Dauerhafte Haarentfernung und Muttermale: Risiken und Sicherheitshinweise

Glatte Achseln, Beine und eine stoppelfreie Bikinizone - wer wünscht sich das nicht? Die dauerhafte Haarentfernung durch Laser verspricht eine Lösung, doch wie alle medizinischen und ästhetischen Therapien birgt sie potenzielle Risiken und Nebenwirkungen.

Wie funktioniert die Laser-Haarentfernung?

Unsere Laser-Haarentfernung basiert beispielsweise auf einem patentierten System, das mit einem 3-Wellen-Diodenlaser arbeitet. Dieser bündelt Licht, das so gezielt in deine Haut eindringen kann - und so die Haarwurzel zerstört. Das Licht dringt in die Haut ein, das Melanin der Haare absorbiert die Energie und wandelt sie in Wärme um. Dadurch werden die Zellen geschädigt, die für das Nachwachsen der Haare verantwortlich sind.

Bevor wir mit der dauerhaften Haarentfernung beginnen, findet zuerst ein ausführliches Vorgespräch statt. Wir müssen deine Haut und deine Haare kennenlernen, um mögliche Laser-Haarentfernung Risiken einer Behandlung auszuschließen. Denn: Eine dauerhafte Haarentfernung mittels Laser ist nicht für alle Hauttypen geeignet.

Für wen ist die Laser-Haarentfernung nicht geeignet?

Die Laserepilation ist nicht für jeden Hauttyp und jede Haarfarbe geeignet. Eine Herausforderung stellt die Behandlung bei sehr heller Haut und blonden oder rötlichen Haaren dar, da diese zu wenig Melanin enthalten, um die Laserstrahlung zu absorbieren. In solchen Fällen können Verbrennungen auftreten. Auch bei sehr dunkler Haut kann es problematisch sein, sodass eine Laserbehandlung selten oder gar nicht durchgeführt werden kann.

Du hast helle Haut und dunkle Haare? Sehr gut, damit gehörst du zu denjenigen Menschen, die eine Laserbehandlung statistisch gesehen am besten vertragen. Doch leider bist du auch mit melaninreichen Haaren nicht komplett vor Laser-Haarentfernungs Risiken und unangenehmen Nachwirkungen der Laserbehandlung gefeit.

Falls es bei deiner Behandlung tatsächlich zu Pigmentstörungen kommt, solltest du Rücksprache mit dem Team halten und die Laser-Haarentfernung im Worst-Case lieber abbrechen.

Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es?

Diese Unannehmlichkeiten sind meist vorübergehender Natur und heilen narbenfrei ab. Anders verhält es sich, wenn der Laser im Studio zu stark eingestellt wurde - dann können im schlimmsten Fall irreversible Narben entstehen.

Zu den schwereren Nebenwirkungen zählen auch Verbrennungen höheren Grades mit Narbenbildung, Wundheilungsstörungen mit infektiösen Folgen, Dyspigmentierung (Störung des Pigmentgehalts der Haut) sowie bakterielle, virale und mykotische Infektionen.

Haarentfernung mit Laser: So gut ist die Methode wirklich I ARD Gesund

Was ist bei Muttermalen zu beachten?

Zu den Risiken einer Laser-Haarentfernung zählen zudem Muttermale. Muttermale enthalten grundsätzlich viel Melanin - daher absorbieren sie genauso wie die Haarwurzel, die das eigentliche Ziel der Behandlung sein sollte, das gebündelte Licht des Lasers. Hast du Muttermale, solltest du die entsprechende Hautregion also definitiv keiner dauerhaften Haarentfernung unterziehen.

Es ist wichtig, dass Du vor der Behandlung einen Hautarzt aufsuchst, um eine Diagnose zu erhalten, ob es sich bei den Muttermalen um Nävi oder Pigmentflecken handelt. Falls es sich um Muttermale handelt, solltest Du darauf achten, ob es Veränderungen in Farbe oder Form gibt. Wenn ja, solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen, um sicher zu sein, dass es sich nicht um Melanome handelt.

Weitere Kontraindikationen

In einigen Fällen ist es sinnvoll, besser keine dauerhafte Haarentfernung in Betracht zu ziehen - beispielsweise ist eine Laserbehandlung nicht zu empfehlen, wenn du unter schweren Durchblutungsstörungen oder Venenerkrankungen leidest. Daneben gilt die regelmäßige Einnahme von Kortison oder Anabolika als Kontraindikation. Auch wenn du gerade schwanger oder auf einen Herzschrittmacher angewiesen bist, solltest du vorsichtshalber auf eine Laserbehandlung verzichten.

Vorsicht vor Homelasern

Homelaser werden inzwischen in vielen Discountern angeboten und als preisgünstige Alternative für den Heimgebrauch beworben. Patienten ohne medizinische Vorkenntnisse sollten auf keinen Fall selbst Hand anlegen, denn die Behandlung führt bei Laien besonders häufig zu Komplikationen an der Haut und an den Augen. Also: Finger weg und ab zum Experten.

IPL-Haarentfernung: Was du wissen musst

Die Anwendung von IPL-Haarentfernung bietet eine Möglichkeit, starken Haarwuchs langfristig in den Griff zu bekommen.

IPL und Narben

Grundsätzlich ist die Anwendung von IPL im Bereich von Narben und selbst auf Narben kein Problem. Tatsächlich wird IPL in Hautarztpraxen sogar ganz spezifisch für die Behandlung von Akne und Aknenarben eingesetzt. Durch die Lichtimpulse werden die Talgdrüsen gewollt beschädigt. Die übermäßige Talgproduktion wird somit vermindert, sodass Entzündungen zurückgehen.

IPL und Muttermale

Muttermale können Behandlungen mit IPL erschweren. Insbesondere, wenn sie sich mitten im entsprechenden Hautbereich befinden. Das Problem bei der IPL-Haarentfernung um Muttermale ist, dass diese ihre Farbe ebenso wie das Haar durch das Pigment Melanin erhalten. In Muttermalen häuft sich dieses Pigment, weshalb sie meist dunkler als die eigentliche Hautfarbe sind. Daher gilt die Devise: Muttermale unbedingt aussparen.

IPL und Sommersprossen

Sommersprossen sind weniger problematisch als Muttermale. Eine IPL-Haarentfernung ist hier also durchaus möglich. Das Pigment Melanin ist auch zwar auch für Sommersprossen verantwortlich, doch im Gegensatz zu Muttermalen besteht keine Anhäufung davon in den Sommersprossen.

IPL und Verbrennungen

Das Risiko, dass Verbrennungen nach der Anwendung eines IPL-Geräts auftreten, ist bei ordnungsgemäßer Anwendung des IPL-Gerätes sehr gering. Die häufigsten Gründe, warum Hautverbrennungen vorkommen, sind meistens falsche Einstellungen und eine unsachgemäße Handhabung des Geräts. Um solche Risiken zu minimieren, ist es entscheidend, IPL richtig anzuwenden.

IPL und Tattoos

Generell ist es nicht empfehlenswert, IPL-Haarentfernung über Tattoos anzuwenden, da die dunklen Pigmente im Tattoo das Licht absorbieren können und zu Verbrennungen führen könnten. Wie auch bei Muttermalen und IPL ist es sicherer, tätowierte Hautpartien auszusparen und nur die umliegende Haut mit IPL zu behandeln.

Worauf du achten solltest

  • Qualifikation des Personals: Stelle sicher, dass das behandelnde Personal ausreichend qualifiziert ist.
  • Hautkrebsrisiko: Vor einer Enthaarung mit IPL oder einem Einsatz von IPL zu anderen Zwecken ist es wichtig, sicherzustellen, dass kein Hautkrebs vorliegt und dass nicht zu viele Muttermale vorhanden sind.
  • Ärztliche Diagnostik: Wichtig ist eine fachärztliche Diagnostik und Kontrolle auch, um zu beurteilen, ob die störende Behaarung ggf. krankheitsbedingt sein könnte.

Die Rolle des Melanins bei Muttermalen

Muttermale können plötzlich auftreten, weil sie oft durch Sonneneinstrahlung ausgelöst werden. Wenn die Haut der Sonne ausgesetzt ist, produziert sie mehr Melanin, was zu einem erhöhten Risiko für das Auftreten von Muttermalen führen kann.

Sicherheit geht vor

In professionellen Studios kannst du dir sicher sein, dass deine Laser-Haarentfernung korrekt und deinem Haut- bzw. Haarproblem entsprechend durchgeführt wird.

Auch wenn von Haarentfernungslasern kein Krebsrisiko ausgeht, bleibt die richtige Anwendung für deine Gesundheit insgesamt trotzdem entscheidend.

Muttermale, offene Stellen oder entzündete Hautareale dürfen nicht gelasert werden.

Fazit

Laserhaarentfernung arbeitet ohne UV- oder ionisierende Strahlung und gilt als sichere, gut erforschte Methode - und das seit vielen, vielen Jahren. Hinweise auf ein krebserregendes Risiko bestehen nach aktueller Forschungslage nicht. Damit bietet die Laserhaarentfernung eine effektive und risikoarme Methode, um dauerhaft glatte Haut zu erreichen.

Aspekt Hinweise
Hauttyp Helle Haut und dunkle Haare vertragen die Behandlung meist gut.
Muttermale Müssen vor der Behandlung abgedeckt oder ausgespart werden.
IPL bei Tattoos Nicht empfehlenswert, Tattoos aussparen.
Risiken Verbrennungen, Pigmentstörungen, Narbenbildung (selten).

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