Fettige Haare können unangenehm sein und das Selbstbewusstsein beeinträchtigen. In den Wechseljahren sind fettige Haare dank der Hormonumstellung keine Seltenheit. Der Körper macht in dieser Zeit viele Veränderungen durch, was auch zu vermehrter Talgproduktion führen kann. Aber keine Panik, es gibt Lösungen!
Die Kopfhaut benötigt das von den Talgdrüsen produzierte Fett, um geschmeidig und geschützt zu bleiben. Dieses natürliche Öl schützt sowohl die Kopfhaut als auch die Haare vor dem Austrocknen und vor Umwelteinflüssen wie zum Beispiel starker Sonneneinstrahlung. Wenn die Talgdrüsen jedoch zu viel Talg absondern, führt dies zu fettigen, strähnigen Haaren, die an Volumen und Spannkraft verlieren und leicht zusammenfallen oder verkleben.
Eine übermäßig fettige Kopfhaut kann auch Schuppen verursachen, die gelblich und ölig sind. Diese Schuppen können die Poren verstopfen und Haarausfall fördern, da die Haare nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Die fettigen, schuppigen Ablagerungen bieten zudem einen idealen Nährboden für Mikroorganismen, die Reizungen und Entzündungen hervorrufen können. Dies kann zu Juckreiz und einem brennenden Gefühl auf der Kopfhaut führen.
Eine fettige Kopfhaut entsteht, wenn die Talgdrüsen in der Kopfhaut einen Überschuss an öligem Sekret produzieren. Dieses Sekret ist in Maßen notwendig, um die Gesundheit von Kopfhaut und Haaren zu erhalten. Die erhöhte Aktivität der Talgdrüsen kann jedoch verschiedene Ursachen haben.
Veränderungen im Hormonhaushalt, beispielsweise:
können sich auf die Aktivität der Talgdrüsen auswirken. Die Talgdrüsen produzieren zu viel oder zu wenig Sekret.
Eine übermäßige Fettproduktion der Talgdrüsen kann genetisch bedingt sein. Wenn dieses Problem in der Familie häufig vorkommt, deutet dies auf erbliche Faktoren hin.
Verschiedene Medikamente, vor allem verschiedene Hormonpräparate, können die Aktivität der Talgdrüsen beeinflussen.
Stress kann sich auf Haut und Haare auswirken, indem dieser die Aktivität der Talgdrüsen steigert. Dadurch wird vermehrt Fett produziert.
Eine unausgewogene Ernährung, die nur wenige Vitamine und Mineralstoffe enthält, aber reich an ungesunden Fetten und Zucker ist, kann die Fettproduktion der Talgdrüsen erhöhen. Dies kann fettige Kopfhaut und fettiges Haar begünstigen.
Eine falsche Haarpflege kann die Kopfhaut und Talgdrüsen belasten. Dazu gehören:
Diese Faktoren setzen die Kopfhaut unter Stress und regen die Aktivität der Talgdrüsen an. Das Bürsten, das Rubbeln beim Haarewaschen sowie das heiße Wasser und Föhnen verstärken die Fettproduktion.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, fettige Kopfhaut zu behandeln. Neben speziellen Shampoos und Pflegeprodukten können allgemeine Maßnahmen und Hausmittel helfen, die Talgproduktion zu regulieren. Wenn diese Behandlungsmethoden nicht erfolgreich sind, sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen. Dieser kann feststellen, ob möglicherweise eine Erkrankung vorliegt, die ursächlich ist.
Fettige Kopfhaut lässt sich mit Shampoos, Spülungen und Lösungen behandeln. Pflanzliche Inhaltsstoffe wie Eukalyptus, Rosmarin oder Zitrusfrüchte können die Talgproduktion regulieren. Kräuter wie Brennnessel, Salbei, Kamille, Schafgarbe und Schachtelhalm wirken beruhigend auf die Kopfhaut. Auch Wirkstoffe wie Schwefel und Ammonium bituminosulfonat sind effektiv gegen fettige Kopfhaut.
Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist wichtig für eine gesunde Kopfhaut. Die Ernährung sollte viel Obst und Gemüse enthalten, da diese Lebensmittel reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind. Auch mageres Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte sind erlaubt. Eine möglichst fettarme Ernährung wirkt der übermäßigen Talgproduktion entgegen. Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Täglich sollten Sie mindestens zwei Liter Wasser trinken.
Zu häufiges Haarewaschen entzieht Haaren und Kopfhaut Fett und regt die Talgproduktion an. Das vermeiden Sie, indem Sie die Haare nicht öfter als zwei- bis dreimal in der Woche waschen. Die Fettproduktion wird reduziert, wenn die Abstände zwischen den Haarwäschen vergrößert werden. Das Wasser zum Haarewaschen sollte nicht heiß, sondern nur lauwarm sein.
Häufiges Bürsten regt die Aktivität der Talgdrüsen an. Statt einer Haarbürste sollten Sie einen Kamm verwenden. Der Kamm verteilt das Fett weniger stark im Haar.
Es gibt verschiedene Hausmittel, mit denen Sie fettiger Kopfhaut entgegenwirken können:
Für eine Kur werden zehn Esslöffel Heilerde mit 200 Milliliter Wasser zu Brei verrührt. Dieser Brei wird nach der Haarwäsche auf die Kopfhaut aufgetragen. Nach einer Einwirkzeit von 20 Minuten spülen Sie den Brei mit lauwarmem Wasser aus. Diese Kur können Sie einmal wöchentlich anwenden.
Für eine Spülung bereiten Sie einen Tee aus vier Beuteln Kamillentee und einem Liter Wasser zu. Nach dem Haarewaschen verwenden Sie den abgekühlten Tee zur Spülung. Diese Spülung verbleibt im Haar.
Mischen Sie zwei Esslöffel Apfelessig mit einem Liter Wasser. Spülen Sie das Haar nach dem Waschen mit der Apfelessigmischung aus. Anschließend werden die Haare nicht mehr ausgespült.
Es mag zwar widersprüchlich erscheinen, doch kann eine Kur mit Olivenöl gegen fettige Kopfhaut helfen. Das Olivenöl beruhigt die Kopfhaut. Massieren Sie das Olivenöl in die Kopfhaut ein und kämmen Sie die Haare. Anschließend waschen Sie das Olivenöl gründlich aus.
Mit diesen Maßnahmen können Sie einer fettigen Kopfhaut vorbeugen:
Einige Lebensmittel beeinflussen die Talgproduktion positiv:
Auf Stylingprodukte wie Haargel oder Haarspray sollten Sie weitgehend verzichten. Diese Produkte beschweren das Haar und können die Aktivität der Talgdrüsen anregen.
Häufiges Föhnen und die Verwendung von Lockenstab oder Glätteisen regen die Talgdrüsen zur Sekretproduktion an. Zu häufiges Styling bedeutet Stress und bringt die Talgdrüsen aus dem Gleichgewicht. Daher versuchen Sie bei fettiger Kopfhaut die tägliche Anwendung von Föhn, Lockenstab und Co. zu vermeiden.
Während der Wechseljahre steigen die Hormone LH und FSH zur Kompensation und Anregung der Hormonproduktion in den Eierstöcken an. Während Östrogen und Progesteron also sinken, übernehmen LH und FSH quasi ihre Aufgabe und verlangsamen diesen Prozess.
Mit der Menopause versiegt die ovarielle Estradiolproduktion. Durch die persistierende periphere bzw. extraglanduläre Umwandlung von Androstendion wird nun das deutlich weniger potente Estron zum vorherrschenden Östrogen.
Es kommt zu einer Verschiebung des Verhältnisses zwischen weiblichen und männlichen Geschlechtshormonen. Während in der Prämenopause die Östrogene klar vorherrschend sind, kommt es in der Postmenopause zu einem relativen Übergewicht der Androgene bzw. zu einem Zustand eines relativen Androgenexzesses, auch wenn die Androgenspiegel, absolut gesehen, nicht erhöht sind.
Verwende ein mildes Shampoo, das speziell für fettiges Haar entwickelt wurde. Wenn Du keine Zeit hast, Deine Haare zu waschen, verwende Trockenshampoo.
Zusätzlich zu den Stylingtipps helfen Dir auch diese Ideen:
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