Der Estrid Rasierer hat in der letzten Zeit viel Aufmerksamkeit erregt und sich einen festen Platz in der Beauty-Routine vieler Menschen erobert. Nachdem ich den Rasierer selbst ausprobiert habe, möchte ich meine Eindrücke und Erfahrungen teilen, denn trotz der positiven Aspekte gibt es auch einige Kritikpunkte, die nicht unbeachtet bleiben sollten.
Ich habe meinen Estrid Rasierer im Starterset mit Griff, zwei Klingen und Halterung in der Farbe bloom für 11,95€ bei dm gekauft. (Das Travel Case aus Silikon könne ich zusätzlich für 6,95€ bei Estrid kaufen.) Ich habe mich übrigens ganz bewusst gegen einen der zahlreichen Influencer Rabattcodes entschieden. Online gibt es das Set für 19,95€.
In einem Punkt sind wir uns sicher alle einig, oder? Der Estrid Rasierer besticht durch sein ansprechendes, minimalistisches Design. Die Farben sind sanft und modern, was ihn im Vergleich zu anderen Rasierern tatsächlich zu einem stilvollen Accessoire im Badezimmer macht.
Der Griff ist aus einem Metallmaterial gefertigt, wodurch er sich sehr hochwertig anfühlt. Die rutschfeste Beschichtung soll dafür sorgen, dass der Rasierer auch bei Nässe sicher in der Hand bleibt.
Zwar ist das Design des Estrid Rasierers modern und ansprechend, allerdings zeigt der Metallgriff bei längerer Nutzung auch Schwächen. Trotz der rutschfesten Beschichtung ist der Rasierer meiner Meinung nach im nassen Zustand schwer zu halten.
Das Gewicht des Griffes kann bei längeren Rasuren unangenehm werden und die Hand ermüden. Ergonomisch? Ja! Praktisch? Absolut nicht!
Auch die Wandhalterung versagt auf ganzer Linie. Die hält nicht, weshalb Halterung und Rasierer regelmäßig herunterfallen. Inzwischen sind durch das Herunterfallen einige Kratzer am Griff sichtbar.
Die Klingen des Estrid Rasierers sind scharf und sorgen für eine glatte Rasur. Jede Klinge ist mit einem Gleitstreifen versehen, der mit Aloe Vera und Vitamin E angereichert und von Sheabutter, Kakaobutter und Jojobaöl umgeben ist. Dies trägt dazu bei, die Haut während der Rasur zu pflegen und Irritationen zu minimieren. Ein zusätzliches Rasiergel wird nicht benötigt.
Der Gleit- und Pflegestreifen ist komplett vegan; es wurden auch keine Tests an Tieren durchgeführt. Der Rasierer liefert eine gleichmäßige und gründliche Rasur, ohne dass ich mehrfach über dieselbe Stelle gehen musste. Das mag ich sehr!
Die Rasierleistung des Estrid Rasierers ist insgesamt also sehr zufriedenstellend - jedoch könnte es vor allem bei sehr empfindlicher Haut auch Verbesserungspotential geben. Der Gleitstreifen scheint nicht immer ausreichend zu sein, um eine völlig reibungslose Rasur zu gewährleisten, insbesondere bei sensiblen Hautpartien.
(Ich behaupte, dass wir diese Garantie bei keinem Rasierer dieser Welt haben werden, weshalb ich über diesen Kritikpunkt einigermaßen hinwegsehen kann.) Meine Hautirritationen sind aber merklich geringer geworden, ebenso kleine Schnitte.
Kleine Randnotiz: Nachdem ich kürzlich im Urlaub einen günstigen Rasierer in "Reisegröße" verwendet und mir dabei komplett die Haut irritiert habe, habe ich meinen Estrid Rasierer einmal mehr schätzen gelernt.
Ein großer Pluspunkt des Estrid Rasierers soll seine Nachhaltigkeit sein. Ja, der Griff ist langlebig und die Klingen sind austauschbar, was Abfall reduziert. Zudem setzt Estrid auf vegane Materialien und vermeidet Tierversuche. Die Verpackung ist ebenfalls umweltfreundlich gestaltet und kommt ohne Plastik aus, was den ökologischen Fußabdruck reduziert.
Wenn ihr mich fragt, ist der tatsächliche Umweltvorteil leider fraglich. Der Griff ist langlebig. Allerdings bleibt der Austausch der Klingen ein regelmäßiger Abfallproduzent. Einige Nutzer berichten, dass sie die Klinge bereits nach der dritten Rasur wechseln müssen. Das stellt erhebliche Kosten dar.
Zudem stellt sich die Frage, wie nachhaltig der Versand der Klingen im Abonnement tatsächlich ist. An dieser Stelle der Hinweis: Bei dm und Rossmann gibt es inzwischen "Dupes" zum teuren Original. Die Klingen von Isana Men und Balea Elegance können je nach Bedarf in den Drogerien nachgekauft werden und sind dem Original täuschend ähnlich.
Zur Nachhaltigkeit trägt das nicht bei, aber es spart Kosten und ein Abonnement. Ich möchte selbst entscheiden, wann ich Klingen nachkaufe und am liebsten gehe ich dafür einfach in die Drogerie.
Der Estrid Rasierer ist im höheren Preissegment angesiedelt, was sich jedoch durch die Qualität und die Nachhaltigkeitsfaktoren rechtfertigen lässt. Die Klingenabonnements bieten eine scheinbar (!) bequeme Möglichkeit, immer frische Klingen zur Hand zu haben.
Und doch bleibt das Preis-Leistungs-Verhältnis ein wesentlicher Kritikpunkt. Der initiale Kaufpreis und die laufenden Kosten für die originalen Ersatzklingen sind nämlich vergleichsweise hoch. Vor allem dann, wenn die Klingen so häufig gewechselt werden müssen.
Das hat mich abgeschreckt, da ich feststellen musste, dass die Rasierleistung nicht signifikant besser ist als bei günstigeren Alternativen - siehe Isana oder Balea.
Rasieren, Waxen, Enthaarungscreme, Epilieren, Lasern/IPL oder Sugaring - wir Damen haben die Qual der Wahl, wie wir uns von unnötigen Körperhaaren trennen wollen. Doch so unterschiedlich der individuelle Haarwuchs ist, so breit gefächert sind auch die verschiedenen Modelle von Damenrasierern.
Hier ist ein Vergleich von Damenrasierern, die im Test gut abgeschnitten haben:
| Rasierer | Besonderheiten | Preis (ca.) |
|---|---|---|
| Gilette Venus Comfortglide Spa Breeze | Flexible Gelkissen, ergonomischer Handgriff | 16 € |
| Gilette Venus Deluxe Smooth Swirl | Flexi Ball für mehr Beweglichkeit | 18 € |
| Remington Damenrasierer Smooth&Silky | Elektrisch, nass und trocken anwendbar | 35 € |
| Isana Pace 6 | Sechs Klingen, günstiger Preis | 8 € |
| Wilkinson Sword Hydro Silk | Abgerundeter Schwingkopf, beidseitige Auflage | 10 € |
Systemrasierer sehen erstmal alle gleich aus? Nein, beim Gilette Venus Comfortglide Spa Breeze sind uns sofort die flexiblen Gelkissen und der besonders ergonomisch geformte Handgriff aufgefallen. Es scheint ein magischer Winkel zu sein, den der Hersteller für die Biegung verwendet, denn mit unserem Testsieger war der Rasierkomfort am höchsten. Dieser Damenrasierer ist quasi ein Selbstläufer auf der Haut.
Schwingköpfe haben inzwischen viele Systemrasierer in ihrer Ausstattung dabei. Eine Gelenkkugel wie bei der Gilette Venus Deluxe Smooth Swirl ist da noch die Ausnahme. Der Flexi Ball sorgt für noch Beweglichkeit beim Rasieren, da der Rasierkopf sanft über die Konturen gleitet, ohne dass man dabei viel Druck ausüben muss.
Wer statt mechanisch eher elektrisch bevorzugt, für den könnte der Remington Damenrasierer Smooth&Silky eine gute Wahl sein.
Bei störender Körperbehaarung denken die meisten an Beine, doch auch die Bikinizone oder feine Haare an den Armen empfinden viele Frauen als herausfordernd. Der Panasonic ES-WM31 5-in-1 Multi-Trimmer ist bestens dafür geeignet, sich den kleineren Körperpartien zu widmen. Hier geht es nicht nur ums Rasieren, sondern auch um das einheitliche Kürzen und Stutzen der Haare, was auch sanfter zur Haut ist.
Ganze sechs Klingen kümmern sich um die lästigen Härchen und schonen dabei den Geldbeutel, denn Wechselklingen gibt es zu einem sehr fairen Preis. Groß in der Anzahl der Klingen, klein im Preis: Der Isana Pace 6 ist mit sechs Klingen ausgestattet - das ist Rekord in unserem Test. Die Ersatzklingen, die sonst zum Kostenfaktor werden können, sind hier aber besonders günstig. So soll es ein.
tags: #estrid #rasierer #set #test
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