Epilierer-Test: Für langanhaltende glatte Haut

Viele Menschen wünschen sich einen glatten Körper ohne lästige Körperhaare. An den Beinen, unter den Achseln, an den Armen, im Schambereich, im Gesicht sprießen sie überall, unnachgiebig und mit penetranter Regelmäßigkeit. Wer sich einen glatten Körper wünscht, rasiert und zupft und cremt, bis alles seidig glatt ist. Manche täglich, andere einmal die Woche - mit Rasierer, Wachsstreifen, Pinzette. Auch Epilierer gehen lästiger Körperbehaarung an den Kragen. Doch sie haben den Ruf, schmerzhaft zu sein. COMPUTER BILD hat es ausprobiert und klärt, welche Epilierer am besten in der Lage sind, für glatte Haut zu sorgen.

Viele Pinzetten, die sich schnell auf einer Rolle drehen: So funktionieren Epilierer. Sie ziehen Körperhaare samt Wurzel heraus und sollen so für eine lange haarfreie Zeit sorgen.

Das Wichtigste in Kürze

Ein Epilierer gleitet wie ein Rasierer von Hand langsam über die Haut. Er arbeitet mit Pinzetten, die die Haare inklusive Wurzel aus der Haut zupfen. Die Pinzetten sind auf einer Rolle angeordnet, die sich schnell dreht.

Wer zum ersten Mal epiliert, empfindet das meist als schmerzhaft. Mit regelmäßiger Anwendung lässt das Schmerzempfinden nach.

Technik soll gegen den Schmerz helfen: Liegt ein Massageaufsatz für den Epilierer bei, lenkt dieser vom Zupfgefühl ab.

Die Haare können beim Nachwachsen in die Haut einwachsen. Um diese Gefahr zu mindern, empfiehlt sich regelmäßiges Peelen der Haut - ob nun mit den Peelingbürsten, die manchmal zum Lieferumfang gehören, oder einem Körperpeeling, also einem Pflegeprodukt mit Schmirgelsubstanz.

Die meisten Modelle arbeiten kabellos. Wir überprüfen die Akkulaufzeit in echter Nutzung.

Testsieger: Braun Silk-épil 9 Flex

Braun Silk-épil 9 Flex SkinSpa 9-681
  • Beweglicher Kopf sorgt für gute Haftung
  • Gründliches Epilierergebnis
  • Sehr helles Arbeitslicht
  • Lange Akkulaufzeit
  • Knöpfe gewöhnungsbedürftig
  • Keine Anzeige der Intensitätsstufe

Mit Flexibilität an die Spitze: Brauns Premium-Epilierer Silk-épil 9 Flex hat als einziges Gerät im Test einen seitlich beweglichen Kugelkopf. Dadurch haftet das Gerät zuverlässiger auf der Haut, auch wenn man es mal nicht gerade hält. Dank schlanker Form des Griffs liegt das Gerät sehr gut in der Hand. Das Arbeitslicht leuchtet besonders hell und hilft, kein Haar zu übersehen. Die Massageabdeckung, die bei Braun zum Standard gehört, mindert den Epilierschmerz. Und als Folge der gelungenen Bauweise geht das Epilieren schneller und bequemer vonstatten. Vor allem am Bein und unter den Achseln überzeugte uns das Ergebnis vollends.

Die Platzierung und Belegung der Knöpfe bedarf etwas Gewöhnung: Ein Knopf schaltet ein, der andere wechselt zwischen den Modi I, II und Automatik. Letzterer arbeitet im normalen Tempo I und beschleunigt (II), wenn man den Druck erhöht.

Braun Silk-épil 9 Flex 9-030 3D
  • Beweglicher Kopf sorgt für gute Haftung
  • Gründliches Epilierergebnis
  • Sehr helles Arbeitslicht
  • Lange Akkulaufzeit
  • Knöpfe gewöhnungsbedürftig
  • Keine Anzeige der Intensitätsstufe

In unserem Set war der Lieferumfang riesig - etwas beim Kauf sparen lässt sich mit dem Basisset, das sogar schon eine Aufbewahrungstasche und den Rasieraufsatz enthält.

Preis-Leistungs-Sieger: Panasonic ES-EY30

Panasonic ES-EY30
  • Sehr effiziente Epilation am Bein
  • Gutes Arbeitslicht
  • Formgebung erschwert Epilation an Achseln und in der Bikinizone
  • Laut
  • Zu kleine Reinigungsbürste

Der Epilierer Panasonic ES-EY30 fällt durch seine besondere Bauform auf: zwei Epilierrollen nebeneinander! Die bringen vor allem beim Epilieren der Beinpartie Vorteile. So lassen sich viele Haare auf einmal erwischen, die Prozedur lässt sich so beschleunigen. Dabei hilft auch das helle Arbeitslicht. Panasonic liefert in unserem Set neben dem Aufbewahrungsbeutel einen Massageaufsatz mit, außerdem eine Abdeckung, die die eine der beiden Rollen abschließt.

Der Epilierer lässt sich in drei Stufen schalten, wobei er in der höchsten ordentlich Lärm macht: Mit 25,5 Sone (respektive 75,6 dB) gehört das Gerät zu den lautesten Epilierern im Test. Die schlanke Form des Griffs gefällt, nur ist der Knopf zum Lösen des Epilierkopfs unglücklich am Griffende platziert: Einmal löste er sich ungewollt während des Epiliervorgangs.

So testet COMPUTER BILD Epilierer

Das Ziel für alle, die einen Epilierer nutzen, ist klar: Er soll möglichst effizient und schmerzfrei für glatte Haut ohne Stoppel sorgen. Im Test haben wir folgende Punkte überprüft:

  • Ausstattung & Funktion: In wie vielen unterschiedlichen Geschwindigkeitsstufen lässt sich das Gerät regeln? Und zeigt der Epilierer den Akkustatus an? Auch haben wir in der Lautheitsbox die Geräuschentwicklung überprüft, denn die Haarentferner machen teils ordentlich Lärm. Wir checkten den Lieferumfang. Wie viele und welche Aufsätze sind dabei? Gehören eine vernünftige Reinigungsbürste und eine Aufbewahrungstasche dazu?
  • Epilieren: Ihre Kerndisziplin mussten die Epilierer an verschiedenen Körperstellen unter Beweis stellen - am Unterschenkel, der Achsel und in der Bikinizone. Wie groß das subjektive Schmerzempfinden an diesen Körperstellen war, haben wir ebenfalls bewertet, wobei hier eine erfahrene Epiliererin die Bewertung vorgenommen hat.
  • Akkuleistung: Die Aufladezeit haben wir mit unseren Instrumenten im Testlabor ermittelt. Uns interessiert, wie lang die Epilierer durchhalten, bis ihr Akku geladen werden muss. Das messen wir in der Praxis, indem wir die Epilierer in realer Nutzung entleeren.
  • Handhabung & Bedienung: Im Test schauten wir uns an, ob die Bedienungsanleitung alles Nötige erklärt. Bei der Handhabung kam es auf ein geringes Gerätegewicht, eine ergonomische Form samt strategischer Platzierung der Tasten und Bedienknöpfe an. Ein Arbeitslicht, das Haare sichtbar macht, war hier ebenfalls wichtig. Wie einfach die Reinigung mit Bürste und/oder Wasser gelingt, haben wir auch ausprobiert. Dann ging es für wasserfeste Modelle im Spritzwasser-Test unter die Dusche.

Butter bei die Fische: So schmerzhaft ist Epilieren

Wer zum ersten Mal epiliert (und vorher auch noch keine Erfahrung mit Waxing & Co. gemacht hat), wird vermutlich jeden Epilierer als schmerzhaft bewerten. Denn letztendlich werden die Haare an der Wurzel gepackt und per Pinzette gezogen. Angenehm ist das wohl für niemanden. Die gute Nachricht ist: Der Schmerz lässt mit jeder Anwendung nach. Und es gibt verschiedene Strategien.

  • Die optimale Haarlänge fürs Epilieren liegt zwischen 3 und 5 Millimetern - kürzer bekommen die Pinzetten nicht gut zu fassen, länger kann das Schmerzempfinden verstärken.
  • Ein Bad in der Wanne vor dem Epilieren kann entspannen und die Poren öffnen.
  • Die Nassepilation fühlt sich ebenfalls angenehmer an als das Epilieren im Trockenzustand.
  • Bei fast jedem Epilierer stehen verschiedene Stufen zur Wahl, die die Schnelligkeit der Rotation regulieren - Anfänger starten mit der ersten Stufe, Geübtere wählen für mehr Effizienz die höchste Stufe.
  • Was auch hilft, ist ein Massageaufsatz. Der ist bei fast allen getesteten Modellen dabei, mit Ausnahme des Philips-Geräts sowie des Außenseiters Silk'n EpiTweez. Das Funktionsprinzip der Massageabdeckung: Die spitzen Steinchen am Rand des Aufsatzes lenken vom Schmerz der Pinzetten ab.

Für erfahrene Epilierer(innen) sind die Modelle im Test fast alle gut aushaltbar. Kaum eines sorgte im Nachgang für Rötungen. Einzig das Modell Silk'n EpiTweez kommt hier schlecht weg. Tipp: Empfehlenswert ist es, nach dem Epilieren die Haut mit Bodylotion zu beruhigen. Zudem sollte man die Haut regelmäßig peelen.

Epilierergebnis: Wer zupft effizient?

Die besten Epilierergebnisse im Test erzielten Testsieger Braun Silk-épil 9 flex sowie Panasonic ES-EY30 und Braun Silk-épil 9. Alle drei erfassten fast jedes Haar, über das sie gleiten, sodass sie beim Entfernen kurzen Prozess machen. An den Beinen lagen Panasonic und das Braun-9-flex-Modell vorn, an den Achseln der Silk-épil 9 flex, in der Bikinizone jedoch machte sich der Silk-épil 9, den wir noch in der älteren Bauweise getestet haben, durch seine Formgebung in Verbindung mit der Standard-Abdeckkappe gut.

Der günstige Silk'n EpiTweez entpuppte sich als Vollkatastrophe: Die Pinzetten bekamen selten ein Haar zu fassen, der Motor mindert die Rotationsgeschwindigkeit schon bei leichtem Druck.

Haltbarkeit: So lange ist Ruh

Und wie lange hält das Ergebnis? Das hängt ganz vom individuellen Haarwuchs ab. Da im Gegensatz zur Rasur bei der Epilation das Haar nicht nur an der Oberfläche abgeschnitten, sondern samt Wurzel herausgelöst wird, hält das glatte Ergebnis aber im Vergleich länger an, denn es muss sich ja erst eine neue Haarwurzel bilden. Im Falle der Testerin genügt einmal wöchentliches Epilieren.

Reinigung

Allen Epilierern liegt eine Bürste bei. Am besten funktioniert die Reinigung, wenn man die jeweilige Abdeckung abnimmt, um die Epilierrolle freizulegen und von allen Seiten zu erfassen.

Wasserdichte Modelle - alle in unserem Testfeld außer Braun Silk-épil 3 und Silk'n EpiTweez - lassen sich zudem unterm Wasserhahn reinigen.

Verarbeitung

Die Geräte der bekannten Markenhersteller haben allesamt eine solide Verarbeitung. Nur das günstige Modell von Silk'n tanzt aus der Reihe: Die Kappe lässt sich schwer lösen, das Material macht einen kostenoptimierten Eindruck.

Akkulaufzeit

Bis auf den Braun Silk-épil 3 haben alle Epilierer einen Akku, der den kabellosen Betrieb möglich macht. Die Hersteller versprechen je nach Modell Laufzeiten von 30 Minuten (Silk'n) bis zu 50 Minuten (Braun-9-Serie). Im Leerlauf haben alle Modelle deutlich längere Laufzeiten, doch uns interessiert das, was der echten Nutzererfahrung entspricht.

Die Testergebnisse im Überblick

Die Akkulaufzeit überprüfen wir aktuell noch. Alle wasserdichten Modelle haben wir bereits unter der Dusche auf Spritzwasserschutz überprüft. Ganz am Schluss müssen sie noch ein kurzes Bad in der vollen Badewanne überstehen. Die Ergebnisse liefern wir nach. Die restlichen Testwerte haben wir bereits ermittelt - zu finden in der nachfolgenden Tabelle.

Die Testergebnisse der Epilierer im Detail

Die Testergebnisse der Epilierer im Detail

ModellVorteileNachteile
Braun Silk-épil 9 Flex 9-030 3DBeweglicher Kopf, gründliches Ergebnis, helles Arbeitslicht, lange AkkulaufzeitKnöpfe gewöhnungsbedürftig, keine Anzeige der Intensitätsstufe
Philips Epilator Series 8000--

Epilierer Test – Braun, Philips und Panasonic im Vergleich

tags: #epilierer #test #vergleich

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