie an 31 Proband:innen mit fettiger und schuppiger Kopfhaut.
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