Wenn feine, weiße Schuppen vom Kopf rieseln, ist das nicht nur unangenehm, sondern kann auch lästig sein. Glücklicherweise gibt es eine Vielzahl von Anti-Schuppen-Shampoos, die Abhilfe versprechen. Doch wie ein aktueller Test von Öko-Test zeigt, sind nicht alle Produkte frei von hautirritierenden Stoffen.
Schuppen können lästig sein, aber das richtige Shampoo kann helfen.
Wer unter Schuppen leidet, möchte diese schnellstmöglich loswerden. Anti-Schuppen-Shampoos versprechen Hilfe, wenn die Kopfhaut juckt und schuppt. Die Produkte enthalten sogenannte Antimykotika, Wirkstoffe, die bestimmte Mikroorganismen auf der Kopfhaut bekämpfen, wie etwa die Hefe Malassezia furfur. Deren Stoffwechselprodukte reizen die Haut und rufen Entzündungen hervor. Die Folgen sind Schuppen, manchmal auch Rötungen und Juckreiz.
Die konventionellen Anbieter verwenden dafür oft Piroctonolamin. Diesen Wirkstoff enthalten 31 Shampoos im Test. Aus unserer Sicht ist er die beste Wahl im konventionellen Bereich. Studien haben gezeigt, dass er das Pilzwachstum einschränkt. Zugleich ist er relativ mild und gut verträglich.
Schuppen können verschiedene Ursachen haben.
Die Regeln für Naturkosmetika erlauben Wirkstoffe wie synthetisches Piroctonolamin nicht. Stattdessen arbeiten die zertifizierten Naturkosmetikshampoos im Test mit Pflanzenextrakten und -ölen, etwa Rosmarin, Brennnessel und Wacholder. Das sind traditionelle Mittel gegen Schuppen, die leicht antimikrobiell wirken sollen. Brennnessel soll zudem die Talgproduktion reduzieren. Weizenkeimöl zum Beispiel wird für eine gesunde Kopfhaut eingesetzt.
Den Einsatz der Wirkstoffe Climbazol, Zinkpyrithion und Selendisulfid kritisieren die Tester. Sie sind zwar wirksam, aber Climbazol gehört zur Gruppe der umstrittenen halogenorganischen Verbindungen und reichert sich in Gewässern und Sedimenten an. Zinkpyrithion und Selendisulfid gelten als hautirritierend. Und gehören deshalb nicht auf eine gereizte Kopfhaut.
Seit Langem ist bekannt, dass Formaldehyd Schleimhäute reizen kann. Im Männershampoo von "Head & Shoulders" und im "Dercos" von Vichy hat das Labor geringe Mengen Formaldehyd/-abspalter nachgewiesen. Die Mehrzahl der konventionellen Shampoos enthält zudem PEG/PEG-Derivate. Diese dienen oft als waschaktive Substanzen und sorgen für einen schönen Schaum. Aber sie können die Haut auch durchlässiger für Fremdstoffe machen.
Besonders hervorgehoben wurde das "Crisan Anti-Schuppen Intensiv Shampoo", welches im Test aufgrund des Inhaltsstoffes Climbazol und Natriumlaurylsulfat mit "ungenügend" bewertet wurde. Auch das "Head & Shoulders Anti-Schuppen Tiefenpflege Shampoo" erhielt diese Bewertung, da es Piroctonolamin enthält, welches die Haut stark austrocknen kann.
Wie auch immer, wer zu entsprechenden Produkten mit Antimykotika greift, muss beachten, dass diese direkt auf der Kopfhaut wirken. Deshalb müssen die Shampoos durch sanftes Einmassieren dorthin gelangen und hier etwa eine Minute verbleiben. Zusätzliche Pflegeprodukte wie Kuren oder Spülungen sollten deshalb nicht direkt am Haaransatz aufgetragen werden, damit der Anti-Schuppen-Wirkstoff nicht gleich wieder weggespült wird.
Darüber hinaus helfen auch frische Luft und Sonne unterstützend. Lassen die Schuppen nach, reicht es, das Anti-Schuppen-Shampoo nur ein bis dreimal die Woche zu nutzen und dazwischen eine milde Haarpflege zu wählen.
Die richtige Anwendung ist entscheidend für die Wirksamkeit.
Nachdem das geklärt ist, fehlt eigentlich nur noch die Information, bei welchen Anti-Schuppen-Shampoos Betroffene nun zugreifen sollten. Alle 9 Naturkosmetik-Shampoos sind "sehr gut". Beispielsweise das günstige "Alverde Anti-Schuppen Shampoo Bio-Paranuss Bio-Rosmarin" (Preis pro 250 ml 2,44 Euro), das "Bioturm Shampoo Schuppen" (7,44 Euro) oder auch das "Sante Family Anti-Schuppen Shampo" (3,99 Euro).
Bei den konventionellen Produkten erhielten drei die Bestnote. Als da wären: "Annemarie Börlind Active Shampoo bei Schuppen" (Preis pro 250 Milliliter 12,44 Euro), "Yves Rocher Anti-Schuppen Shampoo" (4,27 Euro) und "Greendoor Basisches Natur Shampoo Ingwer Grapefruit" (11,19 Euro). Gleich 10 Anti-Schuppen-Shampoos im Test erhielten wegen der Verwendung der oben genannten kritischen Stoffe ein "ungenügend".
Öko-Test hat 27 Anti-Schuppen-Shampoos verschiedener Marken untersucht - mit teils überraschenden Ergebnissen. Hier eine Zusammenfassung:
Bei kahlen Stellen am Kopf greifen viele zum Shampoo gegen Haarausfall, denn es lässt sich gut in den Alltag integrieren. Auf dem Markt gibt es zahlreiche Mittel gegen Haarausfall. Einige setzen auf Shampoo für Haarwachstum, die Haarausfall vorbeugen sollen. Doch was hilft wirklich gegen Haarausfall? Die Auswahl des richtigen Haarpflege-Produkts kann herausfordernd sein. Denn die Wirkung der Shampoos ist nicht immer gleich. Manche kämpfen gegen dünner werdendes Haar und sollen Haarausfall vorbeugen, während ein anderes Shampoo für Haarwachstum sorgt.
Ein Shampoo gegen Haarausfall wurde speziell dafür entwickelt, die häufigsten Ursachen von Haarverlust zu bekämpfen und das natürliche Haarwachstum anzuregen. Die meisten Produkte enthalten Wirkstoffe wie Biotin, Koffein oder Keratin. Diese stärken die Haarwurzeln nachweislich und verbessern so die Haardichte. Die Wirkstoffe wirken, indem sie die Durchblutung der Kopfhaut anregen und so gesunden Haarwuchs fördern. Das beste Shampoo gegen Haarausfall enthält oftmals entzündungshemmende Inhaltsstoffe, die die Kopfhaut gesund halten und Schuppenbildung verhindern.
Ein effektives Shampoo gegen Haarausfall für Männer sollte ausgewählte Inhaltsstoffe enthalten, die Haarwachstum fördern und die Kopfhautgesundheit unterstützen. Ein wichtiger Wirkstoff der Shampoos ist oftmals stärkendes Biotin, das Haarbruch verhindert und die Haarstruktur kräftigt. Die Shampoo für feines Haar Testsieger enthalten in der Regel auch Koffein, das die Durchblutung der Kopfhaut verbessert und somit den Haarwuchs anregt.
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