Der Trend zur vollständigen Körperenthaarung führt dazu, dass viele Menschen regelmäßig rasieren, zupfen und epilieren.
Follikulitis
Durch kleinste Hautverletzungen, die beim Rasieren oder Epilieren entstehen, können Erreger, meist Bakterien, über die Härchen in die Haut eindringen und eine Entzündung der Haarwurzel auslösen. Breitet sich diese Entzündung aus, entsteht ein schmerzhaftes, eitergefülltes Knötchen, ein sogenannter Furunkel. Mehrere Furunkel können zu einem großflächigen, sehr schmerzhaften Karbunkel verschmelzen.
Anfangs erscheint ein kleines, rotes, entzündetes Knötchen, das tief in der Haut sitzt und bei Druck sehr schmerzhaft ist. Das Knötchen reift einige Tage, wird dicker und bildet vermehrt Eiter, der sich in den meisten Fällen von selbst entleert. Es ist wichtig, niemals an den Eiterpickelchen herumzudrücken, da die Gefahr besteht, dass der Eiter nach innen gedrückt wird. Nach vollständiger Abheilung kann eine kleine Narbe zurückbleiben.
Typische Bereiche, in denen Furunkel gerne auftreten, sind unter den Achseln, am Gesäß, im Leistenbereich, auf der Brust und am Nacken. Vorsicht! Befindet sich ein Furunkel im Gesicht oder an der Nase, sollte man sofort einen Arzt aufsuchen, da hier Blutgefäße verlaufen, die eine direkte Verbindung zum Gehirn haben. Durch Manipulation besteht die Gefahr einer bakteriellen Verschleppung.
Bei einer einfachen, lokalen Entzündung entleert sich der Eiter in der Regel nach außen und der Furunkel heilt von selbst ab. Komplikationen wie starke Schmerzen, Fieber, mehrere Furunkel gleichzeitig, immer wieder auftretende Furunkel oder Karbunkel sollten von einem Arzt behandelt werden. Dieser kann Antibiotika verschreiben oder den Furunkel unter sterilen Bedingungen mit einem Skalpell öffnen, sodass der Eiter vollständig abfließen kann.
Wichtig: Nicht an dem Furunkel herumdrücken oder quetschen! Nach dem Schwitzen sollte man sich gründlich abduschen und abtrocknen. Vermeiden Sie zu eng anliegende und scheuernde Kleidung.
Die Follikulitis beschreibt eine Entzündung der Haarfollikel (Haarbälge), die entweder oberflächlich oder tief liegen kann. Es gibt oberflächliche und tiefe Haarfollikelentzündungen. Tiefe Entzündungen können sich auch in das umliegende Gewebe ausbreiten. Je nach Schweregrad zeigen sich Pusteln und Pickel, Rötungen, Schwellungen und auch knotige Veränderungen.
Das Erscheinungsbild kann sehr unterschiedlich sein, da es oberflächliche und tiefe Entzündungen geben kann:
Häufig betroffene Körperstellen sind behaarte Bereiche wie Kopfhaut, Brust- und Rumpfbereich sowie der Bartbereich (z.B. durch Mikrotrauma in der Rasur ausgelöst).
Aus einer einzelnen Haarfollikelentzündung kann sich ein Furunkel oder Karbunkel bilden, welche größer und deutlich schmerzhafter sind als eine einzelne Follikulitis. Die Ausbreitung geschieht durch verstopfte Follikelausgänge. Im Falle eines Furunkels oder Karbunkels können Narben zurückbleiben.
Haarbalgentzündung
Bei einer Follikulitis handelt es sich um eine entzündliche Infektion der Haarfollikel. Als Verursacher gelten verschiedene Krankheitserreger, sowohl Pilzerkrankungen, als auch bakterielle und parasitäre Ursachen können Auslöser einer Follikulitis sein. Andere Faktoren wie Schwitzen, Reibung oder ein Trauma wirken sich verstärkend auf die Infektion aus.
Wenn ein Haar unterhalb der Hautoberfläche wächst, spricht man von einem eingewachsenen Haar. Die Haarentfernung ist eine zentrale Ursache für eingewachsene Haare. Durch das Abschneiden oder Auszupfen entsteht eine vergleichsweise scharfe Kante am Haar. Sobald das Haar wieder aus der Haut heraus gewachsen ist und sich an der Oberfläche kringelt, kann es mit dieser scharfen Kante die Haut wieder in entgegengesetzter Richtung durchdringen und darunter weiter wachsen.
Krause oder lockige Haare begünstigen eingewachsene Haare. Eine andere Ursache für eingewachsene Haare sind abgestorbene Hautzellen, die die Haarwurzel verstopfen.
Vorbeugen lässt sich zum Beispiel durch regelmäßiges Peelen der Haut. Damit können Sie verstopfte Poren öffnen und so den Weg frei machen für die nachwachsenden Haare.
Erfolgreich bei der Behandlung einer Haarbalgentzündung kann auch die dauerhafte Haarentfernung mittels Laser, IPL oder Nadelepilation sein; diese Haarentfernungsmethoden ermöglichen die gezielte schonende Entfernung von Haaren. Insbesondere zur Vorbeugung von Hautreizungen (Haarbalgentzündungen).
Eine Haarwurzelentzündung im Intimbereich entsteht, wenn sich Bakterien in den Haarfollikeln ansiedeln und eine Infektion verursachen. Entzündete Haarwurzeln im Intimbereich können äußerst unangenehm sein.
Neben infektiösen Ursachen können auch nicht-infektiöse Faktoren Haarbalgentzündungen auslösen:
Ein Epiliergerät entfernt die Haare samt Wurzel und sorgt so für wochenlang glatte Haut, reizt sie gleichzeitig aber auch. Die perfekte Tageszeit für die Epilation ist abends, weil sich die Haut nachts regeneriert. Regelmäßiges Eincremen nach der Haarentfernung schützt die Haut vor dem Austrocknen und Juckreiz. Gönnen Sie Ihrer Haut nach der Epilation Ruhe und feuchtigkeitsintensive Pflege.
| Problem | Ursachen | Symptome | Behandlungen |
|---|---|---|---|
| Follikulitis | Bakterien, Pilze, Reibung, Trauma | Rötung, Pusteln, Juckreiz, Schmerzen | Antiseptika, Antibiotika, Hygiene |
| Eingewachsene Haare | Haarentfernung, Verstopfte Poren | Entzündung, Rötung, Eiterpickel | Peeling, Warme Kompressen, Pinzette |
| Furunkel | Bakterielle Infektion | Schmerzhaftes Knötchen, Eiterbildung | Antibiotika, Chirurgische Öffnung |
Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen nur zu Informationszwecken und ersetzen nicht die Beratung durch einen Arzt oder eine andere medizinische Fachkraft.
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