Damenfrisuren der 30er Jahre: Ein zeitloser Trend

Die 30er Jahre waren eine Zeit des Wandels und der Eleganz, die sich auch in den Frisuren der Damen widerspiegelte. Viele Menschen flüchteten sich in die Märchenwelten des Kinos, wie sie ihnen von Fred Astaire und Ginger Rogers vorgespielt wurden. Die Frisuren dieser Zeit waren oft aufwendig und glamourös, inspiriert von den Stilikonen der damaligen Zeit.

Seit mehr als 120 Jahren ist Schwarzkopf ein renommierter Haarexperte. Grund genug, eine kleine Zeitreise in die vergangenen Jahrzehnte zu unternehmen und den Looks von damals Tribut zu zollen. In keinem Jahrzehnt waren die Frauen so ladylike und gleichzeitig sexy.

Die Mode der 30er Jahre

In Sachen Mode gab es bei den Damen eine bisher unbekannte Entscheidungsfreiheit. Ein schmal geschnittenes Kleid mit Taillengürtel ist genauso tragbar wie ein Kostüm, das zur Alltagsmode wird. Bei den Alltagskleidern zeichnen enganliegende Ärmel den schlanken Oberarm nach. Die 30er Jahre sind Pelzzeit. Pelzmäntel oder zumindest Pelzbesätze sind im Winter ein Muss. Die Topfhüte der 20er Jahre werden von kleinen verzierten Hüten abgelöst. Ferien am Meer und Sonnenbaden wird immer populärer.

Einmal die von der Designerin Madeleine Vionnet eingeführten bodenlangen Kleidern aus fließenden Materialien im Schrägschnitt (englisch: bias cut). Die meist aus Seidensatin gefertigten Abendroben hatten keine Verschlüsse, sondern wurden über den Kopf gezogen. Busen, Taille und Hüfte kommen richtig zur Geltung (genau wie jedes Pölsterchen), zum Saum hin schwingen die Kleider in natürlichen Falten auf. Der Busenansatz bleibt jedoch weitestgehend verdeckt - man schreibt es der prüden US Filmzensur zu, die dadurch Masstäbe setzte.

Make-up-Trends der 30er Jahre

Schwerpunkt im Gesicht der 30er Jahre sind die Augen. Lidschatten in Puderform gibt es nun in allen Schattierungen. Die Wimpern werden mit der neuen, flüssigen Mascara betont. Unter die Wangen kam oft bräunliches Rouge, in Dreiecksform von der Mitte der Wange bis zur Schläfe aufgetragen, um die Wangen hohler erscheinen zu lassen und dem Gesicht einen dramatischen Look zu geben. Doch die Makeup Innovation schlechthin war die erste Grundierung (fond de teint) - der Pancake von Max Factor. Zum ersten Mal in der Geschichte konnte man den Teint einfach und relativ natürlich abdecken und vereinheitlichen.

Beliebte Frisuren der 30er Jahre

Beliebt waren insbesondere Wellenfrisuren á la Marlene Dietrich in halblangem Haar. Die Wasserwelle bzw. Aber auch die Dauerwelle tritt ihren Siegeszug an. Ab 1935 entstehen die aufwendig mittels Pincurls (Papilloten) vorbereiteten und dann gelegten Frisuren, die antike Vorbilder hat und die Frisuren der Vierziger Jahre bestimmen werden.

Die Androgynität der Zwanziger ist zwar passé, aber dem Ideal der 30er Jahre entspricht ein schlanker Körper.

Hier ist eine Tabelle, die einige der beliebtesten Frisuren der 1930er Jahre zusammenfasst:

Frisur Beschreibung
Wasserwelle Wellenförmige Frisur, die durch spezielle Techniken erzeugt wird
Dauerwelle Künstlich erzeugte Locken, die lange halten
Pincurls Aufwendig gelegte Frisuren, die durch Papilloten vorbereitet werden

Retro-Frisuren für den Alltag

Mit schön gestylten Haaren wirkt jedes Outfit sofort noch viel schöner und ich fühle mich auch gleich besser. Allerdings habe ich, wie vermutlich viele andere auch, einfach keine Zeit, um jeden Tag Stunden in meine Haare zu investieren. Bei mir muss es schnell gehen und praktisch sein. Dennoch müssen die Haare ja nicht jedes Mal total gleich aussehen. Mit wenigen Handgriffen lassen sich einfache Retro-Frisuren zaubern, die toll aussehen uns sich perfekt für den Alltag eignen.

Die Frisur für Montag habe ich gewählt, da sie etwas Vorbereitung benötigt, dafür dann aber am eigentlichen Tag sehr schnell geht. Für die voluminösen Locken drehe ich meine Haare nämlich am Vorabend auf sogenannte Schlafwickler, also weiche Schaumstoff-Lockenwickler (ich nutze die Rockin Rollers via TopVintage*), in denen man einfach schläft. Am Sonntag Abend habe ich dafür auch ausreichend Zeit. Am Morgen muss ich die Haare dann nur noch auskämmen und an den Seiten mit einem Bobby Pin etwas zurückstecken, fertig ist die erste Frisur.

Die Frisur für Dienstag ist sogar noch einfacher. Da ich meine Haare nur jeden zweiten bis dritten Tag wasche, brauche ich als Vorbereitung auch überhaupt nichts tun. Locken, die bei mir über Nacht gewickelt werden, halten nämlich recht gut. Mittwochs sehen die Haare nun vielleicht nicht mehr ganz so frisch aus. Das macht aber nichts, werden sie zu einem Pferdeschwanz gestylt, fällt das nämlich überhaupt nicht auf. Im Gegenteil, ein Pferdeschwanz hält tendenziell sogar besser, wenn die Haare nicht ganz frisch gewaschen und dementsprechend griffiger sind.

Bei meinem voluminösen Pferdeschwanz mogle ich übrigens etwas und verwende ein Haarteil (z. B. via Amazon*), welches ganz einfach ins Haar geklippt wird. Ein Pony für einen Tag? Das geht! Man muss sich nämlich nicht gleich die Haare schneiden lassen, um Abwechslung reinzubekommen. Für meinen Fake-Pony nutze ich einen Rockin Roller (via TopVintage*) und rolle einfach die vordere Haarpartie über den Schaumstoffwickler. Die Haare werden dann mit einem Bobby Pin und Haarspray fixiert.

Ein großer Dutt gehört zu meinen absoluten Signature-Hairstyles. Kein Wunder, macht er doch einiges her und ist dennoch im Nu gemacht. Und so funktioniert die einfache Frisure: Zu Beginn werden die Haare einfach zu einem Pferdeschwanz gebunden. Je nach Lust und Lauen kannst Du diesen weiter oben am Kopf oder relativ nahe dem Nacken ansetzen. Anschließend legst, beziehungsweise rollst Du die Haare um ein Duttkissen (gibt es sehr günstig z. B. via Amazon*) und steckst alles gut mit Haarnadeln fest. Ich verwende zum Schluss noch ein dünnes Haarnetz, damit auch alles sicher an Ort und Stelle bleibt.

Übrigens: Duttkissen bzw. Donuts gibt es in allen erdenklichen Größen und für unterschiedliche Haarfarben. Hierbei gilt: Je größer der Donut, desto aufregender die Frisur. Außerdem macht es Sinn, ein Duttkissen in möglichst der eigenen Haarfarbe zu kaufen.

Die Gibson Roll war bereits in der Edwardischen Epoche sehr beliebt. In den 1940ern kam sie zurück in Mode. Kein Wunder, ist sie doch praktisch, sieht hübsch aus, geht schnell und hält die Haare aus dem Gesicht, während die Damen zu Kriegszeiten ihren Arbeiten nachgingen. B. via Amazon*). So muss ich meine Haare lediglich um ebendiese Rolle rollen und feststecken - fertig. Wer möchte, verziert die Frisur noch mit Haarblumen oder einem Fascinator.

Die Sonntage sind in aller Regel sehr entspannt bei uns und wir genießen sie, wann immer möglich, draußen in der Natur. Da darf es eine unkomplizierte und einfach Frisur sein. Zwei geflochtene Zöpfe sehen beispielsweise super süß aus und sind schnell gemacht. Also im Gegensatz zu einem Pageboy, einer Frisur der gleichen Zeit, bei der das Haar zu einer Innenrolle nach unten gesteckt wird.

Die Olympiarolle ist übrigens nicht klassisch inspiriert und die Venus von Milo ist auch nicht Vorbild dieser Frisur, keine Ahnung, wer so einen Unfug in die wikipedia schreibt. Frisuren der römischen und griechischen Antike sind deutlich aufwendiger gestaltet und beinhalten kleine Löckchen und viele geflochtene Elemente. Der Pageboy dagegen ist durch ägyptische Vorbilder entstanden und wurzelt im Interesse der Menschen an archäologischen Ausgrabungen und Funden in Ägypten.

Vorne Seitenscheitel oder Mittelscheitel ziehen. Bei einem Mittelscheitel hat man links und rechts eine halbe Welle. Wellenberge mit Haarclips oder Wellenreitern sichern. Teilweise wurde die Olympiarolle sehr weit nach vorne ins Gesicht bis über die Ohren gezogen.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Damenfrisuren der 30er Jahre eine faszinierende Ära der Eleganz und des Stils widerspiegeln. Von den glamourösen Wasserwellen bis hin zu den praktischen Alltagsfrisuren bieten sie eine Vielzahl von Inspirationen für moderne Interpretationen.

How to - Wasserwelle und 20ies Look

tags: #Damen #Frisuren #30er #Jahre

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