Wer sich den Friseurbesuch lieber spart, kann sich alternativ ganz bequem zu Hause die Haare selber färben. Obwohl nichts die Arbeit von Expert:innen - sowie das Pflegeprogramm im Anschluss - schlägt, können Sie sich das nötige Know-how aneignen und sogar lernen, Haare selber am Hinterkopf zu färben. Hier erfahren Sie auch, welche Marken sich fürs Haare zu Hause kolorieren besonders gut eignen.
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Der wichtigste Schritt ist die Wahl der richtigen Farbe. "Sollten Sie sich unsicher mit der Basis sein, empfehle ich, eine Farbe zu wählen, die dem hellsten Ton des Haars entspricht", sagt Josh Wood, professioneller Colorist und Gründer von Josh Wood Colour.
Glasshouse, ein Salon aus Hackney, bietet zudem einen digitalen Beratungsservice, um bei der Entscheidung, welcher biologische "Tints of Nature"-Farbton der richtige für das Haar ist, zu helfen. Bleach London veröffentlicht unterdessen eine Serie an virtuellen, interaktiven Tutorials zum Thema Haare selbst färben, genannt "Hair Party", auf seinen Social-Media-Kanälen.
Nehmen Sie sich die Zeit für eine Beratung, um die richtige Entscheidung zu treffen.
Es sind unterschiedliche Haarfärbe-Produkte erhältlich, die sowohl permanente als auch auswaschbare Farben umfassen. "Semi-permanente Haarfarbe verspricht eine gute Deckkraft, ist jedoch weniger verbindlich", sagt Michael Douglas, der britische Botschafter von Clairol. "Der Großteil der Farbe wird sich auswaschen oder über einen Zeitraum von etwa sechs Wochen wieder verblassen.
Wer sein Haar zum ersten Mal färben möchte, sollte eine permanente Colorierung vermeiden und stattdessen auf eine semi-permanete Alternative zurückgreifen, bis der richtige Farbton gefunden ist. Jedoch verspricht diese Anwendung graues Haar zu 100 Prozent zu überdecken, während der Prozentsatz bei einer Tönung bei etwa 75 Prozent liegt."
Eine willkommene Option stellen Josh Wood Colours "Permanent Hair Dyes" dar, die bei Shade Shot auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt werden können, um blockartige Farbübergänge zu vermeiden. Die "Precision Foam Colour" von John Frieda oder L'Oréals "Colorista Permanent Hair Dye" sind weitere Produkte, um die Haare dauerhaft zu Hause zu färben. Das "Nice n Easy No Ammonia Semi-Permanent Hair Dye" von Clairol,
Folgen Sie den Anweisungen auf der Packung und stellen Sie sicher, die Haarpartien mittels eines Kammes zu trennen, um alle Haare zu erreichen. Wer langes Haar hat, sollte zudem vorsichtshalber zwei Packungen Farbe kaufen. "Der Fokus sollte auf den grauen Stellen liegen, die bedeckt werden sollen. Die Haarspitzen sind von Natur aus brüchiger und brauchen daher weniger Farbe", sagt Wood.
Wer seine Haare lieber dauerhaft selber färben möchte, kann zwischen verschiedenen Haarfärbemittel wählen. Cremes eignen sich wegen der dickflüssigen Konsistenz besonders gut für Neulinge. Ähnlich verhalten sich Mousses, die sich wie ein Stylingschaum auftragen lassen. Das Anmischen und Auftragen gelingt damit leichter, da nichts tropfen oder verlaufen kann. Besonders der Hinterkopf und Nackenbereich lassen sich einfacher mit einem Mousse färben. Einziger Nachteil: Es ist nicht so farbintensiv, wie z.B. eine Lotion.
Lotions dagegen sind flüssige Haarfärbemittel und werden direkt von der Flasche auf das Haar aufgetragen. Auch die “Nutrisse Creme” von Garnier oder die Creme “Wella Professionals Illumina” punkten bei Kundinnen auf ganzer Linie. Dank der sehr cremigen Konsistenz ist diese Lotion auch recht einfach aufzutragen. Die Lotion “Goldwell Topchic” bietet ebenfalls eine sehr intensive Farbe mit Leuchtkraft.
Für die perfekte Grauabdeckung empfehlen wir das “SYOSS Oleo Intense Permanente Öl-Coloration”. Auch sehr beliebt sind die veganen Farben von “Manic Panic”. Für alle, die sich lieber ein Mousse wünschen, empfehlen wir “Perfect Mousse” von Schwarzkopf. Die Farbpigmente dringen hier - dank doppelten Öl-Booster - optimal in die Haarschichten ein. Die Lotion wird mit einem Pinsel gleichmäßig auf das Haar verteilt und überrascht mit einem farbintensiven Endergebnis.
| Produkt | Konsistenz | Eigenschaften |
|---|---|---|
| Cremes | Dickflüssig | Einfaches Anmischen und Auftragen, kein Tropfen |
| Mousses | Schaumartig | Einfaches Auftragen am Hinterkopf, weniger farbintensiv |
| Lotions | Flüssig | Direktes Auftragen, farbintensives Ergebnis |
Blonde Haare selber färben ist die Königsdisziplin. Wichtig ist besonders die richtige Farbauswahl. Doch mit ein paar wertvollen Tipps und Tricks erhalten Sie auch zu Hause ein schönes Blond. Die sollte idealerweise zu Ihrem Hautton passen. Bei einer helleren Haut bieten sich warme Nuancen wie Gold- und Honigblond perfekt an. Kühlen Hauttypen empfehlen wir ein Platin- und Aschblond. Wohingegen sich ein Sand-Blond und neutrale Blondtöne bei warmen Hauttypen eignen.
Wenn Sie sich für die richtige Blondierung entschieden haben, kann es losgehen. Ein Handtuch über den Schultern verhindert Flecken auf der Kleidung. Beim Auftragen sollten Sie Handschuhe tragen, da das Wasserstoffperoxid sehr aggressiv auf der Haut ist. Teilen Sie Ihre Haare in vier Parteien auf und stecken drei davon mit Klammern hoch. Nun wird die Blondierung mit einem Pinsel Strähne für Strähne aufgetragen. Beginnen Sie immer am Ansatz und arbeiten sich zu den Spitzen herunter. Wenn alle Strähnen gezogen sind, heißt es warten. Die Einwirkzeit beträgt in der Regel 30 bis 45 Minuten.
Die Haare sollten nun mit einer großen Portion Pflege belohnt werden, da die Haarstruktur nach der Blondierung aufgeraut und spröde ist. Reichhaltige Haarkuren für coloriertes Haar versiegeln das Blond und pflegt es nachhaltig. Nun muss die Blondierung gründlich mit Wasser ausgewaschen werden.
Wer noch nicht bereit dazu ist, seinen dunklen Ansatz mit Stolz zu tragen, dem raten Experten, auf Bleaching für zu Hause zu verzichten und den Fokus stattdessen auf das restliche Haar zu setzen. "Im Mittelpunkt steht eine umfangreiche Feuchtigkeitspflege. Ich mache mir weniger Sorgen um dunkle Ansätze als darum, die Spitzen gesund und farbig zu erhalten, ohne dass sie verblassen, stumpf oder rötlich werden. Debbie-Harry-Ansätze, die mehr offensichtlich sind, können wie ein unaufgeregtes Balayage wirken, das herauswächst", sagt Wood.
Teilen Sie nun ihre Haare in vier gleich große Strähnen auf. Die Farbe des Ansatzes sollte nicht dunkler als drei Nuancen der Farbe in den Längen sein. Wer dennoch den dunklen Ansatz lieber Blond färben möchte, sollte zunächst den richtigen Farbton wählen. Zuerst wird die hintere rechte Partie bearbeitet. Trennen Sie einzelne Haarsträhnen von vorne nach hinten ab und geben Sie die Farbe mit einem Pinsel von oben und unten auf den Ansatz (ca. 2 bis 3 cm). Dieser Vorgang wird anschließend mit der linken hinteren Partie und mit den vorderen Partien wiederholt. Die Einwirkzeit beträgt meist um die 30 bis 40 Minuten. Im Anschluss die Farbe mit Wasser auswaschen und die Haare mit Pflege verwöhnen.
Sie möchten graue Haare selber färben? Dann eignen sich Strähnen besonders gut. Für ein natürliches Ergebnis sollten Sie darauf achten, dass die Farbe höchstens zwei Nuancen von Ihrer natürlichen Haarfarbe abweicht. Bei einem natürlichen Blond bieten sich daher aschige Töne besonders gut an. Frauen mit hellbraunem Haar sollten auf eine Kombination von Lowlights und Highlights zurückgreifen. Und bei dunklen Haaren empfehlen die Experten auf maximal zwei Nuancen dunkler als den Naturton zu gehen.
Bei einer dauerhaften Coloration ist Vorsicht geboten, da graue Haare die Farbe stark annehmen. Für eine Färbung der kompletten Haare empfehlen wir eine Tönung oder Haarfarben in Bio-Qualität, die sich nach ca. 30 Haarwäschen auswaschen lassen.
Two Tone, Ombré, Gradient Hair - die Haare mit zwei verschiedenen Farben zu färben ist nach wie vor ein großer Trend. Und so funktioniert der Ombré-Look zu Hause:
Danach die Farbe mit Wasser ausspülen und wie gewohnt pflegen. Lassen Sie nun die Farbe ca. eine Stunde einziehen.
Was muss man vor dem Haare färben beachten? Vor dem Haare selber färben ist es wichtig, dass die Haare trocken und nicht gewaschen oder gestylt sind. Außerdem können Sie Gesichtskonturen und Ohren mit einer Fettcreme einreiben, um das Färben der Haut zu vermeiden. Die Haare sollten einige Tage vor dem Vorgang mit einer Pflegekur verwöhnt werden, damit die Farbe gleichmäßig angenommen wird.
Wo fängt man an die Haare zu färben? Wer heller werden will, beginnt am besten im Nackenbereich und Hinterkopf, da dieser Bereich immer etwas dunkler als das Deckhaar ist. Wer dunkler werden möchte, sollte darauf achten, dass die Haare, die das Gesicht umranden, als Letztes gefärbt werden. Teilen Sie mit einem Stielkamm die Haare ab und arbeiten Sie die Farbe immer vom Ansatz in die Spitzen ein. Da das feine Haar die Farbe sehr schnell aufnimmt und das Endergebnis sonst zu dunklen wirken kann.
Das brauchen Sie zum Haare färben: Klar, das Wichtigste ist die Coloration. Ein altes Handtuch oder T-Shirt schützt vor unschönen Flecken auf der Kleidung. Darüber hinaus benötigen Sie Handschuhe - meistens sind diese in der Packung enthalten. Außerdem benötigen Sie einen Stielkamm aus Kunststoff und ggf. Haarklammern und Wattepads.
Je länger die Haare, desto schwieriger kann das Färben sein. Lange Haare selber färben: So geht's. Bei besonders langen und dicken Haaren sollten Sie mindestens zwei Packungen der Coloration parat haben. Zu wenig Haarfärbemittel lässt das Endergebnis sonst fleckig wirken. Außerdem ist es wichtig, zügig zu arbeiten, damit die Farbe nicht zu lange auf den Haaren bleibt.
Den Hinterkopf selbst zu färben ist manchmal eine große Herausforderung. Haare selber am Hinterkopf färben: Um den Vorgang zu erleichtern, trennen Sie die hinteren Haare in vier gleich große Bereiche. Nun nehmen Sie sich Strähne für Strähne vor. Halten Sie während des Färbens die Strähne dabei senkrecht vom Kopf weg. Die Farbe wird von oben nach unten aufgetragen. Kleiner Tipp: Mit einem Mousse lässt sich der Hinterkopf am einfachsten färben.
Die richtige Pflege ist nach dem Färben das A und O. Das strapazierte Haar benötigt jetzt viel Feuchtigkeit in Form von Shampoo, Conditioner und einer Pflegekur für coloriertes Haar. Besonders beim Blondierungsprozess wird dem Haar sehr viel Feuchtigkeit entzogen. Eine intensive Pflegebehandlung ist hier also essenziell.
Verblassten Farben mit der richtigen Pflege Intensität verleihen: Das Haar hat an Farbkraft verloren? Eine Dosis Feuchtigkeit kann eine Vielzahl stumpfer Spuren wieder erstrahlen lassen - zudem gab es selten einen besseren Moment für eine Haarmaske als während der Isolation.
"Es ist wichtig, gute Shampoos, Spülungen und Mittel zu benutzen, um das Haar mit Feuchtigkeit zu versorgen und es geschmeidig werden zu lassen, damit die Farben länger halten", sagt Clarke, die das "Smooth Shampoo" von Virtue empfiehlt. Shampoos, die Farbpigmente an das Haar abgeben, können zudem helfen, Farben zu erhalten. Brünette werden Redkens "Brownlights Shampoo" lieben, um ihrer Farbe einen intensiven und gesunden Ton zu verleihen, während Blondinen auf das "Pearlescent Shampoo" von Bleach London setzen sollten, um roten Schimmer oder gelbe Flecken zu neutralisieren und dem Haar gleichzeitig einen schimmernden Glanz zu schenken.
Ein weiterer einfacher Ratschlag für lang anhaltende Farben, die nicht verblassen, laut Alex Brownsell, Mitgründer und Creative Director von Bleach London: "Das Haar mit kaltem Wasser waschen."
Wer eine Aversion gegenüber überdauernden Farben besitzt und diesen Schritt nicht gehen möchte, kann auf eine Reihe verschiedener Haar-Make-ups zurückgreifen, die im Handel erhältlich sind. Puder oder Sprays für den Ansatz wirken wie Concealer fürs Haar, helfen die Farbe zu intensivieren und somit einen nachwachsenden Ansatz zu verbergen. Sie bedecken den Ansatz nahtlos", sagt Nicola Clarke, Farbspezialistin bei John Frieda.
Viele Produkte überstehen bis zu drei Haarwäschen, ohne an Farbe zu verlieren, sodass man sich nach dem Auftragen keine Sorgen machen muss.
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