Die Stimme ist der Motor der Pop-Musik. Nicht nur, weil sie uns etwas erzählt, eine Botschaft transportiert; sondern vor allem, weil sie Gefühle übermittelt, wie es kein Instrument vermag.
In der Musikgeschichte gibt es zahlreiche Sängerinnen und Sänger, die mit ihrer Stimme und ihrem einzigartigen Stil die Welt bewegt haben. Einige von ihnen haben sich nicht nur durch ihr musikalisches Talent, sondern auch durch ihr Aussehen einen Namen gemacht. Eine dieser bemerkenswerten Persönlichkeiten ist die berühmte farbige Sängerin mit Glatze, über die wir in diesem Artikel sprechen werden.
Aretha Franklin: Die "Queen Of Soul"
Es gibt Sätze, die sich ganz von selbst sagen, wenn man Aretha Franklin heißt. Sätze wie: „Sänger zu sein, ist eine natürliche Begabung.“ Bei ihr war das wohl so: eine Gabe von irgendeinem Gott oder kosmischen Wesen.
Die ungeheure Kraft ihrer Stimme hat ihr den unanfechtbaren Titel als „Queen Of Soul“ eingebracht. Diese Kraft - das ist nicht nur die Lautstärke. Das ist auch die blitzsaubere Technik, mit der sie von einem dunklen Raunen in die dünnen Lüfte eines vibrierenden Falsetts hinaufschießen kann. Die Feinheiten in der Intonierung.
Ohne sie wäre keine Whitney Houston und keine Alicia Keys denkbar. Die Art und Weise, wie sie ihre Seele nach außen, in den Hall ihrer Stimme zu stülpen schien, erzählt von einer großen, verbindenden weiblichen Superkraft. Es macht etwas mit einer Frau (vielleicht auch mit einem Mann), wenn Aretha im Refrain von „Think“ singend skandiert: „Freedom, oh freedom, give yourself freedom!“ Eine Power, die sich wie in einem Energiestrahl auf uns überträgt.
Aretha Franklin während eines Auftritts im März 1968Weitere bemerkenswerte Sänger
Neben der farbigen Sängerin mit Glatze gibt es noch viele andere Künstler, die mit ihrer Stimme und ihrem Stil die Musikwelt geprägt haben. Hier sind einige Beispiele:
- Freddie Mercury: Roger Daltrey nannte ihn den größten Rock’n’Roll-Stimmvirtuosen aller Zeiten: „Er konnte seinen Stil von Zeile zu Zeile wechseln.“ Mercury überzeugt im Metal, im 50s-Rock, im Funk, in der Falsett-Disco, in der Music Hall, im Musical, in der Oper.
- Michael Jackson: Welcher Künstler kann schon von sich behaupten, einzig und allein mit seiner Stimme einen eigenen und zugleich eigentümlichen Signature-Sound erfunden zu haben? Nicht umsonst wird dieser Mann als King bezeichnet, seine Herrschertugenden werden schon früh auf die Probe gestellt.
- Al Green: Al Green war der letzte Soulstar der alten Schule. Seine Musik war zunächst ein Abziehbild von Sam Cooke und Co., wurde aber in den 70er-Jahren weicher, zärtlicher - und damit passgenauer zu seiner Stimme. Er legte so den Grundstein zu dem, was später als Modern Soul bezeichnet wurde.
- Nina Simone: Nicht nur hatte Nina Simone eine der unverkennbaren Stimmen des Jazz, sie setzte ihr Instrument auch so ein, dass sie sich niemals einem musikalischen Stil anpasste. Ein Song von Nina Simone ist immer ein Song von Nina Simone, dann erst ist er Jazz, Rhythm & Blues, Gospel oder Soul.
- Otis Redding: Er hatte nur ein paar wenige Jahre, um die Wucht einer ganzen Lebensspanne in die Tonspuren einer Handvoll Studioalben zu pressen, bevor er mit 26 bei einem Flugzeugabsturz starb. Sein Gesang - das war nicht einfach eine schöne Stimme. Das waren pure, heiß eingeschmolzene Gefühle.
- Frank Sinatra: Sogar in „My Way“, wo er vorm finalen Vorhang seines Lebens steht, reizt er die Stimme nicht voll aus. Bescheiden singt er von seinen „Regrets“, die Stimme immer im Gleichschritt mit den Streichern.
- Stevie Wonder: Quer durch die 70er-Jahre riss Stevie Wonder (nicht nur) für Soul, Funk und R’n’B neue Horizonte auf - musikalisch, auch inhaltlich. Aber egal welche Farbe, und das ist das wahre Wonder-Wonder, am Ende vermag sie nie etwas anderes auszudrücken als Lebensfreude.
Einflussreiche Musikerinnen der 80er
Wir feiern am Weltfrauentag die einflussreichsten Musikerinnen der 80er, die zu Recht Vorbilder für viele Frauen und Mädchen waren und sind. Nicht nur musikalisch waren diese Frauen in den 80s Vorbilder. Sie waren rebellisch, extravagant, unangepasst, hochgradig talentiert, fleißig und bissig, sexy und cool.
Einige dieser Frauen sind:
- Tina Turner: Anna Mae Bullock aka Tina Turner aus Tennessee ist sicher eine der Frauen mit der größten positiven Power der 80s. Mit über 180 Millionen verkauften Tonträgern gehört die mittlerweile 81jährige Tina Turner zu den weltweit erfolgreichsten Sängerinnen.
- Madonna: Madonna (Madonna Louise Ciccone) ist für ihre Wandelbarkeit in den 80s bekannt. Unangepasst und skandalträchtig mischte Madonna die Popszene mit einem Selbstbewustsein wie kaum eine andere auf.
- Whitney Houston: Whitney Houston (Whitney Elizabeth Houston) war "The Voice". Das größte Talent der verstorbenen Whitney Houston war auf jeden Fall ihre Stimme, die eine ganze Generation von Sängerinnen inspirierte.
- Donna Summer: Donna Summer galt als die erste offizielle Disco Queen auf diesem Planeten. Die am 31. Dezember 1948 in Boston, Massachusetts geborene Sängerin und Songschreiberin LaDonna Adrian Gaines lieferte in den 80s mit jedem Album Songs, die aus den Diskotheken kaum wegzudenken waren.
- Gloria Estefan: Die 1957 in Havanna/Kuba geborene Gloria María Milagrosa Fajardo García hat sich skandallos und lächelnd nach oben gerabeitet. Gloria Estefan brachte in den frühen 80s diesen ganz neuen Spirit mit der lebensfrohen, lateinamerikanischen Kultur auf die Bühne.
- Annie Lennox: Als Frontfrau des Duos Eurythmics (mit Dave Stewart) und später auch solo, stand Annie Lennox (geb. 25.12.1954, Aberdeen/Schottland) in den 80ern mit zahlreichen Hits regelmäßig oben in den Charts.
- Debbie Harry: Keine Frau hat jemals zuvor und danach so cool und sexy gerappt wie Debbie Harry (75). Eigentlich war es eher ein lasziver Sprechgesang den Blondie-Chefin Debbie Harry 1981 in "Rapture" zelebrierte.
- Nena: Mit "99 Luftballons", "Nur geträumt", "Leuchtturm" und vielen weiteren Hits wurde Nena zur erfolgreichsten deutschen Pop-Sängerin der frühen 80er, vor allem aber zu DER Frontfrau der NDW-Szene.
- Samantha Fox: Die 1966 in London geborene Samantha „Sam“ Karen Patricia Fox begann bereits mit 16 Jahren sich barbusig in "The Sun" zu präsentieren. Nun kann man über den gesellschaftlichen und künstlerischen Wert von Oben-Ohne-Postern verschiedener Meinung sein. In den 80s war es Standard, und Samantha Fox schaffte es nach und nach eine weltweite Gesangskarriere darauf aufzubauen.
- Kim Wilde: Kim Wilde (geb. Kimberly Smith, 18.11.60 in London) gehört unbestritten zu den erfolgreichsten weiblichen Popstars der 80s. Kim Wilde ist dabei eine der vielseitigsten Ladies der 80er: Ob Pop, Rock, Unplugged oder auf dem Dancefloor - Kim Wilde ist in allen Genres zu Hause und erfolgreich.
Einflussreiche Musikerinnen der 80erWeitere außergewöhnliche Sänger
Was macht einen Sänger außergewöhnlich? Manchmal ist es eine Stimme, die kratzt, wo andere säuseln. Oder ein Ausdruck, der nicht gefallen will, sondern verstören darf. In dieser Liste geht es nicht um Perfektion, sondern um Charakter.
Einige der außergewöhnlichen Sänger sind:
- Peter Gabriel: Der in die Jahre gekommene Engländer hat sich Zeit seines Lebens damit beschäftigt, innovativ zu sein. Nach einigen Jahren der Selbsterkenntnis machte er sich mit digitaler Effektforschung für alle Bereiche der Musik einen Namen.
- James Hetfield: Als Frontsänger von Metallica hat der 1963 geborene James Hetfield seit der Gründung 1981 so ziemlich alle Höhen und Tiefen einer Musikerkarriere und der persönlichen Entwicklung durchgemacht.
- Israel Kamakawiwo’ole: Der gebürtige Hawaiianer Israel Kamakawiwo’ole wurde nur 38 Jahre alt, er starb nach mehreren Krankenhausaufenthalten an seiner Fettsucht (343kg Körpergewicht).
- Billy Idol: Wie man von einem faulen Schüler (idle) zu einem Idol wird, bleibt wohl das Geheimnis des 1955 in England geborenen Sängers. Seine Stimme bleibt aber markant kernig und ist vielleicht die Definition einer männlichen Rockstimme, die immer an der Grenze der Heiserkeit nichts von ihrer Energie verloren hat und seinen Liedern stets eine persönliche Note verleiht.
- Der Graf (Unheilig): Der Fleiß mit dem Unheilig seit 2001 in der deutschen Musiklandschaft unterwegs ist, suchst seines Gleichen. Eindeutiges Merkmal ist die Stimme des Grafen, die zum Menschen und zur Musik passt wie die Faust auf das berühmte Auge.
Legendäre Accessoires der Rockmusik
Viele Rockmusiker haben Accessoires, die man unweigerlich mit ihnen verbindet:
- Slash: Bei Weltstar Slash sind sein Zylinder-Hut und die Sonnenbrille längst nicht mehr wegzudenken.
- Freddie Mercury: Auf dem Zenit der Queen-Karriere entschloss er sich dazu, sich einen Schnauzbart stehen zu lassen. Und damit setzte er ein klares Statement, denn zu dieser Zeit galt der Oberlippenbart als heimliches Ausdrucksmittel, sich in der Öffentlichkeit zur Homosexualität zu bekennen.
- Fred Durst: Das Genre Nu-Metal der Band, in das sich die Band einordnen lässt, hat seine Wurzeln auch im Hip-Hop und so ist auch bei ihm live meistens ein Hoodie und die legendäre rote Baseball-Cap angesagt.
- Angus Young: Wenn wir von AC/DC und Markenzeichne sprechen, darf aber natürlich einer nicht fehlen: Angus Young und seine Schuluniform.
- Slipknot: Slipknots Anzüge und Masken sind bei den Konzerten und Auftritten der Band nicht mehr wegzudenken.
- Elton John: Was aber schon immer an ihm auffiel, sind seine ausgefallenen Brillenmodelle: Die können nicht bunt und verrückt genug sein.
Legendäre Accessoires der RockmusikSchlagersänger: Früher und heute
Kaum ein Genre löst in Deutschland gleichzeitig soviel Euphorie wie Ablehnung aus wie der deutsche Schlager. Schlagersänger sind dabei meistens die Stars, die Songs interpretieren, die andere Künstler für sie geschrieben haben.
Einige der aktuell beliebten Schlagersänger sind:
- Andreas Gabalier: Musikalisch vermischt der Österreicher Volksmusik mit Rock’n’Roll. Aus diesem Grund bezeichnet er seinen Musikstil selbst als Volks-Rock’n’Roll.
- Roland Kaiser: Sein Durchbruch gelang Roland Kaiser im Jahr 1976 mit dem Song „Frei - das heißt allein“. Mit diesem schaffte er es auf Platz 14 der deutschen Singlecharts und in die ZDF-Hitparade.
- Matthias Reim: Matthias Reim ist bekannt für seinen großen Hit „Verdammt, ich lieb dich“.
- Florian Silbereisen: Er ist heute nicht mehr aus der deutschen TV-Landschaft wegzudenken. Florian Silbereisen ist der Moderator, wenn es um deutsche Schlagersendungen geht.
- Howard Carpendale: War sein Erfolg Anfang der 1980er leicht ins Stocken geraten, so war er auf einmal wieder voll da.
- Giovanni Zarrella: Auch als ehemaliger „Popstar“ kann man eine große Schlagerkarriere starten. Giovanni Zarrella wurde 2001 in der Casting-Show „Popstars“ entdeckt. Dort war er so überzeugend, dass er Teil der „Popstars“-Band Bro’Sis wurde.
- Jürgen Drews: Die Karriere von Jürgen Drews dauert mittlerweile über 50 Jahre an. Anfang der 1970er Jahre war er Sänger in der Gruppe „The Les Humphries Singers“.
- Semino Rossi: Er verdiente fortan sein Geld als Straßenmusiker in Österreich.
- Ben Zucker: Seine Version des Schlagers ist mit deutlichen Rockanteilen angereichert. Und diese Mischung funktioniert.
Bekannte SchlagersängerVergessene Boybands der 90er
Die Backstreet Boys, Take That, N'Sync, Boyzone ... an diese Bands der 90er-Jahre erinnert sich jeder. Dabei waren sie nicht die einzigen, deren Songs damals die Charts eroberten.
Einige der vergessenen Boybands der 90er sind:
- Bed & Breakfast: Sie galten gefühlte fünf Minuten als die erfolgreichsten deutschen Mitspieler im internationalen Boyband-Game.
- No Mercy: Mit dem Nerv-Ohrwurm "Where Do You Go" waren sie in den 90ern überall zu hören. Und tatsächlich auch in den USA recht erfolgreich.
- Worlds Apart: Ihr Song "Together Baby" erklang seinerzeit im Abspann der damals durchaus populären Serie "Gegen den Wind" und auch sonst lief es eine Weile ganz gut für die fünf Jungs.
- Overground: 2003 ging diese Band aus der TV-Castingshow "Popstars" hervor und folgte dem Prinzip, das allen Retortenbands vorgezeichnet zu sein scheint: ein, zwei Hits, dann traurige Funkstille.
- Westlife: Allein für den "Mut", aus Billy Joels 1983er-Klassiker "Uptown Girl" eine alberne Synthiepop-Version zu machen, gebührt den Briten ein gewisser Respekt.
Die wahre Geschichte von allen Farben von Antonia Preuß
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