Ursachen und Behandlung von Haarausfall durch Eliquis

Nach einer Operation oder zur Prävention gegen Thrombose haben Sie von Ihrem Arzt Eliquis verordnet bekommen. Die Einnahme verläuft eigentlich nebenwirkungsfrei, wäre da nur nicht das Problem mit dem Haarausfall. In der Praxis zeigt sich, dass ein Großteil aller mit Eliquis behandelten Patienten über mehr oder minder starken Haarschwund klagt.

Doch was sind die Ursachen für Haarausfall durch Eliquis und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Haarausfall adé: Effektive Wege, um Haarausfall zu stoppen und das Haarwachstum zu fördern!

Was ist Eliquis und wofür wird es eingesetzt?

Bei Eliquis handelt es sich um einen modernen oral einzunehmenden Blutverdünner. Apixaban ist der Wirkstoff eines Medikamentes, das man eher unter dem Handelsnamen Eliquis® kennt. Es wird in Form von Filmtabletten verabreicht.

Die Verabreichung erfolgt mit dem Ziel, das Risiko für postoperative Thrombosen zu senken oder Lungenembolien und Schlaganfälle zu vermeiden. Eliquis wird auch präventiv eingesetzt, um Thrombosen zu verhindern und das Risiko von Schlaganfällen und Herzinfarkten bei Patienten mit erhöhtem Risiko zu senken.

Apixaban gehört neben Rivaroxoban, Edoxaban und Dabigatran zu den direkten oralen Antikoagulantien. Apixaban hemmt die Blutgerinnung. Das bedeutet einerseits, Wunden bluten durch die Einnahme des Wirkstoffs länger.

Apixaban wird für die Behandlung oder zur Vorbeugung (Prophylaxe) von Erkrankungen genutzt, denen eine Verstopfung eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel zugrunde liegt:

  • Therapie einer tiefen Beinvenenthrombose
  • Behandlung einer Lungenembolie
  • Vorbeugung einer tiefen Beinvenenthrombose nach Einsatz eines Hüft- oder Kniegelenkersatzes
  • Prophylaxe einer Blutgerinnselverschleppung (Thromboembolie) bei Vorhofflimmern, das nicht durch ein Problem der Herzklappen bedingt ist (nicht-valvuläres Vorhofflimmern)

Das Ziel bei der Behandlung mit Apixaban ist es, die Verstopfung in den betroffenen Gefäßen wieder zu lösen und so schwerwiegende Komplikationen und schlimmstenfalls Todesfälle zu vermeiden.

Eliquis® wird auch zur Vorbeugung einer Gerinnselbildung bei Vorhhofflimmern verwendet. Das Vorhhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung, bei der es zu unkoordinierten Kontraktionen vom Herzvorhof kommt. Dadurch wird das Blut so ungeordnet verwirbelt, dass sich Blutgerinnsel bilden können.

Ursachen für Haarausfall durch Eliquis

Doch das sehr stark verdünnte Blut ist auch der Grund für den Haarverlust, der durch Eliquis bei den meisten Patienten als Nebenwirkung auftritt. Durch Eliquis kann es zu einer vorübergehenden Störung der Haarwurzelversorgung mit essenziellen Nährstoffen und Sauerstoff kommen. Auch eine Abschnürung der Haarfollikel ist neben der Mangelversorgung möglich.

Die Ursachen begründen sich in der Blutverdünnung, die sich gleichzeitig auf den Gehalt an Sauerstoff und Vitalstoffen auswirkt. Daher entsteht eine Mangelerscheinung, die letztendlich medikamentenbedingt zum meist diffusen Haarausfall durch Eliquis führt.

Die Problematik basiert auf einer effektiven Störung der Zyklen, in denen Ihr Haar wächst und ruht. Auf diesen Zyklen basiert auch der Eintritt des Haarschwunds, der direkt im Zusammenhang mit der Medikation stehen oder einige Monate verzögert auftreten kann. Beginnt die Behandlung in der Wachstumsphase Ihrer Haare, wirkt sich Eliquis wie ein Wachstumshemmer aus.

Ein wenige Tage nach der ersten Medikamenteneinnahme beginnender sehr starker Haarschwund gehört zu den häufigsten Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit Eliquis gemeldet werden.

Haarschwund gehört zu den häufigsten Nebenwirkungen von Gerinnungshemmern, da die Verdünnung des Blutes mit einer Senkung des Nährstoff- und Blutsauerstoffgehalts einhergeht.

Viele Patienten berichten von einem unterschiedlich stark ausgeprägten Haarverlust, abhängig von der Dosierung und der Dauer der Einnahme.

Es kann schwierig sein zu bestimmen, wie stark die Follikel in Ihrer Kopfhaut geschädigt sind oder ob die Haare komplett mit der Wurzel ausgefallen sind.

Haarausfall betrifft viele Menschen und es gibt zahlreiche Behandlungsoptionen, von medizinischen Präparaten bis hin zur Haartransplantation.

Symptome von Haarausfall

Pro Tag verliert der Mensch bis zu 100 Haare, was völlig normal ist und weder auf dem Kopf noch auf der Kleidung oder auf dem Fußboden auffällt. Doch wenn sich Ihr Haar vor allem am Oberkopf ausdünnt, wenn diffuser Haarschwund für das Durchschimmern der Kopfhaut sorgt und wenn Sie im Ausguss und auf dem Boden deutlich mehr Haare als früher finden, handelt es sich um Haarausfall.

Dabei fallen Ihnen Haare beim Kämmen aus und auch auf dem Kopfkissen sammeln sich größere Haarmengen. Bei einer sehr starken Nebenwirkung kann es zum büschelweisen Verlust der Kopfhaare und damit einhergehend, zu einer schnell auftretenden Bildung kahler Stellen kommen.

Bei den meisten Patienten wird das Haar sehr schnell dünner und lässt vor allem im Bereich des Oberkopfes Haut durchschimmern.

Kommt Haarverlust als äußeres Zeichen eines Vitalitätsverlustes hinzu, kann die psychische Belastung stärker werden.

Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall durch Eliquis

Was können Sie tun, wenn Sie während der Einnahme von Eliquis unter Haarausfall leiden? Hier sind einige Optionen:

1. Gespräch mit dem Arzt

Wenn Eliquis eingenommen wird und Haarausfall bemerkt wird, sollte der Arzt aufgesucht werden, um die Ursache des Haarausfalls zu ermitteln. Diskutieren Sie die Möglichkeit, Ihre Medikation zu ändern, wenn alternative Medikamente zur Verfügung stehen.

Oft hilft es bereits, die Problematik mit dem behandelnden Arzt zu besprechen. Dieser kann häufig einfach ein anderes Medikament verschreiben und die Umstellung kann den Haarausfall bereits regulieren.

Wichtig ist, sich bereits im Vorfeld einer Medikamenteneinnahme umfassend über mögliche Nebenwirkungen zu informieren und das Gespräch mit dem behandelnden Arzt zu suchen.

2. Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel

Sie können gegensteuern, in dem Sie sich im Zeitraum der Behandlung besonders vitalstoff- und vitaminreich ernähren und Ihrem Haar dadurch eine Chance zum Wachsen geben.

Es ist wichtig, dass die Ernährung überprüft wird und sichergestellt wird, dass ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zu sich genommen werden, die für ein gesundes Haarwachstum wichtig sind. Es gibt verschiedene Nahrungsergänzungsmittel, die speziell für die Unterstützung des Haarwachstums entwickelt wurden.

3. Spezielle Shampoos und Behandlungen

Dann kann das richtige Shampoo gegen Haarausfall eine gute Möglichkeit sein, um die Symptome zu behandeln. Ein Coffein Shampoo pflegt nicht nur Haare und Kopfhaut, sondern fördert auch das Haarwachstum, schützt die Haarwurzeln, wirkt Haarausfall entgegen und fördert die Durchblutung der Kopfhaut.

Bei Haarausfall gibt es spezielle Shampoos und Behandlungen, die helfen können, den Verlust zu verlangsamen. Vor der Verwendung dieser Produkte sollte jedoch ein Fachmann konsultiert werden, um sicherzustellen, dass sie geeignet sind.

4. Eigenbluttherapie (PRP-Therapie)

Im frühen Stadium des Haarschwundes hast Du die Möglichkeit, mittels einer Eigenbluttherapie, auch PRP-Therapie genannt, den Haarverlust aufzuhalten. Dein speziell aufbereitetes Blut wird gezielt in die vom Haarausfall betroffenen Stellen der Kopfhaut injiziert.

5. Haartransplantation

Sollten die Haarwurzeln abgestorben und unwiderruflich ausgefallen sein, können Sie mit einem Eigenhaartransplantat gegen die Kahlköpfigkeit vorgehen. Ein offenes Gespräch mit dem Behandlungsteam in der Haarklinik und mit Ihrem behandelnden Arzt sind essenzielle Grundlagen der Haarimplantation.

Sollte es in Ihrem Fall zu Problemen und einem nicht reversiblen Haarverlust durch Eliquiskommen, kann eine Haartransplantation die Lösung für neuen Haarwuchs sein.

Auch bei stark geschädigten Haarfollikeln besteht nicht zwangsläufig die Notwendigkeit, eine Glatze zu akzeptieren. Sollte Ihr Haar nach dem Absetzen von Eliquis nicht von selbst nachwachsen, bietet eine Eigenhaartransplantation in spezialisierten Haarkliniken eine effektive Möglichkeit, Ihre natürliche Haarpracht wiederherzustellen.

Eine weitere Option, Deinen Haarverlust aufzuhalten ist eine Haarverpflanzung. Dabei werden entweder einzelne Haarfollikel entnommen und transplantiert. Diese so genannten Grafts werden speziell aufbereitet, bevor sie Dir verpflanzt werden werden.

Auch die Haartransplantation ist eine Option, die besonders im späten Stadium oder bei großflächigem Haarausfall Hilfe geben kann.

6. Medikamentenpause oder -wechsel

Wenn der Arzt den Verdacht hat, dass ein bestimmtes Medikament für den Haarausfall verantwortlich ist, wird möglicherweise eine Medikamentenpause oder ein Wechsel der Medikation empfohlen.

Vorübergehender oder dauerhafter Haarausfall?

Wie bereits angeschnitten, ist der Haarverlust durch Eliquis meist vorübergehend. Vorübergehender, reversibler Haarausfall durch Eliquis tritt häufig auf.

Allerdings kann es therapeutisch erforderlich sein, dass Du Eliquis über einen längeren Zeitraum einnehmen musst. Bei einer Dauermedikation von Eliquis kann Haarausfall dauerhafter Natur sein.

In Einzelfällen, so zum Beispiel bei einer hohen Dosierung oder einem längeren Einnahmezeitraum kann es zu so starkem Haarschwund kommen, dass die Neubildung von Haaren unmöglich ist.

Weitere Medikamente, die Haarausfall verursachen können

Unerwünschter Haarausfall durch Medikamente ist ein häufiges Problem. Es kann durch Chemotherapeutika, Antidepressiva, Blutdruckmedikamente und Hormonpräparate verursacht werden. Der Haarausfall kann in verschiedenen Formen auftreten, von einer leichten Ausdünnung bis hin zu vollständigem Haarausfall.

Es gibt verschiedene Arten von Medikamenten, die zu Haarausfall führen können. Chemotherapeutika, die zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden, zielen auf schnell wachsende Zellen ab, was auch Haarfollikel betrifft. Blutverdünner, Antidepressiva, Betablocker und Schilddrüsenmedikamente sind weitere Medikamente, die Haarausfall verursachen können. Auch Hormonpräparate wie die Antibabypille können zu Haarausfall führen.

Nebenwirkungen von Antibiotika können Haarausfall verursachen. Dies liegt daran, dass Antibiotika die natürliche Darmflora stören und dadurch die Aufnahme von Nährstoffen beeinträchtigen können, die für das Haarwachstum wichtig sind.

Lamotrigin kann Haarausfall verursachen. Haarausfall ist eine der möglichen Nebenwirkungen von Lamotrigin. Das Antiepileptikum wird häufig zur Behandlung von Epilepsie und bipolaren Störungen eingesetzt, aber auch bei anderen Erkrankungen.

Alternativen zu Eliquis

Es gibt verschiedene Alternativen zu Eliquis, die je nach Anwendungsgebiet und individuellen Bedürfnissen in Betracht gezogen werden können:

  • Marcumar®: Ein Vitamin-K-Antagonist, der die Herstellung von Gerinnungsfaktoren hemmt. Im Gegensatz zu Eliquis sind regelmäßige Laborkontrollen erforderlich.
  • Lixiana®: Gehört wie Eliquis zu den direkten oralen Antikoagulantien (DOAKs) und kann in den gleichen Fällen angewendet werden.
  • Heparin: Ein gerinnungshemmendes Medikament, das bei verschiedenen Erkrankungen wie Thrombosen oder Embolien eingesetzt wird.

Es ist wichtig, die Vor- und Nachteile jeder Alternative mit Ihrem Arzt zu besprechen, um die beste Option für Ihre individuelle Situation zu finden.

Fazit

Eliquis schützt effektiv vor Thrombosen und Gefäßverschlüssen, doch seine Nebenwirkungen, insbesondere der Haarausfall, dürfen nicht unterschätzt werden.

Haarausfall kann das Selbstbewusstsein beeinträchtigen, aber es gibt Wege, um damit umzugehen und das Beste aus der Situation zu machen. Eine kostenlose Haaranalyse kann dabei helfen, den Haarausfall-Status zu bestimmen und die bestmögliche Therapie zu finden.

Wenn Sie unter starkem Haarausfall leiden, könnte eine Beratung in einer Haarklinik der erste Schritt zu neuem Haarwuchs und einem verbesserten Lebensgefühl sein.

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