Der ultimative Rasierer-Test: Nassrasierer vs. Elektrorasierer – Welcher ist der Beste?

Rasieren ist eine wiederkehrende Aufgabe, die Männer ab dem ersten Bartwuchs bis zum Lebensende begleitet. Keine triviale Tätigkeit - es lohnt sich also, die richtige Methode für sich zu finden. Mit welcher Rasurvariante man sich am Ende am wohlsten fühlt, ist eine äußerst individuelle Sache.

Viele Männer entscheiden sich für die Nassrasur mit Systemrasierern und nicht wenige nehmen einfach den nächstbesten, den sie günstig bei ihrem Discounter oder Drogeriemarkt entdecken.

Verschiedene Nassrasierer und Zubehör

Nassrasur vs. Trockenrasur: Ein Vergleich

Um sich seines Bartes zu entledigen, gibt es viele Möglichkeiten. Wenn der Bart im Jugendalter zu sprießen beginnt, wählen die meisten männlichen Zeitgenossen die Nassrasur. Das hat vor allem finanzielle Gründe, denn ein guter Elektrorasierer ist eine kostspielige Anschaffung, während man Systemrasierer schon für ein paar Euro bekommen kann - die Ausgaben wachsen erst im Lauf der Zeit aufgrund der Ersatzklingen. Beide Varianten haben ihre Vorteile.

Für die Nassrasur spricht ihre Gründlichkeit. Weil die Klinge sehr nah über die Haut gleitet, werden Barthaare ebenda abgeschnitten. Elektrorasierer haben zum Schutz fein gelochte Metallplatten, die zwar die Haut vor Verletzungen schützen, aber aufgrund des größeren Abstands zur Haut minimale Stoppeln hinterlassen. Dadurch wird die Haut nicht ganz so glatt und der Bartschatten wird früher wieder sichtbar.

Auch die Kosten sind ein wichtiger Faktor. Nassrasierer kosten zwar bei der Anschaffung nicht viel, die Klingen gehen jedoch stark ins Geld - und man muss sie oft wechseln. Auch für Männer mit unebener Gesichtshaut geht nichts über die Elektrorasur. Sich mit einem Rasierapparat zu schneiden, ist nahezu unmöglich.

An den offenen Schneiden von Nassrasierern kann man sich hingegen relativ leicht verletzen, und das Risiko wird durch den Rasierschaum noch gesteigert. Darüber hinaus ist Nassrasieren zeitaufwendiger als die Trockenrasur.

Viele Nassrasur-Afficionados schwören auf Rasierhobel. Diese sind teurer in der Anschaffung, aber meist auch hochwertiger und oft auch schöner gestaltet. Im Gegenzug sind die Klingen deutlich günstiger und man ist flexibel bei der Wahl des Herstellers, denn Rasierhobel nutzen standardisierte Klingen. Der Umgang mit Rasierhobeln erfordert aber Übung und Konzentration, denn hier zieht man die Klinge direkt über die Haut - eine Schutzzone gibt es nicht. Aus diesem Grund kann man sich mit Rasierhobeln leichter verletzen, gleichzeitig ist ihre Gründlichkeit unschlagbar.

Die meisten handelsüblichen Systemrasierer nutzen entweder drei oder fünf Einzelklingen. Es gibt auch Ausnahmen, die mit zwei, vier oder gar sechs Klingen aufwarten, diese sind aber eher selten - in unserem Test ist der Wilkinson Quattro das einzige Modell mit einer geraden Anzahl Schneiden. Wir können das jedoch nicht bestätigen.

Unter den von uns getesteten Systemrasierern gab es keine merklichen Unterschiede zwischen Modellen mit drei und mit fünf Klingen - weder bei der Gründlichkeit, noch bei der Hautirritation oder der Lebensdauer schnitten die 5-Klingen-Rasierer besser ab. Unser Testsieger ist ein 3-Klingen-Rasierer und erledigte seine Aufgabe dennoch besser als seine Konkurrenten mit mehr Schneiden.

Neben der grundsätzlichen Qualität der kleinen Säbel ist auch deren Abstand zueinander von Bedeutung, denn in die Lücken bergen das Risiko, mit Bartstoppeln und Rasierschaum zu verstopfen.

Die Stiftung Warentest kam in ihrem Test auf das gleiche Ergebnis. Dort führt die Bestenliste ein 5-Klingen-Rasierer an (Gillette Fusion5 Proglide), direkt darauf folgen ein 2-Klingen-Modell (Gillette SkinGuard) und anschließend ein Rasierer mit drei Schneiden (Gillette Mach3).

Ein moderner Elektrorasierer

Die Top Nassrasierer im Test

Um herauszufinden, wie lange, haben wir viel Zeit investiert - insgesamt rund zwei Jahre. Mehrere Testpersonen haben die 12 Nassrasierer im Alltag benutzt, bis die Klingen streikten. Neben dem Kostenfaktor haben wir auch die Handhabung, die Gründlichkeit und eventuelle Hautreizungen in unsere Bewertung einbezogen. Am Ende hat sich ein klarer Sieger herauskristallisiert - aber wie immer gibt es auch Alternativen, die eigene Stärken aufweisen.

Gillette Mach3: Der bewährte Klassiker

Der Gillette Mach3 ist ein moderner Klassiker. Auch noch über 25 Jahre nach seinem Marktstart schneidet er meisterhaft - großen Verbesserungsbedarf sehen wir nicht. Die Rasur ist sanft und gründlich, der Griff erlaubt eine tadellose Handhabung und die Klingen halten sehr lange durch, weshalb der Mach3 nicht nur die Haut, sondern auch langfristig den Geldbeutel schont.

Gillettes Dauerläufer hat nicht nur im Handel einen langen Atem, sondern auch im Badezimmer - die Klingen hielten von allen in unserem Test am längsten.

Im Vergleich zu den anderen Testkandidaten wirkt der Gillette Mach3 regelrecht grazil. Der Griff ist kürzer als die der anderen Rasierer im Testfeld, sehr schmal, gerade und erst nahe der Klingenaufnahme abgewinkelt. Die Oberfläche besteht aus Metall und wird von gummierten Stellen durchbrochen, unten ist der Griff fast vollständig mit Gummi bezogen. Dadurch lässt er sich auch mit nassen Händen und Rasierschaum an den Fingern rutschfest und sicher halten. Er wirkt zudem recht hochwertig.

Wer den Griff nicht mag, bekommt optional auch andere mit den Klingen kompatible Griffe, die mitunter aus sehr hochwertigen Materialien wie etwa Nussbaumholz hergestellt sind, von Drittherstellern - ein Vorteil der hohen Verbreitung des Mach3, denn für andere Klingensysteme gibt es derartige Enthusiasten-Ausstattung im Normalfall nur sehr selten.

Die Klingenaufnahme ist ein Dorn in der Mitte, der in eine Öffnung gesteckt wird - ein bewährtes Prinzip. Eine Taste löst die Arretierung. Der Klingenwechsel geht damit leicht von der Hand und benötigt nicht mehrere Anläufe, wie wir es leider bei einigen Konkurrenten erlebt haben.

Eine Systemklinge hat drei Schneiden, wie der Name Mach3 bereits andeutet. Die Klinge ist angenehm schmal, was das Rasieren an feinen und unebenen Stellen wie dem Philtrum, dem Adamsapfel und nahe der Mundwinkel erleichtert.

Die Klinge ist flexibel neigbar und hat einen angenehmen Widerstand - sie klappert nicht und wackelt nicht bei jeder Bewegung herum, man muss aber auch nicht stark aufdrücken, was Hautreizungen begünstigen und das Verletzungsrisiko durch Schnitte erhöhen würde. Der Mach3 liegt in der goldenen Mitte.

Rundum brillieren konnte der Mach3 bei der Nutzungsdauer der Klingen. Sie halten eine gefühlte Ewigkeit - bei allen Testpersonen deutlich länger als der Durchschnitt unter allen getesteten Systemrasierern, und sie haben selbigen ordentlich angehoben. Das ist für sich toll, noch schöner ist es aber in dem Wissen, dass Ersatzklingen für den Mach3 zwar nicht zu den allergünstigsten gehören, gegenüber vergleichbar ausdauernden Klingen (namentlich die des Gillette Fusion5 und des Wilkinson Hydro 5) aber für einen deutlich geringeren Betrag den Besitzer wechseln. Pro Rasur ist der Mach3 der drittgünstigste Nassrasierer im Test.

Den Gillette Mach3 als Testsieger auszuzeichnen war keine schwere Entscheidung. Das Gesamtpaket stimmt, gleichzeitig hat der Rasierer keine eklatanten Nachteile, sofern man nicht unbedingt eine Trimmerklinge benötigt.

Die Stiftung Warentest (8/2020) hat unseren Favoriten mit der Gesamtnote 1,9 (»gut«) bewertet.

Wilkinson Sword Hydro 5: Der ergonomische Herausforderer

Der Herausforderer rasiert ebenfalls einwandfrei und ist etwas größer und ergonomischer geformt als der Testsieger. Der Wilkinson Sword Hydro 5 schlug sich in unserem Test fast genauso gut wie unser Favorit - welchen man bevorzugt ist zu einem großen Teil eine Geschmacksfrage. Preislich liegen beide nah beieinander.

Wer Gillette aus irgendeinem Grund nicht mag, dem silbern glänzenden Metall-Look nichts abgewinnen kann oder sich an der kompakten Bauweise des Mach3 stört, bekommt mit dem Wilkinson Sword Hydro 5 die beste Alternative in unserem Test.

Der Griff ist ein gutes Stück länger und breiter, außerdem ist er ergonomischer geformt. Es ist somit schlicht mehr zum Anfassen da - mit großen Pranken lässt er sich besser greifen. Er ist auch stärker gummiert - das spürt man und man sieht es auch. An den wenigen Stellen, die nicht von Gummi bedeckt sind, kommt auch beim Hydro 5 Metall zum Einsatz, allerdings farbig lackiert.

Die Klinge ist flexibel, sie kann auf einer Achse geneigt werden. Ihr Widerstand ist gering - etwas zu gering für unseren Geschmack. Es bleibt aber im Rahmen. Beim Rasieren ist alles in Ordnung, schüttelt man den Rasierer, hört man sie aber ganz leise klappern.

Die Klinge ist sehr viel breiter als die des Mach3, was für präzises Rasieren kleiner Stellen ein Nachteil ist und daran liegt, dass der Hydro 5 zum einen fünf statt nur drei Klingen hat und zum anderen der Kunststoffrahmen über- und unterhalb der Klinge recht großzügig dimensioniert ist. Der obere Teil lässt sich immerhin zurückklappen, was die Übersicht etwas erleichtert. Auf eine separate Trimmerklinge muss man hingegen verzichten - zwar spricht der Hersteller bei dem Feature von einer Konturenklinge, gemeint ist aber der Klappmechanismus.

Die Klingenaufnahme folgt dem Spreizklemmenprinzip, was wir in der Regel nicht für ideal halten. Weil der Hydro 5 eine Führungsnase hat, ist das Einsetzen aber zum Glück kein Problem. Wir erwischten uns dennoch immer wieder beim Überprüfen, ob die Klinge tatsächlich sitzt oder gleich wieder abfällt. Beim Mach3 ist das hingegen immer eindeutig, die Frage stellt sich dort nicht.

Die Gründlichkeit bewerteten alle Tester mit gut bis sehr gut. Nur eine Testperson berichtete über ein gelegentliches Auftreten leichter Hautirritation, die anderen hatten keinerlei Probleme.

Schlechter ist es um den Gleitstreifen bestellt: Er trägt viel zu stark auf und »schleimt« regelrecht - nach der Rasur muss man den Schlick richtig von der Haut waschen. Gut ist der Hydro 5 wieder bei den Kosten: Ähnlich wie beim Mach3 halten die Klingen sehr lange. Sie sind allerdings etwas teurer.

Gillette Fusion5: Für Liebhaber von Trimmerklingen

Der Fusion5 ist ergonomischer als der Testsieger, hat eine Trimmerklinge und rasiert genauso gut. Wer auf eine sehr gründliche und reizarme Rasur Wert legt, aber auf keinen Fall auf die Trimmerklinge verzichten möchte, bekommt beides vom Gillette Fusion5. Ein Klingentausch ist auch diesem Rasierer nur sehr selten nötig, denn die Schneiden sind wie bei unserem Favoriten extrem ausdauernd.

Die teuren Klingen sind der Hauptgrund, warum der Gillette Fusion5 für uns nicht als Testsieger in Frage kam, denn für sich genommen ist der Rasierer super. Auszusetzen haben wir daran überhaupt nichts.

Zum einen ist der Griff größer und ergonomischer geformt, sodass er noch etwas besser in der Hand liegt. Er besteht aus stabilem Metall, das oben und unten mit feinen Gummilamellen bestückt ist, die einen hervorragenden Halt gewährleisten. Auch die Gewichtsverteilung ist exzellent, der Schwerpunkt des Nassrasierers mit Klinge liegt ziemlich genau in der Mitte.

Die Klinge ist auf einer Achse flexibel und hat genau den richtigen Widerstand - nicht zu viel und nicht zu wenig, hier hat Gillette den Sweetspot getroffen. Der Gegendruck ändert sich auch nicht, wenn die Klinge in einen stärkeren Winkel geneigt wird - perfekt!

Der Gleitstreifen gehört zu den besten im Test. Man bemerkt ihn - aber positiv. Er macht die Rasur spürbar angenehmer, trägt nicht zu viel auf und bleibt ziemlich lange bestehen, bevor er aufgebraucht ist, was besonders in Hinsicht auf die lange Nutzungsdauer der Klingen eine äußerst respektable Leistung ist.

Alles super also - wäre da nicht der bereits erwähnte Preis. Die Klingen gehen zum Testzeitpunkt für mindestens 3,50 Euro pro Stück (4er-Packung) über die Ladentheke und sind damit die zweitteuersten im Testfeld, lediglich die für die Schwester Fusion5 Power Proglide sind noch teurer. Wer den Kostenpunkt nicht scheut, bekommt mit dem Fusion5 auf jeden Fall einen tollen Nassrasierer.

Cien Men Dynamic 5 Pro von Lidl: Die günstige Alternative

Mit dem Rasierer von Lidl kommt man langfristig mit am günstigsten weg. Insgesamt haben die günstigen Discounter- und Drogeriemarkt-Modelle in unserem Test eher enttäuscht. Eine Ausnahme gibt es aber: Mit dem Cien Men Dynamic 5 Pro vertreibt Lidl einen Nassrasierer, der nicht nur auf den ersten Blick Sparpotenzial bietet.

Den Cien Men Dynamic 5 Pro kennen einige vielleicht noch unter seinem alten Namen »Shark«. Die Oberseite ist mit Metall bedeckt, was dem Cien einen etwas edleren Anstrich verleiht als die Discounter-Konkurrenten bieten, aber nicht ganz die Klasse eines Gillette Mach3 erreicht. Unten ist der Dynamic 5 Pro dezent gummiert und mit Rillen versehen, um Rutschen zu verhindern.

Die Klingenaufnahme besteht aus einem breiten Metalldorn, gewechselt wird der gesamte Klingenkopf. Das ähnelt einigen Konkurrenten, unter anderem dem Balea Men Revolution 5.1 und dem Harry’s Truman, deren Fassungen allerdings aus Kunststoff bestehen.

Die Klinge selbst ist relativ breit - nur minimal weniger als die des Wilkinson Hydro 5 - und somit nicht allzu gut für Feinheiten geeignet. Die Gründlichkeit erreicht nicht ganz die unserer anderen Empfehlungen, ist aber überdurchschnittlich hoch. Auch Hautreizungen traten im Test nicht auf.

Das ändert sich jedoch mit zunehmendem Abstumpfen der Klinge, was leider relativ schnell passiert und unser größter Kritikpunkt am Cien-Rasierer ist. Allerdings sind die Ersatzklingen günstig, wodurch der Preis pro Rasur dennoch niedrig ist und im Testfeld lediglich vom Aveo Men 3-Klingen-Rasiere...

Elektrorasierer im Test: Die besten Modelle

Die Stiftung Warentest hat Elektrorasierer getestet, darunter die Geräte der dominierenden Marken, die sich seit Jahren einen Kampf der Schersysteme liefern. Die Noten reichten von «gut» bis «mangelhaft».

Schnell, gründlich und sanft - so soll ein elektrischer Rasierapparat seine tägliche Arbeit verrichten. Viele Geräte am Markt versprechen das in verschwurbelten Worten. Die Marketing-Texter haben offensichtlich den Stereotyp-Mann im Visier, der vor oder nach dem Griff zum Rasierer am Oldtimer herumschraubt und anschliessend mit dem Lift in die Chefetage der Firma fährt.

Was hinter den Versprechungen steckt, hat die Stiftung Warentest untersucht. Zum einen wurden die zwölf Elektrorasierer im Labor auf Haltbarkeit und technische Ausstattung geprüft. Zum anderen durften sich 48 Männer mit den Geräten ihre Gesichtsbehaarung entfernen, die einen täglich, die anderen alle fünf Tage. Die Geräte waren durch Überkleben der Markenlogos unkenntlich gemacht worden, wie es im Testbericht heisst.

Den Testsieg holte der Braun Series 9 Pro - das teuerste Gerät, das allerdings auch mit Ladestation und automatischer Reinigungsstation die beste Ausstattung bot. In der Test-Kategorie «Rasieren» erreichte er die Note 2.0, bei «Hautschonung», «Handhabung» und «Haltbarkeit» jeweils ein «sehr gut». Das schaffte kein anderes Rasierer. Die Gesamtnote für den Series 9 Pro war damit die 1.6.

Weitere "gute" Elektrorasierer

Die Abstände bei den Noten in der Spitzengruppe sind klein. Hersteller Braun sicherte sich dank des zweitplatzierten Series 5 (Note 1.7) einen Doppelsieg. Kleine Abstriche gibt es für diesen Elektrorasierer bei der Akkuleistung und dem Entfernen einzelner längerer Haare.

Auf den Plätzen 4 und 5 landen zwei Philips-Modelle. Diese sind nicht wie zum Beispiel bei Braun als Vibrationsrasierer konzipiert, sondern setzen auf rotierende Scherköpfe.

Für die Benotung der Rasierleistung machte die Systemfrage keinen grossen Unterschied. Sowohl der S9000 Prestige (Platz 4; Note 1.8) als auch der Series 7000 (Platz 5; ebenfalls Note 1.8) schnitten die Stoppeln «gut» ab.

Das Feld der «guten» Elektrorasierer komplettiert das dritte Braun-Modell in der Auswahl: das Modell Series 7. Es sicherte sich mit der Note 1.9 Platz sechs.

Elektrorasierer mit der Note «befriedigend»

Komfortabel sind Elektrorasierer ohne Frage. Doch eine so glatte Haut wie nach einer Nassrasur mit Klingen oder Messern direkt auf der Haut erreichen weder Vibrationsrasierer noch Scherkopfgeräte. Nur ein guter Nassrasierer zieht vor dem Abschneiden das Barthaar leicht aus der Haut und schneidet es sehr weit unten ab. Das schafft das Babypopo-Feeling an Wangen und Kinn. Elektrorasierer haben dagegen bauartbedingt immer eine Art Sicherheitsabstand zur Haut.

Folgekosten und Nachhaltigkeit

Bei den Elektrorasierern hat die Stiftung Warentest ebenfalls untersucht, ob die verbauten Li-Ionen-Akkus, die nach jahrelanger Nutzung Leistung verlieren, getauscht werden können. Bei den Braun-Geräten kannst du Geräte bis zu sieben Jahre nach Produktionsende an den Kundendienst schicken und einen neuen Akku einbauen lassen. Kosten dafür gemäss Stiftung-Warentest-Recherche: zwischen 20 und 30 Euro plus Portokosten. Das sind allerdings nur die Preise in Deutschland.

In der Schweiz arbeitet Braun mit externen Service-Centern zusammen und kann auf Nachfrage zu den Kosten für einen Austausch des Akkus «keine Aussagen machen». «Die Höhe der Reparaturkosten liegt (...) im alleinigen Ermessen des Servicecenters», heisst es in der schriftlichen Antwort auf unsere Anfrage. Man könne sich aber natürlich einen Kostenvoranschlag erstellen lassen.

Auch Panasonic bietet den Wechsel von Akkus an. Alle anderen Marken haben dagegen den Akku so fest verbaut, dass die Geräte nach Erreichen der maximalen Zahl der Ladezyklen nur noch Elektroschrott sind.

Weitere getestete Produkte

Neben den bereits genannten Rasierern wurden auch folgende Produkte getestet:

  • Philips Elektrorasierer Shaver Series 3000 S3143/00
  • Philips Bartschneider Series 5000 BT5515/15
  • Philips Elektrorasierer OneBlade Face & Body QP4631/65
  • BEURER Elektrorasierer HR 8000 Rotationsrasierer
  • Philips Nasen- und Ohrhaartrimmer NT3650/16
  • Philips Elektrorasierer OneBlade Pro 360 Face & Body QP6552/30
  • Carrera Beauty Haar- und Bartschneider
  • Remington Haar- und Bartschneider PG780 One Totalbody Multigroomer
  • eta Haar- und Bartschneider Roger ETA934590000
  • Philips Elektrokörperrasierer SatinShave Prestige Series 6000 BRL146/00
  • FAVED Elektrokörperrasierer The Bodygroomer 2.0

Tabellarische Übersicht der getesteten Rasierer

Rasierer Typ Vorteile Nachteile
Gillette Mach3 Nassrasierer Sanfte Rasur, lange Lebensdauer der Klingen, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis Keine Trimmerklinge
Wilkinson Sword Hydro 5 Nassrasierer Ergonomischer Griff, gründliche Rasur Breite Klinge, Gleitstreifen schleimt
Gillette Fusion5 Nassrasierer Ergonomischer Griff, Trimmerklinge, gründliche Rasur Teure Klingen
Cien Men Dynamic 5 Pro (Lidl) Nassrasierer Günstiger Preis, Trimmerklinge Klingen stumpfen schnell ab
Braun Series 9 Pro Elektrorasierer Sehr gute Rasur, hautfreundlich, gute Handhabung, lange Haltbarkeit Teuer
Braun Series 5 Elektrorasierer Gute Rasur Schwache Akkuleistung, Schwierigkeiten beim Entfernen längerer Haare
Philips S9000 Prestige Elektrorasierer Gute Rasur -
Philips Series 7000 Elektrorasierer Gute Rasur -
Braun Series 7 Elektrorasierer Gute Rasur -

Elektrorasierer im Test: Wie gründlich rasieren Philips, Braun und Co.? | 2025 | Kassensturz | SRF

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