In der Welt der Friseure gibt es ständig neue Trends und Techniken, die darauf abzielen, den Kunden ein optimales Erlebnis und perfekte Ergebnisse zu bieten. Drei dieser Trends, die in den letzten Jahren an Popularität gewonnen haben, sind der Silent Cut, der Calligraphy Cut und der Edgar Cut. Jeder dieser Ansätze hat seine eigenen Besonderheiten und Vorteile, die wir im Folgenden genauer betrachten werden.
Der Silent Cut ist ein neuer Trend beim Friseur, bei dem es nicht um eine neue Schneidetechnik oder eine konkrete Frisur geht, sondern vielmehr um den Rahmen der Dienstleistung. Wie der Name schon sagt, steht Silent Cut für „Stiller Schnitt“. Für viele Kunden, die nach einem turbulenten Alltag zum Friseur gehen, ist dieser Trend ideal. Anstatt gezwungene Gespräche führen zu müssen, können Kunden ihre Dienstleistung in Stille buchen.
Der Ursprung dieses Trends wird in London im Jahr 2019 vermutet. Bei uns hat der Silent Cut im Jahr 2020 Einzug gehalten. Das pandemiebedingte Maskentragen erschwerte die Gespräche im Salon ohnehin. Zudem gab es wenig andere Themen als Corona.
Ein Friseur, der einen Silent Cut durchführt.
Für viele Menschen ist der Alltag durch die Digitalisierung und ständige Erreichbarkeit immer schnelllebiger geworden. Daher werden Momente, in denen man wirklich zur Ruhe kommt, immer seltener. Kunden freuen sich, wenn sie sich beim Friseur eine Auszeit gönnen können. Denn nicht jeder Mensch möchte Privates teilen oder oberflächlich über Belanglosigkeiten sprechen. Das Schweigen auf Bestellung erfreut sich daher großer Beliebtheit.
Der Silent Cut begeistert aber nicht nur die Kunden, sondern teilweise auch die Friseure. Hochkonzentriert liegt der Fokus mehr auf dem Haarschnitt. Einige Friseure sind sich einig, dass die Arbeit präziser und zügiger verrichtet wird. Die Geräuschkulisse im Salon ist ohnehin schon recht hoch, und durch den Silent Cut kann man sich mehr auf das Handwerk konzentrieren. Auch das schnelle Wechseln von Gesprächsthemen durch einen hohen Kundendurchlauf ist für den Friseur kräftezehrend. Zudem muss man sich jedes Mal wieder neu auf die Menschen und deren Themen einstellen. Häufig nehmen die Stylisten den mentalen Ballast der Kunden mit nach Hause. Schließlich haben Friseure noch immer das Image eines Psychologen.
Während einige Friseure den Trend als erleichternd und befreiend empfinden, sind andere darüber empört. Da sie als Dienstleister den Anspruch haben, den ganzheitlichen Service am Kunden zu zelebrieren, gehört ein Gespräch einfach dazu. Interesse am Kunden und das Miteinander machen den Beruf schließlich aus. Empathie, Menschenkenntnis und Smalltalk sind Fähigkeiten, die jeder Friseur in seinem Repertoire haben sollte. Da es eine körpernahe Dienstleistung ist, lebt sie von einer engen Bindung zwischen Kunde und Stylist. Der aufrichtige Austausch ist für viele Friseurunternehmer Grundvoraussetzung für ihren Erfolg und ihre Freude am Beruf.
Wer einen Silent Cut bei seinem Friseur des Vertrauens buchen möchte, sollte vorab erfragen, ob diese Dienstleistung überhaupt angeboten wird. Bei dem Termin wird im Salon der Haarschnitt mit dem Friseur wie gewohnt besprochen. Nachdem der Kundenwunsch ermittelt wurde, ist Stille angesagt, und man kann sich dann für die Dauer des Termins entspannen, ohne sich unterhalten zu müssen.
In unserer hektischen und oft lärmgeprägten Welt bietet der Silent Cut eine Oase der Ruhe und Konzentration, sowohl für den Kunden als auch für den Friseur. Die ruhige Atmosphäre des Silent Cuts dient als perfekter Gegenpol zum alltäglichen Stress und Lärm. Kunden finden hier eine seltene Gelegenheit, sich zu entspannen und eine Pause vom stressigen Alltag zu nehmen. Die Konzentration auf das Wesentliche erlaubt es Friseuren, ihre ganze Aufmerksamkeit und Kreativität in die Ausführung ihrer Arbeit zu legen. Ohne die üblichen Ablenkungen können sie sich ganz auf die technischen Details und die Feinheiten der gewünschten Frisur konzentrieren. Dies führt zu einer präzisen, detailreichen und auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmten Ausführung.
Die Stille, die den Silent Cut begleitet, schafft nicht nur äußerliche, sondern auch innerliche Ruhe. Sie bietet dem Kunden einen geschützten Raum für persönliche Gedanken und Reflexion. In dieser ruhigen Zeit kann man sich seinen Gedanken hingeben, Pläne schmieden oder einfach nur den Moment genießen. Die Kombination aus entspannter Atmosphäre, fokussierter handwerklicher Arbeit und der Möglichkeit zur Selbstreflexion führt zu einer tiefgreifenden Kundenzufriedenheit. Kunden verlassen den Salon nicht nur mit einer Frisur, die ihre äußere Erscheinung verfeinert, sondern auch mit einem Gefühl innerer Erneuerung und Zufriedenheit.
Der Silent Cut ist mehr als nur ein Trend im Friseurhandwerk; er ist eine Antwort auf das Bedürfnis vieler Menschen nach Ruhe, Entspannung und einer Pause vom hektischen Alltag. Durch die Kombination aus handwerklicher Präzision und der beruhigenden Kraft der Stille bietet er eine einzigartige Erfahrung, die sowohl den Körper als auch den Geist belebt.
Der Calligraphy Cut ist eine innovative Schneidetechnik, die von dem deutschen Starstylisten Frank Brormann entwickelt wurde. Inspiriert von der Kalligrafie, der Kunst des Schönschreibens, verwendet der Calligraphy Cut ein spezielles Werkzeug, den Calligraphen, um das Haar in einem Winkel von 21 Grad anzuschneiden. Dieser schräge Anschnitt soll dem Haar mehr Volumen, Fülle und Glanz verleihen und Spliss vorbeugen.
Das Besondere am Calligraphen ist die schräg eingebaute Klinge. Im Gegensatz zum typischen Scherenschnitt, bei dem das Haar gequetscht und gerade abgeschnitten wird, trennt der Calligraph das Haar in einem präzisen Winkel. So entsteht eine größere Oberfläche an der Haarspitze, ähnlich wie bei einem Blumenstiel, der schräg angeschnitten wird, um die Wasseraufnahme zu verbessern. Die größere Oberfläche ermöglicht es dem Haar, Pflegeprodukte besser aufzunehmen, wodurch es voluminöser wirkt und Spliss vorgebeugt wird.
Der Calligraph und das Ergebnis eines Calligraphy Cuts.
Die Vorteile des Calligraphy Cuts sind vielfältig. Er ist besonders geeignet für Frauen mit feinem, dünnem und kraftlosem Haar, da der Messerschnitt dem Haar mehr Fülle und Volumen verleiht. Auch bei Spliss und Haarbruch ist die Schneidetechnik zu empfehlen. Eine Studie der FH Münster hat die Unterschiede zu einem herkömmlichen Haarschnitt belegt und die positiven Auswirkungen des Calligraphy Cuts bestätigt.
Um den Calligraphy Cut anbieten zu können, benötigen Friseure eine spezielle Ausbildung. Das Werkzeug wird nicht an Friseure ausgegeben, die keine vorherige Schulung absolviert haben. In Deutschland, Österreich und der Schweiz bieten mittlerweile über 1.000 Salons den begehrten Haircut von Frank Brormann an. Der Preis für einen Calligraphy Cut liegt etwa 15 bis 25 Euro über dem eines herkömmlichen Schnitts, da die Anwendung des Calligraphen mehr Zeit und Präzision erfordert.
Der Calligraphy Cut lässt sich auf viele verschiedene Haarstylings und Frisuren anwenden. Die einzige Voraussetzung ist eine Mindesthaarlänge von 3 bis 4 Zentimetern, da die Haare unter einer gewissen Spannung stehen müssen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Bei sehr radikalen Kurzhaarschnitten sollte daher besser mit einer Schere gearbeitet werden.
Der Edgar Cut ist eine moderne Variation des Topfhaarschnitts und derzeit ein beliebtes Gesprächsthema bei der Generation Z. Dieser Haarschnitt zeichnet sich durch eine akkurat in einer geraden Linie geschnittene vordere Haarlinie aus, die besonders markant wirkt. Die Frisur hat ihren Ursprung im Baseballspieler Edgar Martinez, der früher eine ähnliche Frisur trug.
Der Edgar Cut wird mit einer Haarschneidemaschine geschnitten, wobei alle Konturen rasiermesserscharf geschnitten werden. Der Unterschied zwischen einem herkömmlichen Edgar Cut und einem Fluffy Edgar Cut oder Messy Edgar Cut liegt in der Textur des Deckhaars. Um das Deckhaar zu stylen, wird es nass und formbar gemacht, indem es gewaschen und ohne Handtuch oder Föhn an der Luft getrocknet wird. Besonders stylisch sieht der Haarschnitt auch mit einer Männer-Dauerwelle aus.
Ein Edgar Cut Vorher und Nachher.
Der Edgar Cut lässt sich gut zu Hause stylen. Nach dem Waschen werden die Haare einfach in Form gekämmt und getrocknet. Für mehr Struktur verwendet man am besten etwas Texturspray oder Haarwachs. Für extra Volumen beim sogenannten Fluffy Edgar Cut empfiehlt sich Volumenpuder. Damit die Frisur den ganzen Tag hält, wird am Schluss noch Haarspray verwendet.
| Haarschnitt | Beschreibung | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Silent Cut | Haarschnitt ohne Gespräch | Ruhe und Entspannung für Kunden und Friseure |
| Calligraphy Cut | Schräger Anschnitt mit speziellem Werkzeug | Mehr Volumen, Fülle und Glanz |
| Edgar Cut | Moderne Variation des Topfhaarschnitts | Markante, gerade Haarlinie |
Diese drei Friseurtechniken - der Silent Cut, der Calligraphy Cut und der Edgar Cut - zeigen, wie vielfältig und innovativ die Welt der Friseure ist. Jeder dieser Ansätze bietet einzigartige Vorteile und spricht unterschiedliche Bedürfnisse an. Ob Ruhe und Entspannung, mehr Volumen oder ein trendiger Look - für jeden Kunden gibt es die passende Technik.
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