Dreadlocks sind mehr als nur eine Frisur; sie sind ein Statement. Ob als Ausdruck von Rebellion, modisches Statement oder aus religiösen Gründen - Dreadlocks haben eine lange Geschichte und vielfältige Bedeutungen.
Dreadlocks werden auch Rastazöpfe oder Rastahaare genannt. Andere Begriffe sind Dreads, Dreadz, Dread Locks, Natty oder Nappy Locks. Wobei Dreadlocks im eigentlichen Sinne verfilzte Haare sind - die Haare werden dafür Strähne für Strähne absichtlich verfilzt. Rastazöpfe, auch Braids genannt, werden hingegen geflochten. Ein großer Unterschied also.
Der Begriff Dreadlocks ist eine Kombination zweier englischer Begriffe: einmal „dread”, was so viel bedeutet wie furchterregend und „lock” für Locken.
Dreadlocks sind ein modisches Statement.
Dreadlocks gibt es schon seit Hunderten von Jahren. Schon die alten Ägypter trugen Dreadlocks, was eigentlich verfilzte Haarbüschel sind. Diese Haarpracht wird gern mit Rastafari auf Jamaika, mit Bob Marley und Reggae Musik in Verbindung gebracht.
Man unterscheidet bei Dreadlocks zwischen natürlichen und kultivierten Dreadlocks.
Menschen, die sich heute für Dreadlocks entscheiden, tragen diese Frisur als Symbol für Rebellion. Man rebelliert gegen akzeptierte Normen wie Aussehen oder Lebensweisen. Im Sinne der allseits gelobten Vielfalt und Individualität sollte jeder Dreadlocks tragen, der Lust darauf hat. Übrigens lassen sich sowohl Männer Dreadlocks machen als auch Frauen. Denn Dreadlocks sehen bei Frauen genauso cool aus wie bei Männern. Dreadlock-Frisuren sind sozusagen unisex.
Auch wenn beide auf den ersten Blick ähnlich aussehen, gibt es gravierende Unterschiede zwischen Dreadlocks und Rastalocken.
Dies vorab: Rasta-Zöpfe sind pflegeleichter als Dreadlocks. Und sie lassen sich leichter wieder entfernen.
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Die Haare sollten eine gewisse Länge haben - mindestens 10 cm. Für kurze Dreadlocks braucht man also etwa 10 cm langes Haar. Haare ab 30 Zentimeter können in Form von Dreadlocks schnell abbrechen. Und: Je kürzer die Haare sind, desto mehr stehen sie vom Kopf ab.
Je länger das Haar ist, desto dünner laufen sie zu den Spitzen zu. Auf Basis dieses Wissens werden dünne Dreads bei langen Haaren nicht gut aussehen. Denn lange Haare mit Dreads in 3-4 mm Dicke lassen sich oft nur zur Hälfte dreaden. Der offene Part ist dann meist sehr lang. Damit Dreadlock-Frisuren gut ausschauen, sollte das Haar also nicht zu lang sein. Kurze, dünne Dreads, sogenannte Baby Dreads sehen oft lustig, aber nicht lässig aus. Deshalb: Je dünner die Dreads gewünscht sind, desto mehr gibt es zu beachten.
Frische Dreads lassen sich, wenn auch mühsam, wieder rauskämmen. Dafür braucht man Geduld und ungefähr so viel Zeit, wie das Kreieren der Dreadlocks gedauert hat. Zum Entfernen der Dreads, ohne sie abzuschneiden, braucht es neben viel Zeit einen großen Vorrat an Haarkur und eine Häkelnadel. Mit der Nadel zupft man die Dreads dann vom Ende bis zum Ansatz wieder auf.
Dreadlocks kosten mit dem eigenen Haar laut Internet um die 300 Euro. Zeitlich sollte man ca. 8-10 Stunden einplanen. Am besten spricht man auch den Zeitaufwand direkt ab.
Es gibt viele Friseure, die auf so etwas spezialisiert sind, da googelst du einfach und schaust nach deiner Umgebung. Oft musst du aber auch eine Stunde bis zum Friseur fahren, da diese Friseure nicht sehr häufig vorkommen. In Nürnberg und Berlin und NRW sind gute Läden, die ich kenne.
| Dreadlocks Art | Preis pro Stück | Zusätzliche Kosten |
|---|---|---|
| Kurze Dreads (10-15 cm) | 15 - 20 € | Material, Waschen, Styling |
| Bis zur Schulter (20-25 cm) | 25 - 30 € | Material, Waschen, Styling |
| Bis zur Brust | Abhängig von der Haarlänge | Material, Waschen, Styling |
| Dreadlocks mit Echthaarverlängerung | Ab 500 € | Material, Waschen, Styling |
Je nach gewünschter Dicke deiner Dreads entstehen mehr oder weniger viele insgesamt. Meist ist es ein 'Stückpreis' bpw. für eine Dread deiner Haarlänge, also so Brustlänge, würde das vllt bei 40€ sein. Andere machen auch fertige Preise, also kein Stückpreis, da musst du dich auf 400-600€ einstellen.
Sicher kannst du die Dreads auch selber machen, ist natürlich preiswerter. Aber was für die Ewigkeit oder zumindest lange halten soll, dass würde ich professionell machen lassen. Sieht am Ende auch sehr viel besser aus!
Wichtig: Bitte lasst Euch nicht von Billiganbietern täuschen, wichtig ist die Anzahl der Dreadlocks. Oft liest man von einer Kompletterstellung in Höhe von 300€, aber meist hat man dafür nicht mal mehr wie 20 Dreadlocks auf dem Kopf.
Jeder kann Dreadlocks haben, aber kaum ein klassischer Friseur kann Dreads machen. Insofern sollte die Frage eher lauten, wer einem diesen coolen Look professionell kreieren kann. Hier sollte man am besten in einem Afro-Shop fragen oder den Begriff Dreadart in seiner Umgebung googeln.
Noch ein Tipp zum Schluss, wenn du dir nicht sicher bis, lass dir erstmal Rastas machen, die sehen optisch ähnlich aus, liegen zwischen 100-400€ je nach laden und du bekommst sie nach 2-4 Monaten wieder eigenständig raus. Außerdem pflegen sie als kleinen Nebeneffekt deine Haare noch ein wenig. Viel Spaß und liebe Grüße :)
Dreadlocks müssen am Ansatz regelmäßig nachgedreaded, also restauriert werden - ansonsten fransen sie aus. Das Haarewaschen an sich ist aufwendiger als normal. Dreads Fans verwenden gern Olivenseife oder Kernseife. Silikonhaltige Shampoos eignen sich nicht zum Waschen von Dreadlocks, da das Haar dann zu glatt wird und nicht verfilzen bzw. verfilzt werden kann. Besser sind also milde Shampoos. Damit schäumt man die Dreads ein und wäscht das Shampoo supergründlich aus.
Deine neuen Dreads kannst Du wie gewohnt waschen. Am besten verwendest Du für die Pflege mindestens einmal wöchentlich spezielle Pflegeprodukte für Dreadlocks.
Auch das mit dem waschen ist nicht so kompliziert uns 'eklig'...
Anders schaut es bei Dreadlocks aus. Abgesehen davon, dass sie nicht nur gewaschen und alle paar Monate per Tiefenreinigung gesäubert werden sollten, müssen die Dreads möglichst schnell getrocknet werden. Andernfalls entwickeln sie gern einen unangenehmen Geruch und können wirklich schimmeln. Sie sollten also nicht zu oft zu lang im feuchten Zustand sein.
Rastas schimmeln eher nicht, da das ja künstliches Haar ist, das jederzeit wieder entfernt werden kann.
Nein! Auch wenn es so aussieht. Wie oben bereits beschrieben, geht es bei der Entscheidung nicht nur darum, ob man sich Dreadlocks machen lassen will. Es geht auch darum, ob man bereit ist, mehr Zeit als gewöhnlich in sein Haar zu investieren. Das Styling fällt zwar weg, aber das Waschen und das regelmäßige Nachdreaden braucht eine gewisse Akribie.
Dreadlocks nehmen beim Waschen viel Wasser auf. Lässt Du sie an der Luft trocknen, dauert das deshalb deutlich länger. Vor allem, wenn es draußen kalt ist, kannst Du aber auch mit dem Fön nachhelfen.
Wer seine Haare liebt, sollte eher nicht auf Dread-Zöpfe setzen. Denn das eine ist die Pflege der Frisur, das andere ist die Folge des Tragens von Dreads. Die Haare verfilzen oder werden verfilzt. Damit das Ganze hält, wird die Oberfläche angeraut. Das führt natürlich zu Haarschäden.
tags: #dreadlocks #beim #friseur #kosten
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