Kreatin ist eines der beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel überhaupt und das nicht ohne Grund. Anders als viele kurzlebige Supplement-Trends steht die Wissenschaft fest hinter Kreatin: Es steigert nachweislich Kraft und Muskelwachstum und hat ein sehr geringes Nebenwirkungsprofil.
Im Netz wie im Coaching kursieren unzählige Meinungen und Mythen über dieses Supplement. In diesem Artikel zerlegen wir die Mythen wie noch niemand zuvor und geben dir wichtiges Wissen zur Anwendung an die Hand.
Viele Sportler und Sportlerinnen supplementieren Kreatin, um bestmögliche Ziele beim Muskelaufbau zu erreichen. Auch beim Präparat Kreatin hält sich der Mythos, dass es zu Haarausfall führt. Aber wie viel Wahrheit steckt wirklich hinter dieser Behauptung? Ist das nur einer dieser Fitness-Mythen, die sich hartnäckig halten, oder gibt es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen dem beliebten Nahrungsergänzungsmittel und weniger Haaren auf dem Kopf? Lass uns das Ganze mal genauer anschauen und die Fakten klarstellen!
Um diesen Wert aufrechtzuerhalten, reicht es aus, die Aufnahme von 3-5 g/Tag konsequent fortzusetzen. Wird Kreatin hingegen abgesetzt, kehren die Werte im Körper nach 4-6 Wochen auf ihr Ausgangsniveau zurück.
Kreatin ist eine Kohlenstoff-Stickstoff-Verbindung, die im Körper in Leber und Niere mit Hilfe mehrerer Aminosäuren gebildet wird. Es spielt eine Hauptrolle im Energiestoffwechsel der Skelettmuskulatur, vor allem bei kurzzeitiger Muskelarbeit. Da der menschliche Körper Kreatin selbst aufbauen kann, muss es also nicht extra über Lebensmittel oder Pillen aufgenommen werden.
Kreatin kann zu einem schnelleren Muskelaufbau und zur Steigerung der Maximalkraft führen. Der Muskelaufbau fällt umso geringer aus, je trainierter Sie sind. Eine Kreatinsupplementierung in Verbindung mit Widerstandstraining scheint die Muskelkraft des Ober - und Unterkörpers zu erhöhen (bei Erwachsenen unter 50 Jahren), wobei die Vorteile bei Männern wahrscheinlich größer sind als bei Frauen.
Eine Kreatinanreicherung im Muskel zögert bei Kurzzeit- und intensiven Belastungen die Ermüdung hinaus. Dadurch sind höhere Trainingsintensitäten möglich.
Kreatin ist eine körpereigene Substanz, die aus den Aminosäuren Glycin, Arginin und Methionin gebildet wird. Im Körper wird es in Phosphokreatin umgewandelt - eine Art Energiespeicher für kurze, intensive Belastungen.
Kreatin ist eine natürliche Substanz im Körper, die hauptsächlich in Form von Phosphokreatin (PCr) in den Muskeln und im Gehirn vorkommt. Der Körper kann es in einer bestimmten Menge aus drei Aminosäuren in Form von Arginin, Glycin und Methionin herstellen. Kreatin wird vom Körper für die grundlegendsten Prozesse verwendet. Es ist hauptsächlich an der Regeneration von ATP (Adenosintriphosphat) beteiligt, das die grundlegende Energiequelle deines Körpers ist.
Kreatin kann die ATP-Speicher auffüllen, die bei intensiver körperlicher Betätigung in unserem Körper schnell aufgebraucht werden. Studien zeigen jedoch, dass es nicht nur die Leistung, sondern auch das Wachstum von Kraft, Muskelmasse, Erholung und sogar die Ausdauerleistung fördert. Es hilft auch, die Energie für Gehirnfunktionen wie Gedächtnis, Denken und Konzentration wiederherzustellen. Das macht es auch zu einem der Nootropika, die bei Studenten, Künstlern und anderen Menschen mit geistig anspruchsvollen Jobs beliebt sind.
Der Körper braucht in diesem Fall chemische Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP). Genauer gesagt wird diese Energie frei, wenn ein Phosphat-Rest des ATPs abgespalten wird. Übrig bleibt dann Adenosindiphosphat (ADP) mit einem Phosphat-Rest weniger. Da die ATP-Menge im Muskel begrenzt ist, kommt die kurzfristige Energielieferung an ihre Grenzen, wenn das vorhanden ATP verbraucht ist. Hier hilft phosphoryliertes Kreatin, die ATP-Produktion durch Umwandlung von ADP anzukurbeln.
Kreatinphosphat dient als rasch verfügbare Energiequelle, insbesondere bei kurzfristiger maximaler Belastung des Muskels beim Sport. Unter Sportbegeisterten ist Kreatin beliebt, um die Muskelmasse zu verbessern und die sportliche Leistung zu unterstützen.
Neben den Vorteilen im Kraftsport zeigt die Forschung auch Potenzial im Bereich Gehirngesundheit: Kreatin kann kognitive Leistung verbessern, neurodegenerative Erkrankungen unterstützen und sogar nach Gehirnerschütterungen die Erholung fördern.
Kreatin scheint Muskelschäden zu verringern und die Erholung nach intensiver Belastung zu fördern. Belastungsbedingte Muskelschäden nach dem Sport führen zu verstärktem Muskelkater, beeinträchtigter Muskelfunktion und verminderter Muskelkraft. Einige Untersuchungen deuten auf eine positive Wirkung von Kreatin auf diese Schäden hin, beispielsweise durch einen Rückgang der Kreatinkinase-Konzentration. Allerdings sind die Ergebnisse sehr unterschiedlich und weitere Forschung ist nötig.
Für Sportler-Produkte mit Kreatin gibt es zwei von der Europäischen Union zugelassene Health Claims, also gesundheitsbezogene Werbeaussagen, die wissenschaftlich belegt werden konnten.
Da heißt es "Kreatin erhöht die körperliche Leistung bei Schnellkrafttraining im Rahmen kurzzeitiger intensiver körperlicher Betätigung". Auf dem Produkt muss aber klar gestellt werden, dass es nur für Erwachsene bestimmt ist, die einer intensiven körperlichen Betätigung nachgehen. Das Produkt muss 3 Gramm Kreatin pro Tag liefern, damit die Angabe zulässig ist. Sie müssen auf der Verpackung darüber unterrichtet werden, dass sich die positive Wirkung auch nur bei dieser täglichen Menge einstellen kann.
Beim zweiten zugelassenen Health Claim sind die Bedingungen noch eingeschränkter. Er richtet sich an Erwachsene über 55 Jahre. Nur bei mindestens dreimaligem Krafttraining wöchentlich über mehrere Wochen in einer bestimmten Intensität soll die tägliche Einnahme von 3 Gramm Kreatin die Wirkung von Krafttraining auf die Muskelkraft steigern können.
Im November 2024 wurde durch das EFSA-Gremium für Ernährung, neuartige Lebensmittel und Lebensmittelallergene (NDA) eine Stellungnahme zur wissenschaftlichen Untermauerung einer gesundheitsbezogenen Angabe zum Beitrag von Kreatin zur Verbesserung kognitiver Funktionen wie Gedächtnis und Aufmerksamkeit abgegeben. Das Gremium konnte keinen Zusammenhang zwischen einer Kreatin-Ergänzung und einer verbesserten kognitiver Funktion feststellen.
In Nahrungsergänzungsmitteln liegt Kreatin meist als Kreatin-Monohydrat vor. Die Einschätzung einer möglichen Leistungssteigerung gilt nur für diese Stoffverbindung. Bei Kreatin-Variationen aus Malat, Ester, Citrat oder Pyruvat ist kein Vorteil gegenüber Kreatin-Monohydrat zu erkennen.
Manche Kreatin-Verbindungen gelten als Neuartige Lebensmittel bzw. Zutaten, wie Kreatinmalat und Kreatin-Alpha-Ketoglutarat. Sie sind in der EU (bisher) nicht zugelassen. Sie benötigen im Gegensatz zu herkömmlichen Lebensmitteln eine Zulassung. Vorgeschaltet ist eine Sicherheitsprüfung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Das Verfahren läuft aktuell.
Obwohl Kreatin leistungsfördernd wirken kann, bedeutet dies weder, dass die Einnahme jedem Sporttreibenden nutzt, noch dass keine unerwünschten Wirkungen auftreten können. Verzehren Sie längere Zeit Kreatin, dann sinkt beispielsweise die Bildung dieses Stoffes in Ihrem Körper.
Bekannt ist jedoch, dass bei hohen Dosierungen und schlechtem Auflösen von Kreatinpulver die Gefahr von Durchfall und Erbrechen besteht. Auch Auswirkungen auf andere Organe werden diskutiert.
In Nahrungsergänzungsmitteln werden laut GRAS-Notification der Food and Drug Administration (FDA) fünf Gramm Kreatin-Monohydrat pro Tag (= 4,4 g Kreatin) als sicher betrachtet. So wird es derzeit auch in Deutschland von der Arbeitsgruppe Sporternährung bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gesehen. Als ganz sicher gelten drei Gramm pro Tag.
Auch der Wissenschaftliche Ausschuss der spanischen Agentur für Lebensmittelsicherheit und Ernährung kam 2024 zu der Ansicht, dass die Tageshöchstmengen von 3,41 g Kreatinmonohydrat und 3,84 g Kreatinhydrochlorid eine Tageshöchstmenge von 3 g Kreatin pro Tag ergeben und unter dem Gesichtspunkt ihrer Sicherheit bei der Verwendung als Nahrungsergänzungsmittel für eine gesunde erwachsene Bevölkerung akzeptabel sind.
Kinder und Jugendliche sollten im Freizeitsport ganz auf die Einnahme verzichten, Internationale Fachgesellschaften und die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit weisen darauf hin, dass die Datenlage für Kinder und Jugendliche zu gering ist und belastbare Sicherheitsbewertungen nur für Erwachsene vorliegen.
Personen mit bestehenden Nierenleiden oder Personen mit einem erhöhten Risiko für Nierenkrankheiten (z.B. Diabetes, Bluthochdruck) wird davon abgeraten, Nahrungsergänzungsmittel mit Kreatin ohne vorherige ärztliche Rücksprache zu verzehren.
Achten Sie bitte auf verlässliche Einkaufsquellen. Bei Bestellungen über das Internet bei unbekannten Anbietern im Ausland besteht ein Risiko, dass die Präparate mit Schwermetallen (wie Quecksilber), nicht zugelassenen Kreatinverbindungen oder verbotenen Zusätzen belastet sind.
Da in den sozialen Medien immer mal wieder angedeutet wird, dass Kreatin auch für Säuglinge und Kleinkinder sinnvoll sein kann: Aus Sicht des Bundesinstitut für Risikobewertung sollte diese Personengruppe angesichts fehlender Daten zu einem möglichen Nutzen, aber auch zur Sicherheit von Kreatin-haltigen Präparaten keine Kreatin-Supplemente erhalten. Davon unabhängig ist natürlich der kinderärztlich begleitete Einsatz zur Behandlung einer Erkrankung des Kindes.
Achtung: Aktuelle Untersuchungen haben gezeigt, dass am Markt (vor allem im Internet und auf Internetmarktplätzen) diverse mit anderen Substanzen gestreckte Kreatinprodukte verkauft werden, teilweise ist nur ca. ein Drittel der angegebenen Kreatinmonohydrat-Menge enthalten.
Das meiste Kreatin wird in Asien produziert, in Europa gibt es nur einen Hersteller. Dessen "sauberes" Kreatin findet sich häufig unter den Markennamen "Creapure" oder "Creavitalis" in den Produkten verschiedener Supplement-Hersteller.
Kreatin kommt wie im menschlichen auch im Muskelgewebe von Rindern, Schweinen und anderen Tieren vor. Fisch und Fleisch weisen Gehalte von ungefähr 0,5 Gramm Kreatin pro 100 Gramm Lebensmittel auf. Besonders viel Kreatin steckt in hochwertigen Fleischteilen mit wenig Bindegewebe, wie Filet. Wer also Fleisch und Fisch verzehrt, nimmt zusätzlich Kreatin auf.
Hersteller von vegetarischen Fleischersatzprodukten planen daher den Zusatz von Kreatin zu ihren Produkten. Auch Milchersatzprodukte sollen mit Kreatin angereichert werden.
Durch eine abwechslungsreiche Mischkost nimmst Du normalerweise genug Keratin auf. Falls Dein Bedarf erhöht sein sollte oder Du Dich vegan ernährst, können Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein.
Hier eine Übersicht über den Kreatin-Gehalt in verschiedenen Lebensmitteln:
| Lebensmittel | Kreatin-Gehalt pro 100g |
|---|---|
| Hering | 650 mg |
| Rindfleisch | 450 mg |
| Lachs | 450 mg |
| Thunfisch | 400 mg |
| Hühnerfleisch | 350 mg |
| Scholle | 200 mg |
Als Faustformel kannst Du Dir merken, dass Fisch und Fleisch ungefähr 500 mg Kreatin pro 100 g Lebensmittel aufweisen. Bei Fleisch gilt: je hochwertiger das Fleischstück ist, also desto weniger Bindegewebe es enthält, desto mehr Kreatin steck darin.
Trotzdem hält sich seit über einem Jahrzehnt hartnäckig ein Gerücht: Kreatin könne Haarausfall begünstigen.
In Fitnesskreisen hast du es sicher schon einmal gehört: Creatin (auch Kreatin genannt) soll angeblich Haarausfall verursachen.
Die Ursachen für Haarausfall sind vielfältig. Über 80 Prozent aller Männer und über 25 Prozent der Frauen leiden an Haarausfall. Der Großteil dieser Personen ist jedoch von erblich bedingtem Haarausfall betroffen.
Diskutiert haben Mediziner und Medizinerinnen eine Zeitlang auch einen möglichen Zusammenhang zwischen einer oralen Aufnahme von Kreatin und Haarausfall. Das beruhte im Wesentlichen auf einer Studie aus dem Jahr 2009, in der bei männlichen Probanden nach einer stärker dosierten Kreatin-Einnahme ein erhöhter Testosteron-Wert gemessen wurde. Da Testosteron mit Haarausfall in Verbindung gebracht wird, kam es zu der Frage eines möglichen Zusammenhangs von Kreatin und Haarausfall.
Viele Sportler verwenden Kreatin als Nahrungsergänzungsmittel, aber es kursieren auch viele Mythen und Fabeln darüber. Gut zu wissen ist, dass Kreatin das am besten erforschte Nahrungsergänzungsmittel der Welt ist.
Es wird manchmal behauptet, dass Kreatin Haarausfall verursachen kann. Es gibt keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die einen direkten Zusammenhang zwischen Kreatin und Haarausfall belegen.
Die Ursache dieses Mythos werde ich dir nun anders als sonstige Beiträge im Netz wissenschaftlich fundiert belegen!
Anstieg der DHT-Spiegel um satte 56 %. Auch 7 Tage später war der Wert noch 40 % über dem Ausgangswert vor der Untersuchung.
Der Ursprung des Haarausfall-Mythos:
Ursprünge des Gerüchts: Woher kommt die Angst?
Die Bedenken, dass Creatin zu Haarausfall führt, gehen auf eine Studie aus dem Jahr 2009 zurück. In dieser Studie wurde in kleinem Rahmen untersucht, wie Creatin den Testosteronspiegel und das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) beeinflusst. Und hier wird es interessant: DHT ist das Hormon, das für den erblich bedingten Haarausfall verantwortlich ist. Die Forscher:innen fanden heraus, dass die DHT-Werte nach nur einer Woche Creatin-Einnahme um beeindruckende 56 % anstiegen. Sogar nach einer Dosisreduzierung blieben die Werte in der zweiten Woche noch 40 % über dem Ausgangswert.
Die Bedenken zu Creatin beruhen auf einer einzigen Studie aus dem Jahr 2009, die erhöhte DHT-Werte bei Creatin-Einnahme feststellte.
Wer Haarausfall fürchtet, hört bei diesem Ergebnis natürlich Alarmglocken schrillen: Mehr DHT bedeutet doch mehr Haarausfall, oder? Und genau hier setzte sich der Gedanke fest, dass Creatin der heimliche Übeltäter für dünner werdendes Haar sein könnte.
In der Studie supplementierte eine Gruppe College-Rugbyspieler 3 Wochen lang Kreatin. Das Ergebnis: Der DHT-Spiegel stieg an - allerdings blieben die Werte im normalen Bereich. Kein Teilnehmer verlor tatsächlich Haare.
Jose Antonio, Sportphysiologe und CEO sowie Mitbegründer der International Society of Sports Nutrition, bringt es auf den Punkt: "Statistisch signifikant bedeutet nicht automatisch auch biologisch relevant." Zudem startete die Kreatin-Gruppe mit deutlich niedrigeren DHT-Werten als die Kontrollgruppe - der gemessene Anstieg war im Grunde nur ein Ausgleich.
Dihydrotestosteron (DHT) ist ein Abbauprodukt von Testosteron. Bei genetischer Veranlagung kann es Haarfollikel verkleinern und so erblich bedingten Haarausfall beschleunigen. Ohne diese Veranlagung hat DHT keinen Einfluss auf die Haardichte.
Die aktuelle Wissenschaft hat die Wirkung von Kreatin auf den mit Haarausfall verbundenen Anstieg des Gesamttestosterons oder DHT nicht bestätigt.
Dennoch widerlegen mehrere darauffolgende Studien das Ergebnis dieser Studie. Aufgrund der unzureichenden Studienlage und methodischer Mängel ist keine endgültige Aussage möglich.
Das Gerücht, dass Creatin Haarausfall verursacht, geht ausschließlich auf eine kleine Studie aus dem Jahr 2009 zurück, die erhöhte DHT-Werte zeigte.
Statistisch signifikant bedeutet nicht automatisch auch biologisch relevant.
Wer Haarausfall fürchtet, hört bei diesem Ergebnis natürlich Alarmglocken schrillen: Mehr DHT bedeutet doch mehr Haarausfall, oder? Und genau hier setzte sich der Gedanke fest, dass Creatin der heimliche Übeltäter für dünner werdendes Haar sein könnte.
Was bedeuten diese Studienergebnisse für Creatin-Nutzer:innen wirklich?
Bevor du jetzt dein Creatin direkt aus dem Schrank verbannst, gibt es ein paar Punkte, die du unbedingt wissen solltest. Die referenzierte Studie aus dem Jahr 2009 hat zwar erhöhte DHT-Werte gezeigt, aber es gibt einige wichtige Einwände gegen ihre Aussagekraft in Bezug auf den Zusammenhang von Creatin und Haarausfall:
Die Studie ist kritisch zu betrachten. Es gibt wichtige Einwände, die einen direkten Zusammenhang von Creatin-Einnahme mit Haarausfall anzweifeln lassen.
Im April 2025 wurde eine Studie veröffentlicht, die erstmals nicht nur die Auswirkungen von Creatin auf den DHT-Spiegel, sondern auch direkt auf das Haarwachstum untersuchte. Dabei zeigte sich zum einen, dass weder signifikante Anstiege des DHT-Spiegels noch Veränderungen im Verhältnis von DHT zu Testosteron festgestellt wurden. Zum anderen konnten auch keine Unterschiede bei Haardichte, Haaranzahl oder anderen Haarparametern beobachtet werden.
Das Studiendesign ist im Vergleich zur Untersuchung aus dem Jahr 2009 verbessert, jedoch bleibt die Studiendauer von zwölf Wochen relativ kurz, und auch die Teilnehmerzahl mit 38 Probanden ist noch begrenzt. Zudem bestand eine Nähe der Forschenden zur Supplement-Branche, was auf eine mögliche Voreingenommenheit hinweisen könnte. Dennoch liefern die Ergebnisse beruhigende Hinweise für all jene, die täglich Creatin einnehmen und sich wegen möglichen Auswirkungen auf den Haarverlust sorgen.
Besonders der Umstand, dass, anders als in der älteren Studie, kein signifikanter Anstieg des DHT-Spiegels festgestellt wurde, entkräftet frühere Befürchtungen.
Was sagt die aktuelle Forschung?
Seit 2009 wurden 12 weitere klinische Studien durchgeführt, die Kreatin und seinen Einfluss auf den Hormonhaushalt untersuchten. Keine Einzige bestätigte den Zusammenhang zwischen Kreatin und erhöhtem Haarausfallrisiko.
Heute gilt: Die wissenschaftliche Beweislage spricht klar gegen die Behauptung, dass Kreatin zu Glatzenbildung führt.
Mehrere darauffolgende Studien das Ergebnis dieser Studie widerlegen.
Eine neuere Studie von 2025 fand keine Veränderungen bei Haarwachstum oder Hormonspiegeln - die Sorge vor Haarausfall durch Creatin ist somit wissenschaftlich nicht belegt.
Was ist mit den Nieren? Hat Kreatin Nebenwirkungen, die die Nierenfunktion beeinträchtigen können? Nein, auch das ist kein Grund zur Sorge. Auch dafür haben die Wissenschaftler keine Beweise gefunden. Wenn deine Nieren gesund sind und gut funktionieren, gibt es keinen Grund, Kreatin nicht zu verwenden. Kreatin ist sicher für die Nieren, und dies wird durch mehrere Langzeitstudien belegt.
Bitte beachte, dass Kreatin Nachteile mit sich bringen kann, wenn du bereits Nieren- oder Leberschäden hast. In diesem Fall solltest du immer einen Arzt konsultieren, bevor du Kreatin einnimmst.
Die Einnahme von Kreatin als Nahrungsergänzungsmittel kann dennoch andere Nebenwirkungen mit sich führen.
Menschen, die Kreatin supplementieren, legen häufig an Gewicht zu, da der Muskel durch das zusätzlich eingelagerte Kreatin vermehrt Wasser aufnimmt.
Wird eine übermäßige Einnahme an Kreatin auf einmal eingenommen, kann es dennoch zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen.
Sollten Sie an Nierenleiden oder anderen Nierenkrankheiten, wie Diabetes oder Bluthochdruck leiden, wird von der Einnahme eines Kreatin-Nahrungsergänzungsmittels abgeraten.
Kreatin bewirkt, dass die Muskeln dem Körper Wasser entziehen, deshalb sollten Sie immer darauf achten, genug Flüssigkeit aufzunehmen. Durch Wassereinlagerung in die Muskelzellen steigt das Körpergewicht - gerade, wenn Sie Lauf- oder Spielsport betreiben, eher ein unangenehmer Nebeneffekt.
Es erhöht sich der Druck in den Zellen. Dadurch kann Ihr Verletzungsrisiko ansteigen. Auch kann es durch die Wassereinlagerung zu vermehrten Krämpfen kommen.
Nebenwirkungen von Kreatin:
Kreatin ist eines der am besten untersuchten Supplemente weltweit und gilt bei empfohlener Dosierung (3-5 g/Tag) als sicher. Die häufigste "Nebenwirkung" ist eine moderate Gewichtszunahme - bedingt durch Wassereinlagerung in den Muskelzellen und Zuwachs fettfreier Masse.
Gerüchte über Nierenschäden, Krämpfe oder Dehydrierung sind wissenschaftlich nicht belegt. Wer jedoch bereits eine Nierenerkrankung hat, sollte vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen.
Der aktuelle Stand der Forschung gibt keinen eindeutigen Beweis dafür, dass Creatin Haarausfall verursacht. Das Gerücht basiert auf einer einzigen kleinen Studie, die sich weder mit Haarausfall beschäftigte noch eindeutige Ergebnisse lieferte. Eine neuere Untersuchung widerspricht diesem Zusammenhang zusätzlich, da keine Verbindung zwischen der Einnahme von Creatin und Haarausfall festgestellt werden konnte. Die Panik um dein Creatin ist also wahrscheinlich unbegründet.
Aufgrund der unzureichenden Studienlage und methodischer Mängel ist keine endgültige Aussage möglich.
Da überschüssiges Kreatin vom Körper durch den Urin ausgeschieden wird, keine Nebenwirkungen bei einer maßvollen Einnahme bekannt sind und die aktuelle Studienlage den Zusammenhang zwischen Kreatin und Haarausfall nicht bestätigen kann, kann die Einnahme von Kreatin als Nahrungsergänzungsmittel nicht für Haarausfall verantwortlich gemacht werden.
Haarausfall keine Gedanken machen.
Der aktuelle Stand der Forschung gibt keinen eindeutigen Beweis dafür, dass Creatin Haarausfall verursacht. Das Gerücht basiert auf einer einzigen kleinen Studie, die sich weder mit Haarausfall beschäftigte noch eindeutige Ergebnisse lieferte. Eine neuere Untersuchung widerspricht diesem Zusammenhang zusätzlich, da keine Verbindung zwischen der Einnahme von Creatin und Haarausfall festgestellt werden konnte. Die Panik um dein Creatin ist also wahrscheinlich unbegründet.
Die Angst vor Haarausfall basiert auf einer einzigen, schwach aussagekräftigen Studie und wird von der aktuellen Forschung nicht gestützt.
Letztendlich ist Kreatin eine sichere und effektive Ergänzung für viele Sportler, die ihre Leistung steigern und ihre Trainingsziele erreichen möchten.
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