Viele Menschen fragen sich, was eigentlich der Unterschied zwischen Conditioner und Spülung ist und wann eine Haarkur nötig ist. Die Liste der Haarpflegemittel, die Friseure empfehlen, ist lang, und die Verwirrung ist oft groß.
Was ist ein Conditioner/Spülung?
Ein Conditioner ist ein Pflegeprodukt für das Haar, ähnlich wie ein Shampoo, jedoch reich an pflegenden Inhaltsstoffen. Im Unterschied zu Shampoos, die reinigende Inhaltsstoffe enthalten, versiegeln Conditioner die Haaroberfläche und schützen das Haar vor Umwelteinflüssen. Hair Conditioner ist lediglich der englische Begriff für Haarspülung. Es gibt keinen Unterschied zwischen Conditioner und Spülung. Conditioner sind Produkte, die nach der Haarwäsche aufgetragen werden und Proteine, Öle sowie andere Pflegestoffe enthalten.
Professionelle Haarpflegeprodukte, die sich lohnen.
Die Vorteile eines Conditioners
- Schützt das Haar vor dem Austrocknen
- Beugt Haarverlust vor
- Schützt das Haar vor dem Bürsten und Kämmen
- Glättet die Haaroberfläche
- Verhindert statische Aufladung
- Ermöglicht leichtere Kämmbarkeit
- Bietet eine Extraportion nährende Pflege
Wie benutzt man einen Conditioner richtig?
Einen Conditioner wendest du während deiner Haarpflegeroutine an. Hier sind die Schritte für die richtige Anwendung:
- Haare waschen: Wasche deine Haare wie gewohnt mit Shampoo und spüle dieses sorgfältig aus.
- Haare vorbereiten: Wringe dein Haar ordentlich aus - je nasser es ist, desto schlechter kann es den Conditioner aufnehmen.
- Conditioner auftragen: Trage eine etwa haselnussgroße Menge des Conditioners auf deine Haare auf. Wichtig dabei ist, den Conditioner nur in die Längen einzuarbeiten. Auf der Kopfhaut sollte er nicht angewandt werden, da er hier lediglich das Volumen raubt und fettige Haare begünstigt. Auch bei trockener Kopfhaut sollte er nicht auf diese aufgetragen werden.
- Einwirken lassen: Lass den Conditioner ca. 1 Minute einwirken. In der Zeit kann sich der hauchzarte Pflegefilm auf die aufgeraute Schuppenschicht des Haarschafts legen und sie glätten.
- Ausspülen: Spüle den Conditioner ordentlich aus. Rückstände können ebenfalls für fettiges Haar und Volumenverlust sorgen. Im Idealfall nutzt Du dazu kaltes Wasser. Dies verschließt die Schuppenschicht nochmals deutlich besser.
Viele fragen sich auch, ob ein Conditioner regelmäßig angewendet werden soll und ob er für jeden Haartyp geeignet ist. Die Antwort ist: Ja und ja! Der Conditioner schützt das Haar vor Umwelteinflüssen und macht es geschmeidiger und glänzender. Er sollte also bei keiner Haarwäsche fehlen.
Der Unterschied zwischen Shampoo und Conditioner
Beim Haarewaschen öffnet das Shampoo die äußere Schicht, die sogenannte Schuppenschicht, der Haare. So kannst du Schmutz, Talg und Rückstände von Stylingprodukten herausspülen. Shampoos befreien das Haar von Staub, Talg und Stylingrückständen. Während des Einschäumens rauen die waschaktiven Substanzen die äußere Haarschicht, die „Schuppenschicht“, auf und lösen Verschmutzungen heraus. Zurück bleiben saubere Haare - und eine geöffnete Schuppenschicht. Durch diese verliert das Haar Feuchtigkeit. Zudem ist es besonders angreifbar für schädliche Einflüsse wie UV-Licht und Hitze, aber auch aufnahmefähiger für Pflegestoffe.Die Schuppenschicht kann sich jedoch nicht von selbst wieder schließen. Ein Conditioner schließt die äußere Haarschicht wieder und sorgt so für glänzendes Haar, das besser geschützt ist. Shampoo und Conditioner sollten daher immer im Zusammenspiel verwendet werden.
Die richtige Anwendung von Shampoo
- Shampooniert wird nur der Ansatz
- Massieren Sie eine kleine Menge Shampoo in die Kopfhaut ein.
- Geben Sie kein Shampoo in die Längen.
- Waschen Sie sie daher nicht über Kopf oder mit zu heißem Wasser.
Wann ist eine Haarkur nötig?
Vor allem lange und beanspruchte Haare benötigen regelmäßig eine Wellness-Auszeit, um gesund auszusehen. Hier kommen Haarkuren ins Spiel. Sie sind reichhaltiger als Conditioner und wirken längere Zeit im Haar ein - das erhöht den Pflegeeffekt. So kann Schäden wie Haarbruch und Spliss vorgebeugt werden. Während sich Conditioner bzw. Haarspülungen ideal als tägliche Beauty-Helfer eignen, sind Kuren hingegen nur zweimal pro Woche (statt Spülung) zu empfehlen. Bei weniger strapazierten und feinen Haaren genügt es, die Pflegepackung einmal wöchentlich aufzutragen.
Anwendung einer Haarkur
Haarkur mit einem grobzinkigen Kamm im handtuchtrockenem Haar verteilen. Dabei den Haaransatz aussparen. Haare idealerweise in ein Handtuch wickeln und die Kur so lange einwirken lassen, wie auf der Verpackung angegeben. Haare abschließend gründlich mit warmen Wasser ausspülen.
Die besten Conditioner für verschiedene Haartypen
Die Frage nach dem richtigen Conditioner stellen sich viele. Wichtig ist, zu einem Conditioner mit guten Inhaltsstoffen zu greifen. Orientieren Sie sich bei der Auswahl an Ihrem Haartypen und stimmen Sie die Spülung auf Ihr Shampoo ab. So gehen beide Produkte mit ihren Inhaltsstoffen Hand in Hand.
Hier sind einige Empfehlungen für verschiedene Ansprüche:
- Geschädigtes Haar: Repair Spülung wie der Repair Conditioner von System Professional
- Coloriertes Haar: Color Haarspülung wie der Color Care Color Protect Daily Conditioner von Paul Mitchell
- Trockenes Haar: Feuchtigkeits-Spülung wie der Hydrate Conditioner von System Professional
- Fahles, mattes und glanzloses Haar: Belebende Haarspülung wie der BED HEAD Re-Energize Conditioner von Tigi
- Lockiges Haar: Spezielle Spülung für Locken wie der Curls Spring Loaded Frizz-Fighting Conditioner von Paul Mitchell
- Für Eilige: 2-in-1 Shampoo und Conditioner wie der Mitch Double Hitter von Paul Mitchell
Was bedeutet Leave-In, Nourishing & Co.?
Anders als beim Verhältnis von Spülungen zu Conditioner machen Leave-in Conditioner oder Nourishing Conditioner tatsächlich einen Unterschied. Bei sogenannten Leave-in Conditionern wird die Spülung nicht wieder ausgewaschen, sondern verbleibt im Haar. Oftmals wird diese Art von Conditioner zum Glätten oder als Hitzeschutz angewandt. Du kannst sie immer dann nutzen, wenn Dein Haar eine extra Portion Pflege benötigt. Auch Nourishing Conditioner sind besonders reichhaltig an nährenden Pflegestoffen und vor allem für trockene, stark strapazierte und angegriffene Haare geeignet.
Co-Washing: Waschen mit Conditioner
Wenn Sie Lust auf Abwechslung haben, probieren Sie es doch mal mit Co-Washing: Dabei lassen Sie das Shampoo einfach weg und benutzen gleich den Conditioner. Der Grundgedanke ist, dass das seifenhaltige Shampoo viel zu aggressiv zum Haar ist und dass Conditioner es sanfter reinigt. Conditioner enthalten in der Regel keine Sulfate, darum eignen sie sich besonders gut für gefärbtes und getöntes Haar, welches durch diesen Zusatzstoff ausbleichen kann. Auch Lockenköpfe reagieren erfreut auf die Conditionerwäsche, da sie oft sehr trockenes Haar haben.
Vorteile des Co-Washing
- Herkömmliche Shampoos können für lockiges Haar sehr aggressiv sein und es strapazieren und austrocknen lassen.
- Mit Co-Washing reinigst du dein Haar, ohne ihm seine natürlichen Öle zu entziehen, so dass sich deine Locken weich, mit Feuchtigkeit versorgt und gesund anfühlen.
- Co-Washing kann eine gute Option für diejenigen sein, die ihr Haar häufig waschen möchten, z. B. für Leute, die viel Sport treiben.
Nachteile des Co-Washing
- Die Haare nur mit einem Conditioner zu waschen, kann mit der Zeit zu Ablagerungen im Haar führen, vor allem, wenn du nicht ab und zu ein klärendes Shampoo verwendest.
- Während Co-Washing für lockiges, trockenes oder kaputtes Haar sehr gut geeignet ist, gibt es für fettiges oder feines Haar möglicherweise bessere Optionen.
tags:
#conditioner #oder #shampoo #unterschied
Populäre Artikel: