Detox Shampoo selber machen: Natürliche Rezepte für gesundes Haar

Shampoo kaufen ist heutzutage eine echte Wissenschaft, da es für jeden Haartypen, jede Farbe und jede Struktur ein eigenes Shampoo zu geben scheint. Dabei ist unser Haar gar nicht so anspruchsvoll, wie es uns die Kosmetikindustrie verkaufen will. Für die Haare reichen schon ganz natürliche Pflegestoffe. Die überflüssigen Silikone, Duftstoffe, Parabene und das Mikroplastik, welches alles gerne in Shampoos enthalten ist, schaden den Haaren eher, als dass sie helfen.

Wer seinem Haar etwas Gutes tun will, greift am besten zu natürlichen Zutaten. Bei industriell hergestellten Shampoos ist das jedoch nicht unbedingt gegeben. Silikone, Parabene, Mikroplastik, Duftstoffe - die Liste der Inhaltsstoffe ist lang. Die Lösung: Shampoo selber machen! Gleich mehrere Gründe sprechen dafür, Shampoo selber zu machen. Denn die Pflege der Haare sollte auch wirklich Haarpflege sein.

Das Wort „Shampoo“ in sich ist schon die absolute Aufforderung dazu, denn ursprünglich stammt es aus dem Indischen und bedeutet: Kopfmassage. Wer sich sein Shampoo selber macht, tut nicht nur seinem Haar und seiner Kopfhaut etwas Gutes, sondern auch der Umwelt. Schadstoffe wie Silikon oder Paraben und auch Mikroplastik werden reduziert. Das gilt ebenso für die Menge des Plastikmülls, denn die Verpackung des Industrie-Shampoos fällt weg. Wie aber lässt sich nun eigenes Shampoo herstellen? Die guten Nachricht: Absolut einfach.

Bei der Wahl der Zutaten für Ihr individuelles Shampoo sind den Möglichkeiten der Naturkosmetik keine Grenzen gesetzt und auch zu jedem Haartyp gibt es unterschiedliche Rezepte für natürliche und selbst gemachte Shampoos. Doch jede Frau weiß für gewöhnlich, welche Pflege ihr Haar braucht. Also macht euch doch einfach euer eigenes Shampoo, damit ihr genau wisst, was genau da drin ist.

Hier sind einige Rezepte, mit denen Sie Ihr eigenes Detox-Shampoo herstellen können:

1. Kokosmilch - einfach und pflegend

Kokosmilch eignet sich für wirklich jeden Haartypen. Zudem ist ein Shampoo mit Kokosmilch einfach und schnell gemacht.

Zutaten:

  • 100 ml Kokosmilch
  • 100 ml Flüssignaturseife
  • 1 TL Honig

Zubereitung:

Rührt die Flüssigseife mit der Kokosmilch zusammen. Fügt dann den Teelöffel Honig hinzu. Dieser wirkt entzündungshemmend und beruhigend für die Kopfhaut.

Anwendung:

Vor jeder Anwendung sollte das Shampoo gut geschüttelt werden. Gebt dann einen Teelöffel von dem Shampoo in euer Haar, lasst es ein paar Minuten einwirken und wascht es dann aus. Das Shampoo sollte im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von drei Wochen verbraucht werden.

2. Brennnessel gegen fettige Haare

Brennnessel beruhigt die Kopfhaut und verhindert, dass eure Haare zu schnell nachfetten.

Zutaten:

  • 370 ml Wasser
  • 1 naturreine Olivenölseife
  • 1 Handvoll Brennnesseln

Zubereitung:

Bringt 250 ml des Wassers zum Kochen und übergießt damit die Brennnesseln. Lasst den Tee im geschlossenen Topf für eine Viertelstunde ziehen. Erwärmt dann das restliche Wasser und gießt dieses in eine Schüssel. Reibt dann die Naturseife mit einer Küchenreibe in die Schüssel mit dem Wasser bis eine Lauge entsteht. Gießt nun den Tee durch ein Sieb ab. Wenn dieser nur noch lauwarm ist, könnt ihr ihn mit der Lauge vermischen.

Anwendung:

Das Shampoo kann wie gewohnt verwendet werden. Für eine bessere Wirkung, könnt ihr es länger in den Haaren einwirken lassen.

3. Honig-Zitrone für trockenes Haar

Für gesündere Spitzen und glänzendes Haar eignet sich diese Kombination am besten.

Zutaten:

  • 1 Ei
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Olivenöl
  • Saft einer halben Zitrone

Zubereitung:

Mischt das Ei mit dem Honig und gebt anschließend das Olivenöl und den Zitronensaft hinzu. Das Ganze gut vermischen.

Anwendung:

Befeuchtet euer Haar mit Wasser und massiert das Shampoo sorgfältig ein. Danach solltet ihr es ein paar Minuten einwirken lassen und dann mit lauwarmen Wasser ausspülen. Nicht mit heißem Wasser, da sich das Eigelb sonst nur schwer entfernen lässt. Wundert euch nicht, wenn dieses Shampoo nicht schäumt. Das Haar wird trotzdem gereinigt. Der Schaum entsteht meistens nur durch künstliche Emulgatoren.

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4. Lavendel für frisches Haar

Wenn eure Kopfhaut mal wieder richtig durchblutet werden und eure Haar schön frisch riechen soll, ist Lavendel genau die richtige Zutat.

Zutaten:

  • 350 ml destilliertes Wasser
  • 25 ml Lavendelblütentinktur
  • 10 Tropfen ätherisches Lavendelöl
  • 25 g getrocknete Lavendelblüten
  • 15 g geraspelte Kernseife

Zubereitung:

Bringt 175 ml des Wassers zum Kochen und übergießt damit die Lavendelblüten. Lasst das Ganze für 3 Stunden ziehen und siebt das Ganze so ab, dass ihr die Flüssigkeit auffangen könnt. Erhitzt den Rest des Wassers, löst darin die Kernseife auf und lasst es für 8 Minuten köcheln. Wenn alles abgekühlt ist, verrührt die Flüssigkeiten miteinander.

Anwendung:

Schüttelt das Shampoo vor jeder Anwendung gut durch und massiert es wie gewohnt ein. Lasst es kurz einwirken und wascht es dann aus. Im Kühlschrank gelagert hält sich das Shampoo für circa zwei Wochen.

5. Natron Shampoo

Die Haare mit Natron zu waschen, ist eine von vielen „No Poo“-Möglichkeiten. „No Poo“ steht für „No Shampoo“: Bei dieser Methode wäschst du deine Haare ohne herkömmliches Shampoo, um die darin teilweise problematischen Inhaltsstoffen zu vermeiden.

Zutaten:

  • 2-3 Teelöffel Backnatron
  • 150 ml lauwarmes Wasser

Zubereitung:

Vermische zwei bis drei Teelöffel Backnatron mit 150 Millilitern lauwarmem Wasser. Verrühr das Gemisch gut. Das Natronpulver löst sich nicht komplett auf.

Anwendung:

Gieße dann das Natron-Wasser langsam über deinen Haaransatz. In Wasser gelöstes Natron besitzt einen alkalischen pH-Wert. Die Stärke der alkalischen Lösung hängt vom Mischverhältnis ab und kann bis zu einem pH-Wert von 9 reichen. Deine Kopfhaut ist dagegen leicht sauer, etwa bei einem pH-Wert von 5,5.

Nachdem du die Haare mit Natron gewaschen hast, solltest du unbedingt den Schutz wiederherstellen, indem du den pH-Wert zurück ins Gleichgewicht bringst. Dafür ist eine saure Rinse empfehlenswert. Spüle die saure Rinse nicht aus.

Wichtige Hinweise zur Verwendung

Was ihr bei selbstgemachtem Shampoo beachten müsst: Eine Umstellung der Pflegeroutine bleibt nicht immer unbemerkt. Generell auf die Inhaltstoffe gucken. Falls die Seife nicht schon in Flockenform vorliegt, wird sie im Stück ganz einfach mit der Küchenreibe über einer Schale geraspelt. Hier reichen oft schon 15 Gramm aus. Sobald das destillierte Wasser je nach Rezeptmenge im Topf auf dem Herd kocht, einfach die Seife ins Wasser mischen und auflösen. Fertig ist die Flüssigseife als Grundlage für das eigene Shampoo.

Zu viel Sonne, heißes Wasser, Fönhitze, Stylingprodukte - strapaziertes Haar entsteht im Alltag schnell und ist kein Ausnahmefall, sondern die Regel. Wer seinen Haaren etwas Gutes tun will, gönnt ihnen regelmäßig eine Kur.

Wer auf Seifenlauge verzichten möchte, kann sich die Haare auch mit Heilerde waschen. Dafür sind lediglich zwei Teelöffel Heilerde nötig und ein Esslöffel Wasser. Beide Zutaten mit einem Löffel vermischen - fertig für den Einsatz. Nicht wundern: Natürlich schäumt diese Art von Haarpflege im Gegensatz zum Shampoo nicht. Daran muss man sich erstmal gewöhnen, jedoch ist das fürs Shampoos so typische Schäumen allein kein Zeichen von Wirksamkeit.

Ein Tipp: Nach dem Waschen Ihrer Haare mit einer selbstgemachten Haarpflege, ist das Spülen mit einer sauren Rinse sinnvoll. Das ist eine natürliche Spülung, die für weiches Haar sorgt. Dafür füllen Sie ganz einfach zwei Esslöffel Apfelessig in eine Flasche mit einem Liter Wasser, Deckel drauf, einmal kräftig schütteln - fertig. Alternativ können Sie auch Zitronensaft oder Kräuteressig nehmen.

Und besonders wichtig: Lagern Sie ihr selbstgemachtes Shampoo nicht in der Sonne oder draußen auf dem Balkon, sondern unbedingt im Kühlschrank. Für Ihr Natur-Shampoo können Sie generell von einer Haltbarkeit von ein bis zwei Wochen ausgehen. Dann brauchen Sie zwar ein neues Shampoo - aber nicht jedes Mal eine neue Flasche.

Zusätzliche Tipps für die Haarpflege

  • Kämmen Sie Ihr Haar vor jeder Haarwäsche gründlich durch, um es schon mal von groben Rückständen zu befreien. Verwenden Sie hierfür am besten eine Bürste mit Wildschweinborsten. Diese sind besonders aufnahmefähig und dabei fest genug, um bis zur Haarwurzel durchzudringen.
  • Entscheiden Sie sich für ein tiefenreinigendes Shampoo (beispielsweise von Schauma: Silikonfrei PFLEGE-SHAMPOO) und massieren es sanft in Ihr Haar ein. Mit kreisenden Bewegungen regen Sie die Durchblutung an und versorgen die Kopfhaut mit Extra-Nährstoffen. Anschließend spülen Sie das Shampoo gut aus.
  • Auch die Kopfhaut kann ab und zu eine sanfte Rundumerneuerung gebrauchen. Hier bietet sich ein Peeling an. Bei der Anwendung gehen Sie ähnlich wie bei Gesicht und Dekolleté vor: Massieren Sie das Haarpeeling in kreisenden Bewegungen auf dem Kopf ein und verteilen es anschließend im Haar, vom Ansatz an bis in die Spitzen. Danach spülen Sie alles gründlich aus.
  • Um alle Rückstände des Peelings zu beseitigen, waschen Sie Ihr Haar ein zweites Mal mit dem Detox-Shampoo.
  • Tragen Sie nun noch einen milden Conditioner (zum Beispiel von Gliss: Serum Deep-Repair Spülung) auf und versorgen Ihr Haar dadurch noch mal mit einer Extraportion Feuchtigkeit!
  • Zu guter Letzt: Spülen Sie Ihr Haar mit kaltem Wasser aus, um die Schuppenschicht zu schließen.

Saure Rinse: Für Glanz und Stabilität

Als saure Rinse wird ein Essig-Wasser-Gemisch bezeichnet, das als Haarspülung verwendet werden kann. Nach dem Haarewaschen wird die Rinse wie eine Spülung verwendet. Sie entfernt die letzten sämtlichen Rückstände aus dem Haar, was es wieder leichter kämmbar macht und es in neuem Glanz erscheinen lässt. Ein wahres Wundermittel also.

Eine saure Rinse, also kaltes Essigwasser, setzt nun genau an diesem Problem an, indem es nach der Haarwäsche Deine Schuppenschicht wieder schließt und zusätzlich Kalkrückstände effektiv neutralisiert. Die aufgerauten Haarstrukturen und abstehenden Schuppen, die dazu führen, dass Dein Haar steif und matt wirkt sowie Frizz begünstigen, kannst Du somit mit der selbstgemachten Rinse allmählich wieder schließen.

Für die Herstellung einer klassischen sauren Rinse brauchst Du nichts weiter als haushaltsübliche Utensilien. Und schon ist Deine erste selbstgemachte Rinse fertig, die Du einfach nach Deiner regelmäßigen Haarwäsche auf Deinem Kopf auftragen kannst um sie leicht in die Haare und Kopfhaut einzumassieren. Die saure Rinse funktioniert übrigens wie eine Leave-in Spülung, Du musst sie also danach nicht auswaschen. Der Essiggeruch verflüchtigt sich kurze Zeit nach dem Trocknen Deiner Haare ganz von selbst!

Du mischst die Rinse am besten in einem Behälter mit praktischem Ausguss (z.B. Bio Apfelessig eignet sich aufgrund der zahlreichen Mineralien und der entzündungshemmenden Wirkung der enthaltenen Antioxidantien besonders gut für Deine Rinse.

Wichtig ist, dass die saure Rinse immer frisch und bestenfalls kalt zubereitet wird, da warme Rinsen erfahrungsgemäß tatsächlich weniger Wirkung zeigen.

Das Apfel-Essig-Gemisch kannst Du aufgrund der milden Säuerlichkeit übrigens nach jeder Haarwäsche anwenden, es empfiehlt sich auch mindestens eine Anwendung pro Woche.

Allgemein empfehlen wir eine saure Rinse vor allem dann, wenn Du bei Deiner Haarwäsche auf ein festes Shampoos (sogenannte Haarseife) zurückgreifst.

Für eine extra Portion Pflege kannst Du zusätzlich einen Conditioner für die Spitzen verwenden und danach noch eine Rinse auftragen. Du musst die saure Rinse nicht bei jeder Haarwäsche anwenden.

Eine saure Rinse mischst du aus 1 Liter kaltem Wasser und 1-2 Esslöffeln Apfelessig. 1-2 Mal pro Woche reichen aus. Ja, Apfelessig hilft, die Talgproduktion zu regulieren.

Haarpeelings selber machen

Peeling-Shampoos und Haarpeelings muss man nicht für viel Geld in der Drogerie kaufen. Man kann sie auch leicht selber machen. Wir haben fünf Rezepte für Sie gesammelt, die Sie einfach zu Hause nachmachen können. Die Anwendung ist so gut wie immer gleich: Sie vermischen die Zutaten und verteilen das fertige Shampoo oder Peeling auf ihrer Kopfhaut und dem Rest Ihrer Haare. Sie massieren die Mixtur sanft ein, lassen sie drei bis vier Minuten einwirken und spülen sie mit lauwarmem Wasser aus. Besonders zu beachten ist, dass Sie für die Rezepte silikonfreies Shampoo wie Babyshampoo verwenden. Das ist besonders schonend und gesund für Ihre Haare.

Rezepte für Peeling-Shampoos:

  1. Der Klassiker: Peeling-Shampoo mit Zucker
    • Brauner oder weißer Zucker
    • Aloe Vera Gel
    • Optional: 2,5 TL Mandel-Öl

    Das Aloe Vera Gel wird als Grundlage wie ein Shampoo verwendet. Nehmen Sie so viel vom Gel, wie Sie auch vom Shampoo nehmen würden. Geben Sie Zucker hinzu, damit es ein körniges Shampoo wird. Nachdem das Shampoo einwirken konnte und sich der Zucker aufgelöst hat, waschen Sie es mit lauwarmem Wasser aus.

  2. Peeling-Shampoo mit Salz
    • 2 EL Meersalz
    • 2 EL Olivenöl
    • 4 Tropfen ätherisches Öl (Pfefferminz, Kamille, Rose)

    Wenn Sie mögen, können Sie zum Salz-Öl-Gemisch für einen angenehmen Geruch ein paar Tropfen ätherischer Öle hinzugeben. Auch bei diesem Rezept vermischen Sie alle Zutaten und geben die Mixtur auf die Haare.

  3. Peeling-Shampoo mit Natron
    • Silikonfreies Babyshampoo
    • 1 Teelöffel Backnatron

    Anschließend wird eine Spülung mit Apfelessig empfohlen, damit das Haar besonders schönen Glanz bekommt.

  4. Haarpeeling mit Sonnenblumenkernen
    • 1 Hand voll Sonnenblumenkerne
    • Wasser

    Die Sonnenblumenkerne werden in einem Mörser oder einem Mixer zermahlen und mit etwas Wasser zu einer Paste verrührt, die Sie auf Ihr Haar geben. Da das Entfernen der Sonnenblumenkerne etwas aufwändiger ist, eignet sich dieses Shampoo eher für Frauen mit kurzen Haaren.

  5. Haarpeeling mit Lavaerde
    • 3 EL Lavaerde
    • 6 EL kochendes Wasser

    Kochen Sie etwas Wasser auf und geben Sie 6 EL in eine kleine Schüssel. Dann geben Sie die 3 Esslöffel Lavaerde hinzu und vermischen Sie das Ganze zu einer sämigen Mixtur. Die Konsistenz sollte nicht zu breiig sein, sondern etwas flüssiger, damit Sie sie gut im Haar verteilen können.

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