Eddie Jordan: Eine Legende der Formel 1

Die Motorsportwelt trauert um Eddie Jordan, den ehemaligen Formel-1-Teambesitzer und -Teamchef, der im Alter von 76 Jahren nach einer Prostatakrebserkrankung in seinem Haus in Kapstadt verstorben ist. Jordan leitete sein gleichnamiges Formel-1-Team von 1991 bis 2005. Aus diesem Rennstall ging über mehrere Verkäufe und Umbenennungen der aktuelle Rennstall Aston Martin Aramco hervor.

Eddie Jordan im Jahr 2014 (Quelle: Wikipedia)

Der Ire verhalf einst Michael Schumacher zum Durchbruch in der Formel 1.

Die Anfänge in der Formel 1

Dank der Unterstützung von Mercedes und Peter Sauber konnte Michael Schumacher das Formel-1-Debüt in Spa ermöglichen. Doch als Teamchef Eddie Jordan fragte, ob er die Strecke überhaupt kenne, musste Willi Weber lügen: „Eddie, der kennt Spa wie seine Westentasche. Kerpen ist gleich um die Ecke.“ Dabei musste er die Strecke erst mal mit dem Rad abfahren.

Eddie Jordan war bekannt für seine Draufgänger-Mentalität: Geld, ein dickes Auto und die Frauen lagen ihm zu Füßen. Auch als Eddie die Leitung des Familienbetriebs übernehmen musste, machte er keine Abstriche beim Feiern, Daten und Geldausgeben, woraufhin die Umsätze des Konzerns einbrechen und der Bankrott droht.

Remembering Eddie Jordan: Legendary F1 Team Owner And All-Round Entertainer

Wichtige Momente in Schumachers Karriere

Willi Weber sprach über die schönsten Momente mit Michael Schumacher. Hier sind einige Highlights:

  • 1990: Triumph im Formel-3-Mekka Macau: Bei meinem ersten Treffen mit Michael 1987 beim Formel-3-Rennen auf dem Salzburgring imponierte mir seine Fahrzeugbeherrschung, genauso sein ausgeprägtes Kinn. Ich holte ihn in mein WTS-Team und schliff ihn mit Teamchef Franz Tost zum Siegertypen. Das Highlight war sein Sieg im Formel-3-Mekka Macau, wo er Mika Häkkinen austrickste.
  • 1992: Erster Formel-1-Sieg in Spa: Wieder waren wir in Spa. Michael saß im Benetton, und zu Beginn regnete es. Doch bei trocknender Strecke sah er, dass sich bei Teamkollege Martin Brundle schon Blasen auf den Reifen gebildet hatten und wechselte blitzschnell auf Trockenreifen. So zog er an Nigel Mansell und Riccardo Patrese vorbei, und wir feierten seinen ersten Sieg.
  • 1994: Erster Formel-1-Titel mit Benetton: Michaels Überlegenheit im Benetton führte zu aberwitzigen Unterstellungen. Von „Raketenstart“ und „Traktionskontrolle“ war die Rede. Die Fia tat alles, um uns einzubremsen. Im WM-Finale von Adelaide kam es dann zur berühmten Kollision mit Williams-Rivale Damon Hill. Ich sage: Michael hat ihn nicht abgeschossen und war verdienter Weltmeister.
  • 1995: Zweiter Titel und Wechsel zu Ferrari: Im zweiten Benetton-Jahr lief es gegen Hill glatter. In Spa gewann Michael sogar von Platz 16. Obwohl er in Aida wegen einer Lappalie auf Bewährung fuhr, machte er seinen zweiten Titel klar. Und ich hatte ihn schon bei Briatore aus dem Vertrag gekriegt und mit Todt den Wechsel zu Ferrari eingetütet. Wir hatten doppelten Grund zum Feiern.
  • 1996: Erster Sieg in Ferraris roter Gurke: Ich wollte ja unbedingt, dass Michael zu Ferrari geht. Aber plötzlich saß er in einer roten Gurke, und da habe ich seinen Frust abbekommen: „Das war ja eine gute Empfehlung von dir, Willi.“ Aber ich habe ihn weiter motiviert. Und in Barcelona wurde Michael dann zum Regengott und fuhr mit seinem ersten Sieg in Rot in die Herzen der Ferrari-Fans.
  • 2000: Erster Weltmeister-Titel mit Ferrari: Als der begnadete Techniker Ross Brawn den Tifosi das Theater ausgetrieben hatte, ging die Rote Göttin ab wie Schmitz' Katze. Aber es war auch in der Saison 2000 mit dem Duell gegen Mika Häkkinen eine Achterbahnfahrt aus Siegen, Ausfällen und kuriosen Strafen. Auch das Finale in Suzuka war ein echter Krimi. Doch als es Michael geschafft hatte, feierten wir beseelt und selbst er trug eine rote Perücke.
  • 2006: Als Rekordweltmeister abgetreten: Michael hat mir durch sein grenzenloses Vertrauen die Chance gegeben, das alles zu erleben.

Michael Schumacher mit roter Perücke (Quelle: Shopify)

Warhol und die Ästhetisierung der Oberfläche

Mit der Ästhetisierung der Oberfläche wurde Andy Warhol zum berühmtesten und erfolgreichsten Künstler Amerikas. Sein revolutionäres Credo: Hinter dem Schein versteckt sich - nichts.

Das Gesamtkunstwerk Andy Warhol verkörperte die uramerikanische Einstellung, dass Erfolg und Perfektion nicht etwa das erfreuliche Resultat angeborener Talente sind oder zu den Vorzügen eines gottgegebenen Äußeren zählen, sondern dass es sich hierbei vielmehr um den Effekt des rückhaltlosen Einsatzes aller zur Verfügung stehenden Mittel handelt - von der fotografischen Retusche über die Collagenspritze bis zum chirurgischen Eingriff. „Ich falle nie auseinander, weil ich nie zusammenfalle.“

Die Selbsterschaffung Andy Warhols geriet als paradoxe Spiegelung des amerikanischen Mythos vom Unternehmer, des „Selfmademan“, zur androgynen Inkarnation, bei der Marcel Duchamp und Shirley Temple als unfreiwillige Geburtshelfer zur Seite gestanden haben könnten. Anstelle des heroischen Ideals vom maskulinen Pionier, das von der Eroberung des Westens geprägt ist, kultivierte Warhol die Rolle eines passiven Voyeurs, des schüchternen „Sissy-Boys“, der durch seine vollkommene Identifikation mit den Mechanismen der Konsumwelt das Ego radikal neu definierte: Vom zweifelnden, unabhängigen, selbst bestimmten künstlerischen Individuum zum unbeteiligten Businessartisten, der ausschließlich durch seine von den Medien manipulierten Bedürfnisse und Wahrnehmungen bestimmt ist.

Wie die Medienpersonifizierung Warhols verkörpern seine Images nicht das Wesen des Dargestellten, sondern seine Annäherung an den gesichtslosen Traum, dem es ähnelt.

tags: #eddie #jordan #perücke

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen