Cristiano Ronaldos Frisuren: Ein Überblick über Trends und Stil

Weltfußballer, Weltstar, Trendsetter - Cristiano Ronaldo ist bekannt dafür, sein Äußeres gekonnt in Szene zu setzen und sich auch so zu vermarkten. Der Juve-Star setzt mit einer neuen Frisur möglicherweise einen Trend. Neuerdings trägt der Portugiese Glatze. ran.de zeigt, welche Frisuren-Trends CR7 in der Vergangenheit schon gesetzt hat.

Unter dem Motto "Thursday style" präsentierte Cristiano Ronaldo zuletzt seine neue Frisur-Pracht. Die Glatze ist damit doch ein recht krasser Stilbruch im Vergleich zu kurz davor.

Bei Manchester United, wo CR7 von 2003 bis 2009 spielte, stieg der Portugiese vom Talent zum Star auf.

Der neueste Trend ist viel männlicher - und Cristiano Ronaldo macht ihn vor: raspelkurz rasierte Haare, schon fast eine Glatze. Ob die gewöhnungsbedürftige Frisur in diesem Sommer ein Comeback erleben wird?

„Total“, bestätigt Jörg Oppermann, der Prominente wie Judith Rakers, Bill Kaulitz und Susann Atwell zu seiner Kundschaft zählen darf. „Das ist zurzeit ein großer Trend. Den Look könne so gut wie jeder tragen - sowohl Männer als auch Frauen.

Radikal ist der Schnitt aber definitiv: „Die Frisur zeigt alles. Die Außenwirkung sei mit diesem Schnitt besonders stark und könne sehr hart erscheinen.

„Gerade im Sommer ist diese Frisur sehr ‚easygoing‘ und total im Trend“, erklärt Oppermann. Egal ob am Strand, im Schwimmbad oder wenn der Wind weht, man muss sich keine Sorgen machen, dass die Frisur zerstört wird.

Wer den Look tragen will, sollte nicht einfach zum Rasierer greifen. „Damit es schöner und gepflegter aussieht, sollte man nochmal mit Kamm und Schere an die Frisur gehen“, so Oppermann im Gespräch mit dem Business Insider. „Das macht den Look aus. Lasst euch am besten einfach beim Friseur individuell beraten. Tragen kann den Look eigentlich so gut wie jeder. Dabei ist es ganz egal, ob ihr dazu einen Bart tragt oder nicht.

Stylen könnt ihr die Frisur mit einem Gloss oder einem pudrigen Wachs, um die Haare in Form zu bringen und dem Ganzen ein bisschen mehr Glanz und Halt zu geben.

Ihr steht nicht auf kurze Haare? Auch mit längerem Haar seid ihr diesen Sommer im Trend.

„Trends können sehr gegenteilig sein. „Die Haare im Nacken und an den Seitenpartien werden wieder länger getragen, leicht lockig und durchgestuft. Generell kann man Trends nicht Schubladen stecken, sagt Oppermann. „Jeder Designer ist sehr individuell und auch Mode ist auf die Person zugeschnitten und variabel. Bist du heute der Rockstar und morgen der Geschäftsmann? Bist du total elegant oder lässig und cool?

Cristiano Ronaldo machte aber nur noch einmal populärer, was laut der New York Times bereits seit 2011 unter Hipstern in Stockholm und Brooklyn grassierte. "The Hitler Youth" wurde plötzlich zum unwahrscheinlichen Trendschnitt, den - weniger überraschend - dann auch schnell die neue Rechte übernahm.

Laut dem Stuttgarter Figaro Ulvi sind seine Tage jetzt aber wirklich gezählt. Er schneide wieder viel häufiger leichte Stufen in die Seiten, was "seriöser" aussieht, findet Ulvi.

Auf dem Laufsteg der gerade in Paris präsentierten Männermodenschau von Celine war außerdem ein Haarschnitt zu sehen, der ebenso oft zurückbeschworen, wie der Undercut totgesagt wird: der Vokuhila - "vorne kurz, hinten lang". Allerdings trugen die Models beim französischen Label die gemäßigte Sechzigerjahre-Mick-Jagger-Variante: vorne kurzer, seitlich gescheitelter Pony, der Rest lang, gern mit Dauerwelle.

Der WM-Look von 2002: Ein Ablenkungsmanöver

Bei der WM 2002 sorgte Brasiliens Ronaldo mit einer kuriosen Frisur für Aufsehen. Der wahre Grund hinter dem Haardreieck ist jedoch einleuchtend.

Es ist ein warmer Sommerabend in der japanischen Millionenmetropole Saitama. Nachdem das türkische Überraschungsteam um Hakan Sükür gegen Titelfavorit Brasilien bereits in der Gruppenphase denkbar knapp an einer Sensation vorbeischrammte, geht es an diesem Tag im Jahr 2002 um nichts Geringeres als den Einzug ins WM-Finale.

Doch zu all der Anspannung und Vorfreude gesellt sich kurz vor Anpfiff im Stadion und auch vor den TV-Schirmen eine gewisse Komik. Die brasilianische Nationalhymne läuft und die Kamera fängt nach und nach die entschlossenen Gesichter der Selecao-Stars ein. Als sie beim angehenden Weltfußballer Ronaldo Halt macht, trauen einige ihren Augen kaum.

Nur noch ein kleines schwarzes Dreieck ist von der Haarpracht des Angreifers von Real Madrid übriggeblieben. Der Rest seines Kopfes ist frei rasiert. Was sich wohl gemeinsam mit den Vokuhilas der 1980er-Jahre in die lange Liste der schlimmsten Fußballer-Frisuren aller Zeiten einreiht, hat jedoch einen tieferen Sinn.

Ronaldo macht keinen Hehl daraus, dass auch er sich zum Ende der WM 2002 kaum im Spiegel ansehen wollte. "Es war schrecklich!", reagierte der heute 44-Jährige im Interview mit der Sports Illustrated auf sein kurioses Haardreieck von 2002: "Ich entschuldige mich bei allen Müttern, die mitansehen mussten, wie ihre Kinder den gleichen Haarschnitt bekamen."

Doch warum tat er sich dann dieses fiese Haardreieck an? So kurios die Idee war, so einfach war der Gedanke dahinter: Die Frisur sollte ablenken. Ronaldo plagten kurz vor dem Halbfinale gegen die Türkei Knieprobleme und für die Medien gab es kaum ein anderes Thema. "Also habe ich den Haarschnitt gemacht", erklärte Ronaldo.

"Ich sah meine Teamkollegen und fragte: 'Gefällt es euch?' Sie sagten: 'Nein, es ist furchtbar! Schneide es ab!'", erinnerte sich der frühere Real-Star. Und nicht nur seine Teamkollegen sprangen auf den Schnitt an: "Die Journalisten sahen meinen Haarschnitt und vergaßen die Verletzung."

Ronaldo mit seiner auffälligen Frisur bei der WM 2002

Der Plan ging also auf und Ronaldo konnte am darauffolgenden Tag gegen die Türkei befreit aufspielen. Nach einer druckvollen Anfangsphase der Türkei übernahm die Selecao immer mehr die Spielkontrolle, ehe in der 49. Minute Ronaldos Stunde schlug.

Vom linken Strafraumeck drang er umzingelt von drei Verteidigern in den Strafraum der Türken ein und zeigte dann einen Geniestreich, mit dem Torwart Rüstü Recber wohl niemals gerechnet hätte. Mit der Pieke zog Ronaldo aufs lange Eck. Der Keeper hatte zwar noch die Hände am Ball, konnte das Unvermeidliche aber nicht verhindern.

Ob es die Frisur war, die Ronaldo an diesem Abend in Saitama zu seinem goldenen Moment verhalf, lässt sich wohl kaum sagen. Dennoch war er es, der mit seinem Treffer Brasilien den Weg ins WM-Finale ebnete, wo ihn auch Oliver Kahn nicht aufhalten können sollte.

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