Fettige Haare und juckende Kopfhaut: Ursachen und Behandlung

Viele Menschen leiden unter fettigen Haaren, die kurz nach dem Waschen bereits wieder glänzen und strähnig aussehen. Oftmals geht dies mit einer juckenden Kopfhaut einher, was die Lebensqualität beeinträchtigen kann. Um das Problem effektiv anzugehen, ist es wichtig, die Ursachen zu verstehen und die richtige Behandlung zu wählen.

Ursachen fettiger Haare

Um die Ursache für fettige Haare zu verstehen, muss man sich zunächst die Funktionsweise der Haut vor Augen führen: In der Haut befinden sich zahlreiche Drüsen, die Talg produzieren. Das ist ganz natürlich und für den Körper nützlich! Dieses Fett hält die Haut feucht und schützt sie. Sind die Talgdrüsen zu aktiv, setzt sich der Talg als Film an der Hautoberfläche ab. Im Gesicht bilden sich sichtbare fettige Flächen. Auf der Kopfhaut verteilt sich der Talg erst am Ansatz und später dann im ganzen Haar.

Die Talgproduktion der Kopfhaut wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst:

  • Hormonelle Veränderungen: Insbesondere während der Pubertät, Schwangerschaft oder durch Stress und Medikamente.
  • Genetische Veranlagung: Die Neigung zu fettiger Haut und Kopfhaut kann erblich bedingt sein.
  • Falsche Haarpflege: Zu häufiges Waschen, aggressive Shampoos oder Stylingprodukte können die Talgdrüsen zusätzlich anregen.
  • Ernährung: Eine unausgewogene Ernährung kann sich ebenfalls auf die Talgproduktion auswirken.

Zwar kann mangelnde Hygiene zu fettigen Haaren führen, viel öfter liegen aber folgende Ursachen zugrunde: Änderungen des Hormonspiegels (insbesondere während Pubertät und Schwangerschaft, aber auch durch Stress oder Medikamente), Genetische Veranlagung, Zu häufige Haarwäschen, strapazierendes Styling oder falsche Pflegeprodukte.

Ursachen juckender Kopfhaut

Eine juckende Kopfhaut kann verschiedene Ursachen haben. Häufig liegt eine Barrierestörung der Haut zugrunde, die die Schutzfunktion beeinträchtigt und das Eindringen von Erregern erleichtert. Kratzen verstärkt diesen Teufelskreis.

Die Liste der möglichen Ursachen für Juckreiz ist lang. Je nach Auslöser gibt es zudem unterschiedliche Therapiemöglichkeiten. Daher empfehlen wir Betroffenen, stets ärztlichen Rat aufzusuchen und krankheitsbedingte Ursachen (z. B. Psoriasis oder Neurodermitis) ausschließen zu lassen.

Neben den oben genannten können auch die folgenden Faktoren zu juckender Kopfhaut führen:

  • Hormonelle Veränderungen
  • Einnahme von Medikamenten
  • Parasitäre Besiedlungen (z. B. Kopfläuse)
  • Sonnenbrand
  • Mangelernährung

Weitere mögliche Ursachen sind:

  • Hauterkrankungen: Neurodermitis, Schuppenflechte oder seborrhoisches Ekzem.
  • Allergien: Reaktionen auf Inhaltsstoffe in Kosmetika, Pollen oder bestimmte Lebensmittel.
  • Jahreszeitliche Einflüsse: Hitze und UV-Strahlung im Sommer oder trockene Heizungsluft im Winter.
  • Stress: Psychische Belastung kann sich auch in Form von juckender Kopfhaut äußern.

Behandlung fettiger Haare

Die ultimative Lösung gegen fettige Haare: So wirst du es los! ❌💦

Um fettige Haare in den Griff zu bekommen, gibt es verschiedene Ansätze:

Haarpflege

  • Shampoos für fettiges Haar: Diese enthalten Inhaltsstoffe wie Extrakte aus Eukalyptus, Minze oder Rosmarin, die die Talgproduktion regulieren. Manche Shampoos enthalten zudem Tonerde, die das Fett absorbiert.
  • Richtige Anwendung: Massieren Sie das Shampoo am Ansatz gründlich ein, die Haarspitzen sollten Sie jedoch aussparen.
  • Seltenes Waschen: Waschen Sie die Haare nicht zu häufig, da dies die Talgdrüsen zusätzlich anregen kann.
  • Bürstenwahl: Verwenden Sie Bürsten mit groben, abgerundeten Borsten und reinigen Sie diese regelmäßig.

Hausmittel

Vor dem Griff zum medizinischen Shampoo können Sie sich an einer Reihe von natürlichen Hausmitteln ausprobieren. Beliebt ist Apfelessig, da er die Talgdrüsen reinigt. Schwarzer Tee, Kamillen- oder Brennnesseltee enthalten adstringierende Wirkstoffe. Dadurch ziehen sich die Talgdrüsen zusammen und die Talgroduktion wird für gewisse Zeit gehemmt. Viele Stoffe finden sich auch in abgewandelter Form in Anti-Fett-Shampoos wieder.

  • Apfelessig oder Zitronensaft: Verteilen Sie möglichst mehrmals pro Woche verdünnten Apfelessig oder Zitronensaft auf Haar und Kopfhaut. Nach kurzem Einwirken spülen Sie die Haare mit lauwarmem Wasser gründlich wieder aus.
  • Teespülungen: Spülen Sie die fettigen Haare nach der normalen Haarwäsche mit Kamillentee, Brennnesseltee oder schwarzem Tee. Gießen Sie dazu drei Teebeutel des Tees Ihrer Wahl mit einem halben Liter kochendem Wasser auf.
  • Heilerde: Eine regelmäßige Kur mit Heilerde kann bei fettigen Haaren ebenfalls helfen, die Talgproduktion der Kopfhaut zu normalisieren. Dazu die Heilerde (erhältlich in der Apotheke oder im gut sortierten Drogeriemarkt) mit lauwarmem Wasser zu einer dickflüssigen Masse verrühren.
  • Babypuder: Unabhängig von der Ursache Ihrer fettigen Haare können Sie Babypuder als Soforthilfe einsetzen. So funktioniert’s: Massieren Sie das Puder wie beim Haarewaschen in die Kopfhaut ein. Scheiteln Sie dazu Ihr Haar mehrmals an unterschiedlichen Stellen und tragen Sie kleine Mengen Puder auf den jeweiligen Scheitel auf. Haben Sie dunkle Haare? Dann tasten Sie sich unbedingt langsam an die richtige Menge Puder heran! Zu viel Puder erzeugt Schuppen-ähnliche Rückstände im Haar.

Weitere Tipps

  • Volumen: Je mehr Volumen Ihre Haare haben, desto weniger kommen sie mit der Kopfhaut in Berührung und desto weniger fetten sie letztendlich durch. Versuchen Sie deshalb, vom Ansatz her Volumen in Ihr Haar zu bringen. Nutzen Sie dazu beispielsweise Volumen-Haarspray oder Volumen-Festiger.
  • Ernährung: Achten Sie auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung.
  • Stressreduktion: Versuchen Sie, Stress abzubauen, da dieser die Talgproduktion beeinflussen kann.

Behandlung juckender Kopfhaut

Medizinische Anti-Juckreiz-Shampoos und -Pflegeprodukte aus der Apotheke beruhigen die Haut sofort und mindern den Juckreiz langanhaltend. Sie stärken die Hautbarriere und stimulieren den hauteigenen Regenerationsprozess der Haut.

Das passende Shampoo ist die Grundlage der Pflegeroutine bei juckender Kopfhaut. Berücksichtige dabei vor allem die Bedürfnisse der Kopfhaut. Wähle generell ein Shampoo für empfindliche Kopfhaut und stimme die Formel darüber hinaus auf trockene, fettige und/oder zu Schuppen neigende Kopfhaut ab. Das Shampoo sollte zudem beruhigende, juckreizmildernde Wirkstoffe enthalten.

Neben der Behandlung der Grunderkrankung kann ergänzend eine geeignete Basispflege verwendet werden.

Hausmittel

Deine Haarroutine gegen juckende Kopfhaut kannst du mit verschiedenen Hausmitteln ergänzen. Dabei solltest du jedoch zunächst vorsichtig testen, wie deine Kopfhaut auf das von dir ausgewählte Hausmittel reagiert. Ist deine Kopfhaut beispielsweise sehr empfindlich, kann es zu Irritationen kommen. Auch allergische Reaktionen können auftreten.

  • Olivenöl: Olivenöl ist reich an wichtigen Fettsäuren und hilft insbesondere bei trockener, juckender Kopfhaut. Es spendet viel Feuchtigkeit und mildert Juckreiz sowie Schuppen. Bei fettiger Kopfhaut kann die Anwendung ebenfalls sinnvoll sein, da es beruhigend und ausgleichend wirkt. Da Olivenöl die Öffnungen der Haarfollikel verstopfen kann, solltest du die Kopfhaut aufmerksam beobachten.
  • Kokosöl: Ähnlich wie Olivenöl schenkt auch Kokosöl trockener Kopfhaut Feuchtigkeit und wirkt Juckreiz entgegen. Es ist für ohnehin fettige Kopfhaut nur bedingt geeignet.
  • Apfelessig: Apfelessig gilt als wahres Multitalent in der Hautpflege und wird auch gerne für Haar und Kopfhaut verwendet. Jedoch muss auch hier auf den Zustand der Kopfhaut geachtet werden. Apfelessig soll Entzündungen und Juckreiz mildern, ist bei empfindlicher und trockener Kopfhaut allerdings oft zu scharf.
  • Aloe vera: Laut Überlieferungen galt Aloe vera schon zu Zeiten Kleopatras als besonders wohltuend für Haut und Haar. Die Aloe vera Pflanze kann große Mengen an Wasser in ihren Blättern speichern. Das hilft ihr einerseits durch Dürrperioden und macht sie andererseits zu einem beliebten Wirkstoff in Pflegeprodukten. Zur Anwendung kommt hierbei das Gel der Aloe vera, das Haut, Kopfhaut und Haaren wichtige Feuchtigkeit spendet.

Apfelessig gilt als antioxidativ und antimikrobiell (wirksam gegen Bakterien, Schimmel und Pilze) und wird als Hausmittel gegen Juckreiz und Ausschläge eingesetzt. Laut Empfehlung der National Psoriasis Foundation in Amerika, die sich für Menschen mit Schuppenflechte einsetzt, kann eine Lösung aus Wasser und Bioapfelessig im Verhältnis 1:1 auch gegen eine juckende Kopfhaut helfen. Wenden Sie die Mischung mehrmals pro Woche an und spülen Sie die Kopfhaut nach Auftragen der Lösung gründlich ab.

Weitere Tipps

  • Kein heißes Wasser: Vermeide das Haarewaschen mit heißem Wasser, damit die Kopfhaut nicht zusätzlich ausgetrocknet und gereizt wird.
  • Nicht kratzen: Versuche, das Kratzen zu vermeiden, um die Kopfhaut zu schonen. Wiederholtes Kratzen führt schnell zu kleinen Blessuren, die sich entzünden können.
  • Luftige Kopfbedeckungen: Hüte, Mützen, Kappen oder Tücher für den Kopf sollten aus atmungsaktiven Materialien bestehen. Hier eignen sich zum Beispiel weiche Baumwolle und Leinen. Meide hingegen Kopfbedeckungen aus Polyester.

Stress und Anspannung können die Kopfhaut negativ beeinflussen. Versuchen Sie, Stress abzubauen. Dabei können Meditation, Yoga oder Progressive Muskelentspannung helfen.

Schuppen

Schuppen sind ein sehr häufiges Kopfhautproblem, etwa 50% der Erwachsenen sind davon betroffen. Der Leidensdruck ist besonders hoch, da die Betroffenen das Problem nicht kaschieren können. Schuppen sind ein sehr häufiges Kopfhautproblem.

Sie kommen in zwei Arten vor:

  1. Fettige Schuppen oder seborrhoische Dermatitis treten in Form von öligen und gelblichen Flocken oder Ablagerungen in Erscheinung, die sich auf der Kopfhaut bilden und am Kopf und an den Haaren kleben bleiben.
  2. Von trockenen Schuppen spricht man, wenn sich trockene, weiße Hautschüppchen oder Ablagerungen auf der Kopfhaut bilden und vom Kopf und aus den Haaren herabrieseln.

Schuppen entstehen, wenn sich die Hornhautzellen der Kopfhaut zu schnell erneuern und die Kittsubstanz zwischen diesen Zellen nicht rasch genug abgebaut wird. Die Zellen hängen weiter zusammen und lösen sich in größeren Verbänden gemeinsam von der Kopfhaut ab. Der auch als Hyperproliferation bezeichnete Prozess wird von einem Hefepilz namens Malassezia globosa ausgelöst, einem Mikroorganismus der Hautflora, der sich von den natürlicherweise auf der Kopfhaut vorkommenden Lipiden oder Ölen ernährt.

Die genannten Prozesse können von verschiedenen Faktoren ausgelöst werden, wie z. Umweltfaktoren wie z. B.

Tabelle: Übersicht über Schuppenarten und Behandlung

Art der Schuppen Ursachen Behandlung
Trockene Schuppen Geringe Talgproduktion, aggressive Shampoos, häufiges Waschen, Klima, Hauterkrankungen Feuchtigkeitsspendende Shampoos, milde Reinigung, Dermatologische Shampoos mit Panthenol und Allantoin
Fettige Schuppen Erhöhte Talgproduktion, Hefepilzbesiedlung (Malassezia furfur), Hauterkrankungen Talgregulierende Shampoos, pilzhemmende Wirkstoffe, Shampoos mit Menthol

Wann zum Arzt?

Ärztliche Hilfe bei juckender Kopfhaut ist notwendig, wenn der Juckreiz Ihr tägliches Leben beeinträchtigt, länger anhält (über mehrere Tage bis Wochen) oder immer wieder auftritt und Sie die Beschwerden nicht selbständig beherrschen können. Abhängig von der jeweiligen Ursache wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie beraten oder eine Behandlung mit Ihnen besprechen.

Außerdem gut zu wissen: Auch Parasiten und viele andere Krankheiten können hinter den Symptomen stecken, zum Beispiel:

  • Schuppenflechte: Bei etwa der Hälfte der Menschen mit Plaque-Psoriasis greift die Schuppenflechte irgendwann auf die Kopfhaut über.
  • Neurodermitis: Das Ekzem, auch als atopische Dermatitis (AD) bezeichnet, kann an sämtlichen Körperstellen auftreten. Es äußert sich durch Rötungen und Schuppen, die Haut juckt und brennt.
  • Kopfläuse: Die winzigen Insekten graben sich in die oberste Kopfhautschicht ein und legen ihre Eier an den Haaren ab. Kopfläuse werden Sie nur durch eine Behandlung mit speziellen Anti-Läuse-Mitteln los, die Insektizide oder Silikonöl enthalten.

Vereinbaren Sie zeitnah einen Termin bei einem Dermatologen, um dies auszuschließen!

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