Lang anhaltend glatte Haut: Die ultimative Epilieranleitung

Behaarte Beine sind genauso schön wie glatte - und niemand sollte sich dafür rechtfertigen müssen, Haut mit Haaren zu zeigen. Die Vorstellung, dass Frauen immer haarlos sein müssen, ist längst überholt. Wir stehen dafür ein, dass jede Frau ihren eigenen Look leben und lieben darf - ganz ohne Druck.

Falls du dich trotzdem dafür entscheidest, Körperhaare zu entfernen, ist ein Epilierer eine effektive Option. Dabei kann einiges schiefgehen, aber mit der richtigen Vorbereitung und Technik kannst du das Epilieren sanfter gestalten, die Haut länger glatt halten und eingewachsenen Härchen vorbeugen.

Was ist Epilieren?

Das Epilieren bietet einen entscheidenden Vorteil gegenüber der herkömmlichen Rasur: Es entfernt die Haare direkt an der Wurzel. Im Epiliergerät befinden sich dafür kleine Pinzetten, welche an einer rotierenden Walze montiert sind. Diese zupfen die Härchen einzeln aus der Haut und es kommt somit zu einem länger anhaltenden Ergebnis.

Vorteile des Epilierens gegenüber Rasur und Waxing

  • Langanhaltende Ergebnisse: Die Haare wachsen langsamer nach, da sie an der Wurzel entfernt werden.
  • Feinere nachwachsende Haare: Unschöne Stoppeln gehören der Vergangenheit an.
  • Schonender als Rasur: Keine Rasierpickel, da die obere Hautschicht nicht angegriffen wird.
  • Besser als Waxing: Das Epilieren ist weniger schmerzhaft, da du die Geschwindigkeit selbst bestimmen kannst.

Welche Hautstellen kann ich epilieren?

Theoretisch kannst du dich an allen Körperstellen epilieren: an den Beinen, Armen, unter den Achseln, im Intimbereich, sowie im Gesicht. Praktisch gesehen gibt es jedoch schmerzliche Unterschiede bei den verschiedenen Hautstellen. So sind einige Areale, wie der Intimbereich und unter den Achseln, empfindlicher, da die Haut dort dünner ist. Hierfür solltest du stets einen kleineren Aufsatz für empfindliche Bereiche verwenden.

Mit der Zeit sitzen die Haare quasi "lockerer" und du gewöhnst dich an das Gefühl, sodass es immer weniger weh tut. Dranbleiben lohnt sich also.

Worauf muss ich bei einem Epilierer achten?

Beim Kauf eines Epiliergerätes lohnt es sich, ein wenig mehr Geld auszugeben und auf Qualität zu achten. Diese Checkliste hilft dir dabei:

  • Verschiedene Aufsätze: Am besten sind Geräte mit unterschiedlichen Aufsätzen für verschiedene Körperbereiche.
  • Wasserfestigkeit: Wichtig: Das Gerät sollte wasserfest sein, damit du es auch in der Wanne nutzen und außerdem viel besser reinigen kannst.
  • Peeling-Aufsätze: Äußerst sinnvoll, um eingewachsene Haare zu verhindern.
  • Massage-Aufsätze: Stimulieren die Haut, verringern so das Schmerzempfinden und helfen zudem vorbeugend gegen Hautirritationen.
  • Akkulaufzeit: Achte auf eine lange Akkulauf- und Lebenszeit.
  • Zusätzliche Aufsätze: Manche Geräte bieten obendrein noch tolle weitere Aufsätze zum Rasieren und Trimmen.
  • Integrierte Lampe: Ist am Epilierer ein Lämpchen integriert, kann man selbst die feinsten Härchen erkennen und bekommt so noch besser Ergebnisse.

Welcher Epilierer ist der beste?

Epilierer unterscheiden sich vor allem in der Größe und Beschaffenheit des Epilierkopfes, der Wasserfestigkeit und des Zubehörs. Modelle mit großem Kopf und vielen Pinzetten entfernen die Haare schneller und gründlicher, sind dafür aber deutlich teurer.

Hier sind zwei empfohlene Modelle:

Braun Silk-épil 9 Flex

Der Silk-épil von Braun ist der Epilierer-Klassiker. Er eignet sich für Beine, Körper und sogar das Gesicht.

  • Flexibler Kopf erleichtert die Anwendung
  • Micro-Grip-Pinzetten erfassen kürzeste und feinste Härchen
  • SensoSmart Andruckkontrolle garantiert richtige Anwendung
  • Wet & Dry anwendbar
  • Inklusive Aufsatz für Gesichtsepilation, Körpermassage-Pad, Aufbewahrungstasche, Rasieraufsatz und Trimmer. Im Beauty-Set zusätzlicher schmaler Aufsatz, FaceSpa-Aufsätze und Körperpeeling-Aufsatz

Philips BRE740/90

Der BRE740/90 von Philips entfernt kleine Härchen besonders sanft und langanhaltend.

  • S-förmiger Griff für eine bessere Handhabung
  • 32 Keramikpinzetten für sanfteres Epilieren
  • Wet & Dry anwendbar
  • Akku hält bei einer Ladezeit von 2 Stunden bis zu 40 Minuten
  • Inklusive 12 weiteren Zubehörteilen, darunter eine Körperpeelingbürste, ein Massage- und Scherkopf, sowie ein Aufsatz für besonders empfindliche Bereiche wie Achseln und Intimbereich

Wie bereite ich meine Haut aufs Epilieren vor?

Regelmäßige Peelings helfen, die Haare leichter zugänglich zu machen. So kann das Gerät sie besser zupfen. "Nach dem letzten Peeling sollte aber unbedingt ein Tag verstreichen, bevor man den Epilierer ansetzt, um die Haut nicht unnötig zu strapazieren und mögliche Irritationen zu vermeiden", erklärt Dr. Melanie Hartmann, dermatologische Beraterin für Braun.

Wie tut Epilieren weniger weh?

Wenn du dich verkrampfst und schon in Erwartung des Schmerzes leidest, wird es beim Epilieren umso mehr "ziepen". Viel besser: Mach einen Wellness-Moment daraus! Gönne dir eine entspannende Dusche oder noch besser ein schönes Bad. Die Poren öffnen und die Haut entspannt sich.

"Abgesehen von Beruhigung und Entspannung der Haut verbessert die Wärme auch die Durchblutung und stimuliert so die Produktion von körpereigenen Substanzen, die unsere Haut unempfindlicher machen. Dadurch ist das Zupfempfinden sehr viel geringer", weiß Dr. Melanie Hartmann. Dazu entspannende Musik, vielleicht eine Tasse deines Lieblings-Tees … und alles wird halb so wild.

Zudem wird der Schmerz mit jedem Mal weniger, weil die Haare durchs Epilieren immer feiner nachwachsen und du dich ans Zupfen gewöhnst.

Wie epiliert man richtig?

Wenn du dich beim Epilieren an diese Tipps hältst, erwischst du alle Haare und die Haut bleibt länger glatt:

  1. Das perfekte Timing: Abends ist die beste Zeit zum Epilieren. Eventuelle kleine Hautirritationen sind am nächsten Morgen verschwunden.
  2. Die richtige Länge: Die richtige Länge fürs Epilieren liegt zwischen 0,5 bis 5 Millimetern. Besser: Vor dem ersten Epilieren einmal rasieren und dann nach 3 bis 7 Tagen epilieren - je nachdem wie schnell deine Haare wachsen.
  3. Epilier-Richtung: Gegen die Wuchsrichtung epilieren, damit auch kürzere Härchen erfasst werden können.
  4. Keine Hektik: Nimm dir vom Knöchel bis zum Knie mindestens 15 Sekunden Zeit. Bist du zu schnell, brechen die Haare bloß, anstatt mit Wurzel zu verschwinden.
  5. Kein Druck: Der Epilierer findet seinen Weg auch so.
  6. Der richtige Winkel: Bewege den Epilierer aufwärts gegen die Wuchsrichtung der Haare. Das richtet kürzere Haare auf, das Ergebnis wird glatter.
  7. Die Spannung wahren: Wenn du deine Haut während der Epilation spannst - mit den Fingern der freien Hand - erwischt du die Haare am allerbesten. Vor allem an schwierigen Stellen in Haut-Beugen ist das besonders wichtig.
  8. Bleib dran: Zu Beginn solltest du einen Monat lang einmal pro Woche epilieren, damit „erwischst“ du in der Regel alle Härchen in jeder Wachstumsphase. Danach genügt es, etwa alle 2 bis 4 Wochen zu epilieren.

Wie verhindere ich eingewachsene Haare nach dem Epilieren?

Ein regelmäßiges Peeling einmal pro Woche ist nicht nur sinnvoll, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen, sondern auch, um eingewachsenen Härchen vorzubeugen. Anschließend kannst du eine Feuchtigkeitscreme auftragen, so bleibt die Haut schön weich und die Haare finden leichter den Weg an die Oberfläche, statt darunter kehrt zu machen und einzuwachsen.

Wie pflege ich meine Haut nach der Epilation?

Dr. Melanie Hartmann erklärt: "Die Körperhaut - gerade im Beinbereich - ist meist eher trocken, da sie nicht so viele Talgdrüsen besitzt. Eine Epilation nimmt ihr zusätzlich Feuchtigkeit. Deshalb sollte man nach dem Epilieren die Haut mit reichlich Feuchtigkeit versorgen, beispielsweise mit einer Body-Creme oder einer Lotion." Besonders gut ist eine spezielle Creme für nach der Haarentfernung.

Ein guter Tipp: Innerhalb von 5 Minuten nach dem Duschen die Haut mit einem Körperöl pflegen, das schließt Restfeuchtigkeit in der Haut ein und sorgt außerdem noch für einen leichten Schimmer auf der Haut.

Wie lange bleibt man nach dem Epilieren haarfrei?

Da die Haarwurzel beim Epilieren mit entfernt wird, dauert es länger als bei einer Rasur, bis das Haar nachgewachsen ist. Das dauert zirka 2 Wochen, ist aber vom Typ abhängig. Zudem sind die Härchen weicher als bei einer Rasur. Gehst du beim Epilieren zu ungeduldig vor, brechen einige Härchen vielleicht ab und wachsen wieder schneller nach.

Epilieren für Männer

Auch Männer können epilieren, um Stoppeln und Rasurbrand zu vermeiden und bis zu 4 Wochen glatte Haut zu genießen. Epilierer haben meist eine weibliche Zielgruppe, eignen sich aber auch bestens zur Haarentfernung bei Männern. Ihre Haare sind nämlich meist dicker als die von Frauen, wachsen nach dem Rasieren schneller ein und verursachen fiese Hautreizungen wie eingewachsene Haare und Hautunreinheiten.

Mit dem Schmerz, der durchs Epilieren erzeugt wird, kommen viele optimal klar. Man kann ihn nämlich selbst dosieren, indem man die Haut strafft und vorsichtig Zentimeter für Zentimeter vorgeht. Klar, ziepen tut es trotzdem. Das ist unangenehm, aber nichts im Vergleich zum kräftigen Ratsch im Waxing-Studio, versprochen!

Prinzipiell alle, an denen dich die Haare stören. Aber Achtung: Die Schmerzen fallen überall unterschiedlich aus. Brust und Beine sind relativ unempfindlich. Achseln und vor allem Intimbereich ziepen ordentlich und sind nur was für Hartgesottene. Auch Rückenhaare kannst du mit dem Epilierer entfernen. Im Alleingang gestaltet sich das allerdings schwierig.

Intimbereich epilieren

Den Intimbereich zu epilieren, verhilft darüber hinaus zu samtweicher Haut. Für erfolgreiches Epilieren ist die Wahl des richtigen Geräts enorm wichtig. Hier brauchen Sie ein richtig gutes Gerät mit extra schmalen Aufsätzen und einem Trimmaufsatz, der das Stutzen zu langer Härchen ermöglicht. Ein eingebautes Licht erleichtert das Auffinden von Haaren in kniffligen Ecken. Nass-Epilieren sollte möglich sein, damit Sie den weichmachenden Effekt von Wasser perfekt nutzen können.

Um den Intimbereich zu epilieren, sollten die Haare maximal fünf Millimeter lang sein. Das Epiliergerät erfasst Haare mit dieser Länge am einfachsten. Sie können die Haare entweder mit dem Trimmer Ihres Geräts stutzen oder Ihren Intimbereich rasieren. Nach vier Tagen haben die Stoppeln die perfekte Länge.

Warmes Wasser entspannt die Poren der Haut und macht Haare weich. Die Wurzeln lassen sich leichter entfernen. Ein gutes Epiliergerät arbeitet unter der Dusche. Genießen Sie einige Minuten das warme Wasser, bevor Sie mit dem Epilieren beginnen. Massieren Sie sich kräftig, um die Durchblutung der Haut anzuregen. Das beugt Schmerzen vor.

Verwenden Sie den Aufsatz für empfindliche Stellen oder für Gesichtshaare. Ziehen Sie die Haut mit Daumen und Zeigefinger straff. Setzen Sie das Gerät senkrecht auf die straffe Stelle und heben Sie es senkrecht wieder ab. Falls die Schmerzen nicht zu groß sind, bewegen Sie das Gerät langsam über die Haut - entgegen der Wuchsrichtung. Nehmen Sie sich Zeit und legen Sie Pausen ein. Bei heiklen Stellen leistet ein Spiegel gute Dienste. Nicht vergessen: Ein Spiegel zeigt Sie seitenverkehrt.

Zusammenfassende Tabelle: Epilieren vs. Rasieren

Merkmal Epilieren Rasieren
Dauer der Glätte 2-4 Wochen 1-3 Tage
Haarwachstum Feiner, weicher Stärker, Stoppeln
Hautirritationen Weniger Häufiger (Rasierpickel)
Kosten Höher (Gerät) Geringer (Rasierer, Schaum)

tags: #epilieren #anleitung

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