Glatzen (oder super kurz rasierte Köpfe) sind heutzutage absolut im Trend. Dies gilt nicht nur für Prinz William. Auch zahlreiche andere Prominente wie Vin Diesel, Patrick Stewart, Kelly Slater und Pitbull gehören schon lange zu den Glatzenträgern.
Das Interesse an der Glatze beschränkt sich nicht nur auf stilbewusste Typen, sondern wird auch in sozialpsychologischen Studien untersucht. Vor einigen Jahren wurde an der Universität von Pennsylvania eine Studie durchgeführt, in der Studenten Porträts von Männern mit Glatzen sowie Fotos von Männern mit vollem und dünnerem Haar bewerten sollten. Die Bewertung erfolgte unter anderem in Bezug auf Attraktivität, Selbstvertrauen und Männlichkeit.
Die Männer mit Glatze schnitten dabei überwiegend besser ab als die Männer mit Haaren. Sogar diejenigen, deren Haarpracht lediglich digital mit einer Glatze ersetzt wurde. Männer mit Glatzen wurden von den Befragten außerdem als stärker und größer wahrgenommen.
Um herauszufinden, ob Ihnen eine Glatze steht, könnten Sie eine Stunde in der Maske an einem Hollywood-reifen Filmset verbringen. Eine einfachere Alternative ist die Verwendung einer Badekappe, mit der Sie sich ohne großen Aufwand ein Bild von Ihrer Kopfform machen können. Es gibt auch Apps, die eine virtuelle Glatze versprechen, aber hier steht eher der Unterhaltungsfaktor im Vordergrund. Abgesehen von der Farbe vermittelt das Tragen einer Gummihaube den wohl realistischsten Eindruck.
Egal, ob Sie einen runden oder eher kantigen Schädel haben, einen spitzen, eierförmigen Kopf, der schmal oder breit ausfällt, oder einen eher flachen oder stark ausgeprägten Hinterkopf - stehen Sie als Glatzenträger zu Ihren kleinen Makeln. Mit Hüten, Mützen und Caps lässt sich jedoch tricksen. Wo vorher Haare kaschiert haben, hilft eine Kopfbedeckung dabei, sich schrittweise mit dem neuen Look anzufreunden.
Wenn es Ihrem Stil entspricht, lassen Sie sich einen Bart wachsen, denn der lenkt subtil vom Kahlschlag oder dem ein oder anderen Makel ab - so tricksen Sie sich selbst und auch ihr Umfeld aus. Ein Bart schafft stilvolle Balance und dem Bart-Styling sind in Abstimmung mit der Schädel- und Gesichtsform keine Grenzen gesetzt.
Zum Beispiel kann ein flacher Hinterkopf im Profil betrachtet von einem längeren Voll- oder Kinnbart ausgeglichen werden. Die einzige Regel, die es zu beachten gibt: Der Bart muss, wie immer, gepflegt und perfekt in Form gehalten werden.
Je nachdem, wie groß Ihre Zweifel sind, scheren Sie Ihr Haar, wenn Sie ein paar Tage frei haben. Vor dem Wochenende oder sogar vor dem Urlaub. So haben Sie Zeit, sich mit dem neuen Look anzufreunden. Außerdem kann sich die Kopfhaut an den Teint angleichen, natürlich je nach Jahreszeit und Urlaubsziel. Direkt nach dem Sommerurlaub rasiert man sich daher besser keine Glatze. Sonst stehen Sie ohne Haare da, dafür aber mit leuchtendem “weißen Helm”.
Einmal Glatze heißt nicht immer Glatze. Manchmal befürchten gerade Männer jenseits der 30, dass ihre Haarpracht nicht mehr nachwachsen könnte, wenn erst einmal abrasiert. Alles Quatsch, weiß Mario Krankl, Haar-Experte bei Goldwell: “Das Abrasieren der Kopfbehaarung hat keinen Einfluss auf nachlassenden Haarwuchs. Durch den Rasierer wird das Haar lediglich an der Hautoberfläche abgeschnitten, die Wurzel bleibt unberührt.” Achtung: “Bei anderen Methoden wie etwa dem Auszupfen der Haare mit einer Pinzette kann dagegen ein veränderter Haarwuchs entstehen.”
Was tun, wenn doch eine Verletzung entstanden ist? Je mehr Haarwurzeln pro cm² desto unempfindlicher ist die Haut, denn jedes Haarfollikel hat seinen eigenen Reparaturmechanismus. Bei einer haarausfallbedingten Glatze kann sogar ärztliche Behandlung notwendig sein, so Dr. Darius Alamouti, Facharzt für Dermatologie. Die Glatze als Statement, mit noch sehr vielen Haarwurzeln, heilt von alleine schnell wieder ab.
“Das lässt sich auch auf die Pflegebedürftigkeit einer Glatze übertragen”, erklärt Alamouti. “Denn an den Haarwurzeln sind Drüsen angedockt, welche die Kopfhaut automatisch mit einem Schutzfilm pflegen. Fehlen die Haarwurzeln müssen wir künstlich nachhelfen.”
Ob der Kahlschlag nun als Statement stattfindet oder Sie von Mutter Natur dazu bewegt werden, der Glatzen-Trend zeigt, wie sozial- und gesellschaftsfähig diese Nicht-Frisur mittlerweile ist.
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