Schuppen in der Pubertät: Ursachen und Lösungen

Schuppen sind ein häufiges Problem, das viele Menschen betrifft, besonders in der Pubertät. Sie sind meist harmlos, können aber lästig sein und das Selbstbewusstsein beeinträchtigen. Glücklicherweise gibt es viele Möglichkeiten, Schuppen zu behandeln und vorzubeugen.

Jeder zweite Mensch hat schon einmal Schuppen gehabt. Entgegen der Annahme sind Männer und Frauen gleich oft betroffen. Die Ursache liegt meist in Problemen mit der Kopfhaut. Schuppen sind selten ein Zeichen einer Krankheit, sondern eher ein lokales, kosmetisches Problem, das man jedoch gerne schnell loswerden möchte.

Schuppen & juckende Kopfhaut: Lösung gesucht | Was können Shampoo, Waschen, Ernährung & Hausmittel?

Wie entstehen Schuppen?

Die Bildung von Schuppen ist ein normaler Prozess, da sich die Haut ständig erneuert, auch die Kopfhaut. Neue Hautzellen wandern innerhalb eines Monats aus tieferen Hautschichten an die Oberfläche, wo sie verhornen und abgestoßen werden. Dieser Vorgang ist normalerweise nicht sichtbar. Wenn dieser Prozess jedoch gestört ist, entstehen sichtbare Schuppen.

Allerdings sind Schuppen nicht gleich Schuppen. Es gibt verschiedene Arten von Schuppen, die unterschiedliche Ursachen haben können.

Trockene Schuppen

Trockene Schuppen sind meist kleiner und locker. Sie entstehen oft durch Austrocknung der Kopfhaut. Ursache ist meist eine trockene Kopfhaut, die zu wenig Talg produziert oder zu wenig Feuchtigkeit speichert. Die weiß-silbrigen, feinen Hautschüppchen rieseln dann regelrecht vom Kopf und landen gut sichtbar im Schulterbereich auf der Kleidung.

Häufige Ursachen für trockene Kopfhaut:

  • Häufiges Haarewaschen
  • Zu heißes Föhnen
  • Aggressive Pflege- und Stylingprodukte
  • Umwelteinflüsse wie Hitze, Kälte und trockene Heizungsluft

Fettige Schuppen

Fettige Schuppen entstehen meist durch eine übermäßige Talgproduktion der Kopfhaut. Vor allem junge Menschen leiden häufig an fettiger Kopfhaut, da sich in der Pubertät der Hormonspiegel verändert und der Körper vermehrt Talg produziert. Fettige Schuppen sind häufig etwas größer und haften als gelbliche Flocken an Kopfhaut und Haaren.

Ein bestimmter Hefepilz (Malassezia furfur) kann sich übermäßig vermehren. Dieser Pilz gehört zur natürlichen Hautflora, findet aber auf fettiger Kopfhaut einen guten Nährboden. Dadurch kann er sich ungehindert ausbreiten, was zu starkem Juckreiz führt. Die Neigung zu fettiger Kopfhaut ist genetisch bedingt.

Schuppen können trocken oder fettig sein, je nach Ursache.

Schuppen in der Pubertät

Besonders bei Jugendlichen sind fettige Schuppen keine Seltenheit. Die hormonelle Veränderung in der Pubertät und die dadurch gesteigerte Talgproduktion ist häufig der Auslöser. In der Regel können bei Jugendlichen ab 12 Jahren die Schuppen mit medizinischen Shampoos aus der Apotheke behandelt werden.

Was hilft gegen Schuppen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Schuppen zu behandeln. Dazu gehören:

Anti-Schuppen-Shampoos

Viele Betroffene greifen zu Anti-Schuppen-Shampoos. Ob teuer oder billig, die meisten wirken gut und pflegen das Haar. Je nach Produkt variieren die Inhaltsstoffe. Einige Hersteller setzen auf natürliche Wirkstoffe wie Weizenkeimöl, andere verwenden chemische Wirkstoffe wie Pirocton-Olamin und Zink-Pyrithion. Diese bekämpfen bestimmte Mikroorganismen auf der Kopfhaut, wie den Hefepilz Malassezia furfur. Bei starker Ausbreitung des Pilzes hilft ein Anti-Schuppen-Shampoo aus der Apotheke mit dem Wirkstoff Ketoconazol. Das Shampoo sollte über vier Wochen angewandt werden.

Tipps zur Anwendung von Anti-Schuppen-Shampoos:

  • Bei Produkten aus der Apotheke reichen bis zu zwei Anwendungen pro Woche.
  • Bei Besserung kann das Shampoo hin und wieder verwendet werden.
  • Eine dauerhafte Anwendung zur Vorbeugung ist nicht notwendig.

Hausmittel

Es gibt einige Hausmittel, die besonders bei trockener Kopfhaut die Schuppenbildung verringern sollen. Die Anwendung ist aber oft umständlich oder aufwändig. Zudem gibt es keine Nachweise, dass sie dauerhaft wirken, sondern meist nur Erfahrungswerte. Beliebt sind vor allem Oliven- oder Kokosöl, Aloe Vera, Apfelessig, Naturjoghurt und Backpulver.

Beliebte Hausmittel gegen Schuppen:

  • Aloe Vera: Spendet Feuchtigkeit und wirkt antibakteriell.
  • Olivenöl: Natürlicher Feuchtigkeitsspender bei trockener Kopfhaut, kann über Nacht einwirken und verleiht Haaren Glanz und Geschmeidigkeit.
  • Kokosöl: Natürlicher Feuchtigkeitsspender bei trockener Kopfhaut; kann wie eine Kur einmassiert und nach etwa 30 Minuten ausgewaschen werden. (Nachteil: Lässt Haare fettig wirken.)
  • Naturjoghurt: Wirkt beruhigend und feuchtigkeitsspendend; Joghurt wie eine Maske auf die Kopfhaut auftragen und nach zehn Minuten auswaschen.
  • Apfelessig: Als mit Wasser verdünnte Lösung aufgetragen, soll er die Talgdrüsen reinigen und den pH-Wert regulieren. (Nachteil: Der Säuregehalt des Essigs kann die Kopfhaut reizen oder weiter austrocknen.)
  • Backpulver: Als natürliches Peeling hilft es, vorhandene Hautschuppen zu lösen; soll entfettend und pilzhemmend wirken. Nach der Haarwäsche in die feuchte Kopfhaut einmassieren, kurz einwirken lassen und gründlich auswaschen.

Hautärzte empfehlen Hausmittel jedoch nicht unbedingt, da die Dosierung der Stoffe nicht standardisiert ist und die Kopfhaut je nach Menge und Anwendung weiter austrocknen oder die Schutzbarriere der Haut schädigen kann, was die Schuppenbildung verstärken kann.

Tipps für gesunde Kopfhaut und Haare

Hier sind einige allgemeine Tipps, die helfen können, Schuppen vorzubeugen und die Kopfhaut gesund zu halten:

  • Milde, wenig tensidhaltige Haarshampoos mit feuchtigkeitsspendenden oder rückfettenden sowie pflegenden oder beruhigenden Inhaltsstoffen verwenden.
  • Haare nicht öfter als nötig waschen.
  • Lauwarmes Wasser schont Haare und Kopfhaut.
  • Haare immer gründlich ausspülen, Rückstände von Pflegeprodukten können die Kopfhaut belasten.
  • Weiche Bürsten verwenden; spitze Borsten reizen die Kopfhaut.
  • Nicht zu heiß föhnen und ausreichend Abstand halten. Starke Hitze trocknet Kopfhaut und Haare aus.
  • Keine aggressiven, zum Beispiel alkoholhaltigen, Stylingprodukte verwenden.
  • Bei Schuppen die Kopfhaut nicht unter einem Hut oder Mütze verstecken.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn:

  • Weitere Beschwerden wie Juckreiz, Brennen oder Nässen auftreten.
  • Die Schuppenbildung länger als einen Monat besteht oder immer wiederkehrt.
  • Starker Juckreiz, Rötung oder Schwellung der Kopfhaut vorhanden sind.
  • Haarausfall auftritt.
  • Nässende oder verkrustete Stellen auf der Kopfhaut vorhanden sind.

In diesen Fällen können auch allergische Reaktionen, Infektionen, Ekzeme oder Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis Ursache für die Schuppen sein.

Schuppenart Ursachen Behandlung
Trockene Schuppen Trockene Kopfhaut, häufiges Waschen, aggressive Shampoos, trockene Luft Feuchtigkeitsspendende Shampoos, milde Pflegeprodukte, Vermeidung von Hitze
Fettige Schuppen Übermäßige Talgproduktion, hormonelle Veränderungen, Hefepilz (Malassezia furfur) Anti-Schuppen-Shampoos mit Antimykotika, talgregulierende Shampoos

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