Dieser Artikel widmet sich 20 eindrucksvollen Persönlichkeiten, die im doppelten Sinne viel Gewicht hatten. Die Reise durch die Geschichte beginnt beim Kanzler der Einheit und endet bei einer mächtigen Herrscherin des Altertums. Dazwischen finden sich unter anderem berühmte Komiker, Regisseure und ein Gangsterboss.
Auch Strauß’ parteiinterner Widersacher Helmut Kohl ist für seine Wohlbeleibtheit bekannt. Zigmal unterzog sich der frühere Bundeskanzler radikalen Diäten, speckte ab und legte bald darauf wieder zu. Denn Schlachtplatte, Blutwurst, Apfelkuchen, pfälzischer Zwetschgenkuchen und Pasta schmecken ihm einfach zu gut. Übrigens: In seinem Lieblingsurlaubsort, St.
Schauspieler Francis Fulton-Smith musste sich vor ein paar Jahren ordentlich Gewicht anfuttern - für seine Rolle als Franz Josef Strauß im Fernsehfilm „Die Spiegel-Affäre“. Politisch spaltete Strauß die Gemüter, aber sowohl seine Anhänger als auch seine Gegner waren sich wohl einig, dass er eine eindrucksvolle Erscheinung war.
Howard Taft war der 27. Taft wollte eigentlich nie US-Präsident werden.
Die englische Königin Victoria, die das 19. Jahrhundert entscheidend prägte, ist auch für ihr Übergewicht bekannt. In ihren späten Lebensjahren wog sie 76 Kilogramm - bei einer Körpergröße von gerade mal 1,52 Meter. Den Beweis lieferte - eine Unterhose! Die weiße Leinenpumphose mit eingestickten Initialen stammt aus den späten 1850er Jahren und wurde von der jungen Victoria auf ihrem schottischen Landsitz Balmoral getragen. In einer Versteigerung brachte die königliche Unterwäsche umgerechnet rund 4300 Euro ein.
Aus dem Geschichtsunterricht kennen wir Otto von Bismarck als den Gründervater und „Eisernen Kanzler“ des Deutschen Kaiserreichs, der die preußische und deutsche Geschichte entscheidend geprägt hat. Von preußischer Askese wollte er auch in seinem späteren Leben nichts wissen: Bismarck rauchte nicht nur wie ein Schlot, sondern trank und aß auch tüchtig. Am liebsten waren ihm fettige Speisen wie Aal, Braten oder Mehlspeisen.
Ein Blick auf Porträts des Staatsmanns Benjamin Franklins zeigt, dass er viele Jahre seines Lebens von stattlicher Statur war - und das, obwohl er in seinen Schriften für puritanische Enthaltsamkeit warb. Als Sohn eines Kerzenmachers war Franklin ein echter Selfmademan und betätigte sich unter anderem als Drucker, Zeitungsverleger, Schriftsteller, Musiker und Naturwissenschaftler. Berühmt ist vor er allem für seine Rolle als einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika: Benjamin Franklin war sowohl an der Ausarbeitung als auch an der Unterzeichnung der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung beteiligt.
Sie hatte nie damit gerechnet, Königin zu werden, aber im Jahr 1702 war es soweit: Anne Stuart wurde Königin von England, Irland und Schottland. Eine Schönheit war die Königin nicht: Die beträchtliche Anzahl von siebzehn Schwangerschaften hatte deutliche Spuren hinterlassen, dazu kam die Gicht, die ihr das Gehen schwermachte.
Um August den Starken ranken sich zahlreiche Legenden. Er soll stark genug gewesen sein, um Hufeisen mit der bloßen Hand zu verbiegen. Friedrich August, sächsischer Kurfürst und später König von Polen, war 1,76 Meter groß und wog 120 Kilo.
Heinrich VIII. Heinrich VIII. ist nicht nur für seine sechs Ehen berühmt-berüchtigt. Dank des Porträts des deutschen Malers Hans Holbein wissen wir, dass der englische König in fortgeschrittenem Alter stark zugenommen hatte. Schuld war mit Sicherheit das reichliche wie fette Essen am Königshof sowie der Bewegungsmangel, zu dem er nach einem schweren Reitunfall verdammt war. Heinrich VIII. ist vor allem als einflussreicher und prägender Herrscher Englands in die Geschichte eingegangen.
Von 1108 bis 1137 herrschte König Ludwig VI. über Frankreich. Wegen seines Körperumfangs erhielt er den Beinamen „der Dicke“ - und fügt sich damit in eine lange Reihe mittelalterlicher Herrscher ein, die so betitelt wurden. Den Namen hatte er nicht zu Unrecht erhalten: Seine Umgebung zeigte sich zunehmend besorgt über seine große Freude am Essen. Ludwigs VI.
Eitel scheint der römische Kaiser Titus Flavius Vespasianus nicht gewesen zu sein: Statuen zeigen ihn realitätsnah mit kantigem Gesicht und Doppelkinn - und nicht als idealisierten jugendlichen Helden, wie sich andere römische Kaiser gern porträtieren ließen.
Vor neun Jahren verkündete der ägyptische Kulturminister eine Sensation: Forscher hätten die Mumie der Pharaonin Hatschepsut erfolgreich identifiziert. Bei den Untersuchungen an der Mumie erfuhren die Wissenschaftler allerhand über das Alter und den Gesundheitszustand der altägyptischen Herrscherin. Unter anderem fanden sie heraus: Hatschepsut war stark übergewichtig. Grund dafür soll möglicherweise eine diabetes mellitus gewesen sein. Hatschepsut war eine bedeutende Herrscherin - und der erste weibliche Pharao! Unter ihr erlebte das Reich am Nil eine Blütezeit. Ursprünglich wollte sie nur übergangsweise für ihren minderjährigen Stiefsohn Tutmosis III.
Jackie Gleason, Schauspieler, Komiker und Big-Band-Leiter, gehörte zu den beliebtesten TV-Stars im Amerika der 1950er bis 1970er Jahre. Seine Wohlbeleibtheit brachte ihm allerhand Spottnamen ein, etwa den „Prince of Whales“ - „Prinz der Wale“. „Er ist meine zwei liebsten Komiker“, witzelte ein Kollege. Abgesehen von seinem Humor und seiner rundlichen Gestalt war Jackie Gleason für seinen eleganten Kleidungsstil berühmt: Maßanzüge, Krawatten und Einstecktücher waren sein Ding.
In seinem Filmerfolg „Citizen Kane“ trat Orson Welles noch als recht schlanker Mann in Erscheinung. Die Liebe zu Alkohol und reichhaltigem Essen sorgte aber dafür, dass der brilliante Schauspieler und Regisseur im mittleren Alter bereits fettsüchtig war (sein Höchstgewicht betrug rund 180 Kilogramm) und infolgedessen an einer Reihe von Krankheiten litt.
Alfred Hitchcock, der gefeierte Regisseur von Filmen wie „Die Vögel“, „Psycho“ oder „Das Fenster zum Hof“, war ein notorischer „Binge Eater“. Während seiner schwierigen Kindheit in einem strengen und gefühlskalten Elternhaus war Essen sein einziger Trost. Alfred Hitchcock hatte ein schwieriges Verhältnis zum Essen. In späteren Jahren nahm Hitchcocks Appetit keineswegs ab. Zugleich litt Hitchcock an seinem Übergewicht und verordnete sich regelmäßig Radikaldiäten. Während der Dreharbeiten zu „Das Rettungsboot“ (1944) verlor er mit einer Diät aus schwarzem Kaffee, magerem Fleisch und Melone ein Drittel seines Körpergewichts.
Die Auftritte mit seinem Kollegen Stan Laurel als das Komikerduo „Laurel und Hardy“ oder „Dick und Doof“ machten Oliver Hardy weltberühmt. Hardy neigte von Kindestagen an zu Übergewicht und war für seinen guten Appetit bekannt. Während er in jungen Jahren die Hänseleien der anderen Kinder aushalten musste, wurde seine Wohlgerundetheit später Oliver Hardys Markenzeichen. Beispiel gefällig?
In Zeiten des Stummfilms war er einer der beliebtesten und höchstbezahlten Hollywoodstars: Roscoe Arbuckle. Den wenig schmeichelhafte Beinamen „Fatty“ erhielt er wegen seines Körperumfangs. Schon bei seiner Geburt war er ungewöhnlich schwer gewesen: Er hatte stattliche 5,9 Kilogramm auf die Waage gebracht, obwohl beide Elternteile zart gebaut waren. An Arbuckles Talent zweifelte in späteren Jahren dagegen niemand. Ab 1909 machte er als Stummfilmstar Karriere und drehte unter anderem mit Charlie Chaplin. Die Zeitung New York Dramatic Mirror zollte ihm auf etwas fragwürdige Art Respekt: Arbuckle sei „der beste Beweis dafür, dass jedermann einen fetten Komiker liebt“. Roscoe Arbuckle selbst hasste das Wort „fett“ und seinen Spitznamen „Fatty“. Am Set war es daher verboten, ihn so zu nennen.
Der Mexikaner Diego Rivera ist heute vor allem wegen seiner Ehe mit der Malerin Frida Kahlo bekannt. Bei ihrer Hochzeit 1929 war Frida 22 und Diego 42 Jahre alt. Die Gäste staunten über das ungleiche Paar, nicht zuletzt wegen der körperlichen Unterschiede: Diego war groß, kräftig und deutlich übergewichtig, Frida hingegen zart und fragil. Obwohl Diego auf den ersten Blick nicht unbedingt attraktiv erschien, besaß er echtes Charisma und galt als großer Frauenverführer.
„Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen“. Der Mann, der dieses Bonmot geprägt hat, war kein Geringerer als Winston Churchill, britischer Politiker und zweimaliger Premierminister. Für gutes Essen war Churchill immer zu begeistern. Selbst in lebensgefährlichen Situationen verging ihm sein Appetit nicht. Winston Churchill hegte zeitlebens eine große Liebe zum Essen. Seiner Frau Clementine machte der gute Appetit ihres Mannes dagegen Sorgen. Sie bestand darauf, dass er eine Diät machen solle.
Alphonse Gabriel „Al“ Capone ist der wohl berüchtigtste Gangsterboss aller Zeiten. 1899 in New York als Sohn süditalienischer Einwanderer geboren, ging er später nach Chicago und machte in der Unterwelt Karriere. Der Verbrecherkönig Al Capone kam lediglich wegen Steuerhinterziehung in Haft. Eine Schönheit war Al Capone wahrlich nicht: Sein Gesicht, das von Jugend an durch Narben entstellt war, brachte ihm den Spitznamen „Scarface“ - „Narbengesicht“ - ein. Von Statur her war er untersetzt und bullig, der Hals kaum vorhanden.
Geboren wird Erhardt 1909 im lettischen Riga. Kurze Zeit später trennen sich die Eltern; fortan pendelt der Junge zwischen seinen Großeltern in Riga, seiner Mutter in St. Petersburg und seinem Vater, der Theaterkapellmeister ist, in Deutschland hin und her. "Durch den Beruf meines Vaters musste ich jedes Jahr in eine andere Schule. Er war immer an einem anderen Theater und ich musste immer mit", wird sich Erhardt später erinnern. So bringt er es auf insgesamt 15 Schulwechsel in neun Jahren.
Eigentlich soll Erhardt das großväterliche Musikaliengeschäft in Riga übernehmen. Aber er träumt von einer Laufbahn als Klavierspieler. Tagsüber steht er Noten verkaufend im Laden, am Abend sorgt er in Vereinsheimen für Unterhaltung. 1934 trifft er im Fahrstuhl seine spätere Frau Gilda Zanetti. 1938 hat Erhardt mit "Fräulein Mabel" seinen ersten Hit. Kurz darauf verschlägt es ihn ins "Kabarett der Komiker" nach Berlin.
Bevor die Karriere allerdings richtig durchstarten kann, wird der Nichtschwimmer zur Marine eingezogen. Nach 1945 geht er nach Hamburg zum NWDR und entwickelt beim Rundfunksender seine typische Komik, deren Witz sich vor allem aus Wortspielen speist ("Sie hören etwas Klaschisses, Klaschisses... was Altes" - "Das also ist das hüpfende Komma... In den 50er Jahren beginnt Erhardts rasanter Aufstieg zum Alleinunterhalter der Nation im Radio, auf der Bühne und im Fernsehen. Mit 42 Jahren entdeckt ihn auch das deutsche Kino. Komödien wie "Witwer mit fünf Töchtern" (1957), "Immer diese Radfahrer" (1958), "Der Haustyrann" (1959) oder "Was ist denn bloß mit Willi los?" (1970) machen ihn zum Filmstar.
Je größer der Erfolg wird, desto mehr setzt sich Erhardt unter Druck. Ende 1971 erleidet der Komiker einen Schlaganfall, der sein Sprachzentrum zerstört. Acht Jahre muss der Mann, dessen Erfolg im Sprachwitz bestand, damit leben, stumm zu sein. Heinz Erhardt stirbt in der Nacht auf den 5.
| Name | Beruf | Besonderheit |
|---|---|---|
| Helmut Kohl | Politiker | Ehemaliger Bundeskanzler, bekannt für seine Vorliebe für deftiges Essen |
| Franz Josef Strauß | Politiker | Eindrucksvolle Erscheinung, dargestellt von Francis Fulton-Smith |
| Jackie Gleason | Komiker, Schauspieler | Bekannt als "Prince of Whales" |
| Orson Welles | Schauspieler, Regisseur | Brillanter Schauspieler und Regisseur, später übergewichtig |
| Alfred Hitchcock | Regisseur | Gefeierter Regisseur mit schwierigem Verhältnis zum Essen |
| Al Capone | Gangsterboss | Berüchtigter Gangsterboss mit dem Spitznamen "Scarface" |
| Roscoe Arbuckle | Schauspieler | Bekannt als "Fatty" |
| Diego Rivera | Maler | Ehemann von Frida Kahlo, bekannt für seine Körperfülle |
| Winston Churchill | Politiker | Britischer Premierminister, bekannt für seine Liebe zum Essen |
| Queen Victoria | Königin | Bekannt für ihr Übergewicht im Alter |
| Otto von Bismarck | Politiker | "Eiserner Kanzler", bekannt für seine Vorliebe für deftiges Essen |
| Heinrich Erhardt | Komiker | beliebter Komiker mit den Jahren mit Glatze und Übergewichtig |
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