Die Vielfalt der Pekingenten: Von der Deutschen zur Amerikanischen

Die Pekingente, bekannt für ihr ständiges Lächeln, stammt ursprünglich aus China, das oft als das Land des Lächelns bezeichnet wird. Diese robusten und einfach zu haltenden Tiere, obwohl scheu und nervös, zeichnen sich durch ihre aufrechte Körperhaltung aus, die an Pinguine erinnert.

Die Deutsche Pekingente

Deutsche Pekingenten sind wetterfest und stellen keine großen Ansprüche an ihre Haltung. Bei ausreichend Auslauf versorgen sich die Tiere selbst mit Würmern, Schnecken und Gras. Es ist ratsam, die Tiere von Ihrem Garten fernzuhalten und die Badestelle mit Gehwegplatten oder Schotter zu befestigen, um eine Schlammschlacht zu vermeiden. Da Pekingenten nicht richtig fliegen können, reicht ein niedriger Zaun um den Auslauf aus, oder man verzichtet ganz darauf, da sie standorttreu sind. Die großen, tapsig wirkenden Enten sind von Natur aus scheu und zurückhaltend. Ihre weit hinten liegenden Beine erschweren das Laufen, und sie ermüden schnell, wenn sie fliehen müssen.

Pekingenten haben dichte, längere Federn am Hals, weshalb sie ihren Kopf nicht auf die Schultern legen können, wenn sie schlafen wollen. Stattdessen legen sie sich lang ausgestreckt auf den Boden. Erpel erreichen ein Gewicht von ca. 3,5 kg, Enten ca. 3 kg. Der Schlachtzeitpunkt ist erreicht, wenn die Tiere ihr Wunschgewicht haben und gerade nicht in der Mauser sind. Deutsche Pekingenten liefern nach dem Schlachten hochwertige Federn.

Das Brutverhalten der Deutschen Pekings ist der Zucht auf Legeleistung zum Opfer gefallen. Für eine erfolgreiche Brut sollten Sie die Eier von einer Ente einer brutfreudigeren Rasse ausbrüten lassen. Die Küken sind frohwüchsig und wetterfest. Füttern Sie ausreichend Eiweiß, bilden sie schnell Muskulatur aus. Einen Erpel erkennen Sie am heiseren Rääb-Rääb und der Locke auf dem Schwanz. Eine kleine Ente quakt wesentlich lauter und hat keine Locke auf dem Schwanz.

Merkmale der Deutschen Pekingente

Das auffallendste Merkmal der Deutschen Pekingente ist die aufrechte Körperhaltung. Weitere Merkmale sind:

  • Rechteckiger Rumpf (doppelt so lang wie breit und tief)
  • Breiter Rücken mit vollen Schultern
  • Stark entwickelte, hoch angesetzte Brust ohne Kiel
  • Runder Kopf mit kräftigen Backen und breiter Stirn
  • Verhältnismäßig kurzer, breiter Schnabel mit leicht eingebogener Firstlinie
  • Gerade und aufrecht getragener Hals
  • Gut eingebaute, nicht zu lange Flügel
  • Breiter, kurzer, angezogen getragener Schwanz
  • Kräftige, unter der üppigen Befiederung verborgene Schenkel

Pekingenten stammen aus Südostasien. 1872 und 1873 wurden diese Enten nach England und Amerika gebracht. Von England aus kamen 1877 die ersten Tiere nach Deutschland. Die Enten begeisterten durch ihre Wirtschaftlichkeit und verbreiteten sich schnell.

In Amerika gingen die Züchter einen anderen Weg und züchteten nur nach Leistung, wodurch die aufrechte Haltung fast völlig verloren ging. Es entstand eine eigenständige Rasse. In England wurde wahrscheinlich versucht, Aylesburyenten einzukreuzen. 1910 bekamen die Pekingenten in Deutschland offiziell den Namen Deutsche Pekingente.

Nach dem 2. Weltkrieg ging der Bestand drastisch zurück, da neue, besser an die veränderten Bedingungen in der Landwirtschaft angepasste Rassen gehalten wurden.

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Die Amerikanische Pekingente

Im Gegensatz zur Deutschen Pekingente, gibt es bei der Amerikanischen Pekingente keine Schnörkel oder verspielte Feinheiten. Sie ist kompakt und direkt. Die Amerikanische Pekingente gehört keinesfalls in die Kategorie „einfach“ – ganz im Gegenteil. Gut Ding braucht Weile, da nehmen sich auch die Amerikaner nicht aus. Dieser Satz spricht Bände und gilt als Leitfaden beim Züchten.

Merkmale der Amerikanischen Pekingente

Bei der Amerikanischen Pekingente müssen Ober- und Unterlinie der Rechteckform parallel verlaufen. Ein kleiner Legebauch ist erlaubt, aber Ich denke, da beweisen die Preisrichter ausreichend Fingerspitzengefühl. Den Erpel bleibt dieses Zugeständnis versagt. Geschlossen und fest am Körper liegen die nicht zu langen Flügel an. Kreuzen dürfen sie nicht. Sie werden geschlossen und im leichten Winkel zum Rüchen getragen. Dunkelgelb bis orangefarbig mit hellen Krallen sollen die Läufe sein. Die Schenkel können mitunter recht grobknochig sein. Verhältnismäßig lang und breit ist der Schnabel. Als Schnabelfarbe wird hellgelb bis orangefarbig ohne Flecken gefordert.

Die dunklen Augen sitzen nicht allzu hoch im Kopf. Die Backen treten kaum hervor. Die Amerikanische Pekingente stellt keine besonderen Ansprüche an die Haltung. Die Legeleistung von ca. 120 Eiern kann sich sehen lassen. Die weissschaligen Eier haben im Mittel ein Gewicht von 70g.

Vergleich zwischen Deutscher und Amerikanischer Pekingente

Hier ist eine Tabelle, die die Hauptunterschiede zwischen Deutscher und Amerikanischer Pekingente zusammenfasst:

Merkmal Deutsche Pekingente Amerikanische Pekingente
Körperhaltung Aufrecht Weniger aufrecht
Körperbau Rechteckiger Rumpf Kompakt und direkt
Flügel Gut eingebaut, nicht zu lang Geschlossen und fest am Körper
Schnabelfarbe Orangerot mit heller Bohne Hellgelb bis orangefarbig ohne Flecken
Legeleistung Gut Ca. 120 Eier pro Jahr

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