Ein Bartöl ist für viele Bartträger ein unverzichtbares Kosmetikprodukt. Es hilft, den Bart weich und geschmeidig zu machen, die Haut darunter mit Feuchtigkeit zu versorgen und das Bartwachstum zu unterstützen. Aber was macht ein gutes Bartöl aus und welches ist das Richtige für Sie? Dieser Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Überblick.
Bartöle sind Pflegeprodukte, die sowohl für kurze Stoppelbärte als auch für lange Vollbärte geeignet sind. Sie bestehen in der Regel aus einer Mischung aus natürlichen Pflanzenölen und ätherischen Ölen. Bartöle verleihen dem Bart Geschmeidigkeit und einen gesunden Glanz, während sie gleichzeitig die Haut darunter mit Feuchtigkeit versorgen.
Die Vorteile von Bartöl:
Die Basis von Bartölen bilden sogenannte »Trägeröle« beziehungsweise »Basisöle«. Diese sind hauptsächlich für die Pflegewirkung verantwortlich und dienen als Träger für zusätzliche Stoffe wie Vitamine, ätherische Öle und Parfumdüfte. Zu den häufigsten Trägerölen gehören:
Aber auch preiswertere Öle wie Sonnenblume, Raps, Sesam und Rizinus kommen gelegentlich zum Einsatz. Die konkrete Pflegewirkung unterscheidet sich leicht je nach Öl, doch die meisten sorgen für eine bessere Kämmbarkeit des Bartes, indem sie unter anderem krause Haare glätten.
Neben den Trägerölen werden in der Regel ätherische Öle hinzugefügt, die für den Duft eines Bartöls verantwortlich sind. Je nach Reihenfolge und Zusammensetzung ergeben sich hieraus sehr charakteristische Holzdüfte durch Zedernholzöl, Schwarzfichtenöl, Patschuliöl oder Zimtlorbeerbaumöl. Citrusdüfte beruhen auf Orangenöl, Zitronenöl, Grapefruitöl und Bergamotteöl.
Um bestimmte Duftnoten zu ergänzen oder zu verstärken, wird oft auch Parfum eingesetzt. Die meisten Bartöle duften über vier bis sechs Stunden hinweg, bei anderen verfliegt der Duft bereits nach ein bis zwei Stunden.
In vielen günstigeren Bartölen großer Marken stecken häufig auch synthetische Inhaltsstoffe wie Polybuten und Zungenbrecher wie »Pentaerythrityl tetra-di-t-butyl hydroxyhydrocinnamate«, die stellenweise als bedenklich eingeordnet werden. Oft lässt sich die Herkunft aber auch nicht zu 100 Prozent einordnen. So ist zum Beispiel der Zusatz Tocopherol bzw. Vitamin E grundsätzlich nicht bedenklich, oft ist jedoch unklar, ob es sich um ein Vitamin pflanzlichen oder tierischen Ursprungs handelt.
Bartöl wendet man idealerweise nach dem Duschen bzw. der Reinigung des Bartes an, wenn der Bart nicht mehr nass ist. Spezielle Bartshampoos sorgen zusätzlich für die optimale, milde Reinigung des Bartes.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Wichtig ist jedoch, dass das Bartöl sowohl die Haare als auch die darunterliegende Haut erreicht und dort gleichmäßig verteilt und leicht einmassiert wird. Das Öl wird im Anschluss nicht ausgespült. Glänzt der Bart unnatürlich stark, dauert es etwas, bis das Öl von den Barthaaren aufgenommen wird.
Je nach Bartlänge, Trockenheit der Barthaare und der Gesichtshaut kann Bartöl auch zweimal am Tag verwendet werden.
Sowohl Bartöl als auch Bartbalsam (oder auf Englisch »Beard Balm«) sind für die grundsätzliche Pflege des Barts geeignet.
Bartbalsam besteht hauptsächlich aus Wachsen und Fetten, meist Bienen-, seltener pflanzlichem Carnaubawachs. Manchmal kommt auch Paraffin auf Erdölbasis zum Einsatz. Bis auf wenige Ausnahmen sind Beard Balms mehrheitlich noch nicht vegan und oft auch nicht sonderlich nachhaltig.
Bartöle sind aufgrund ihrer flüssigen Konsistenz weniger gut dazu geeignet, den Bart in Form zu bringen. Das Öl sollte zunächst ebenfalls kurz zwischen den Händen verrieben werden, allerdings ist der Vorgang hier etwas angenehmer als bei einem wachsigen Balsam, den man erst aus der Dose bekommen muss.
Wir haben 29 Bartöle in der täglichen Praxis getestet und die Inhaltsstoffe überprüft. Hier sind einige unserer Favoriten:
Das beste Bartöl für die meisten ist für uns das SatinNaturel Bio-Bartöl. Die Rezeptur kommt ohne Parfumzusätze aus und greift beim Duft ausschließlich auf ätherische Öle zurück, deren leicht süßliche Duftnote auf Zeder und Zitrus setzt. Der Duft ist dezent, nicht aufdringlich und verfliegt nach ein paar Stunden, ohne künstlich aufrechterhalten zu werden. Die Basisöle setzen sich zusammen aus Mandel-, Argan-, Jojoba-, Aprikosenkern- und Traubenkernöl. Damit werden der Gesichtsbehaarung und der Haut darunter alle für den Alltag notwendigen Pflege- und Nährstoffe geboten. Die Öle spenden mehr als ausreichend Feuchtigkeit, wodurch sich der Bart nicht trocken anfühlt und schön geschmeidig wird. Die Haut darunter leidet nicht unter Juckreiz und der Schuppenbildung wird vorbildlich vorgebeugt.
Mit etwa 20 Euro wirkt der Preis des SatinNaturel Bio-Bartöl zunächst etwas hochgegriffen. Allerdings bekommt man hier eine 100 Milliliter fassende Flasche geboten, die zwei- bis dreimal so viel Inhalt bietet, wie nahezu alle anderen Bartöle. Das Bartöl ist äußerst reichhaltig und aufgrund seiner Menge gut für dichte, lange Bärte geeignet. Für kürzere Bärte könnte die Flasche fast schon zu groß sein. Ein kleiner Nachteil der großen Flasche ist die ebenso große Pipette, die die einhändige Dosierung leicht erschwert, aber nicht unmöglich macht. Damit sie beim Herausziehen nicht zerbricht, sollte man etwas vorsichtiger sein als bei kürzeren Pipetten. Auf den alltäglichen Gebrauch hat sich dies bei uns aber nicht großartig ausgewirkt.
Mittlerweile gibt es eine neu designte Flasche, die auf einen Pumpspender setzt. Anders als bei den meisten anderen Bartölen ist die Glasflasche verdunkelt und fast komplett schwarz. Das schützt den empfindlichen Inhalt vor Lichteinstrahlung, die die Wirkung der Öle sonst negativ beeinträchtigt.
Besonders gut gefallen hat uns die Auszeichnung eines anderen Produkts der Firma SatinNaturel mit dem Vegan Beauty Award der Tierschutzorganisation PETA. Viele Hersteller geben an, ihre Produkte seien vegan und tierversuchsfrei.
Nachdem unser Tester viele Jahre ein anderes, ebenfalls in diesem Test berücksichtigtes und hochwertiges Produkt bevorzugt hat, ist das SatinNaturel Bio-Bartöl eindeutig der neue Favorit für unseren Testbart.
Zu Bartölen gibt es noch nicht viele zuverlässige Produkttests. Unser Testsieger wird jedoch von zwei weiteren Internetseiten empfohlen. Im Bartöl-Vergleich auf stern.de fällt das SatinNaturel Bio-Bartöl unter die Kategorie »Autoren-Tipp«. »Alle Inhaltsstoffe sind zu 100 Prozent natürlich und vollkommen vegan. Nur hochwertige Öle und naturbelassene Bestandteile kommen in das Organic Bartöl von Satin Naturel und ihr Bart bekommt somit die beste Pflege, die nur möglich ist. Auf dem Blog gentlemens-attitude.de wurde das Bartöl von SatinNaturel vier Wochen lang getestet. Es schnitt mit 8 von 10 Punkten zudem gut ab. »Ein besonderer Duft, gute Inhaltsstoffe, eine exzellente Pflegewirkung und sogar frei von Tierversuchen: So haben wir uns das vorgestellt. Das ganze Paket gibt es dazu sogar zu einem Preis, mit dem man erstmal mithalten muss. Uns hat das Bartöl von Satin Naturel im Test gut gefallen und es hat das gehalten, was es verspricht.
Im Grundpreis meist etwas teurer als unser Testsieger, aber kaum weniger gut, ist das Rebels n‘ Saints Legends are unshaved 100% biologisches Bartöl. Bei der Duftkomposition setzt es ebenfalls auf Zitrus und Zeder. Statt süßlicher Vanille gesellt sich allerdings eine herbe Zimtnote hinzu, wodurch der Gesamteindruck etwas frischer und weniger schwer wirkt. Die Duftnote geht ein bisschen in Richtung Ingwer und erinnert uns fast nostalgisch verklärt an den Kaugummi Big Red. Die Pflegewirkung ist hervorragend. Die Mischung aus Sesamöl, Jojobaöl, Arganöl, Rizinusöl, Mandelöl, Kokosöl, Hanföl und Aprikosenöl sorgt für eine angenehme Kämmbarkeit der Barthaare, pflegt die darunterliegende Haut und hält sie feucht. Für den Duft sind Zedernholzöl, Zimtblätteröl und Zitronengrasöl verantwortlich. Einen weiteren Parfumzusatz gibt es nicht.
Das Bartöl von Rebels n‘ Saints ist sehr reichhaltig. Entsprechend benötigen kurze Bärte nur wenige Tropfen. Während der Pumpspender im Prinzip recht praktisch ist, gestaltet sich das Abmessen kleinerer Mengen aber etwas schwierig. Zwei komplette Pumpstöße waren für unseren etwa 8 Zentimeter langen Vollbart fast schon zu viel.
Das Rebels n‘ Saints Bartöl überzeugt uns mit hochwertigen Ölen ohne weitere Parfumzusätze.
Wer mit einem wilden Bart zu kämpfen hat, der gerne mal in alle Richtungen absteht und nicht ständig zu Beard Balm greifen möchte, sollte einen Blick auf das Sapiens Organic Beard Oil Wild Forest werfen. Verglichen mit dem restlichen Testfeld ist die Konsistenz dieses Bartöls recht zähflüssig. Der Bart lässt sich damit besser in Form bringen, wobei das Öl natürlich nicht den gleichen Halt bietet wie feste Produkte. Leider kommt das Sapiens Organic Beard Oil nicht ohne den Zusatz von Parfum aus, weshalb Allergiker aufpassen müssen. Die Duftnote »Wild Forest« erinnert uns an leicht süßliches Holz. Allerdings nicht an frische Nadelbäume, sondern Laubholz, fast schon in Richtung Mahagoni.
Bei den Inhaltsstoffen beschränkt sich das Bartöl von Sapiens auf vier Öle: Mandelöl, Rizinusöl, Jojobaöl und Arganöl. Alle Öle stammen aus biologischem Anbau, was durch das Ecocert-Siegel gewährleistet ist. Die Pflegewirkung hat uns ausgezeichnet gefallen. Die Dosierung über den Pumpspender funktioniert gut und auch eine kleinere Menge des reichhaltigen Öls lässt sich ordentlich dosieren. Das Fläschchen ist aus Mattglas und hebt sich dadurch optisch von den meisten Bartölen ab. Allerdings schützt es die Inhaltsstoffe nicht so gut vor Licht wie getöntes Glas.
Konsistenz und Wirkung des Sapiens Organic Beard Oil Wild Forest konnten uns am Ende absolut überzeugen.
Der süßliche Vanilleduft erinnert an gebrannte Mandel, hat allerdings eine leicht buttrige, schwere Note. Das Striking Viking Bartöl Vanille empfehlen wir allen, die auf der Suche nach einem süßlichen Duft sind. Aufmachung und Herkunft des Striking Viking Bartöls haben uns zunächst an die Vielzahl von billigen China-Importen erinnert. Bei der Anwendung wurden wir allerdings positiv überrascht. Der Bart hat einen gesunden Eindruck gemacht und unsere sonst eher empfindliche Haut hat nicht gejuckt. Da es ohne den Zusatz von Parfum und deklarierungspflichtigen Duftstoffen auskommt, ist es auch für Allergiker geeignet. Für den Duft sorgt der Zusatz von Vanilleöl, der dadurch aber auch etwas schwerer wirkt und fast schon in eine buttrige Richtung geht. Das mag nicht unbedingt jeden Geschmack treffen, uns und unserem Umfeld hat es allerdings durchaus zugesagt.
Als Trägerstoffe werden hochwertige Pflegeöle verwendet: Traubenkernöl, Mandelöl, Jojobaöl und Arganöl pflegen Haut und Haare und sorgen für eine gute Kämmbarkeit. Zusätzliches Vitamin E unterstützt die Hautpflege.
Den schweren Duft des Striking Viking Bartöl Vanille muss man natürlich mögen. Trifft das zu, bekommt man mit diesem Bartöl ein sehr preiswertes Produkt, das alles bietet, was ein Bartgesicht an Pflege benötigt.
Neben den oben genannten Favoriten haben wir auch andere Bartöle getestet, darunter:
Die Wahl des richtigen Bartöls hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Achten Sie auf hochwertige, natürliche Inhaltsstoffe und einen Duft, der Ihnen gefällt. Mit dem richtigen Bartöl können Sie Ihren Bart optimal pflegen und ihm einen gesunden, gepflegten Look verleihen.
| Bartöl | Hauptinhaltsstoffe | Duft | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| SatinNaturel Bio-Bartöl | Mandelöl, Arganöl, Jojobaöl | Zeder, Zitrus | Vegan, tierversuchsfrei, große Flasche |
| Rebels n‘ Saints | Sesamöl, Jojobaöl, Arganöl | Zeder, Zimt | Reichhaltig, ohne Parfumzusatz |
| Sapiens Organic | Mandelöl, Rizinusöl, Jojobaöl, Arganöl | Wild Forest | Zähflüssig, Bio-Qualität |
| Striking Viking | Traubenkernöl, Mandelöl, Jojobaöl, Arganöl | Vanille | Preiswert, ohne Parfum, schwerer Duft |
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