Dünnes, feines Haar stellt für viele Frauen ein Problem dar, da sie sich mehr Volumen und Fülle wünschen. Doch die Zeiten, in denen es schlaff vom Kopf hängt und schöne Frisuren damit quasi unmöglich sind, sind längst vorbei. Wer feines Haar hat, der kann sich eigentlich freuen, denn es bringt viele Vorteile mit sich!
Ein weiterer Vorteil von feinem Haar: Es glänzt besonders schön, was an der geschlossenen Schuppenschicht liegt und ist besonders geschmeidig. Dünnes Haar wächst zudem etwas schneller und auch um Frizz müssen Sie sich keine Sorgen machen. Hier sind wertvolle Tipps, wie Sie feinem Haar zu mehr Substanz verhelfen, von der passenden Frisur bis zur richtigen Haarpflege.
Der Grund: Der Proteingehalt von dünnem Haar ist wesentlich niedriger als der von dickem Haar.
Bei der Pflege von feinem Haar lautet die Devise: Weniger ist mehr. Denn zu viele Produkte beschweren die filigrane Haarstruktur und lassen das Haar schnell schlapp aussehen. Verzichten Sie außerdem auf eine zu reichhaltige Pflege, führt sie doch gerne zu fettigem und strähnigem Haar. Setzen Sie stattdessen lieber auf Produkte speziell für dünnes Haar, die mit leichten Substanzen pflegen. Und achten Sie darauf, dass die Pflegeprodukte Inhaltsstoffe wie Panthenol oder Ceramide enthalten, das stärkt und repariert das Haar.
Von reichhaltigen Haarspülungen und Kuren lassen Sie besser die Finger oder verwenden es nur dann, wenn Ihr Haar wirklich eine Extraportion Pflege braucht. Denn was bei dickem Haar für reichlich Glanz sorgt, kann feine Strähnen rasch fettig wirken lassen. Eine gute Alternative bieten allerdings Spray Conditioner.
Dünnes Haar hat nicht nur weniger Volumen, die Kopfhaut ist vor äußeren Einflüssen wie beispielsweise Föhnhitze weniger gut geschützt. Und wie bei jeder anderen Haarstruktur auch, strapaziert große Hitze das Haar nur unnötig. Aus diesem Grund und wenn Sie dünnes Haar haben: Nutzen Sie lediglich die mittlere Föhnstufe.
Neben der korrekten Pflege ist vor allem der richtige Haarschnitt der effektivste Weg, um dünnes Haar gutaussehen zu lassen. Lange Haare sind zwar äußerst schön, aber für dünnes Haar nicht unbedingt geeignet. Der Grund: Je größer das Eigengewicht, umso platter wirkt feines Haar. Ein trendiger Kurzhaarschnitt, ein Long Bob oder ein kesser Pony passen perfekt zu feinem Haar und sorgen für eine Extraportion Volumen.
Übrigens: Auch Strähnchen oder eine Tönung sorgen für mehr Volumen, denn sie rauen die Haarstruktur auf und bringen zudem mehr Leben ins Haar.
Kurzhaarfrisuren: Kurze Haare sind in der Regel bei sehr dünnem Haar die bessere Wahl. Hier eignen sich besonders kompakte Frisuren, die nicht zu fransig oder zu stufig geschnitten sind. Ein Pagenkopf oder ein Bob geben viel Volumen und lassen das Haar dicker wirken.
Langhaarfrisuren: Wer seine Haare lang tragen möchte, sollte ebenfalls Fransen und Stufen meiden. Auch ein Pony nimmt dem eh schon dünnen Haar die Fülle. Lassen Sie sich von Ihrem Friseur über die richtige Frisur für Ihren Haartyp beraten. Auch dünnes Haar wirkt durch den richtigen Schnitt fülliger und schöner.
Volumengebende Stylingprodukte, die das Haar nicht beschweren, sind das A und O wenn es darum geht, feines Haar gekonnt in Szene zu setzen.
Der lässige Out-of-Bed-Look ist ideal für feines Haar. Problemstellen können so leicht überdeckt werden. Verwenden Sie ein Volumen-Spray über Kopf oder sprühen Sie es von unten ins Haar, um dem Haar mehr Fülle zu geben.
Große Lockenwickler bringen sofort jede Menge Schwung ins Haar. Die leicht angetrockneten Haare dazu einfach in einzelne Partien abteilen und auf die Wickler drehen. Mit einem Fön trocknen und nach vorsichtigem Entfernen der Wickler die Haare nur noch locker durchbürsten. Mit einer Rundbürste können Sie beim Föhnen ebenfalls mehr Volumen zaubern.
Vom Glätteisen sollten Sie lieber die Finger lassen - es lässt die Haare noch dünner wirken und schädigt die Haarstruktur. Nutzen Sie nicht zu viele Stylingprodukte auf einmal, da diese Ihr Haar ansonsten nur unnötig beschweren.
Trocknen Sie Ihr frisch gewaschenes Haar vorsichtig mit einem weichen Mikrofasertuch. Binden Sie dabei Ihr Haar nicht zum typischen „Turban“. So minimieren Sie Haarbruch. Wenn Sie keine Zeit haben, Ihr Haar schonend zu trocknen, föhnen Sie es mit wenig Hitze über Kopf. So wird es nicht unnötig durch die Hitze geschädigt und es erhält mehr Volumen.
Benutzen Sie Bürsten, die sanft durch das Haar gleiten, ohne es zu schädigen. Eine Bürste aus Naturborsten eignet sich am besten für feines Haar. Kämmen Sie vor dem Duschen Ihre Haare; trockenes Haar ist strapazierfähiger als nasses.
Auch wenn dünne Haare schneller nachfetten: Waschen Sie Ihr Haar nur, wenn es unbedingt notwendig ist. Zwischen den Haarwäschen können Sie Trockenshampoo verwenden. Dies hat zudem den Vorteil, dass es Extra-Volumen gibt.
In Apotheken, Drogerien und Parfümerien sieht man sie in letzter Zeit wieder häufiger: feste Seifen, die flüssige Shampoos, Haarspülungen und Duschgels ersetzen sollen. Was vor einigen Jahren noch ein eher angestaubtes Image hatte, wird in Zeiten des zunehmenden Umweltschutzes wieder zum Trendprodukt.
Im Handel sind extra Volumenshampoos, Conditioner (Spülung) und Haarkuren erhältlich. Achten Sie dabei darauf, dass diese keine Silikone enthalten (diese beschweren das feine Haar) und sulfatfrei sind (Sulfate neigen dazu, die Haare auszutrocknen).
Orientieren Sie sich an den Inhaltsstoffen. Panthenol, auch als Provitamin B5 bekannt, ist ein vielseitiger und hochwirksamer Inhaltsstoff in Haarpflegeprodukten, der besonders feinem Haar zugutekommt. Es dringt tief in die Haarstruktur ein und verwandelt sich dort in Pantothensäure, die wichtig für die Gesundheit der Haare ist. Zudem wirkt das Vitamin wie ein Feuchtigkeitsmagnet, der das Haar hydratisiert, ohne es zu beschweren. Dies verbessert die Elastizität und reduziert Haarbruch.
Proteine sind die Bausteine der Haarstruktur und damit von grundlegender Bedeutung für die Reparatur und den Erhalt gesunder Haare. Feines Haar profitiert vor allem von den sogenannten hydrolysierten Proteinen. Dabei werden Proteine in kleinere Bausteine (Peptide) zerlegt, wodurch sie wasserlöslich werden und leichter vom Haar aufgenommen werden können. Eine Schutzschicht aus Proteinen bewahrt das Haar vor Umwelteinflüssen und Stylingbelastungen.
Biotin ist eines der bekanntesten Vitamine für gesunde Haare. Es regt die Produktion von Keratin und dadurch auch das Haarwachstum an. Zudem verstärkt Biotin die Haarfaser und beugt Haarbruch vor.
Vermeiden Sie Shampoos mit Silikonen und Sulfaten: Finden Sie am besten ein Shampoo ohne Silikone für feines Haar. Silikone sind synthetische Polymere, die in Haarpflegeprodukten für Glanz und Geschmeidigkeit sorgen. Sie legen sich dabei wie ein schwerer Film auf die Haarfaser und beschweren dadurch feine Strähnen. Zudem verhindert die Schicht, dass andere pflegende Wirkstoffe wie Proteine oder Feuchtigkeit tief in das Haar eindringen können.
Auch Sulfate gehören nicht in ein Shampoo für feine Haare. Sulfate sind schäumende Reinigungsmittel, die gründlich Fett und Schmutz aus den Haaren entfernen können.
Feines Haar liegt meistens sehr dicht an der Kopfhaut an und kommt daher schneller mit Hautfett in Berührung. Dadurch neigt der Ansatz schneller dazu, fettig zu werden. Die generelle Empfehlung lautet, feines Haar etwa alle zwei Tage zu waschen.
Es gibt verschiedene Shampoos, die speziell auf die Bedürfnisse von feinem Haar abgestimmt sind:
Für mehr Volumen müssen wir uns von der Devise "Mehr ist mehr" lösen. Es mag gut gemeint sein, in der Hoffnung auf kraftvolles Haar eine große Menge an Shampoo aufzutragen. Doch das kann schnell daneben gehen und feine Haare unnötig beschweren. Deswegen gilt folgende Faustregel: Bei kurzem Haar eignet sich ein Teelöffel Shampoo, bei langem Haar zwei davon.
Habt ihr schon mal darauf geachtet, wie ihr das Shampoo eigentlich in die Kopfhaut einmassiert? Die einen oder anderen mögen hierbei vielleicht auch mit den Nägeln arbeiten, doch die haben an dieser Stelle Pause. Stattdessen sollte der Ansatz nur mit den Fingerspitzen eingeseift und die Haarspitzen ausgelassen werden - hier findet sich eh in den seltensten Fällen Schmutz und der wird beim Ausspülen gründlich genug entfernt. Um die Durchblutung zu fördern und das Volumen zu erhöhen, sollte mit dem Kopf nach unten shampooniert werden.
Momentan macht ein neuer Trick die Runde, der vor allem jede*n mit feinem Haar glücklich macht: das Upside-Down-Waschen. Mit diesem super einfachen Hack soll man schon unter der Dusche dafür sorgen können, dass das Haar mit extraviel Volumen glänzt.
Dass man seine Haare über Kopf föhnen soll, um mehr Volumen zu kreieren, ist bekannt. Doch ein neuer Beauty-Trick beweist jetzt, dass schon die richtige Haarwäsche bei feinem Haar einen Unterschied machen kann. Denn auch hierbei sollte man bestenfalls bereits kopfüber arbeiten. Anders als beim Föhnen liegt das Geheimnis der Wirkung beim Upside-Down-Waschen jedoch nicht darin, die Haare gegen ihre natürliche Wuchsrichtung auszurichten. Stattdessen geht es darum, dass es durch die Position möglich wird, die Kopfhaut und den Haaransatz besonders gründlich zu reinigen. Denn tatsächlich vernachlässigt man sonst beim Waschen oft die Kopfhaut am Hinterkopf, wodurch sich Talg und Produktreste anlagern und die Haare beschweren.
So gelingt der Beauty-Trick für extraviel Volumen:
Tipp: Wem das Waschen kopfüber im Stehen nicht geheuer ist, kann sich auch über den Badewannenrand oder das Waschbecken lehnen.
Übrigens: Auch Bacne (die lästigen Pickelchen auf dem Rücken) lassen sich dank des Beauty-Tricks verhindern, denn sie entstehen oft durch die Berührung der Haut mit in Conditioner getränkten Strähnen. Wäscht man sich die Haare nun kopfüber, kommen die Längen nicht mehr mit dem Rücken in Berührung.
Damit meine Haare nicht zum Schluss doch noch völlig verkutzeln, hab‘ ich eine spezielle Handtuch-Wickeltechnik. Erst dann nehme ich die mit dem Handtuch umwickelten Haare nach oben und stecke die Zipfel des Handtuchs an der Stirn fest. Das hat den gleichen Effekt wie die Klammer, denn öffne ich meinen Turban wieder, fallen die Haare glatt in ihre Längen.
Seitdem ich meine Haare auf diese Art wasche, habe ich kaum noch Kutzeln im Haar und wesentlich weniger Haarverlust beim Kämmen.
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