Übermäßiger Haarwuchs am ganzen Körper oder an bestimmten Körperteilen stellt oft eine psychische Belastung für die Betroffenen dar, auch wenn er zumeist harmlos ist. Eine übermäßige Behaarung, in der Medizin als Hypertrichose bekannt, kann genetisch bedingt sein, aber auch erst im späteren Leben entstehen, beispielsweise durch bestimmte Medikamente oder Erkrankungen. Es ist ratsam, die Ursache einer erworbenen Hypertrichose mit dem Hausarzt oder einem Dermatologen abzuklären.
Das Haarwachstum ist ein wichtiges Thema für viele Männer und Frauen. Volles Haupthaar gilt als Schönheitsideal, während Haarausfall eine Belastung darstellt. Aber nicht nur zu wenig Haar, sondern auch eine übermäßige Behaarung kann für Betroffene sehr belastend sein. Zwar handelt es sich nur um einen kosmetischen Makel, doch kann das eigene Behaarungsmuster zu einer psychischen Dauerbelastung werden.
Gerade bei Frauen führt eine verstärkt männlich anmutende Gesichts- und Körperbehaarung oft zu einer Minderung des eigenen Wohlbefindens. Unsere Experten erklären häufige Ursachen für ein verstärktes Haarwachstum und mit welchen Methoden die störende Behaarung behandelt werden kann.
Während Kopfhaare eine wichtige symbolische Bedeutung in Bezug auf Gesundheit, Jugend und Schönheit haben, ist eine volle Haarpracht nicht in allen Körperbereichen erwünscht. Dichtes Haar auf der Männerbrust mag Geschmackssache sein, doch kann beispielsweise eine starke Rückenbehaarung zur Belastung werden. In den meisten Fällen leiden sowohl Frauen als auch Männer unter störender Behaarung.
Das menschliche Haar gilt als Hautanhangsgebilde. Das ungeborene Kind besitzt bereits empfindliches, nicht pigmentiertes fötales Haar. Körperhaar, das nach der Geburt auf dem ganzen Körper verteilt ist, wird mit der Zeit etwas dichter, marklos und gefärbt. Spätestens ab der Jugend bildet sich das für gewöhnlich dicke, markhaltige und stark pigmentierte sogenannte Terminalhaar an den Augenbrauen, der Kopfhaut, den Wimpern und in den von Sexualhormonen abhängigen Arealen, also Achselhöhlen, Brust und Schambereich.
Wenn sich die Art oder der Ort des Haarwuchses bei Erwachsenen signifikant ändert, kann dies ein Zeichen von hormonellen oder Stoffwechselstörungen sein. Selbst durch die Einnahme bestimmter Medikamente kann die Behaarung an Kopf und Körper zunehmen.
Wir Menschen haben neben dem Terminalhaar auch feines, helles Körperhaar, das als Vellushaar bezeichnet wird und völlig normal ist. Wenn Frauen jedoch übermäßiges Gesichts- oder Körperhaar entwickeln, ist dies oft das Ergebnis einer als Hirsutismus bekannten Erkrankung. Sie bewirkt eine Überproduktion von männlichen Hormonen wie Testosteron, wodurch ein hormonelles Ungleichgewicht verursacht wird. Dies ist jedoch nicht die einzige Ursache für übermäßigen Haarwuchs.
Es gibt vier Hauptursachen für übermäßiges Haarwachstum:
Alle Frauen haben eine bestimmte Menge an männlichen Hormonen, jedoch leiden Frauen, die einen hohen Anteil an männlichen Hormonen produzieren, manchmal an einer Erkrankung, die als PCOS oder Polycystic Ovary Syndrome bekannt ist. Bei dieser Krankheit werden die Hormonschwankungen durch Zysten an den Eierstöcken verursacht.
Eine weitere Erkrankung, die bei Frauen zu übermäßigem Haarwuchs führen kann, ist das Cushing-Syndrom. Das Cushing-Syndrom verursacht Tumore in den Nebennieren und auch hormonelle Ungleichgewichte. Andere hormonelle Veränderungen wie bei Frauen, die sich in einem Stadium vor und nach der Menopause befinden, können ebenfalls zu einem Anstieg der männlichen Hormone oder des Testosteronspiegels führen. Auch hier kann die Folge ein zunehmendes Haarwachstum am Körper und im Gesicht sein.
In gewissen Medikamenten sind ebenfalls Inhaltsstoffe enthalten, die übermäßiges Haarwachstum anregen können. Der Konsum dieser Arten von Medikamenten ist eine häufige Ursache für die störende Körperbehaarung.
Übermäßige Haarstörungen, die durch diese Medikamente verursacht werden, haben wiederum zur Entwicklung innovativer Haarwuchsmittel geführt. Minoxidil, auch bekannt als Endarzneimittel Regaine, wird für äußerliche Formulierungen verwendet. Finasterid unter dem Handelsnamen Propecia hat sich hingegen als wirksames Haarreparaturmittel für den Mann etabliert.
Leider kann übermäßiges Haarwachstum verstärkt in Familien auftreten. Wenn die Mutter bereits unter starker Körper- oder Gesichtsbehaarung leidet, ist es wahrscheinlich, dass auch die Töchter davon betroffen sind. Nicht selten haben Frauen aus dem Nahen Osten, Südasien und dem Mittelmeerraum eher eine Veranlagung zu dunkler und vermehrter Behaarung.
Die am wenigsten bekannte Ursache für ein starkes Körperhaarwachstum ist wahrscheinlich Stress. In Stressphasen werden die Nebennieren hyperaktiv und pumpen Stresshormone aus, was zu übermäßigem Haarwuchs führen kann. Jedoch ist nicht ein einzelner schlechter Tag im Büro das Problem, sondern lange, ununterbrochene Stressperioden, die das veränderte Haarwachstum auslösen.
Hypertrichose ist eine androgenunabhängige Zunahme des Haarwuchses, bei der Alter oder Geschlecht keine Rolle spielen. Es gibt einen Unterschied zwischen angeborener und erworbener Hypertrichose. Bei der erworbenen übermäßigen Behaarung kann die Wachstumsphase des Haarzyklus beschleunigt sein. Die Gründe dafür sind vielfältig. So kann zwei bis vier Monate nach einer traumatischen Hirnverletzung starker Haarwuchs auftreten, der bis zu einem Jahr anhält. Wiederholte Frakturen und Nervenschäden können ebenfalls mit einem beschleunigten Haarwachstum zusammenhängen.
Eine schwerwiegende Unterernährung bei Magersucht oder auch Malignome, also bösartige Tumore, gelten eher selten als Ursache.
Es kommt vor, dass Frauen aus den südlichen Regionen ein Haarwachstum in einem männlichen Muster im Genitalbereich, auf der Brust und im Gesicht aufweisen. Diese Frauen haben zudem ein erhöhtes Risiko für Akne, Menstruationsstörungen und Ausfall der Kopfbehaarung. Der erbliche Hirsutismus beginnt in der Pubertät und ist durch den Überschuss an männlichen Hormonen (Androgene) auf eine Veränderung des Hormonstoffwechsels zurückzuführen.
Die am häufigsten vorkommende Form des Hirsutismus im Gesicht ist der sogenannte Damenbart. Eine schnelle und kostengünstige Haarentfernungstechnik ist das Rasieren, dieses muss jedoch täglich erfolgen.
Die Wirkung von Wachs oder Enthaarungsmitteln zur Entfernung von Haaren (einschließlich Wurzeln) hält mehrere Wochen an. Erst in der nächsten Wachstumsphase tritt eine neue Keimung auf. Diese oft schmerzhafte mechanische Haarentfernungsmethode kann jedoch im Gesicht und in den Intimbereichen nur in einem begrenzten Bereich durchgeführt werden.
In anderen Bereichen kommen häufig Enthaarungs- oder Bleichcremes zum Einsatz. Der Erfolg von Haarentfernungscremes kann bis zu zwei Wochen anhalten, die Anwendung kann jedoch Hautreizungen verursachen.
Den übermäßigen Haaren zu Leibe zu rücken kann, je nach gewählter Methode, sehr unangenehm sein. Bevor Sie sich für ein Enthaarungsverfahren entscheiden, sollten Sie daher erst einmal feststellen: Wie schnell und wie dicht wachsen die Haare? An welchen Körperstellen wachsen sie?
Je nach gewählter Methode, kann das Entfernen der Haare sehr unangenehm sein. Bevor Sie sich für eine Methode entscheiden, sollten Sie sich überlegen, wie schnell und dicht die Haare wachsen und an welchen Körperstellen sie auftreten. Bei leichteren Fällen reicht es oft schon, wenn Sie die betroffenen Körperstellen regelmäßig depilieren. Bei der Depilation wird nur der außerhalb der Haut liegende Teil des Haares entfernt.
Bei leichteren Fällen reicht es oft schon, wenn Sie die betroffenen Körperstellen regelmäßig depilieren. Bei der Depilation wird nur der außerhalb der Haut liegende Teil des Haares entfernt.
Bei der Epilation wird das Haar mitsamt der Haarwurzel herausgerissen. Es wächst somit langsamer nach und die Haut fühlt sich über Wochen glatt an. Epilieren können Sie ihre Haare mit einem Epiliergerät oder mit Wachs (alternativ auch Zuckerpaste). Das Wachs tragen Sie oder eine Fachkraft auf die entsprechende Körperstelle auf und ziehen es ruckartig wieder ab. Weniger schmerzhaft ist das sogenannte threading. Dabei wird ein Faden so über die Haut gezogen, dass sich die Haare in ihm verfangen und ausgerissen werden. Besonders bei feinen Härchen funktioniert das gut.
Wenn Ihr Haarwuchs besonders stark ist oder Sie besonders belastet, könnte sich eine langfristige Haarentfernung lohnen.
Besonders verbreitet ist die Rasur: Sie ist wenig zeitaufwendig und relativ günstig, allerdings werden die Haarwurzeln nicht entfernt, weshalb Ihre Haare schnell wieder nachwachsen. Hinweis: Entgegen einer verbreiteten Ansicht beschleunigt die Rasur das Haarwachstum nicht.
Neben der Rasur können Sie Ihre Körperhaare auch mit Enthaarungscreme depilieren. Dabei werden chemische Bindungen des Haarkeratins aufgespalten, wodurch Sie den sichtbaren Teil des Haares nach einigen Minuten Einwirkzeit einfach abschaben können.
Bei der Epilation wird das Haar mitsamt der Haarwurzel herausgerissen. Es wächst somit langsamer nach und die Haut fühlt sich über Wochen glatt an.
Epilieren können Sie ihre Haare mit einem Epiliergerät oder mit Wachs (alternativ auch Zuckerpaste). Das Wachs tragen Sie oder eine Fachkraft auf die entsprechende Körperstelle auf und ziehen es ruckartig wieder ab. Weniger schmerzhaft ist das sogenannte threading. Dabei wird ein Faden so über die Haut gezogen, dass sich die Haare in ihm verfangen und ausgerissen werden. Besonders bei feinen Härchen funktioniert das gut.
Wenn Ihr Haarwuchs besonders stark ist oder Sie besonders belastet, könnte sich eine langfristige Haarentfernung lohnen.
Die am besten erprobte Methode besteht in der Elektro-Epilation. Dabei wird eine hauchdünne Sonde in den Haarkanal eingeführt, die das Haar durch Hitze oder durch eine chemische Reaktion zerstört. Die Methode ist zeitaufwendig und sollte nur von sogenannten Elektrologisten durchgeführt werden.
Eine Laser- oder IPL-Behandlung hat diese Nachteile nicht: Hier wird ein Lichtimpuls (beim Laser monochromatisches, bei IPL polychromatisches Licht) in die Haut eingestrahlt und vom Haar aufgenommen, das dadurch zerstört wird. Am besten funktionieren diese Verfahren, wenn Sie dunkle Haare und eher helle Haut haben, da sie selektiv auf Pigmentunterschiede reagieren. Die umgebende Haut bleibt daher für gewöhnlich unverletzt.
Als effektivste und dauerhafte Lösung der Haarentfernung gilt die Laser-Behandlung. Bei der professionellen Laser-Haarentfernung wird ein konzentrierter Lichtstrahl verwendet, der die Haarfollikel schädigt. Beschädigte Haarfollikel können keine Haare mehr produzieren. Für die dauerhafte Haarentfernung mittels Laser sind in der Regel fünf bis sieben Behandlungen notwendig. Diese effiziente Methode entfernt unerwünschte Behaarung im Gesicht, unter den Achseln, an Armen und Beinen, am Rücken sowie im Intimbereich. Auch der Hals kann problemlos gelasert werden.
Die besten Ergebnisse erzielt die Laser-Haarentfernung bei der Kombination aus dunklem Haar und heller Haut. So können die Absorption von Lichtenergie und eine dauerhafte Schädigung der Haarwurzeln am besten erreicht werden. Daher ist gebräunte Haut weniger für die Laserbehandlung geeignet. Darüber hinaus sollten Körperhaare vor der dauerhaften Entfernung nicht gezupft oder epiliert werden. Empfehlenswert ist es, den behandelten Bereich immer zwei Wochen lang vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen sowie einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30 aufzutragen.
Bei der dauerhaften Haarentfernung mit dem Laser werden Diodenlaser, also Halbleiter, eingesetzt. Sie können eine Wellenlänge zwischen 810 und 960 nm annehmen. Diese Methode bringt für den klassischen „Schneewittchen-Typ“ (dunkle Haare, helle Haut) die schnellsten Ergebnisse bei einer dauerhaften Haarentfernung.
Die derzeit modernste sowie angenehmste Technologie für eine dauerhafte Haarentfernung - und außerdem für jeden Hauttyp geeignet. Bei der Behandlung mit SHR wird mit einem Bügeleisen-ähnlichen Applikator mehrmals über das gesamte Areal gefahren. Dabei werden quasi im „Dauerfeuer“ Impulse abgegeben. Der Vorteil dieser Behandlungsart ist, dass hellere Haare, die auf einfache IPL-Behandlung nicht so gut ansprechen, wesentlich effektiver behandelt werden können.
Die Radiofrequenz wirkt ergänzend zur IPL Technologie auf die Hellen Körperhaare ein. Weiters beeinflusst die Radiofrequenz Technologie, welche auch zur Verschönerung und Straffung der Gesichtshaut eingesetzt wird, die behandelten Hautstellen äußerst positiv.
Hier sind unsere besten Methoden, mit denen du unerwünschte Haare entfernen kannst:
Unabhängig davon, ob es auf biologische Ursachen oder ein hormonelles Ungleichgewicht zurückzuführen ist, übermäßiger Haarwuchs bei Frauen kann unangenehm sein und das Selbstwertgefühl beeinträchtigen.
Empfehlenswert ist es, sich medizinisch behandeln zu lassen, wenn sich das eigene Haarwachstum plötzlich verändert. Es gibt je nach Befund Medikamente, die von Fachärzten verschrieben werden können. Jedoch sollte man dabei bedenken, dass die Haare in vielen Fällen nachwachsen, sobald Sie die Arzneimittel nicht mehr einnehmen.
Die möglichen Arten der Behandlung von Hirsutismus hängen von Ursache und Ausmaß bzw. der Ausprägung der Behaarung, sowie von den Wünschen der Patientin ab.
Antibabypillen mit den Gestagenen Chlormadinonacetat, Cyproteronacetat, Dienogest oder Drospirenon wirken antiandrogen, das heißt die Wirkung der männlichen Sexualhormone (Androgene) wird gehemmt. Da Hirsutismus häufig durch einen Androgenüberschuss ausgelöst wird, kann dieser durch die Einnahme einer entsprechenden Pille meist gut behandelt werden. Besonders für Frauen, die sowieso eine hormonelle Verhütungsmethode verwenden möchten, kommt diese Behandlungsmöglichkeit in Frage. Allerdings können gegebenenfalls typische Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Übelkeit, Zwischen- oder Schmierblutungen, Libidoverlust, Wassereinlagerungen und Stimmungsveränderungen auftreten.
Außer bestimmten Antibabypillen gibt es noch weitere Medikamente, die eine antiandrogene Wirkung haben. Dazu gehören zum Beispiel Spironolacton, Flutamid, Bicalutamid und Finasterid. Die meisten antiandrogenen Medikamente sind allerdings entweder nicht für die alleinige Behandlung von Hirsutismus zugelassen oder können zu starken Nebenwirkungen führen. Deswegen werden antiandrogen wirkende Gestagene bzw.
Durch Insulin-Sensitizer wie Metformin und Glitazone wird die Empfindlichkeit des Körpers für Insulin verbessert. Diese Medikamente können die Behaarung bei Patientinnen reduzieren, deren Hirsutismus auf einer Insulin-Resistenz beruht,.
Die verschreibungspflichtige Creme Vaniqa® enthält einen Wirkstoff, der das Wachstum der Haarfollikel verlangsamt. Vaniqa ist allerdings nur zur Reduktion der Behaarung im Gesicht zugelassen und wirkt lediglich für die Dauer der Anwendung. Bei einer Studie mit fast 600 Frauen haben 70% der Probandinnen eine Verbesserung der Symptome festgestellt.
Hirsutismus ist für viele Betroffene nicht nur eine körperliche, sondern auch eine große psychische Belastung. Betroffene Frauen schämen sich oft für ihre starke Behaarung, fühlen sich unattraktiv und verwenden viel Zeit für die Entfernung ihrer Körperbehaarung. Dies kann in manchen Fällen sogar zu sozialem Rückzug und psychischen Erkrankungen führen.
Es gibt eine Reihe von Selbsthilfegruppen für Hirsutismus-Patientinnen. Auch für mögliche Grunderkrankungen existieren entsprechende Gruppen, beispielsweise die PCOS-Selbsthilfe.
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