Der erblich bedingte Haarausfall (auch: androgenetische Alopezie) ist bei Männern als auch bei Frauen die häufigste Art des Haarverlusts. Während rund 80 % aller an Haarausfall betroffenen Männer an erblich bedingtem Haarausfall leiden, sind es 50 % aller betroffenen Frauen, die ihr lichter werdendes Haar der androgenetischen Alopezie „zu verdanken“ haben. Hormonell erblich bedingter Haarausfall ist auch bei Frauen die häufigste Form des Haarverlusts.
Die androgenetische Alopezie bei Frauen (FAGA) ist eine hormonell und genetisch bedingte Form des Haarausfalls, bei der die Haare am Scheitelbereich dünner werden, während die Stirn-Haarlinie erhalten bleibt. Die Veranlagung entwickelt sich bei manchen Betroffenen zu einem quälenden Problem. Oft leiden darunter das Wohlbefinden und Selbstwertgefühl einer Frau.
Tatsächlich sind circa 40 Prozent aller Frauen im Lauf ihres Lebens von dieser Form betroffen. Schuld am Verlust der Haare sind die Gene: Die Veranlagung bestimmt das Ausmaß des Haarverlusts. Kennzeichnend für den anlagebedingten Haarausfall ist, dass die Haare in bestimmten Bereichen kontinuierlich ausgehen und die Haardichte dort immer mehr zurückgeht. Wenn sich die volle Haarpracht immer mehr verabschiedet, bereitet der Blick in den Spiegel oft keine Freude mehr.
Betroffene Frauen erkennen einen hormonell erblich bedingten Haarausfall an folgenden Auffälligkeiten:
Manche Frauen bekommen auch eine Stirnglatze, die sich ebenso bei Männern zeigt. Eine komplette Glatze ist hingegen bei ihnen selten. Sowohl bei Frauen als bei Männern beginnen die Veränderungen im Haarwachstum meist zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr.
Haarausfall ist für viele Menschen ein sensibles Thema - er betrifft nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern auch das Selbstbewusstsein. Während es viele mögliche Ursachen für Haarverlust gibt, spielt ein bestimmtes Hormon eine zentrale Rolle bei erblich bedingtem Haarausfall: Dihydrotestosteron, kurz DHT.
Dihydrotestosteron (DHT) ist ein biologisch aktives Androgen, das durch die Umwandlung von Testosteron mittels des Enzyms 5-Alpha-Reduktase entsteht. Es wird auch 5-alpha-Dihydrotestosteron oder Androstanolon genannt. DHT ist etwa 2,5-mal stärker in seiner Bindung an Androgenrezeptoren als Testosteron. DHT ist für die Entwicklung und Aufrechterhaltung männlicher Geschlechtsmerkmale verantwortlich. Auch bei Frauen hat DHT physiologische Funktionen - es ist unter anderem an der Talgproduktion, Libido und allgemeinen Stoffwechselprozessen beteiligt.
Testosteron wird in den Hoden gebildet und über das Blut im Körper verteilt. Ein wichtiges Hormon für die männliche Entwicklung ist das männliche Sexualhormon Testosteron. Die biologisch aktivste Form von Testosteron ist Dihydrotestosteron (DHT). Die Wirkungen von Testosteron und DHT sind gleich: Sie dienen der Entwicklung eines männlichen Embryos und in der Pubertät der Entwicklung vom Jungen zum Mann.
Androgene kommen nicht nur im männlichen Körper vor, auch für Frauen sind sie wichtig. Sie sind jedoch in deutlich geringerer Konzentration im Blut enthalten. Bei der Frau spielen sie eine andere, aber ebenso wichtige Rolle. Sie dienen als Vorstufe für die Synthese weiblicher Geschlechtshormone. So dient Testosteron nicht nur als Vorstufe für DHT, sondern ist auch ein Prohormon des weiblichen Geschlechtshormons Estradiol.
Weil der Metabolit DHT eine höhere Affinität zu Androgenrezeptoren aufweist als Testosteron, kann es effektiver wirken. Der Komplex aus DHT und dem Androgenrezeptor wandert zum Zellkern der entsprechenden Zielzelle und beeinflusst dort die DNA-Synthese, um seine Wirkung auszuüben. Durch eine Reduktase kann DHT zu 17-Ketosteroiden verstoffwechselt und über den Urin ausgeschieden werden.
Allerdings hängt der vermehrte Haarausfall bei Frauen vor allem nach den Wechseljahren weniger mit einem Anstieg des Testosteronspiegels zusammen, sondern ist vielmehr durch das Abnehmen der weiblichen Geschlechts-hormone begründet, die normalerweise als Gegenpol zum Testosteron dienen.
Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass Frauen, die unter Haarausfall leiden, einen erhöhten Testosteronspiegel im Blut haben. Tatsächlich befindet sich das für den Haarausfall verantwortliche Testosteron lokal in den Haarwurzeln und wirkt dort auf die Empfindlichkeit der Follikel.
Bei manchen Menschen kommt es vor, dass die Konzentration von DHT im Blut zu hoch ist. Das passiert zum Beispiel bei einer angeborenen Hyperplasie der Nebennierenrinde oder Tumoren der Nebennieren und Eierstöcke sowie Hodentumoren. Bei Frauen kann ein Syndrom der polycystischen Ovarien (PCO-Syndrom) zu einem erhöhten Testosteronspiegel im Blut führen. Ein erhöhter Spiegel männlicher Geschlechtshormone kann bei Jungen zum Beispiel für eine frühzeitige Pubertät sorgen, bei Frauen für eine Vermännlichung (Virilisierung) des äußeren Erscheinungsbildes.
Es gibt auch Erkrankungen, bei denen der DHT-Spiegel im Blut zu niedrig ist. Oft äußert sich dies in nicht vollständig ausgebildeten männlichen Geschlechtsorganen, Störungen der Libido oder Impotenz. Häufigste Störungen sind der Pseudohermaphroditismus masculinus oder ein Klinefelter-Syndrom.
Das Hormon Dihydrotestosteron befindet sich regulär auch in der Kopfhaut. Bei Patienten mit erblich bedingtem Haarausfall bindet sich zu viel DHT an die Androgenrezeptoren oder es ruft eine zu starke Wirkung hervor. Die Blutgefäße in der Kopfhaut werden reduziert, woraufhin die Haarwurzel nicht mehr richtig mit Nährstoffen versorgt wird.
Es gibt zwei Hauptgründe, weshalb bei manchen Menschen die androgenetische Alopezie ausgelöst wird: Eine große Anzahl an DHT-empfindlichen Rezeptoren an der Kopfhaut oder eine lokale Überexpression des Enzyms 5-alpha-Reduktase. Beide Faktoren sind erblich bedingt, was dazu führt, dass sie bei manchen Menschen vorkommen und bei anderen nicht.
Im Laufe des Lebens leiden bis zu 80 Prozent aller Männer an erblich bedingtem Haarausfall. Diese auch als androgenetische Alopezie bezeichnete Störung ist die mit Abstand häufigste Ursache für übermäßigen Haarverlust.
Die androgenetische Alopezie zeigt bei Männern ein charakteristisches Muster und ist dadurch eine klinische Blickdiagnose: Sie beginnt mit Geheimratsecken, dann lichten sich die Stirn und die Schläfen zunehmend. Auch am oberen Hinterkopf entsteht häufig eine kahle Stelle. Im Endstadium steht nur noch ein Haarkranz, der zwischen den Ohren über den Hinterkopf verläuft. Ein kompletter Haarverlust entsteht nur selten.
Weniger bekannt ist der erblich bedingte Haarausfall bei Frauen. Aber auch hier ist fast jede zweite Frau betroffen, wenn auch oft in geringerem Ausmaß. Bei Frauen kommt es meist primär zu einem Haarverlust im Bereich des Scheitels. Das Haar dünnt dort zunehmend aus und der Scheitel erscheint immer breiter. Insbesondere im Anfangsstadium kann es helfen, den Speiseplan mit pflanzlichen DHT-Blockern anzureichern.
In diesem Artikel beleuchten wir den Zusammenhang zwischen DHT und Haarausfall, erklären die biologischen Mechanismen dahinter und zeigen auf, welche Möglichkeiten es gibt, die Wirkung dieses Hormons zu kontrollieren oder zu reduzieren.
Bei Menschen mit genetischer Veranlagung - also androgenetischer Alopezie - reagieren die Haarfollikel überempfindlich auf DHT. Auch Frauen produzieren DHT - hauptsächlich in den Eierstöcken und Nebennieren. Besonders nach hormonellen Veränderungen (z. B. Die Behandlung zielt darauf ab, entweder die Produktion von DHT zu hemmen oder seine Wirkung auf die Haarwurzeln zu blockieren.
Bei Menschen mit androgenetischer Alopezie reagieren die Haarfollikel überempfindlich auf DHT. DHT bindet an Androgenrezeptoren in den Haarfollikeln, was zu einer Verkürzung der Anagenphase (Wachstumsphase) und einer Miniaturisierung der Haarfollikel führt. Statistiken zeigen, dass etwa 80 % der Männer und 50 % der Frauen weltweit von androgenetischer Alopezie betroffen sind.
Die Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber DHT ist genetisch bedingt. Variationen im Androgenrezeptor-Gen beeinflussen, wie stark DHT auf die Haarfollikel wirkt. Darüber hinaus spielen hormonelle Veränderungen, wie sie beispielsweise in den Wechseljahren auftreten, eine Rolle.
Wenn bei androgenetischer Alopezie die Haarwurzeln überempfindlich auf das männliche Sexualhormon Testosteron, genauer gesagt auf das sogenannte Dihydrotestosteron (DHT) reagieren, passiert Folgendes:
Stetig weniger Haare sind das Ergebnis.
Die genetische Veranlagung bestimmt, ob die Haarfollikel besonders empfindlich auf DHT reagieren. Auch bei normalen Hormonwerten kann diese Empfindlichkeit zu Haarausfall führen. Zusätzlich kann eine Veränderung des Haarzyklus auftreten: Die Wachstumsphase (Anagenphase) wird verkürzt, während die Ruhephase (Telogenphase) verlängert wird. Dadurch fallen mehr Haare aus, und es wachsen weniger nach.
Die androgenetische Alopezie bei Frauen zeigt sich meist durch eine Ausdünnung der Haare am Scheitel, besonders im mittleren Bereich des Kopfes. Dieses Muster ist typisch und unterscheidet sich vom männlichen Haarausfall, bei dem oft die Stirn-Haarlinie zurückweicht oder Geheimratsecken entstehen. Bei Frauen bleibt die Stirn-Haarlinie in der Regel erhalten. Betroffene bemerken zunächst, dass das Haar weniger dicht erscheint, vor allem beim Scheiteln. Im Laufe der Zeit werden die Haare feiner und schwächer und brechen leichter ab. Diese Veränderungen können auch die Frisierbarkeit beeinträchtigen. Ein gesunder Haarfollikel kann etwa 20 Haarzyklen in seinem Leben durchlaufen.
Die Therapie der androgenetischen Alopezie sollte früh beginnen, da fortgeschrittene Haarfollikelschäden oft irreversibel sind. Sie erfordert eine langfristige und kontinuierliche Anwendung, da einmalige oder kurzfristige Behandlungen keine dauerhaften Ergebnisse bringen. Ziel ist es, den Haarausfall zu stoppen und das Wachstum zu fördern, jedoch können verlorene Haare meist nicht vollständig wiederhergestellt werden.
Oft ist eine begleitende bio-regenerative Therapie sinnvoll. Erfahren Sie im Folgenden mehr über DHT, die Rolle bei Haarausfall und Behandlungsmöglichkeiten.
Die Ursache für androgenetische Alopezie: Androgenetische Alopezie bedeutet sinngemäß „Haarausfall im Zusammenhang mit männlichen Hormonen (Androgene)“, die sowohl bei Männern als auch bei Frauen vorkommen. Verantwortlich für den erblich bedingten Haarausfall ist das körpereigene Hormon DHT (Dihydrotestosteron). Es ist ein Umwandlungsprodukt von Testosteron und bei dieser Art des Haarausfalls reagieren die Haarfollikel überempfindlich auf DHT. Die Veranlagung zu dieser Überempfindlichkeit des Haarfollikels kann von jeder Elternseite vererbt werden. Welche Gene im Erbmaterial den Haarausfall verursachen, ist bislang wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Die Folgen sind jedoch bekannt:
Dieser Prozess wiederholt sich über viele Jahre. Von Zyklus zu Zyklus bilden sich immer dünnere Haare, bis keine Haare mehr sichtbar sind.
Wichtig: Nicht alle Männer mit einer Veranlagung für erblich bedingten Haarausfall sind zwangsläufig betroffen. Die Entwicklung und das Fortschreiten des Haarausfalls können auch von anderen Faktoren wie Hormonspiegeln, Alter, Gesundheitszustand und Lebensstil beeinflusst werden.
Auch bei Frauen findet sich die Ursache für den Haarausfall in der Überempfindlichkeit der Haarwurzel gegenüber Dihydrotestosteron (DHT).
Dihydrotestosteron (DHT) spielt eine wichtige Rolle als männliches Geschlechtshormon. Durch eine erblich bedingte Überempfindlichkeit der Haarwurzeln kann es aber auch zu Haarausfall führen - bei Männern wie Frauen. Eine Behandlung ist mit DHT-Blockern möglich.
Damit der menschliche Organismus funktioniert, müssen Informationen im Körper übertragen werden. Hormone sind chemische Botenstoffe, die im Blutkreislauf transportiert werden.
Der überwiegende Teil des Dihydrotestosterons ist an das Sexualhormon-bindende Globulin gebunden. Nur etwa ein Prozent zirkuliert frei im Blut.
Als Hauptursache für erblich bedingten Haarausfall bei Männern gilt eine erhöhte Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber dem männlichen Sexualhormon Testosteron, genauer gesagt dem Spaltprodukt Dihydrotestosteron (DHT). Diese Empfindlichkeit wird durch die vermehrte Produktion eines Enzyms (5α-Reduktase) verstärkt, welches Testosteron in DHT umwandelt. Sowohl die Empfindlichkeit auf DHT als auch die Menge des Umwandlungsenzyms in den Follikeln und Haarwurzeln werden durch die vererbten Genvarianten bestimmt.
Das Vorhandensein von DHT in den Haarfollikeln führt dazu, dass die Wachstumsphase der Haare verkürzt wird. Die Haare fallen vermehrt aus und werden im Laufe der Zeit kürzer und feiner. Die genetische Veranlagung spielt eine entscheidende Rolle bei dieser Form des Haarausfalls. Wenn jemand eine familiäre Vorbelastung hat, insbesondere väterlicherseits, erhöht sich das Risiko, erblich bedingten Haarausfall zu entwickeln. Die spezifischen Gene, die für die Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber DHT verantwortlich sind, sind jedoch komplex und vielfältig.
Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Für Frauen stehen die Chancen gut, ihr Haarwachstum bei hormonell erblich bedingtem Haarausfall wieder anzuregen. Um den Haarausfall zu behandeln, stehen verschiedene Mittel zur Wahl.
Minoxidil ist ein etabliertes und bewährtes Medikament, das als 2 %- oder 5 %-Lösung direkt auf die Kopfhaut aufgetragen wird. Es stimuliert die Haarfollikel, verlängert die Wachstumsphase der Haare und kann dadurch den Haarausfall verlangsamen oder stoppen.
Bei hormonellen Ursachen, wie einem Ungleichgewicht der Androgene, können Antiandrogene wie Spironolacton oder Cyproteronacetat eingesetzt werden. Diese Substanzen blockieren die Wirkung von Dihydrotestosteron (DHT), einem Hormon, das die Haarfollikel schädigt, und verlangsamen dadurch den Haarverlust.
Gerätegestützte Therapien wie die Low-Level-Laser-Therapie (LLLT) werden zunehmend zur Unterstützung des Haarwachstums eingesetzt. Dabei wird Licht mit niedriger Energie verwendet, um die Durchblutung der Kopfhaut zu fördern und die Haarfollikel zu stimulieren. Ein weiterer Ansatz ist die Plättchenreiche Plasma (PRP)-Therapie, bei der autologes Plasma, das reich an Wachstumsfaktoren ist, in die Kopfhaut injiziert wird. Trotz ihrer wachsenden Popularität zeigen beide Verfahren in klinischen Studien nur moderate Ergebnisse, die hinter den Effekten etablierter medikamentöser Behandlungen wie Minoxidil zurückbleiben.
Kosmetische Maßnahmen können das Erscheinungsbild bei Haarverlust schnell verbessern. Haarfasern und Trockenshampoos kaschieren dünnes Haar sofort und sorgen für mehr Volumen. Ergänzend können Wirkstoffe wie Koffein oder Biotin in Shampoos und Seren die Haarstruktur stärken und die Durchblutung der Kopfhaut fördern. Ebenso können Nahrungsergänzungsmittel mit Biotin, Zink oder Eisen bei Nährstoffmängeln unterstützen. Diese Substanzen weisen jedoch nur begrenzte wissenschaftliche Evidenz auf und sind allein nicht wirksam, um den Haarausfall zu stoppen.
Dihydrotestosteron (DHT) ist ein Hormon, das eine zentrale Rolle beim erblich bedingten Haarausfall spielt. Die Reduzierung oder Blockierung von DHT kann daher helfen, den Haarausfall zu verlangsamen oder zu stoppen.
Finasterid ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, das die Aktivität des Enzyms 5-Alpha-Reduktase hemmt, welches Testosteron in DHT umwandelt. Studien zeigen, dass Finasterid den DHT-Spiegel im Blut um bis zu 70 % senken kann.
Dutasterid wirkt ähnlich wie Finasterid, blockiert jedoch beide Isoformen des Enzyms 5-Alpha-Reduktase.
Alfatradiol ist ein topisches Präparat, das ebenfalls die Umwandlung von Testosteron in DHT hemmt.
Der Kampf gegen DHT-bedingten Haarausfall beginnt mit dem richtigen Wissen - und dem Mut, frühzeitig zu handeln. Sie möchten wissen, welche Behandlung für Sie persönlich am besten geeignet ist? Vereinbaren Sie jetzt Ihre kostenlose Haaranalyse mit den Experten der Leicester Haar Klinik.
Als medikamentöse Alternative kommt Alfatradiol in Betracht. Es hemmt die 5-alpha-Reduktase, die Testosteron in DHT umwandelt. Ein weiterer 5-alpha-Reduktase-Hemmer ist Finasterid. Es wird systemisch als Tablette eingenommen und eigentlich zur Behandlung einer benignen Prostatahyperplasie (BPH) eingesetzt. Aus derselben Wirkstoffklasse kommt Dutasterid. Er ist jedoch in Deutschland nicht zur Behandlung von Haarausfall zugelassen und kann nur off-label verwendet werden.
Wenn DHT-Blocker nicht effektiv genug wirken oder um das Haar zusätzlich zu unterstützen, kann eine bio-regenerative Therapie zum Einsatz kommen. Zur Auswahl steht zum Beispiel die PRP-Therapie. PRP steht für Platelet Rich Plasma. Dem betroffenen Patienten wird Blut entnommen und in einem speziellen Verfahren so aufbereitet, dass thrombozytenreiches Plasma gewonnen wird. Es wird in die Kopfhaut injiziert. Zusätzlich wird durch eine Neubildung von Kapillaren die Durchblutung der Kopfhaut gesteigert.
Eine weitere Möglichkeit ist die Behandlung mit einer Low-Level-Laser-Therapie. Dabei wird die Kopfhaut mit einem medizinischen Laser behandelt. Die Durchblutung wird gesteigert, die Haare zu einem Übergang in die Wachstumsphase angeregt und die Wachstumsphase verlängert.
Bei der Option der Stammzellentherapie werden aus dem Unterhautfettgewebe des Patienten durch ein spezielles Aufbereitungsverfahren Stammzellen gewonnen. Diese werden in die Kopfhaut gespritzt und produzieren dort Wachstumsfaktoren, die das Haarwachstum anregen.
Eine alternativmedizinische Methode ist die Mesotherapie. Dabei werden bestimmte Nährstoffe, Vitamine, Hyaluronsäure oder homöopathische Medikamente in die Kopfhaut eingebracht, um dort die Selbstheilungskräfte anzuregen.
Wenn trotz aller Behandlungsmaßnahmen keine befriedigende Haardichte erreicht werden kann, kommt eine Haartransplantation infrage. Wichtig ist, dass zuvor der Haarausfall gestoppt wurde, um ein langfristig ästhetisches Ergebnis zu erreichen. Sonst besteht die Gefahr, dass die Haarlinie weiter zurückweicht und das Transplantat als behaarter Fleck zurückbleibt.
Im Zentrum für moderne Haartransplantation verwenden wir zur Haartransplantation die moderne I-FUE-Methode. I-FUE bedeutet Intermittend Follicular Unit Extraction. Dabei werden einzelne follikuläre Einheiten aus Bereichen dichten und gesunden Spenderhaars entnommen, meistens aus dem hinteren Kopfbereich. Nach nur kurzer Zwischenlagerung in einer Kochsalzlösung werden die Transplantate an die kahlen Stellen implantiert.
Sollten Sie noch Fragen haben in Bezug auf DHT und Haarausfall, stehen wir Ihnen gerne zur Seite. Nehmen Sie einfach Kontakt auf!
Für eine natürliche und gut verträgliche Behandlung von hormonell erblich bedingtem Haarausfall bei Frauen empfiehlt sich die Einnahme von Priorin® Kapseln im Rahmen des Diätmanagements. Sie versorgen die Haarwurzel mit wichtigen Mikronährstoffen und unterstützen ihren Zellstoffwechsel.
Du möchtest möglichst natürlich behandeln?
Bei Frauen, die mit einer gestagenhaltigen Pille verhüten, kann diese Auslöser für androgenetische Alopezie sein. Bemerkbar macht sich der Haarausfall manchmal erst nach mehreren Zyklen und auch nach dem Absetzen der Pille kann dieser noch für eine gewissen Zeit andauern.
Umgekehrt kann aber ebenso das Absetzen von östrogenhaltigen Pillen oder Hormonersatzpräparate zu vermehrtem Haarausfall führen, der allerdings auch nur diffus und temporär sein kann.
Frauen, die sich unsicher sind, woher ihr Haarverlust kommt, sind in einer Dermatologiepraxis an der richtigen Adresse. Die Fachleute können bestimmen, ob der Haarausfall erblich bedingt ist oder beispielsweise eine Entzündung der Kopfhaut dahintersteckt. Wie bereits erwähnt, unterstützen auch Gynäkolog*innen bei der Ursachenforschung. Je nach Form des Haarausfalls kann es nötig sein, weitere Ärzt*innen hinzuzuziehen, zum Beispiel Endokrinolog*innen.
In der Hautarztpraxis gibt es verschiedene Möglichkeiten, sowohl dem Ausmaß des Haarverlusts als auch der Ursache für das Ausfallen der Haare auf den Grund zu gehen.
Dieser Test hilft der Dermatologin oder dem Dermatologen, sich ein Bild über die Menge des Haarausfalls zu verschaffen. Die eigentliche Arbeit leistet die oder der Betroffene im Voraus: Zähle dazu täglich die beim Waschen oder Bürsten ausgefallenen Haare über einen festgelegten Zeitraum hinweg.
Um festzustellen, wie leicht sich die einzelnen Haare aus der Kopfhaut lösen, zupft die Hautärztin oder der Hautarzt an unterschiedlichen Stellen des Kopfes sanft an den Haaren - ohne sie mit Gewalt herauszuziehen. Ähnlich wie beim Haarzähltest erlaubt es diese Methode, das Ausmaß und zusätzlich die Verteilung des Haarausfalls über den Kopf einzuschätzen.
Mögliche Veränderungen im Haarzyklus lassen sich mithilfe eines sogenannten Trichogramms herausfinden. Das Analyseverfahren dient der Haarwurzeluntersuchung. Dabei werden Haarsträhnen an verschiedenen Stellen des Kopfs in eine Klemme gespannt und ausgezogen. Die Auswertung erfolgt unter dem Lichtmikroskop.
Eine computergestützte Analyse ist weniger schmerzvoll als das klassische Trichogramm, da dazu keine Haare ausgezupft werden müssen. Die Ärztin oder der Arzt rasiert einen kleinen Bereich hinter der Stirnhaargrenze, färbt diese Stelle mit einem Haarfarbstoff und macht eine Aufnahme. Nach wenigen Tagen werden die eingefärbten Haare dann erneut fotografiert und digital analysiert.
Auch Blutuntersuchungen können dabei helfen, mögliche Ursachen für den Haarausfall herauszufinden. So kommen beispielsweise auffällige Eisen- oder Schilddrüsenwerte ans Licht.
| Behandlungsmethode | Wirkungsweise | Anwendung |
|---|---|---|
| Minoxidil | Stimuliert Haarfollikel, verlängert Wachstumsphase | Topische Lösung (2% oder 5%) |
| Antiandrogene (z.B. Spironolacton, Cyproteronacetat) | Blockieren DHT-Wirkung | Oral |
| Low-Level-Laser-Therapie (LLLT) | Fördert Durchblutung, stimuliert Haarfollikel | Gerätegestützt |
| PRP-Therapie | Injektion von autologem, wachstumsfaktorreichem Plasma | Injektion in die Kopfhaut |
| Finasterid | Hemmt 5-Alpha-Reduktase, senkt DHT-Spiegel | Oral (verschreibungspflichtig) |
| Alfatradiol | Hemmt Umwandlung von Testosteron in DHT | Topische Lösung |
| Haartransplantation (I-FUE-Methode) | Verpflanzung von follikulären Einheiten aus Spenderbereichen | Chirurgischer Eingriff |
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