Viele Menschen leiden unter fettigen Haaren, die kurz nach dem Waschen bereits wieder glänzen und strähnig aussehen. Oftmals geht dies mit einer juckenden Kopfhaut einher, was die Lebensqualität beeinträchtigen kann. Um das Problem effektiv anzugehen, ist es wichtig, die Ursachen zu verstehen und die richtige Behandlung zu wählen.
Um die Ursache für fettige Haare zu verstehen, muss man sich zunächst die Funktionsweise der Haut vor Augen führen: In der Haut befinden sich zahlreiche Drüsen, die Talg produzieren. Das ist ganz natürlich und für den Körper nützlich! Dieses Fett hält die Haut feucht und schützt sie. Sind die Talgdrüsen zu aktiv, setzt sich der Talg als Film an der Hautoberfläche ab. Im Gesicht bilden sich sichtbare fettige Flächen. Auf der Kopfhaut verteilt sich der Talg erst am Ansatz und später dann im ganzen Haar.
Die Talgproduktion der Kopfhaut wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst:
Zwar kann mangelnde Hygiene zu fettigen Haaren führen, viel öfter liegen aber folgende Ursachen zugrunde: Änderungen des Hormonspiegels (insbesondere während Pubertät und Schwangerschaft, aber auch durch Stress oder Medikamente), Genetische Veranlagung, Zu häufige Haarwäschen, strapazierendes Styling oder falsche Pflegeprodukte.
Eine juckende Kopfhaut kann verschiedene Ursachen haben. Häufig liegt eine Barrierestörung der Haut zugrunde, die die Schutzfunktion beeinträchtigt und das Eindringen von Erregern erleichtert. Kratzen verstärkt diesen Teufelskreis.
Die Liste der möglichen Ursachen für Juckreiz ist lang. Je nach Auslöser gibt es zudem unterschiedliche Therapiemöglichkeiten. Daher empfehlen wir Betroffenen, stets ärztlichen Rat aufzusuchen und krankheitsbedingte Ursachen (z. B. Psoriasis oder Neurodermitis) ausschließen zu lassen.
Neben den oben genannten können auch die folgenden Faktoren zu juckender Kopfhaut führen:
Weitere mögliche Ursachen sind:
Um fettige Haare in den Griff zu bekommen, gibt es verschiedene Ansätze:
Vor dem Griff zum medizinischen Shampoo können Sie sich an einer Reihe von natürlichen Hausmitteln ausprobieren. Beliebt ist Apfelessig, da er die Talgdrüsen reinigt. Schwarzer Tee, Kamillen- oder Brennnesseltee enthalten adstringierende Wirkstoffe. Dadurch ziehen sich die Talgdrüsen zusammen und die Talgroduktion wird für gewisse Zeit gehemmt. Viele Stoffe finden sich auch in abgewandelter Form in Anti-Fett-Shampoos wieder.
Medizinische Anti-Juckreiz-Shampoos und -Pflegeprodukte aus der Apotheke beruhigen die Haut sofort und mindern den Juckreiz langanhaltend. Sie stärken die Hautbarriere und stimulieren den hauteigenen Regenerationsprozess der Haut.
Das passende Shampoo ist die Grundlage der Pflegeroutine bei juckender Kopfhaut. Berücksichtige dabei vor allem die Bedürfnisse der Kopfhaut. Wähle generell ein Shampoo für empfindliche Kopfhaut und stimme die Formel darüber hinaus auf trockene, fettige und/oder zu Schuppen neigende Kopfhaut ab. Das Shampoo sollte zudem beruhigende, juckreizmildernde Wirkstoffe enthalten.
Neben der Behandlung der Grunderkrankung kann ergänzend eine geeignete Basispflege verwendet werden.
Deine Haarroutine gegen juckende Kopfhaut kannst du mit verschiedenen Hausmitteln ergänzen. Dabei solltest du jedoch zunächst vorsichtig testen, wie deine Kopfhaut auf das von dir ausgewählte Hausmittel reagiert. Ist deine Kopfhaut beispielsweise sehr empfindlich, kann es zu Irritationen kommen. Auch allergische Reaktionen können auftreten.
Apfelessig gilt als antioxidativ und antimikrobiell (wirksam gegen Bakterien, Schimmel und Pilze) und wird als Hausmittel gegen Juckreiz und Ausschläge eingesetzt. Laut Empfehlung der National Psoriasis Foundation in Amerika, die sich für Menschen mit Schuppenflechte einsetzt, kann eine Lösung aus Wasser und Bioapfelessig im Verhältnis 1:1 auch gegen eine juckende Kopfhaut helfen. Wenden Sie die Mischung mehrmals pro Woche an und spülen Sie die Kopfhaut nach Auftragen der Lösung gründlich ab.
Stress und Anspannung können die Kopfhaut negativ beeinflussen. Versuchen Sie, Stress abzubauen. Dabei können Meditation, Yoga oder Progressive Muskelentspannung helfen.
Schuppen sind ein sehr häufiges Kopfhautproblem, etwa 50% der Erwachsenen sind davon betroffen. Der Leidensdruck ist besonders hoch, da die Betroffenen das Problem nicht kaschieren können. Schuppen sind ein sehr häufiges Kopfhautproblem.
Sie kommen in zwei Arten vor:
Schuppen entstehen, wenn sich die Hornhautzellen der Kopfhaut zu schnell erneuern und die Kittsubstanz zwischen diesen Zellen nicht rasch genug abgebaut wird. Die Zellen hängen weiter zusammen und lösen sich in größeren Verbänden gemeinsam von der Kopfhaut ab. Der auch als Hyperproliferation bezeichnete Prozess wird von einem Hefepilz namens Malassezia globosa ausgelöst, einem Mikroorganismus der Hautflora, der sich von den natürlicherweise auf der Kopfhaut vorkommenden Lipiden oder Ölen ernährt.
Die genannten Prozesse können von verschiedenen Faktoren ausgelöst werden, wie z. Umweltfaktoren wie z. B.
| Art der Schuppen | Ursachen | Behandlung |
|---|---|---|
| Trockene Schuppen | Geringe Talgproduktion, aggressive Shampoos, häufiges Waschen, Klima, Hauterkrankungen | Feuchtigkeitsspendende Shampoos, milde Reinigung, Dermatologische Shampoos mit Panthenol und Allantoin |
| Fettige Schuppen | Erhöhte Talgproduktion, Hefepilzbesiedlung (Malassezia furfur), Hauterkrankungen | Talgregulierende Shampoos, pilzhemmende Wirkstoffe, Shampoos mit Menthol |
Ärztliche Hilfe bei juckender Kopfhaut ist notwendig, wenn der Juckreiz Ihr tägliches Leben beeinträchtigt, länger anhält (über mehrere Tage bis Wochen) oder immer wieder auftritt und Sie die Beschwerden nicht selbständig beherrschen können. Abhängig von der jeweiligen Ursache wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie beraten oder eine Behandlung mit Ihnen besprechen.
Außerdem gut zu wissen: Auch Parasiten und viele andere Krankheiten können hinter den Symptomen stecken, zum Beispiel:
Vereinbaren Sie zeitnah einen Termin bei einem Dermatologen, um dies auszuschließen!
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