Viele Menschen assoziieren Haarausfall vor allem mit älteren Männern. Tatsache ist jedoch, dass Haarverlust im Erwachsenenalter bei beiden Geschlechtern in fast jedem Alter einsetzen kann. Haarausfall kann bereits in sehr jungen Jahren, mit 15 oder 16 beginnen. Es ist zwar ungewöhnlich, aber der Haarausfall im Teenageralter beginnt in der Regel allmählich, zunächst mit dünner werdendem Haar oder einer zurückweichenden Haarlinie. In diesen Fällen ist es besonders wichtig, sich Hilfe durch eine Haarfachklinik zu suchen, um die Ursachen dieses sehr frühen Haarausfalls zu bestimmen.
Erblich bedingter Haarausfall ist dabei die häufigste Ursache für Haarverlust, sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Dieser wird auch als androgenetische Alopezie oder auch erblicher Haarausfall bzw. hormonell bedingter Haarausfall bezeichnet.
Verschiedene Faktoren können zu Haarausfall im Teenageralter führen. Hier sind einige der häufigsten Ursachen:
Die ersten Hinweise auf genetisch Haarausfall sind individuell unterschiedlich und unterscheiden sich auch bei Männern und Frauen. Häufige Anzeichen für Haarausfall sind:
In der Regel verläuft genetisch bedingter Haarausfall bei Frauen Männern graduell und über einen Zeitraum von vielen Jahren. Sollten Sie bei sich bemerken, dass die Haare gleich büschelweise ausfallen, liegen meist andere Ursachen vor. Beispielsweise könnte die Alopezia areata ein Auslöser sein, die auch als kreisrunder Haarausfall bezeichnet wird. Sie wird vermutlich durch eine Störung des Immunsystems ausgelöst.
Wenn Sie befürchten, dass Sie an Haarausfall leiden, sollte der Gang zum Arzt und die Diagnose der erste Schritt sein. Denn nur, wenn die Art des Haarausfalls diagnostiziert wurde, kann die richtige Therapie gestartet werden.
Die Diagnose von Haarausfall erfolgt durch verschiedene Untersuchungsmethoden. Zunächst führen die Ärztin oder der Arzt ein ausführliches Gespräch, um mögliche Auslöser wie Medikamente, Erkrankungen oder Ernährungsgewohnheiten zu identifizieren. Anschließend wird die Kopfhaut gründlich untersucht, um die Art des Haarausfalls und den Zustand der Haarfollikel zu beurteilen.
Ein wichtiges diagnostisches Verfahren ist der Zupftest: Hierbei werden etwa 50 Haare gleichzeitig sanft gezogen. Bleiben mehr als 5 lose Haare übrig, deutet dies auf einen aktiven Haarausfall hin. Für eine präzise Diagnose wird häufig ein Trichogramm erstellt, das den Anteil der Haare in verschiedenen Wachstumsphasen bestimmt. Ergänzend können Blutuntersuchungen durchgeführt werden, um mögliche Grunderkrankungen wie Schilddrüsenfehlfunktionen oder Eisenmangel zu erkennen.
Die gute Nachricht für alle von Haarausfall betroffenen Frauen und Männer ist, dass sich die meisten Formen des Haarverlustes gut behandeln lassen. Entscheidend ist, die genauen Ursachen des Haarausfalls zu kennen.
Laut aktueller Studien wird genetisch bedingter Haarausfall bei Männern wie Frauen durch eine Überempfindlichkeit gegen Dihydrotestosteron verursacht. Auch Vitamin- und Nährstoffmangel können für Haarausfall verantwortlich sein.
Für die Behandlung von erblich bedingtem Haarausfall stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung.
Auch wenn dein Haar dünner wird, muss man es nicht unbedingt sehen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, schütteres Haar so zu stylen, dass es voller aussieht.
Der richtige Haarschnitt und die richtigen Stylingprodukte können wahre Wunder bewirken. Ein professioneller Friseur kann dich über den besten Haarschnitt für deine Gesichtsform beraten, aber es ist immer am besten, eine Idee im Kopf zu haben.
Wenn dein Haarausfall oder dünner werdendes Haar dein Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl beeinträchtigt, gibt es Möglichkeiten, das Erscheinungsbild von dünner werdendem Haar mit Frisuren zu verbessern, die die Strähnen voller und dicker aussehen lassen.
Zur Vorbeugung von Haarausfall ist eine schonende Haarpflege wichtig. Vermeiden Sie mechanische Belastungen wie zu straff gebundene Frisuren. Schützen Sie Ihre Kopfhaut auch vor übermäßiger Hitzeeinwirkung durch Föhn oder Glätteisen.
Für die tägliche Pflege empfiehlt sich die Verwendung milder Shampoos, die speziell für empfindliche Kopfhaut entwickelt wurden. Die Wassertemperatur sollte dabei lauwarm sein, da zu heißes Wasser die Talgproduktion anregt und die Kopfhaut zusätzlich reizen kann.
Eine ausgewogene Ernährung spielt eine zentrale Rolle bei der Prävention von Haarausfall. Vitamin-Defizite und Mangelernährung können Haarausfall begünstigen.
Hormone sind biochemische Botenstoffe, die von speziellen Zellen produziert werden. Vereinfacht ausgedrückt werden die Haarfollikel und damit auch die Haarwurzeln über die Hormone gesteuert. Hormonelle Veränderungen haben deshalb auch unmittelbare Auswirkungen auf die Haare.
Bei Frauen tritt Haarausfall gehäuft während der Pubertät, nach der Schwangerschaft und in den Wechseljahren auf. Während der Schwangerschaft steigt der Spiegel des Hormons Östrogen im Körper an, wodurch das Haarwachstum angeregt wird. Viele Frauen erfreuen sich in dieser Lebensphase an besonders glänzenden und gesunden Haaren. Ausschlaggebend ist, dass der Hormonspiegel in den Keller rutscht.
Doch auch die Stillzeit kann mit Haarausfall einhergehen. Das Hormon Prolactin, das zur Milchbildung beiträgt, verkürzt die Wachstumsphase der Haare. Bei Frauen wird oft das sog. PCOS (engl. Von Haarausfall betroffene Frauen leiden an einer übermässigen Bildung männlicher Geschlechtshormone. Die Symptome sind neben Haarausfall auch Akne, verstärkte Körperbehaarung und oft auch Kinderlosigkeit.
Im Klimakterium verändert sich die hormonelle Zusammensetzung im weiblichen Körper grundlegend.
Die Schulmedizin hat bei hormonell bedingtem Haarausfall meist nur Hormontherapien zu bieten. Doch immer mehr Frauen besinnen sich auf alte Heilmittel und wagen den Blick über den kulturellen Tellerrand. Zu den wichtigsten Hormonpflanzen zählen Yamswurzel, Mönchspfeffer, Bockshornklee, Nachtkerze, Schafgarbe, Frauenmantel, Rotklee, Passionsblume, Hopfen und Traubensilberkerze.
Die Heilpflanzen können als Tee getrunken oder als Tinktur bzw. Sud in die Kopfhaut einmassiert werden. Auf diese Weise kann die Durchblutung gefördert und das Haarwachstum angeregt werden. Wird der Körper über die Ernährung ausreichend mit Nährstoffen versorgt, werden die Haarwurzeln zusätzlich gestärkt.
| Alter | Prozentsatz der Männer mit spürbarem Haarausfall |
|---|---|
| 20-29 | 20% |
| 30-39 | 30% |
| 40-49 | 40% |
| 50-59 | 50% |
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