Behaarte Beine sind genauso schön wie glatte - und niemand sollte sich dafür rechtfertigen müssen, Haut mit Haaren zu zeigen. Die Vorstellung, dass Frauen immer haarlos sein müssen, ist längst überholt. Wir stehen dafür ein, dass jede Frau ihren eigenen Look leben und lieben darf - ganz ohne Druck.
Falls du dich trotzdem dafür entscheidest, Körperhaare zu entfernen, ist ein Epilierer eine effektive Option. Dabei kann einiges schiefgehen, aber mit der richtigen Vorbereitung und Technik kannst du das Epilieren sanfter gestalten, die Haut länger glatt halten und eingewachsenen Härchen vorbeugen.
Das Epilieren bietet einen entscheidenden Vorteil gegenüber der herkömmlichen Rasur: Es entfernt die Haare direkt an der Wurzel. Im Epiliergerät befinden sich dafür kleine Pinzetten, welche an einer rotierenden Walze montiert sind. Diese zupfen die Härchen einzeln aus der Haut und es kommt somit zu einem länger anhaltenden Ergebnis.
Theoretisch kannst du dich an allen Körperstellen epilieren: an den Beinen, Armen, unter den Achseln, im Intimbereich, sowie im Gesicht. Praktisch gesehen gibt es jedoch schmerzliche Unterschiede bei den verschiedenen Hautstellen. So sind einige Areale, wie der Intimbereich und unter den Achseln, empfindlicher, da die Haut dort dünner ist. Hierfür solltest du stets einen kleineren Aufsatz für empfindliche Bereiche verwenden.
Mit der Zeit sitzen die Haare quasi "lockerer" und du gewöhnst dich an das Gefühl, sodass es immer weniger weh tut. Dranbleiben lohnt sich also.
Beim Kauf eines Epiliergerätes lohnt es sich, ein wenig mehr Geld auszugeben und auf Qualität zu achten. Diese Checkliste hilft dir dabei:
Epilierer unterscheiden sich vor allem in der Größe und Beschaffenheit des Epilierkopfes, der Wasserfestigkeit und des Zubehörs. Modelle mit großem Kopf und vielen Pinzetten entfernen die Haare schneller und gründlicher, sind dafür aber deutlich teurer.
Hier sind zwei empfohlene Modelle:
Der Silk-épil von Braun ist der Epilierer-Klassiker. Er eignet sich für Beine, Körper und sogar das Gesicht.
Der BRE740/90 von Philips entfernt kleine Härchen besonders sanft und langanhaltend.
Regelmäßige Peelings helfen, die Haare leichter zugänglich zu machen. So kann das Gerät sie besser zupfen. "Nach dem letzten Peeling sollte aber unbedingt ein Tag verstreichen, bevor man den Epilierer ansetzt, um die Haut nicht unnötig zu strapazieren und mögliche Irritationen zu vermeiden", erklärt Dr. Melanie Hartmann, dermatologische Beraterin für Braun.
Wenn du dich verkrampfst und schon in Erwartung des Schmerzes leidest, wird es beim Epilieren umso mehr "ziepen". Viel besser: Mach einen Wellness-Moment daraus! Gönne dir eine entspannende Dusche oder noch besser ein schönes Bad. Die Poren öffnen und die Haut entspannt sich.
"Abgesehen von Beruhigung und Entspannung der Haut verbessert die Wärme auch die Durchblutung und stimuliert so die Produktion von körpereigenen Substanzen, die unsere Haut unempfindlicher machen. Dadurch ist das Zupfempfinden sehr viel geringer", weiß Dr. Melanie Hartmann. Dazu entspannende Musik, vielleicht eine Tasse deines Lieblings-Tees … und alles wird halb so wild.
Zudem wird der Schmerz mit jedem Mal weniger, weil die Haare durchs Epilieren immer feiner nachwachsen und du dich ans Zupfen gewöhnst.
Wenn du dich beim Epilieren an diese Tipps hältst, erwischst du alle Haare und die Haut bleibt länger glatt:
Ein regelmäßiges Peeling einmal pro Woche ist nicht nur sinnvoll, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen, sondern auch, um eingewachsenen Härchen vorzubeugen. Anschließend kannst du eine Feuchtigkeitscreme auftragen, so bleibt die Haut schön weich und die Haare finden leichter den Weg an die Oberfläche, statt darunter kehrt zu machen und einzuwachsen.
Dr. Melanie Hartmann erklärt: "Die Körperhaut - gerade im Beinbereich - ist meist eher trocken, da sie nicht so viele Talgdrüsen besitzt. Eine Epilation nimmt ihr zusätzlich Feuchtigkeit. Deshalb sollte man nach dem Epilieren die Haut mit reichlich Feuchtigkeit versorgen, beispielsweise mit einer Body-Creme oder einer Lotion." Besonders gut ist eine spezielle Creme für nach der Haarentfernung.
Ein guter Tipp: Innerhalb von 5 Minuten nach dem Duschen die Haut mit einem Körperöl pflegen, das schließt Restfeuchtigkeit in der Haut ein und sorgt außerdem noch für einen leichten Schimmer auf der Haut.
Da die Haarwurzel beim Epilieren mit entfernt wird, dauert es länger als bei einer Rasur, bis das Haar nachgewachsen ist. Das dauert zirka 2 Wochen, ist aber vom Typ abhängig. Zudem sind die Härchen weicher als bei einer Rasur. Gehst du beim Epilieren zu ungeduldig vor, brechen einige Härchen vielleicht ab und wachsen wieder schneller nach.
Auch Männer können epilieren, um Stoppeln und Rasurbrand zu vermeiden und bis zu 4 Wochen glatte Haut zu genießen. Epilierer haben meist eine weibliche Zielgruppe, eignen sich aber auch bestens zur Haarentfernung bei Männern. Ihre Haare sind nämlich meist dicker als die von Frauen, wachsen nach dem Rasieren schneller ein und verursachen fiese Hautreizungen wie eingewachsene Haare und Hautunreinheiten.
Mit dem Schmerz, der durchs Epilieren erzeugt wird, kommen viele optimal klar. Man kann ihn nämlich selbst dosieren, indem man die Haut strafft und vorsichtig Zentimeter für Zentimeter vorgeht. Klar, ziepen tut es trotzdem. Das ist unangenehm, aber nichts im Vergleich zum kräftigen Ratsch im Waxing-Studio, versprochen!
Prinzipiell alle, an denen dich die Haare stören. Aber Achtung: Die Schmerzen fallen überall unterschiedlich aus. Brust und Beine sind relativ unempfindlich. Achseln und vor allem Intimbereich ziepen ordentlich und sind nur was für Hartgesottene. Auch Rückenhaare kannst du mit dem Epilierer entfernen. Im Alleingang gestaltet sich das allerdings schwierig.
Den Intimbereich zu epilieren, verhilft darüber hinaus zu samtweicher Haut. Für erfolgreiches Epilieren ist die Wahl des richtigen Geräts enorm wichtig. Hier brauchen Sie ein richtig gutes Gerät mit extra schmalen Aufsätzen und einem Trimmaufsatz, der das Stutzen zu langer Härchen ermöglicht. Ein eingebautes Licht erleichtert das Auffinden von Haaren in kniffligen Ecken. Nass-Epilieren sollte möglich sein, damit Sie den weichmachenden Effekt von Wasser perfekt nutzen können.
Um den Intimbereich zu epilieren, sollten die Haare maximal fünf Millimeter lang sein. Das Epiliergerät erfasst Haare mit dieser Länge am einfachsten. Sie können die Haare entweder mit dem Trimmer Ihres Geräts stutzen oder Ihren Intimbereich rasieren. Nach vier Tagen haben die Stoppeln die perfekte Länge.
Warmes Wasser entspannt die Poren der Haut und macht Haare weich. Die Wurzeln lassen sich leichter entfernen. Ein gutes Epiliergerät arbeitet unter der Dusche. Genießen Sie einige Minuten das warme Wasser, bevor Sie mit dem Epilieren beginnen. Massieren Sie sich kräftig, um die Durchblutung der Haut anzuregen. Das beugt Schmerzen vor.
Verwenden Sie den Aufsatz für empfindliche Stellen oder für Gesichtshaare. Ziehen Sie die Haut mit Daumen und Zeigefinger straff. Setzen Sie das Gerät senkrecht auf die straffe Stelle und heben Sie es senkrecht wieder ab. Falls die Schmerzen nicht zu groß sind, bewegen Sie das Gerät langsam über die Haut - entgegen der Wuchsrichtung. Nehmen Sie sich Zeit und legen Sie Pausen ein. Bei heiklen Stellen leistet ein Spiegel gute Dienste. Nicht vergessen: Ein Spiegel zeigt Sie seitenverkehrt.
| Merkmal | Epilieren | Rasieren |
|---|---|---|
| Dauer der Glätte | 2-4 Wochen | 1-3 Tage |
| Haarwachstum | Feiner, weicher | Stärker, Stoppeln |
| Hautirritationen | Weniger | Häufiger (Rasierpickel) |
| Kosten | Höher (Gerät) | Geringer (Rasierer, Schaum) |
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