Haarlosigkeit, Haarausfall oder Fellverlust wird unter dem Begriff Alopezie zusammengefasst. Kahle Stellen kennen zahlreiche Ursachen. Sie entstehen zum Beispiel sekundär in Folge von Juckreiz oder können auch primär wegen einer hormonellen Störung vorkommen.
Es ist wichtig zu wissen, dass jede Hunderasse und eigentlich sogar jeder Hund seine eigene Fellstruktur hat. Ob der Haarausfall bei deinem Hund Sorgen bereiten sollte, hängt entsprechend von seiner Rasse ab.
Alopezie kann prinzipiell nicht-entzündliche (I) oder entzündliche (II) Ursachen haben.
Die Ursachen für Haarausfall bei Hunden sind vielfältig. Hier sind einige der häufigsten Ursachen:
Neben den Erkrankungen wie Diabetes mellitus und Hyperadrenokortizismus (Morbus Cushing/Überfunktion der Nebennierenrinde) stellt die Hypothyreose die dritthäufigste Erkrankung der Drüsen dar.
Eine der Hauptursachen welche zur Schädigung (Zerstörung) des funktionellen Schilddrüsengewebes führt, ist auf Entzündungsreaktionen zurück zu führen. Durch chronisch-entzündliche Vorgänge wird gesundes Schilddrüsengewebe zerstört, es bildet sich ersatzweise funktionsloses Bindegewebe. Eine andere, wenn auch seltenere, Ursache ist die autoimmune Thyreoiditis (Autoimmunerkrankung). Bei dieser Form bildet der Körper Antikörper gegen eigenes Schilddrüsengewebe und zerstört dieses somit.
Grundsätzlich können alle Hunde eine Schilddrüsenunterfunktion entwickeln. Weniger betroffen (relativ) sind dabei weibliche Tiere, während männliche, kastrierte Hunde ein scheinbar höheres Erkrankungsrisiko aufweisen. Auch tritt diese Erkrankung häufiger bei reinrassigen Tieren als bei Mischlingen auf.
Anfänglich treten bei Erkrankung lediglich unspezifische Symptome auf, die oftmals nicht wahrgenommen werden. Erst wenn größere Bereiche der Schilddrüse zerstört sind und die Unterfunktion zu offensichtlichen körperlichen Beschwerden oder Verhaltens- bzw. Wesens-veränderungen geführt hat, werden die betroffenen Tiere einem Tiermediziner vorgestellt.
Organische Symptome:
Psychische Symptome:
Neben der klinischen Symptomatik ist der Nachweis durch labordiagnostische Untersuchungen zu führen. Durch die Bestimmung der Schilddrüsenwerte T3 und T4 sowie des Hypophysenhormons TSH kann zuverlässig eine Hypothyreose bestimmt bzw. bewertet werden.
Für die im Rahmen einer labor-diagnostischen Untersuchung festgestellten Werte ergibt sich folgende Interpretation, wobei insbesondere die einzelnen Werte (T4 und TSH) im Verhältnis zueinander betrachtet werden müssen:
Normalwerte (keine Hypothyreose):
Erhöhte bzw. unklare Werte:
Bei einer nachgewiesenen Hypothyreose wird seitens der Schulmedizin die sog. Substitutions-Therapie angewendet. Dabei werden dem Hund die fehlenden Hormone (Thyroxin) lebenslang in Form von Tabletten zugefügt um somit Defizite ausgeglichen.
Die Anwendung einer ganzheitlichen Therapie (Ansatz aus der Naturheilkunde) basiert auf einer Regulation der köpereignen Funktionsfähigkeit. So ist der Einsatz homöopathischer Medikamente, bei anfänglicher oder leichterer Erkrankung allein, oder begleitend zur schulmedizinischen Therapie oftmals sehr erfolgreich. Deutliche Verbesserungen wurden auch durch Ansätze aus der TCM (z. B. Mykotherapie oder Heilkräuter) erzielt. Ebenso konnte durch eine biochemische Therapie sehr gute Behandlungsergebnisse erzielt werden.
Abschließend ist festzustellen, dass eine Hypothyreose eine ernstzunehmende Erkrankung ist, die jedoch heute durch moderne Diagnostik und unterschiedlicher Therapieansätze recht gut behandelt werden kann.
Die Bereiche mit Haarverlust sind zumeist scharf begrenzt, landkartenähnlich, im Bereich der Flanken und auf beiden Körperseiten symmetrisch ausgebildet. Vielfach verfärbt sich die Haut schwarz.
Manche Hunde zeigen jedes Jahr wieder dieses zyklische Ausfallen und Wiederwachsen der Haare, bei anderen Tieren ist es ein einmaliges Geschehen.
Da die Haare in den meisten Fällen von allein nachwachsen, ist eine Behandlung nicht in jedem Fall notwendig.
Abb. Hunde mit saisonaler Flankenalopezie zeigen haarlose Stellen (Alopezie) im Bereich der Flanken.
Es gibt noch viele andere Ursachen für Haarausfall bei Hunden, wie z.B.:
Die Behandlung von Haarausfall beim Deutsch Drahthaar hängt von der Ursache ab. Einige Behandlungen umfassen:
Welche Fellpflege bei Hunden mit Draht- bzw. Drahthaarige Hunde wie bestimmte Dackel und Terrier Arten oder der Deutsch Drahthaar haben für die Halter einen entscheidenden „Vorteil“: Sie haaren nicht. Das macht allerdings gleichzeitig eine bestimmte Fellpflege nötig. Denn durch die kleinen Widerhaken am Fell, fällt selbiges nicht aus. Es muss „gezupft“, im Fachjargon „getrimmt“ werden.
Drahthaar ist harsch, besonders robust und wasserabweisend. Es wächst, stirbt nach einem bestimmten Lebenszyklus ab und verbleibt ohne entsprechendes Trimmen in der Haut des Hundes. Ein spezieller Hundefriseur, der sich mit dem Trimmen auskennt, entfernt das abgestorbene Fell, damit neues nachwachsen kann. Wird das Fell nicht entfernt, kann es zu Ekzemen beim Hundes kommen.
Alle acht bis zwölf Wochen ist es Zeit für einen Besuch beim Groomer.
Auf keinen Fall sollten Rassen mit diesem Fell geschoren werden.
tags: #deutsch #drahthaar #haarausfall #ursachen #behandlung
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.