Die kürzesten Haare der Welt: Fakten und Trends

Victoria Beckham setzt nicht nur mit ihrer Mode Trends, sie gibt auch in Sachen Haare regelmäßig den Ton an. Kaum ein Star hat Bob-Frisuren so geprägt wie Victoria Beckham. Ihr Posh-Spice-Bob ist bis heute ikonisch - und genau den bringt sie nun zurück.

Ein moderner Bob Haarschnitt

Victoria Beckham und der ikonische Bob

In den 90er und den frühen 2000er-Jahren tourte sie als Posh-Spice mit glattem Kasten-Bob durch die Welt. Junge Mädchen wollten aussehen wie sie und ließen sich den Box-Bob schneiden. Vor allem Frauen mit dünnem Haar profitierten von dieser Frisur.

In den 2000er-Jahren folgten dann eine Reihe von umgekehrten A-Linien-Bobs, bei denen die vordere Haarpartie deutlich länger ist, als die hintere. Von blond bis kurz - alles war dabei. Victoria Beckham trägt seit dem Jahr 2024 wieder Bob. Zunächst schulterlang und mit leichtem Balayage.

Während viele Frauen um jeden Zentimeter beim Friseur kämpfen, hat sich Victoria Beckham, 51, dazu entschieden, im Sommer 2025 immer mehr von ihren Haaren abzuschneiden. Bereits 2024 hat die Modedesignerin ihr brustlanges Haar gegen einen schulterlangen Bob eingetauscht.

Mit langen Haaren lassen sich leichter Frisuren stylen, im Falle von Victoria Beckham sind kurze Haare aber die bessere Wahl. Die Britin hat sehr dünnes Haar. Kurzes, leicht gestuftes Haar bringt ihr Schwung und Volumen in die Frisur. Leichte Wellen verstärken diesen Eindruck.

In ihrer Instagram-Story debütiert die 51-Jährige erstmals ihre neue Frisur. Ein Bild im Hochformat zeigt Victoria beim Styling mit neuen Clips in den Haaren. Ihre Augen sind bereits geschminkt, die Haare müssen noch gestylt werden.

Auf dem Bild ist deutlich zu sehen, dass ihr Bob inzwischen Kinnlänge hat und die früheren Balayage-Strähnen endgültig herausgewachsen sind. Die Haare wirken nach dem Touch-up voller und gesünder. Es ist genau die gleiche Haarlänge wie damals zur Spice-Girls-Zeit, der Schnitt unterscheidet sich jedoch in vielerlei Hinsicht.

Der Boxy-Cut ist endgültig Geschichte, dafür sind die Enden leicht stufig geschnitten. Leichte Curtain-Bangs, die das Gesicht Rahmen, komplettieren den Look - die wahrscheinlich prägnanteste Veränderung zu früher.

Der Curtain Crop: Lässig und selbstbewusst

Ihr seid auf der Suche nach dem wohl coolsten Haarschnitt für 2025? Ein bisschen Pixie, aber irgendwie softer, femininer und vor allem erwachsener! Ein wenig wie Keira Knightleys Kurzhaarschnitt in "Kick It Like Beckham" zieht ihr mit dieser Frisur garantiert alle Blicke auf euch!

Kurzhaarschnitte kommen wohl nie aus der Mode. Kein Wunder, denn sie sind extrem unkompliziert in Sachen Styling und sehen einfach gut aus! Eine der wohl lässigsten Varianten ist dabei in diesem Jahr der sogenannte Curtain Crop. Ein leicht ausgefranster Haarschnitt, der gerne im Mittelscheitel getragen wird und dadurch die perfekte Mischung aus Androgynität und Jugendlichkeit ausstrahlt - und das jenseits einer Altersgrenze. Denn das Tolle am Curtain Crop: Er passt sich kinderleicht jedem Haartyp und jeder Gesichtsform an.

Da die Kurzhaarfrisur ungefähr auf Wangenknochenhöhe endet, kann er zudem auf unterschiedlichste Art und Weise gestylt werden. Vom Sleek Look bis hin zum lässigen Blow-out sind die Möglichkeiten hier zahlreich. Kurzum: der perfekte Haarschnitt für alle, die es besonders lässig und selbstbewusst mögen.

Wie bereits erwähnt, ist der Curtain Crop ein Kurzhaarschnitt, der etwa auf Höhe der Wangenknochen endet. Die kürzesten Haarsträhnen fallen dabei in Form eines winzigen Ponys sanft über die Augen und rahmen so euer Gesicht ein. Wichtig ist zudem, dass eure Haare nach unten hin leicht durchgestuft sind. Dadurch bekommt der Look das lockere, fluffige Aussehen.

Einmal geschnitten, könnt ihr den Curtain Crop zudem daheim ganz einfach stylen. Am besten lasst ihr eure Haare an der Luft trocknen und gebt am Ende ein wenig Haargel in die Haarspitzen für einen Wet-Look, der ein wenig an Leonardo DiCaprio aus den 90er-Jahren erinnert.

Der Butterfly Bob: Voluminös und wandelbar

Die aktuelle Trend-Frisur überhaupt ist der Butterfly Bob. Der Butterfly Bob erobert gerade die Frisurenwelt im Sturm. Kein Wunder, denn der Trend-Haarschnitt überzeugt mit seiner Wandelbarkeit und ist ideal für alle, die sich nicht von ihrer langen Mähne trennen mögen.

Beim Butterfly Bob wird das Deckhaar und die Strähnen rund ums das Gesicht sehr stark gestuft. Stufenschnitte können Unglaubliches bewirken - der Butterfly Bob treibt das auf die Spitze!

"Die kürzesten Haare enden knapp unter dem Kinn, können aber sogar noch kürzer geschnitten werden, während das Unterhaar lang bleibt", erklärt Friseurmeisterin Julia Dieck gegenüber Vogue.

Steckt die Trägerin die Haare hoch, wirkt es so, als hätte sie einen Kurzhaarschnitt. Sanfte Wellen ergänzen diesen Trend-Haarschnitt, weshalb der Look am Ende wie ein Schmetterling aussieht (daher der Name "Butterfly").

Egal, ob du glattes, dünnes, dickes oder gelocktes Haar hast: Der Butterfly Bob eignet sich für alle Haartypen. Feines Haar bringt der Schnitt Volumen (die Stufen sollten dann allerdings nicht zu stark geschnitten werden, um das Ausdünnen der Haare zu vermeiden), dickem Haar wird die Schwere genommen. Gelockte Haare erhalten mehr Sprungkraft und glattes Haar bekommt mehr Schwung.

Fürs Styling reicht es, wenn du den Butterfly Bob über eine Rundbürste föhnst.

Der Butterfly Long Bob à la Leni Klum

Nachdem Leni Klum in den vergangenen Monaten eher kurze Frisuren bevorzugte, scheint das Model seine Haare derzeit wieder wachsen zu lassen. Und damit die Zwischenlänge nicht zu langweilig aussieht, hat sie sich für eine ganz besondere Form des Long Bobs entschieden. Denn anstatt alle Haare auf eine Stufe zu schneiden, sind ihre Haare ordentlich durchgestuft.

Im sogenannten Butterfly Cut fangen die kürzesten Haarsträhnen schon knapp am Ohr an und werden nach unten hin immer länger. Dadurch entsteht ein leicht zerzauster Eindruck, der die gesamte Frisur besonders voll und voluminös wirken lässt.

Wenn ihr eine ähnliche Haarlänge wie Leni Klum tragt, könnt ihr eure Haare ganz einfach bei eurer/eurem Friseur:in durchstufen lassen. Das Tolle dabei: je nach Gesichtsform und Vorlieben könnt ihr die einzelnen Stufen etwas höher oder auch tiefer ansetzen. Auch ein Pony, wie die Curtain Bangs, ist erlaubt.

Daheim müsst ihr dann nicht mehr viel tun, denn der Look lebt davon, zersaust und ein wenig messy auszusehen.

Der Micro-Pony: Polarisiert und stilbewusst

Auf roten Teppichen, der Kinoleinwand und Laufstegen ist er schon lange zu Hause: der Mikro-Pony, hier bei Pop-Ikone Lady Gaga.

Oft belächelt, verspottet und als Indikator für politische Haltung gedeutet: Der ultrakurze Pony polarisiert. Aber hinter der Stirnpartie mit kurzen Fransen könnte auch eine wahre Stil-Kennerin stecken. Eine - partielle - Ehrenrettung.

„Sind Sie sicher?“, fragt der Friseur ein letztes Mal und schiebt die langen Haarsträhnen aus dem Gesicht seiner Kundin. „Ja!“, antwortet diese entschlossen. Kurz darauf ist die zuvor üppige Haarpracht um mehr als die Hälfte gekürzt, der Pony ultrakurz und die Kundin begeistert: „Es ist genau, was ich wollte.“

Blickt man derzeit auf glamouröse Veranstaltungen, ist der kurze Pony wieder zu sehen. Katy Perry etwa erschien damit Anfang März bei der „Vanity Fair“-Party nach der Oscar-Verleihung. Die 40-Jährige ist Wiederholungstäterin in Sachen „Micro Bangs“ oder auch „Baby Bangs“, wie ein maximal bis zur Mitte der Stirn reichender Pony heute genannt wird: Bereits 2012 zeigte sie sich mit türkisblau gefärbtem Mikro-Pony, zwei Jahre später trug sie die kurzen Ponyfransen dunkel gefärbt, ebenso 2023 als Jurorin der TV-Show „American Idol“.

Auf der Oscar-Party im März war Perry mit ihrer Frisur nicht allein, auch ihre Kollegin Miley Cyrus schritt dort mit „Micro Bangs“ über den gelb-grauen Teppich.

Der Begriff, der seit einer Weile durch Netz und Gespräche in der analogen Welt geistert, bezieht sich aber weniger auf die Pflegeintensität dieser Frisur als auf die mutmaßliche Weltanschauung ihrer Trägerinnen. Diese seien vornehmlich links, latent frustriert angesichts des Patriarchats und kapitalistisch propagierter Schönheitsideale und trügen ihre Frisur wie einen „ideologischen Helm“, schrieb etwa meine Kollegin Maria-Antonia Gerstmeyer in WELT.

Das mag auf einen Teil der Extra-kurz-Trägerinnen zutreffen. Aber: Katy Perry, befreundet mit Jeff Bezos und dessen Verlobter Lauren Sánchez, mit der sie bald ins All fliegen will, und Miley Cyrus, zwar als Demokratin und Trump-Gegnerin, aber eben auch als glamouröser Popstar bekannt, wirken nicht gerade wie Prototypen der antikapitalistischen (oder sich als solche gebenden) Aktivistin. Auch nicht recht ins Bild der Schönheitsideale ablehnenden, überkorrekten Protestlerin passen Topmodel Cara Delevingne, Pop-Ikone Lady Gaga, Schauspielerin und Regisseurin Zoë Kravitz.

Sie sind nur einige der prominenten Frauen, die sich in jüngster Zeit mit extra-kurzem Pony zeigten und eher anmutig als aktivistisch wirkten.

Werden die kurzen Stirnfransen also nur hierzulande als „Problem-Pony“ wahrgenommen? Nicht ganz. In den USA entstand vor knapp zehn Jahren der Begriff „TERF bangs“. TERF steht für „trans-exclusive radical feminists“, also für radikale Feministinnen, die Transfrauen nicht als Frauen anerkennen. Dem Magazin zufolge war die Frisur damals vor allem beliebt bei „weißen Cisgender-Frauen in ihren Zwanzigern“, dem Klischee nach aus gut situierten Familien, mit geisteswissenschaftlichem Bachelor-Abschluss und der Überzeugung, „sozial bewusster zu sein, als sie es tatsächlich sind.“

Die Idee, hinter dem Mut zur Kürze stehe eine bestimmte Haltung, scheint also eine transatlantische zu sein. Umso faszinierender ist es, dass Mode- und Lifestyle-Magazine, die nicht gerade den Ruf haben, ernsthaft mit konventionellen Schönheitsidealen oder dem Kapitalismus brechen zu wollen, seit Jahren den „Micro Fringe“ oder die „Baby Bangs“ immer wieder als besonders coolen, mutigen, angesagten Look bejubeln - nämlich immer dann, wenn sich eine oder gleich mehrere Prominente damit zeigen.

Je länger man sich mit dem Pony in seiner kürzesten Form beschäftigt, desto klarer tritt sein stilistisches Doppelleben zutage. Da sind auf der einen Seite die Trägerinnen, die mit kurzen Strähnen auf der Stirn klassischen Schönheitsidealen eine Absage erteilen wollen, auf der anderen Hollywood- und Popstars, die eben diesen Schönheitsidealen entsprechen und gerade deshalb mutig mit ihnen spielen können.

Da wird die charakteristische Stirnpartie von den einen als „Problem-Pony“ oder „TERF bangs“ bezeichnet und von den anderen als „Pony der coolen Mädchen“ und Oscar-versierter „bester Haarschnitt 2025“ gefeiert.

Da tun sich ungeahnte Ähnlichkeiten zwischen Miley Cyrus und einer Erstklässlerin nach Experimenten mit der Bastelschere auf, zwischen den Frisuren von Schauspielerin Zendaya bei der legendären Met-Gala in New York und jener des auf ganz eigene Weise legendären Lord Farquaard aus „Shrek“.

Zwischen Multimillionärin Beyoncé (ja, auch sie trug schon „Problem-Pony“) und der schlecht bezahlten Kellnerin in der Öko-Kaffeemanufaktur um die Ecke. Zwischen den Schauspielerinnen Emma Stone und Mia Farrow, die wissen, dass zu einem kurzen Pixie-Schnitt eine ebenso kurze Stirnpartie gehört.

Auch auf den Laufstegen ist der „Micro Fringe“ in jüngster Zeit oft zu sehen. Bei der Haute-Couture-Sommerkollektion von Elie Saab in Paris etwa trugen einige Models Mini-Pony zu blumenbesetzten Roben. Beim schwedischen Label Acne Studios wurde kurzer Pony zu legeren Sommer-Parkas kombiniert. Die dänische Marke Ganni schließlich trieb das Spiel mit der Kurzversion auf die Spitze: Hier liefen Models mit sichtbar angetapten kurzen Ponyfransen über den Pariser Laufsteg.

Ob die Designer bewusst mit den Problem-Klischees rund um den Pony spielten oder sich eher von Leinwand-Legenden wie Audrey Hepburn, Natalie Wood und Robert Wagner als „Prinz Eisenherz“ inspirieren ließen, ist ungewiss. Aber genau das macht den Reiz dieses Looks aus. Und genau deshalb dürfte das Spiel mit ihm auch in Zukunft weitergehen.

Weitere Haartrends und Frisuren

Neben den bereits genannten Trends gibt es natürlich noch viele weitere interessante Frisuren und Techniken:

  • Dauerwelle: Bietet viele Stylingmöglichkeiten, von voluminösen Frisuren bis hin zu natürlichen Wellen.
  • Wolf Cut: Eine edgy Interpretation des Vokuhila mit unvergleichlicher Textur und wilden Stufen.
  • Balayage: Eine Freihand-Färbetechnik, die besonders natürliche und harmonische Highlights ins Haar zaubert.

Haarpflege: Tipps und Tricks

Unabhängig von der gewählten Frisur ist die richtige Haarpflege entscheidend. Hier einige Tipps:

  • Regelmäßige Kuren: Gönnen Sie Ihrem Haar einmal wöchentlich eine Pflege mit einer reichhaltigen Kur.
  • Mildes Shampoo: Verwenden Sie ein mildes Shampoo, um die Kopfhaut nicht zu reizen.
  • Hitzeschutz: Tragen Sie vor dem Styling mit Hitze ein Hitzeschutzspray auf.

Mit diesen Tipps und den neuesten Trends sind Sie bestens gerüstet, um Ihre Haare optimal in Szene zu setzen!

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