Entzündung nach Augenbrauen Zupfen: Ursachen, Behandlung und Tipps

Nach dem Zupfen der Augenbrauen kann es häufig zu Rötungen und Entzündungen kommen. In diesem Artikel werden wir die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten dieser Entzündungen untersuchen, um Ihnen zu helfen, Ihre Haut gesund und beruhigt zu halten.

Was ist eine Follikulitis?

Wenn Sie unangenehme, eitrige Bläschen auf der Kopfhaut, im Bartbereich oder an den Armen haben, leiden Sie möglicherweise an Follikulitis. Die Follikulitis, auch Haarbalgentzündung genannt, kann grundsätzlich bei jedem Menschen auftreten. Dabei entzünden sich einzelne oder mehrere Haarwurzeln. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Definition & Häufigkeit

Bei Follikulitis handelt es sich um eine sehr häufige Hauterkrankung, die auf der ganzen Welt verbreitet ist. Der Begriff Follikulitis kommt vom lateinischen Wort „folliculus“, das so viel wie „Bläschen“ bedeutet. Ein Haarfollikel bildet die Hülle für die Haarwurzel und besteht aus Haut und Bindegewebe. In den Follikel mündet eine Talgdrüse.

Symptome

Im Verlauf einer Follikulitis bilden sich stecknadelkopfgroße, meist mit Eiter gefüllte Bläschen auf der Haut, die von einem Haar durchbohrt sind. Sie entwickeln sich unter anderem auf der Kopfhaut oder im Gesicht. Bei Männern entsteht die Haarfollikelentzündung möglicherweise an den Barthaaren. Neben dem typischen Erscheinungsbild mit kleinen, eitrigen Bläschen lassen sich gegebenenfalls Begleitsymptome feststellen:

  • unangenehmes Druckgefühl
  • Juckreiz
  • gerötete Haut im entzündeten Bereich

Achtung: Versuchen Sie nicht, die Pusteln eigenhändig zu entfernen oder auszudrücken. Die Bakterien können sich so weiter verbreiten. Außerdem besteht das Risiko, eine Blutvergiftung zu bekommen, wenn die Erreger in die Blutbahn gelangen.

Ursachen

Eine Follikulitis entsteht in der Regel durch eine Infektion mit Bakterien, aber auch Pilze und Viren kommen als Erreger infrage. Die häufigste Ursache für eine Follikulitis ist der Erreger Staphylococcus aureus. Das Bakterium kann über Hautkontakt oder die Berührung von kontaminierten Gegenständen übertragen werden. Es gibt aber auch nicht-infektiöse Formen der Follikulitis, zum Beispiel als Nebenwirkung von Medikamenten.

Verschiedene Faktoren können dazu beitragen, dass sich eine Follikulitis entwickelt. Dazu gehören:

  • feuchte Haut (z.B. Schweiß in den Achseln)
  • Rasur (z.B. von Bart, Achseln, Beinen und Intimbereich)
  • Reibung oder Reizung an Haut- oder Haarpartien
  • ungenügende Körperhygiene
  • Verwendung von fetthaltigen bzw. öligen Salben, die die Poren verstopfen

Risikogruppen

Grundsätzlich kann sich eine Follikulitis bei jedem ausbilden. Einige Personengruppen sind jedoch eher gefährdet, eine Haarfollikelentzündung zu entwickeln.

  • Diabetiker: Jeder 2. Diabetiker hat im Laufe der Erkrankung Probleme mit Hautinfektionen durch Bakterien oder Pilze.
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, eine Follikulitis zu entwickeln.
  • Zu den Hauterkrankungen, die eine Follikulitis begünstigen, gehören unter anderem Akne, Neurodermitis und die Schuppenflechte.

Wann sollten Sie zum Arzt gehen?

Eine Follikulitis verläuft oft harmlos und die Symptome gehen von alleine zurück. Es ist trotzdem grundsätzlich sinnvoll, eine Follikulitis von einem Arzt abklären zu lassen. So vermeiden Sie die Ausbreitung der Infektion auf andere Körperregionen und können möglichen Komplikationen wie der Furunkel- oder Karbunkelbildung vorbeugen.

In jedem Fall sollten Sie einen Mediziner aufsuchen, wenn Sie an Diabetes leiden oder ein geschwächtes Immunsystem haben und an einer Follikulitis erkrankt sind. Tritt eine Follikulitis besonders oft oder anhaltend auf, empfiehlt sich ebenfalls ein Arzttermin. Dann muss Sie der Mediziner auf eventuell bestehende Grunderkrankungen untersuchen.

Wichtig: Bestehen Follikulitis und Fieber gemeinsam, sollte umgehend ein Arzt hinzugezogen werden. Es besteht die Gefahr, dass sich eine Blutvergiftung (Sepsis) entwickelt hat.

Um sich Klarheit über die Beschwerden zu verschaffen, können Sie zu Ihrem Hausarzt oder Hautarzt (Dermatologen) gehen. Bei der Diagnose von Follikulitis wird der Arzt zunächst die betroffenen Stellen genau betrachten. Meistens kann er schon anhand des Erscheinungsbildes erkennen, ob es sich um eine Follikulitis handelt.

Diagnose

Bei einem Arzttermin stellt der Mediziner außerdem einige Fragen zum Auftreten der Follikulitis, wie etwa:

  • Wie lange haben Sie die Beschwerden schon?
  • Welche Körperregionen sind betroffen?
  • Welche Begleiterscheinungen haben Sie?
  • Leiden Sie an Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus oder Vorerkrankungen der Haut?
  • Haben Sie ein geschwächtes Immunsystem durch andere Krankheiten oder Einnahme von Immunsuppressiva?

Um die Art des Erregers genau bestimmen zu können, entnimmt der Arzt möglicherweise einen Abstrich aus dem entzündeten Gewebe. Handelt es sich um Bakterien, untersucht er anhand der Probe, welches Antibiotikum für die Behandlung infrage kommt.

Die Überprüfung durch einen Arzt verhindert auch, dass Follikulitis mit einer anderen Krankheit verwechselt wird. Dazu gehören etwa:

  • Pseudofolliculitis barbae
  • Akne (Akne vulgaris)
  • Rosacea
  • Syphilis

Behandlung von Follikulitis

Welche Behandlung der Arzt einleitet, hängt von der Art des Erregers und der Schwere der Symptome ab. Meistens verläuft eine solche Entzündung harmlos und verschwindet von alleine wieder. In manchen Fällen verschreibt der Arzt desinfizierende Salben oder Gels, die die Bakterien abtöten. Bei einer Follikulitis durch eine Pilzinfektion werden ebenfalls Salben angewendet.

Bei besonders schweren Fällen mit Komplikationen wird der Arzt gegebenenfalls systemische Antibiotika einsetzen. Diese nimmt der Patient als Tabletten für 7-10 Tage ein.

Sind Furunkel oder Karbunkel entstanden, leitet der Arzt gegebenenfalls eine Öffnung, Ausräumung und anschließende Desinfektion des betroffenen Gewebes ein.

Besteht eine Grunderkrankung, wie zum Beispiel Diabetes mellitus oder Neurodermitis, passt der Mediziner unter Umständen die Therapie der Grunderkrankung an.

In seltenen Fällen müssen Betroffene stationär aufgenommen werden, damit ein Antibiotikum intravenös verabreicht werden kann.

Hausmittel und Selbsthilfe

Grundsätzlich hilft es bei einer Follikulitis, einige Tage abzuwarten und die betroffenen Regionen möglichst in Ruhe zu lassen und nicht unnötig zu reizen. Ein vorsichtiges Kühlen der entzündeten Stellen kann schmerzstillend wirken.

Ist die Follikulitis in einem rasierten Bereich entstanden, sollten Sie die Rasur aussetzen, bis die Haarbalgentzündung abgeheilt ist. Als freiverkäufliche Arzneimittel eignen sich Zugsalben oder desinfizierende, jodhaltige Salben.

Einige Hausmittel können den Heilungsprozess bei einer Follikulitis unterstützen. In manchen Fällen haben sich etwa als wirksam erwiesen:

  • Warme, mit Kamille angereicherte Kompressen: Übergießen Sie dazu 2 EL Kamillenblüten mit 500 ml heißem Wasser. Lassen Sie die Zubereitung kurz ziehen und legen Sie die Kompresse auf die betroffenen Bereiche.
  • Heilerde: Rühren Sie 7 Teile Heilerde mit 3 Teilen Wasser an, tragen Sie die Mischung auf die Haut auf und lassen sie für eine halbe Stunde einwirken.
  • Teebaumöl: Geben Sie das Teebaumöl auf ein Wattestäbchen und betupfen Sie die von Follikulitis betroffenen Hautregionen.

Bitte beachten Sie dabei: Die Wirkung von Hausmitteln ist eine sehr individuelle Angelegenheit - nicht jeder Körper reagiert gleich auf die Anwendungen. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten, welche Maßnahmen für Sie infrage kommen.

Ein starkes Immunsystem beugt Krankheiten vor und lässt eine Follikulitis unter Umständen gar nicht erst ausbrechen. Um das Immunsystem zu stärken, achten Sie beispielsweise auf eine ausgewogene Ernährung. Gehen Sie täglich an die frische Luft und bewegen Sie sich regelmäßig.

Spezielle Pflege nach dem Zupfen der Augenbrauen

Nach dem Augenbrauenzupfen ist die richtige Pflege der Haut besonders wichtig, um Rötungen und Reizungen zu vermeiden. Zunächst sollten Sie die Haut gründlich reinigen, um Bakterien und Schmutzpartikel zu entfernen. Verwenden Sie anschließend eine beruhigende Creme, die frei von Duft- und Konservierungsstoffen ist.

Auch Aloe Vera Gel hat sich als sehr effektiv bei der Beruhigung der Haut erwiesen. Vermeiden Sie Sonnenstrahlen oder verwenden Sie eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor.

Wenn Sie nach dem Augenbrauenzupfen eine Rötung auf Ihrer Haut bemerken, ist es wichtig, die Haut richtig zu behandeln, um Reizungen zu vermeiden. Eine Möglichkeit ist, ein kühlendes Gel oder eine Creme auf die betroffenen Stellen aufzutragen. Eine weitere Methode ist die Verwendung von Teebeuteln. Auch Aloe Vera Gel kann helfen, die Haut zu beruhigen und die Rötung zu reduzieren.

Tipps zur Vorbeugung von Rötungen nach dem Zupfen:

  • Verwenden Sie Produkte, die speziell für empfindliche Haut entwickelt wurden.
  • Tragen Sie nach dem Zupfen Aloe Vera Gel auf die betroffene Stelle auf.
  • Verzichten Sie auf Produkte, die Alkohol oder Parfüm enthalten.
  • Verwenden Sie eine feuchtigkeitsspendende Creme oder ein Serum.

Indem wir verstehen, was unsere Haut uns zu sagen versucht, können wir ihr die Pflege geben, die sie verdient. Eine sorgfältige und auf Dich abgestimmte Hautpflegeroutine ist der Schlüssel, um Pickeln zwischen den Augenbrauen den Kampf anzusagen und Deinem Gesicht das Strahlen zurückzugeben, das es verdient.

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