Erste Anzeichen von Haarausfall beim Mann: Ursachen und Lösungen

Haarausfall bei Männern ist ein weit verbreitetes Phänomen, das viele verschiedene Ursachen haben kann. Es ist wichtig, die ersten Anzeichen zu erkennen und die möglichen Gründe zu verstehen, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergreifen zu können.

Da unsere Kopfhaut über 100.000 Haarfollikel hat, können wir diese Menge täglich verlieren, ohne dass der Haarverlust auffällt. Frauen neigen dazu, täglich mehr Haare zu verlieren als Männer, und es gibt Ausnahmen bei der Menge, die Menschen täglich verlieren können. Obwohl es völlig normal ist, jeden Tag Haare zu verlieren, gibt es einen Schwellenwert, auf den Sie achten sollten.

Die Norwood-Skala veranschaulicht den Haarausfall, der an verschiedenen Stellen der Kopfhaut auftritt, in 7 Hauptstadien des Glatzenbildungsprozesses.

Wie bemerkt man Haarausfall?

Haarausfall bemerken viele zunächst daran, dass sich mehr Haare in der Bürste, im Waschbecken oder auf dem Kopfkissen finden. Oft fällt auch auf, dass das Haar insgesamt dünner wirkt oder sich kahle Stellen bilden, besonders am Oberkopf oder an den Schläfen. Auch ein zurückweichender Haaransatz kann ein frühes Anzeichen sein.

Erste Anzeichen von Haarausfall

Dies sind die ersten Anzeichen von Kahlheit:

  • Das Haar beginnt auszufallen.
  • Der Haaransatz bildet sich zurück.
  • Die Kopfhaut wird durch das Haar hindurch sichtbarer.
  • Kahle Stellen erscheinen wahllos.
  • Das Haar braucht länger als gewöhnlich, um zu wachsen.
  • Schuppenbildung oder Juckreiz auf der Kopfhaut.

Formen des Haarausfalls

Es gibt unterschiedliche Arten von Haarausfall, die verschiedene Ursachen haben können. Doch bis zu 100 Haare am Tag zu verlieren, ist noch normal. Erst wenn es mehr werden, spricht man in der Medizin von krankhaftem Haarausfall (Effluvium). Er sollte behandelt werden, bevor noch mehr Haare verloren gehen. Denn Haarausfall, dessen Ursache in einer anderen Krankheit, Medikamenten oder etwa Stress liegt, ist relativ gut therapierbar.

Androgenetische Alopezie

Diese Form von starkem Haarausfall ist die häufigste Art von Haarausfall bei Männern, die aber auch bei Frauen, wenn auch deutlich seltener, vorkommt. Diese Form von Haarausfall lässt sich, wenn auch nicht immer, behandeln. Die Ursache für den androgenetischen Haarausfall ist eine erblich bedingte Überempfindlichkeit an den Haarwurzeln gegenüber dem körpereigenen Hormon Dihydrotestosteron (DHT). DHT beeinträchtigt die Funktion der für die Nährstoffversorgung zuständigen Rezeptoren an den Haarwurzeln.

Die Norwood-Skala veranschaulicht den Haarausfall, der an verschiedenen Stellen der Kopfhaut auftritt, in 7 Hauptstadien des Glatzenbildungsprozesses.

Bei Männern tritt sie typischerweise als Ausdünnung am Haaransatz oder am Scheitel oder an beiden Stellen auf.

Bei Männern beginnt der erblich bedingte Haarausfall meist an den sogenannten Geheimratsecken oder am Wirbel am Hinterkopf. Mit der Zeit können sich diese Bereiche ausweiten und schließlich zu einer Glatze führen, wenn der Haarausfall unbehandelt bleibt.

Dieser genetisch bedingte Haarverlust fängt oft schon zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr im Bereich der Schläfen und der oberen Region des Hinterkopfs an. Bei dem einen schneller, beim anderen eher schleichend. Jedenfalls kommt es im Laufe der Jahre durch den eingeschränkten Haarwuchs zunächst zur Ausbildung der typischen Geheimratsecken.

Der Verlauf des erblich bedingten Haarausfalls bei Männern wird anhand der Norwood-Hamilton-Skala eingeordnet. Diese Art des Haarausfalls wird hauptsächlich über die Gene der Mutter weitergegeben.

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Alopecia Areata (Kreisrunder Haarausfall)

Kreisrunder Haarausfall ist eine eher seltenere Form des Haarverlusts, bei dem auf dem Kopf (seltener auch im Bartbereich oder anderen Stellen des Körpers) kleinere, anfangs nur münzgroße runde kahle Stellen entstehen. Die Haut zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Elfenbeinfarbe aus. Im Randbereich dieser kahlen Stellen findet man häufig sogenannte Kolbenhaare, die wegen ihres Aussehens auch „Ausrufezeichen-Haare“ genannt werden. Da die unregelmäßig auftretenden kahlen Stellen des kreisrunden Haarausfalls deutlich sichtbar sind, belastet er die Psyche und das Wohlbefinden der Betroffenen stark.

Alopecia areata ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Ihr Immunsystem Ihre Haarfollikel angreift. Bei Männern und Frauen mit dieser Krankheit kommt es zu Haarausfall in kleinen Bereichen der Kopfhaut, ohne dass andere Symptome auftreten. Auch die Augenbrauen, der Bart und die Körperbehaarung können davon betroffen sein.

Es entstehen am Kopf, manchmal aber auch an den Augenbrauen oder Barthaaren, kahle, runde Stellen. Rundherum sind Haare vorhanden, sodass die kahlen Stellen wie ausgestanzt wirken. Die umgebenden Haare um die kahlen Stellen herum sind meist kurz abgebrochen und lassen sich leicht auszupfen.

Alopecia Diffusa (Diffuser Haarausfall)

Im Ergebnis schimmert immer mehr Kopfhaut zwischen den weniger gewordenen Haaren hindurch. Etliche Faktoren könnten für diffusen Haarausfall verantwortlich gemacht werden. Einige dieser Auslöser kann man selbst kontrollieren und feststellen, ob das Haarwachstum wieder einsetzt, wenn man die Ursache, etwa Stress, reduziert oder eine Mangelernährung behoben hat.

Insgesamt ist diffuser Haarausfall gut, wenn auch nicht in allen Fällen behandelbar.

Alopecia Cicatricalis (Vernarbender Haarausfall)

Die vernarbende Alopezie ist selten und für Laien relativ schwer eindeutig zu erkennen. Es handelt sich hierbei um einen meistens langsam voranschreitenden Haarausfall, der zu asymmetrischen kahlen Stellen am Kopf führt. Neben dem Haarausfall kommt es zu Entzündungen und einer verstärkten Narbenbildung an den betroffenen Hautstellen. Weil an den bereits vernarbten Stellen keine Haare mehr wachsen können, sollte man bei Verdacht auf eine vernarbende Alopezie einen Arzt zur Abklärung und Behandlung hinzuziehen.

Weitere Ursachen für Haarausfall

Verschiedene Bedingungen und Probleme können Haarausfall auslösen.

  • Stressige Lebensereignisse: Stressige Lebensereignisse (wie z.B. eine Krankheit, eine Geburt oder eine extreme Diät) können zu Telogen Effluvium führen. Dabei handelt es sich um einen Zustand, bei dem eine große Anzahl von Haaren in die Ruhephase (Telogen) eintritt und einen plötzlichen und übermäßigen Haarausfall verursacht.
  • Schilddrüsenerkrankungen: Die Schilddrüsenhormone sind für die Erhaltung gesunder Haarfollikel unerlässlich, so dass bestimmte Schilddrüsenerkrankungen zu Haarausfall führen können.
  • Nährstoffmangel: Die Teilung der Haarfollikelzellen ist eine der schnellsten Zellteilungen, die in unserem Körper stattfinden. Es ist also keine Überraschung, dass ein Nährstoffmangel zu Haarausfall führen kann. Sie können einen Nährstoffmangel entwickeln, wenn Sie nicht genügend Vitamine, Eisen oder Proteine zu sich nehmen.
  • Pilzinfektionen: Wenn Sie diese Pilzinfektion der Kopfhaut entwickeln, werden Sie einzelne schuppige Flecken bemerken, die Pusteln aufweisen können.
Ursache Beschreibung
Androgenetische Alopezie Erbliche Überempfindlichkeit gegenüber DHT
Alopecia Areata Autoimmunerkrankung, die Haarfollikel angreift
Telogen Effluvium Haarausfall durch Stress, Krankheit oder Ernährung
Schilddrüsenerkrankungen Hormonelle Störungen beeinflussen Haarfollikel
Nährstoffmangel Mangel an Vitaminen, Eisen oder Proteinen
Pilzinfektionen Infektion der Kopfhaut führt zu Haarausfall

Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, um Haarausfall zu verlangsamen oder zu stoppen:

  • Minoxidil (Rogaine): Es wird direkt auf die Kopfhaut aufgetragen, um Haarausfall zu verhindern und das Wachstum bei bestimmten Arten von Haarausfall zu fördern.
  • Finasterid: Das Medikament wirkt, indem es den Spiegel von Dihydrotestosteron (DHT), dem männlichen Sexualhormon, das für den Haarausfall bei Männern verantwortlich ist, senkt.
  • Laserbehandlungen: Laserbehandlungen konzentrieren sich auf die Erhöhung der Dichte.
  • PRP-Therapie: Bei der PRP-Therapie wird eine Blutprobe entnommen, zu plättchenreichem Plasma verarbeitet und dann in die von männlichem Haarausfall betroffenen Bereiche injiziert.
  • Kopfhautpflege: Die Pflege Ihrer Kopfhaut ist entscheidend für das Wachstum gesunder Haare.
Bei der PRP-Therapie wird plättchenreiches Plasma in die Kopfhaut injiziert, um das Haarwachstum zu fördern.

Wann beginnt die Glatzenbildung?

Sie haben eine 25-prozentige Chance, einen Teil Ihrer Haare zu verlieren, bevor Sie 30 Jahre alt sind. Etwa die Hälfte aller Männer erleidet bis zum Alter von 50 Jahren sichtbaren Haarausfall, und zwei Drittel der Männer haben bis zum Alter von 60 Jahren eine Glatze oder leiden unter Haarausfall.

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